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"Ich" oder "man"

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Beitragvon bonsaifreak » 28.01.2012, 18:42

In der Umgangssprache vieler meiner Zeitgenossen fällt mir auf, dass bestimmte Meinungen nicht ich-bezogen formuliert werden, sondern statt dessen das unpersönlichere "man" benutzt wird.
Mal ein Beispiel: Empört: "Da müsste man doch etwas dagegen tun!"
Man kann erkennen, dass da jemand gegen etwas ist. Aber er sagte nicht: "Da müsste ICH doch etwas dagegen tun." Lass mal die anderen voran gehen. Ich könnte mich denen dann ja anschließen (denn ich bin ja eigentlich auch dagegen). Oder ist das eine Rückversicherung? Sollte der Schuss nach hinten los gehen, kann man ja entschuldigend sagen, dass man allgemein "man" und nicht "ich" gesagt hatte. Ich würde das das "distanzierte man" nennen.

Aber mir ist auch eine ganz andere Version aufgefallen.
"Das tut man nicht", oder besser noch: "Das kann man doch nicht essen."
Wenn MIR etwas nicht schmeckt, dann kann ich doch sagen, dass es mir nicht schmeckt. Mit dem verallgemeinerndem man erwarte ich, dass alle meiner Meinung sein müssten, meinem Geschmack zu folgen haben. Nenne ich es mal das "egozentrische man".

Und nun komme ich noch auf eine dritte Form.
"Man trägt wieder Hut." Das ist unpersönlich, sagt nichts über meine Meinung aus, sondern konstatiert lediglich eine beobachtete Entwicklung, einen Trend, vielleicht sogar basierend auf statistischen Werten.

Wie mannigfaltig man doch mit diesem kleinen Wörtchen umgehen kann.
Und nun bitte ich um philosophische Hilfe und Interpretation.
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Beitragvon Katharina88 » 29.01.2012, 14:03

bonsaifreak hat geschrieben:In der Umgangssprache vieler meiner Zeitgenossen fällt mir auf, dass bestimmte Meinungen nicht ich-bezogen formuliert werden, sondern statt dessen das unpersönlichere "man" benutzt wird.
Mal ein Beispiel: Empört: "Da müsste man doch etwas dagegen tun!"
Man kann erkennen, dass da jemand gegen etwas ist. Aber er sagte nicht: "Da müsste ICH doch etwas dagegen tun." Lass mal die anderen voran gehen. Ich könnte mich denen dann ja anschließen (denn ich bin ja eigentlich auch dagegen). Oder ist das eine Rückversicherung? Sollte der Schuss nach hinten los gehen, kann man ja entschuldigend sagen, dass man allgemein "man" und nicht "ich" gesagt hatte. Ich würde das das "distanzierte man" nennen.

Aber mir ist auch eine ganz andere Version aufgefallen.
"Das tut man nicht", oder besser noch: "Das kann man doch nicht essen."
Wenn MIR etwas nicht schmeckt, dann kann ich doch sagen, dass es mir nicht schmeckt. Mit dem verallgemeinerndem man erwarte ich, dass alle meiner Meinung sein müssten, meinem Geschmack zu folgen haben. Nenne ich es mal das "egozentrische man".

Und nun komme ich noch auf eine dritte Form.
"Man trägt wieder Hut." Das ist unpersönlich, sagt nichts über meine Meinung aus, sondern konstatiert lediglich eine beobachtete Entwicklung, einen Trend, vielleicht sogar basierend auf statistischen Werten.

Wie mannigfaltig man doch mit diesem kleinen Wörtchen umgehen kann.
Und nun bitte ich um philosophische Hilfe und Interpretation.
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Hallo,mein Freund, Dein Beitrag erinnerte mich daran,dass vor ca. 50 Jahren an bestimmtem Lehrstühlen einiger Hochschulen ein Reglement existierte,in dem es als unüblich galt, in Diplom-oder Doktorarbeiten das Pronomen "ich" zu verwenden.Die Begründung war,dass "Ich" eine subjektive Note hätte,die einer objektiven Behandlung wenig Raum ließe. Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren! Ich habe (nicht man hat)in meinen Beiträgen nachgelesen und festgestellt,dass ich (nicht man) in vielen Fällen das unbestimmte Pronomem "man" verwendet habe,wo auch "ich" sprachlich korrekt gewesen wäre. Möglicherweise spielen (unterbewusst) die von Dir erwähnten Motive eine Rolle. Sicher ist,dass es viele Konstellationen gibt,wo man "man" oder "ich" sagen kann.Ebenso sicher ist,dass es viele Fälle gibt, in denen man kaum Optionen hat.Letztlich entscheiden Stilsicherheit und Kenntnis der Sprache. Ich (vielleicht auch andere,dann man) danke Dir! Katharina  
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Beitragvon Chri51 » 29.01.2012, 15:08

Weniger Philosophisches, dafür Ursprüngliches (ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder volle Richtigkeit):

Mannus – der germanische Urvater…
Die Altgermanen kannten auch ein Buchenstäben-Symbol (daher "Buchstabe")
(20. Rune) = Mannaz
Nach der nordischen Sagenwelt hatte Odin, in der Weltesche Yggdrasil kopfüberhängend, Stäbe aus Buchenholz zu "Symbolen" geworfen...

Obwohl für heutige Denkweisen schwer zu erfassen, bedeutet es sowohl „ich“ als auch „Mensch“, als auch der „ganzheitliche Mensch“, im weitesten symbolischen Sinne auch „Menschheit“.
Es schließt nicht „Frau“ aus, das haben nur die Vorfahren sortiert, zu Zeiten als nur der „Mann“ als Mensch galt und das „Weib“ als sein untergebenes Anhängsel…
So hat sich eben der Begriff „Mann“ für Menschen bis heute erhalten, genauso im Angelsächsischen.

verwandte Wörter: jederman, mannigfach, manche, jemand...


Hier die Rune >>> http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... m=1&itbs=1

Ein Ausschnitt dazu auch aus Wikipedia:
"Er ist somit der Stammvater der Inguionen (Ingaevonen), der Herminonen sowie der Istävonen (Istaevonen). Lat.-germ. Mannus stellt die Latinisierung eines westgermanischen Nom.Sg. *mann ‚Mann, Mensch’ (> ahd., as. man, ae. man[n], mon[n]), Akk.Sg. *mannun dar. Der Mythos ist eine typische Geschichte über den Ursprung einer Stammesgesellschaft, vgl. den Stammesmythos der Juden des Alten Testaments. Die Folge solcher Mythen ist, dass sich die ganze Gesellschaft als eine einzige große Familie mit gemeinsamen – letzten Endes göttlichen – Ahnen versteht."
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Beitragvon Burgell » 29.01.2012, 15:36

Ein für mich sehr interessanter Beitrag,@Chris,

macht Lust auf mehr.........

Zum Thema "man " zurück,  zu meiner Zeit wurde noch gesagt man sagt nicht in einen fort "ich",das wirkt sehr Ich-bezogen,

andererseits gefällt mir auch der Gedanke,dass man sich  hinter den Rücken der "ganzen Sippe" verstecken möchte .......oder könnte :D

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Beitragvon bonsaifreak » 29.01.2012, 17:00

@ cri: ICH danke Dir für Deinen Beitrag. Fand ich sehr interessant. Wenn ich außerdem feststelle, dass ich im letzten satz selbst auch noch "mannigfaltig" benutzt habe finde ich das besonders lustig :mrgreen:
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Beitragvon Chri51 » 29.01.2012, 20:21

bonsaifreak hat geschrieben:@ cri: ICH danke Dir für Deinen Beitrag. Fand ich sehr interessant. Wenn ich außerdem feststelle, dass ich im letzten satz selbst auch noch "mannigfaltig" benutzt habe finde ich das besonders lustig :mrgreen:
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Jo...und niemand hat´s bemerkt...gelle! :mrgreen:

Ich beschäftige mich schon sehr lange mit den Runen, mich fasziniert Mythologie!
Vieles gibt es da entdecken, wie z. B.
- Jahr = Rune Jera = Buchstabe J
- Wasser, Lagune, Lago = Rune Laguz = Buchstabe L
- Tag = Rune Dagaz = Buchstabe D
- Hagel = Rune Hagalaz = Buchstabe H
- Vieh = Rune Fehu = Buchstabe F

usw., es gibt viel zu entdecken und man versteht den eigenen Sprachursprung besser...

Es gibt auch z. B. die Rune Eihwaz, (Buchstabe E) das bedeutet sowohl "Pferd", als auch "gemeinsam" , man ist nicht alleine...
Und da gibt es bis heute ein herrliches altes Wort: "EHE"...
Ich finde es sehr schlüssig, daß zwischen zwei "E´s" das Symbol "Hagalaz" steht... :mrgreen:

Aber bitte, eine Warnung an alle, die jetzt "googeln":
seid vorsichtig, leider (!) sind die Nordischen Sagen, Götter und Runen ein beliebtes Beiwerk von rechtsradikalen Gruppen!!!
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Beitragvon christencia » 29.01.2012, 20:50

bonsaifreak hat geschrieben:In der Umgangssprache vieler meiner Zeitgenossen fällt mir auf, dass bestimmte Meinungen nicht ich-bezogen formuliert werden, sondern statt dessen das unpersönlichere "man" benutzt wird.
Mal ein Beispiel: Empört: "Da müsste man doch etwas dagegen tun!"
Man kann erkennen, dass da jemand gegen etwas ist. Aber er sagte nicht: "Da müsste ICH doch etwas dagegen tun." Lass mal die anderen voran gehen. Ich könnte mich denen dann ja anschließen (denn ich bin ja eigentlich auch dagegen). Oder ist das eine Rückversicherung? Sollte der Schuss nach hinten los gehen, kann man ja entschuldigend sagen, dass man allgemein "man" und nicht "ich" gesagt hatte. Ich würde das das "distanzierte man" nennen.

Aber mir ist auch eine ganz andere Version aufgefallen.
"Das tut man nicht", oder besser noch: "Das kann man doch nicht essen."
Wenn MIR etwas nicht schmeckt, dann kann ich doch sagen, dass es mir nicht schmeckt. Mit dem verallgemeinerndem man erwarte ich, dass alle meiner Meinung sein müssten, meinem Geschmack zu folgen haben. Nenne ich es mal das "egozentrische man".

Und nun komme ich noch auf eine dritte Form.
"Man trägt wieder Hut." Das ist unpersönlich, sagt nichts über meine Meinung aus, sondern konstatiert lediglich eine beobachtete Entwicklung, einen Trend, vielleicht sogar basierend auf statistischen Werten.

Wie mannigfaltig man doch mit diesem kleinen Wörtchen umgehen kann.
Und nun bitte ich um philosophische Hilfe und Interpretation.
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ja, hinter "man" können doch, ach so viele menschen sich verstecken
-oftmals, ohne das sie es merken. :idea:
wenn ich das wort "ich" im sprachgebrauch benutze, heisst es ja, ich spreche für mich, und bin damit auch für das gesagte verantwortlich. :|
wer will das schon immer sein :?:
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Beitragvon altwieeinbaum » 29.01.2012, 23:52

..ganz schrecklich finde ich den Sprachgebrauch:   "man sieht sich"...
heißt auf gut DEUTSCH und im übertragenem Sinne:
..wir sehen uns nicht...! 
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Beitragvon Auschra » 31.01.2012, 9:51

eigentlich wird heute das Indefinitpronomen man grammatisch als Wort definiert, welches benutzt wird, wenn der Sprecher eine Person meint , die nicht näher bestimmt ist.... wie schon geschrieben: geschlechtsunabhängig.

- Interessant ist es, dass sprachbewusste Frauen als Synomym für dieses Indefinitpronomen "man" oft frau schreiben ..
So formuliert die hier postende Frau auch öfter, wenn sie - wenn ich - emanzpatorisch oder spöttisch "auf dem Wege bin".Quasi: was man nicht tut, tut frau auch nicht .. oder gerade ... :mrgreen:

Ich vermute, dass im Worterklärgedächtnis der Menschen die etymologisch zwar falsche aber heute verständlichere Verbindung: man kommt von der Mann ( als Geschlechtswesen) eher als Erklärung herangezogen wird.... Wer Englisch beherrscht, weiß vielleicht noch eher, dass man im Germanischen ganz allgemein Mensch hieß


Und so ist es doch an sich nicht falsch, wenn vieles, was für viele gilt auch unbestimmt formuliert wird: es ist sprachökonomischer.
Man bohrt nicht in der Nase. Dieser Aussagesatz ist prägnanter als dieser.
Es ist unhygienisch, wenn ein Mensch in der Nase bohrt.



Wie Ihr schon schreibt: Kritisch wird es dann, wenn unter diesem Verllgemeinerungsanspruch gesellschaftliche Zwänge kommuniziert werden, denn
das tut man nicht *Achtung-Ironie*
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Beitragvon Sally57 » 31.01.2012, 10:00

Ich verstehe gar nicht warum auf diesem so wichtigen Wörtchen "man" ständig herumgetrampelt wird.
Es hat seine volle Berechtigung im deutschen Sprachgebrauch und wird auf Deibel komm raus genutzt.
Kein Mensch jenseits der 50 macht sich darüber Gedanken, ob es durch -"ich" ersetzt werden soll, denn wenn "man" einer Meinung ist, reichen schon 2 Personen aus um dieses Wörtchen einzusetzen. Rede ich mit drei Personen, kann ich sagen: IHR könnt das so oder so machen, ich kann aber auch sagen: MAN kann das so oder so machen.
Wo ist das Problem?
Jeder nutzt Wörter so, wie er das schon ein Leben lang gewohnt ist, warum nach einem dreiviertel Leben aufeinmal die Sprache in Frage stellen, ich glaube sowas heißt im deutschen Sprachgebrauch "Wortklauberei", eine Eigenschaft die sich mit zunehmendem Alter immer mehr auszuprägen scheint. :? :? :? :? :? :? :? :? :? :?(und recht wenig mit Philosophie zu tun hat) :wink:
Zuletzt geändert von Sally57 am 31.01.2012, 10:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Lesezeichen » 31.01.2012, 10:04

Sally57 hat geschrieben:Jeder nutzt Wörter so, wie er das schon ein Leben lang gewohnt ist, warum nach einem dreiviertel Leben aufeinmal die Sprache in Frage stellen, ich glaube sowas heißt im deutschen Sprachgebrauch "Wortklauberei", eine Eigenschaft die sich mit zunehmendem Alter immer mehr auszuprägen scheint. :? :? :? :? :? :? :? :? :? :?


Nö Sally, das heißt Philosophie :mrgreen:
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Beitragvon Sally57 » 31.01.2012, 10:05

upps LZ,
gerade habe ich noch was dazugeschrieben, aber du warst schneller! :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
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Beitragvon Auschra » 31.01.2012, 10:13

Ja, ja.... dieses Trampeln auf Wörtern ....


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Beitragvon bonsaifreak » 31.01.2012, 11:23

@ sally: Wenn ich mir einmal Gedanken über die Benutzung der Wörter "ich" oder "man" gemacht habe, dann heißt das nicht, dass ich das als ein Problem betrachte.
Echte Probleme sind von anderem Kaliber.
Aber zum Stichwort Wortklauberei möchte ich einmal den Spieß umdrehen.
Wenn Du in Deinem "hohen Alter" nach 3/4 Deines Lebens Dich sprachlich nicht mehr umstellen willst oder kannst sei Dir das natürlich unbenommen.
Wenn ich, in noch "höherem Alter" mir aber den Luxus erlaube, über alltägliche Sprachgewohnheiten oder gar Unarten etwas nachzudenken, oder zu hinterfragen, dann betrachte ich es als ein Kompliment von Dir, dass Du meinst, dass sich das (das Denken) mit zunehmendem Alter immer mehr auszuprägen scheint.
Danke Dir, denn dann bin ich ja noch von Altersdemenz weit entfernt :mrgreen:
schönen Tag noch
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Beitragvon bonsaifreak » 02.02.2012, 17:32

eine kleine Ergänzung zu dem, was ich eingangs meines threads geschrieben habe möchte ich nach reichen. Als "Arbeitsbegriffe" hatte ich drei "Arten" von man :
das verallgemeindernde, da egozentrische und das statistische (wenn ich die mal so nennen darf)aufgezählt.
Und in der Zwischenzeit habe ich mein Gehör selber weiter geschärft.
Deshalb möchte ich die o.g. Grobeinteilung ein wenig weiter differenzieren.
Neulich hörte ich ein Interview mit einem Leiharbeitnehmer. Diese wünschen sich selbstverständlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Und so bemühen sich viele sehr darum, in die Stammbelegschaft des Unternehmens übernommen zu werden.
Dieser Mann erklärte, wie sehr er sich bemüht hat, schon längere Zeit dort tätig sei und dennoch bislang nicht übernommen wurde.
Und nun sagt er doch tatsächlich: "Da ist man sehr enttäuscht."
Mein erster Gedanke war: Warum sagst du nicht: Da war ich sehr enttäuscht ?
Doch dann musste ich mich korrigieren. Man war in diesem Fall schon richtig. Denn es handelt sich nicht nur um sein individuelles Einzelschicksal, sondern, da es viele betrifft, kann/muss man das schon verallgemeinern. Insofern "versteckt" er sich dann auch nicht hinter einem unpersönlichen man, sondern formuliert das verallgemeinert als Anklage an diese prekären Verhältnisse.
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