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" Rabeneltern"

38 Beiträge
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Beitragvon Auristemp » 27.10.2011, 12:01

Petrusch hat geschrieben:Auch ich wurde nicht so geliebt, wie es hätte sein sollen.
Ich bin aber nicht misshandelt worden,(ab und zu einsperren in die dunkle Putzkammer !) sondern bekam von meiner Mutter keine Liebe.
Dafür von meinem Vater um so mehr.(Danke Vater )
Als meine Mutter an TBC erkrankte, war sie für Jahre in Lungenheilstätten.
Ich wuchs bei meinen Großeltern auf., und wurde sehr geliebt.

Als meine Mutter gesund war, kam ich heim.In den Schoß der Familie zurück, hieß es.
Da begann meine Leidenszeit. Mutter ist krank, hieß es immer wieder ,über Jahre.
Sie entwickelte ein "Münchhausen Syndrom "

Wer weiß ,was das ist, weiß auch was das für ihre nächsten Angehörigen bedeutet.
Es war die Hölle !
Durch ihre Sucht auf ständige OP s und die eine zuviel, bei der sie sich gesunde Brüste
abnehmen lies, starb sie an der Narkose mit 59 Jahren.

Ich habe bei der Trauerfeier nicht geweint, auch ihre Enkelkinder nicht, die sie nicht
sehen wollte !

Ein kurze Auschnitt aus Wikipedia .

Die Lügengeschichten des Freiherr von Münchhausen sollen uns nur unterhalten. Doch es gibt auch ein Krankheitsbild, das diesen Namen trägt: Münchhausen-Syndrom. Das amüsiert niemand, das verheißt nur Erstaunen, Befremden, Ärger, Empörung oder gar Entsetzen. Denn hier versucht ein Mensch eine Krankenrolle zu erzwingen, in dem er seine Gesundheit schädigt und damit möglichst in einem Krankenhaus behandelt wird. Dabei ist keine Manipulation absurd genug. Es ist praktisch alles möglich, um im Bereich von Kopf, Herz, Magen, Darm, Leber, Nieren, Blase, Wirbelsäule, Gelenken, vor allem aber Haut und bisweilen auch im seelischen Bereich Symptome zu provozieren, die einer umfangreichen Abklärung bedürfen, d.h. nur durch einen Krankenhausaufenthalt möglich sind.




Oh weh,..liest sich ja furchtbar.

Unverständlich ,wie musst du gelitten haben Petrusch :cry:
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Auristemp
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Beitragvon gelika57 » 27.10.2011, 14:12

machoavelli hat geschrieben:rheinnixe - die Väter nicht vergessen - auch sie haben ihren Anteil daran, wenn etwas schiefläuft.

Es ist halt ein Dilemma - für alles braucht man einen Schein und eine Prüfung, Autofahren, Angeln , Bootfahren, Funken, Holz machen, und nur wer die Prüfung besteht darf dann auch.
Aber die größte Verantwortung, die ein Mensch übernehmen kann, wo er am enormen Schaden anrichten kann, nämlich Kinder in die Welt setzen - das ist jedem, ob geeignet oder nicht, erlaubt.
Eine Lösung hab ich natürlich auch nicht - aber darüber grübeln tu ich schon lange.


@ das habe ich mir auch schon oft gedacht- wenn ich sehe mit welcher Verantwortungslosigkeit
Kinder in die Welt gesetzt werden,könnte ich heulen, chancenlos werden sie dann mit über-
forderten Eltern gross,die schlechten Beispiele werden fortgesetzt..da hilft dann auch keine
Supernanny mehr :oops: :oops: -Gerade in einer Zeit in der es möglich ist zu verhüten-
wird es nicht getan weil man das Geld für die Pille lieber für Zigaretten oder sonstwas ausgibt.
Kenne da so viele Beispiele von jungen Leuten aus einem bestimmten Milieu das ich nur
noch mit dem Kopf schütteln kann, mir tun diese Kinder unendlich leid.
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Beitragvon ilonca » 02.11.2011, 9:28

nun, diese verantwortungslosigkeit von "eltern" den kindern gegenüber gibt es in jeder
gesellschaftsschicht, dort werden die kinder meist mit geld befriedigt :twisted: und nicht nur
in einembestimmten milieu, wie @gelika es immer wieder anspricht, anscheinend hat sie mit diesem
milieu probleme in vieler hinsicht :mrgreen:
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Beitragvon Roadrunner27 » 03.11.2011, 0:24

Meine Güte, starker Tobak wird hier aufgefahren von einigen Ober-Moralistinnen und -moralisten.
Wer seine Aggressionen nicht unter Kontrolle habe, könne keine gute Mutter sein, manche Menschen dürften nicht zur "Elternschaft" zugelassen werden. So kann man Menschen auch ein schlechtes Gewissen einreden. Wer bitte sehr, rastet denn nicht mal aus, wenn die lieben Kleinen wieder mal die eigenen Nerven strapazieren? Wie wird denn bemessen, ob jemand geeignet ist, die große Verantwortung zu tragen? An der Schulbildung, der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gesellschaftsschicht, am IQ oder EQ? Eltern-Kind-Beziehungen sind eigentlich immer irgendwie belastet und konfliktgeladen. Wir haben doch alle Fehler in der Erziehung unserer Kinder gemacht, sind wir deswegen schlechte Eltern? Wo gibt es sie denn, die optimale Familie? Wenn ich mir die hier geschilderten Schicksale durchlese, muss ich doch sagen, das aus all diesen unglücklichen Kindern doch scheinbar ganz vernünftige Erwachsene geworden sind. Eine als unglücklich empfundene Kindheit bedeutet noch lange nicht ein unglückliches Leben. Es ist wie ein Rucksack, der einem aufgeladen wird, den man aber auch wieder abstreifen kann. Außerdem brauchen wir unbedingt Kinder, wer soll denn später mal meine Rente finanzieren, wenn es denn noch eine gibt.
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Beitragvon lottesprotte » 13.12.2011, 9:53

@Roadrunner, das ist eben das Problem, daß diesen Rucksack eben nicht jeder so einfach ablegen kann. Dem ein oder anderen gelingt es vielleicht, aber nicht jedem.

Die Frauen, die aus den vorgenannten Gründen bewusst auf Kinder verzichtet haben, sind doch so ein Beispiel. Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen und wundere mich nur darüber, daß ich bisher nichts davon gehört habe, ich dachte immer, ich sei die Einzige, der es so ergangen ist. Im Gegenteil, ich musste mir stattdessen immer anhören, daß ich ein egoistischer Yuppie sei, der auf Kinder verzichtet um seinem "Vergnügen" nachzugehen. Das tat doppelt weh, besonders wenn es aus der eigenen Familie kam, die es hätte besser wissen können.
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Beitragvon omega23 » 08.05.2012, 18:30

@alle,
ich fand vieles in euren Geschichten sehr bewegend, besonders der Beitrag von medianne. Auch ich habe eine sehr schwierige Mutter, die mir hauptsächlich dadurch geschadet hat, daß sie mir immer eingeredet hat, ich sei ja so schwierig... (ich weiß seit vielen Jahren, daß es nicht wirklich mit mir zu tun hat, aber...) Meine Brüder waren/sind dann die, zu denen sie angeblich ein gutes Verhältnis hat - wenn man es als solches bezeichnen kann, daß sie sich ca 2x pro Jahr telefonisch melden und alle ca. 1-2 Jahre mal vorbeikommen ... Am meisten stört mich die Lügerei dieser Frau und diese Unselbständigkeit, sie kann sich noch nicht mal allein die Haare waschen und natürlich kommt es üüüberhaupt nicht in Frage, mal den A.. vor die Tür zu bewegen und mit irgendwem zu reden, nein, sie ist ja leidend, nein, sie könne ja nicht sitzen (nur zu Hause sitzt sie den ganzen Tag rum). Hinter meinem Rücken gibt sie giftige Kommentare über mich von sich, darauf angesprochen, ist das natürlich alles nie gewesen... trotzdem habe ich noch Kontakt, wenn auch eher selten. Sie tut mir einfach sehr, sehr leid und wenn ich so den Bruder sehe, der ihr Liebling war, bin ich ja nur froh, kein Liebling gewesen zu sein, der Kerl ist ruiniert. Ich habe mich übrigens getraut und habe ein Kind und es läuft gut... bin zwar inzwischen alleinerziehend aber mein Sohn wird nie die Probleme haben, die ich hatte (oder die Brüder), dafür habe ich gesorgt. So, das mußte ich mal loswerden. Wünsche allen eine schöne Kindheit oder die Kraft, mit einer miesen umgehen zu können...
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Beitragvon rainer193 » 08.05.2012, 22:07

Manche Frauen, die Kinder zur Welt bringen, sind eben keine "Mutter"!
Meine Schwester ( "Kosename" für sie von unsere Mutter: "Dumm-Faul-Frech und gefräßig") und ich sind uns einig: Unsere Mutter (91) lebt nur noch, wiel selbst der Teufel sie nicht will.
Keine weiteren Details dazu.
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Beitragvon wildcat » 17.05.2012, 21:24

Oh ihr Lieben, so mancher von euch hat arges hinter sich,ich arbeite in der Jugendhilfe und kenne auch so manche schlimme Geschichte, hab auch selber eine. Aber ich weigere mich immer noch an schlechte Menschen zu glauben, denn eines glaub ich immer noch: Jeder will seine Kinder lieben, aber manchmal kann ers nicht ! Und das meist die ,die selber nicht geliebt worden sind, nie ein beschützendes Heim hatten. Dabei sehnen sie sich so danach und ich glaube grad deswegen bekomme viele von Ihnen so früh Kinder, weil sie sichs so sehr ein Nest und Liebe wünschen und dann geht der Schuss oft voll nach hinten los.
Ob Rabeneltern oder Rabenkinder, es gibt immer Gründe auf jeder Seite, keiner macht das freiwillig, aus Faulheit oder weil er böse ist, er kann oft nicht anders , der Mensch dahinter leidet oft daran, egal ob Eltern oder Kind. :!:
Bin ich naiv, vielleicht .....aber meine Geschichte lässt keinen anderen Schluss zu und wenn jeder mutig auf den anderen zuginge, das Gespräch immer wieder sucht, vielleicht gelingt dann der Frieden mit der eigenen Leidensgeschichte und man kann unbelasteter nach vorne schauen :idea:
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