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" Rabeneltern"

38 Beiträge
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Beitragvon gingin42 » 26.09.2011, 13:30

Leider mußte ich die Erfahrung machen, dass es auch viele Eltern gibt, die sich von ihren Kindern trennen oder sie schlecht behandeln. Sie haben nicht das Recht, soetwas wie Kinderliebe zu erwarten.
Das ist meine Ansicht zu " Entfremdete Kinder". ( Gegenpol)
Es hat immer Gründe, wenn sich Kinder so verhalten. Ich habe den Kontakt immer lose aufrecht erhalten, obwohl ich meine Mutter nicht mochte bzw. sie mir immer fremd geblieben ist. Dann mußte ich vor ein paar Jahren feststellen, dass sie mich ein Leben lang belogen hat und habe den Kontakt endgültig abgebrochen.

Nein, ich möchte nie wieder etwas mit ihr zu tun haben, weiß garnicht, ob sie noch lebt, aber es ist mir auch egal.

Zu hart?
Vielleicht.
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Beitragvon oldiewolf » 26.09.2011, 13:47

rabeneltern ist ein ausdruck der mir nicht gefällt!
raben sind äusserst liebevolle eltern!
 http://www.rabekraxi.at/
http://www.gruenau-almtal.at/de/0-00-0- ... telle.html
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Beitragvon gingin42 » 26.09.2011, 14:10

Na gut...da muß ich Dir zustimmen geben. Allerdings müssen die Kleinen doch recht früh das Nest verlassen und haben es ganz schön schwer. :D

Aber wir sind ja nicht im Tierthread, und von daher: Rabenmutter oder : Mütter, die ihre Kinder vernachlässigen.
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Beitragvon rheinnixe » 26.09.2011, 15:48

Zu hart? - Nein! Wenn man nicht willkommen war, bleibt man u.U. ein Leben lang das nicht geliebte Kind seiner Mutter. Manchmal treten jedoch Umstände ein, die sich positiv auf die Gefühle der Mutter auswirken und sie lernt doch noch, ihr Kind zu lieben.
Wendet es sich nicht zum Guten, lässt man am besten los und lässt sich nicht weiter als Prellbock, Hassobjekt, schwarzes Schaf, Sündenbock, Blitzableiter u.ä. missbrauchen.
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Beitragvon medianne » 26.09.2011, 20:35

So traurig das alles ist, bzw. in der Kindheit und auch danach war, so habe ich doch viel später erkannt, daß auch diese Be- (oder soll ich sagen Mißhandlung?), die mir widerfuhr, auch wieder eine positive Seite hat. Hätte ich ein normales Verhältnis zu meiner Mutter gehabt, hätte ich sicherlich bei ihrem Tod sehr gelitten. So aber habe ich ihr einen langen Brief geschrieben, ihn mit ein paar Blumen ins Grab geworfen und konnte danach mit meinen Kindern noch eine unbeschwerte Reise durch die Wohn- und Lebensumgebung meiner Kindheit machen.

Die Frage meiner Kinder, ob der Brief eine 'Abrechnung' war, konnte ich mit gutem Gewissen verneinen, wußte aber da schon nicht mehr, was ich geschrieben hatte. (Meine Mutter hatte übrigens auch leider nie das Bedürfnis, meine Kinder näher kennenzulernen.)Auch hieraus durfte ich viel lernen und genieße meine große Enkelschar!
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Beitragvon Sally57 » 26.09.2011, 21:16

rheinnixe hat geschrieben:Zu hart? - Nein! Wenn man nicht willkommen war, bleibt man u.U. ein Leben lang das nicht geliebte Kind seiner Mutter. Manchmal treten jedoch Umstände ein, die sich positiv auf die Gefühle der Mutter auswirken und sie lernt doch noch, ihr Kind zu lieben.
Wendet es sich nicht zum Guten, lässt man am besten los und lässt sich nicht weiter als Prellbock, Hassobjekt, schwarzes Schaf, Sündenbock, Blitzableiter u.ä. missbrauchen.


Kürzlich war ich in einer Situation, in der ich über meinen Schatten geprungen bin,trotz all der psychischen und physischen Gewalt durch meine Mutter, war ich bereit, ihr ein "Friedensangebot" zu machen, weil ich erfahren habe dass es ihr gesundheitlich sehr schlecht geht.
Ich rief bei ihr an.
Mein Stiefvater war am Telefon.
Ich fragte ob es Sinn machen würde, den persönlichen Kontakt zu meiner Mutter zu suchen um miteinander "Frieden" zu machen.
Er sagte NEIN, das würde keinen Sinn machen :!: :!: :!: :!:
Ich habe diese Reaktion schon erwartet, trotzdem habe ich diesen Schritt gemacht, weil ich mir nach ihrem Tod keine Vorwürfe machen möchte, dass ich nicht versucht habe, ihr die Hand zu reichen.
Sie hat es abgeleht, ich kann damit leben, sie kann mich nicht mehr verletzen, im Grunde tut sie mir sehr leid.
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Beitragvon gingin42 » 26.09.2011, 21:32

Ich glaube, das ist sehr wichtig: sie können einen nicht mehr verletzen!!!!

Was mich dabei umtreibt ist die Frage: warum bekommen solche Frauen Kinder? Okay...es kann einmal auch ungewollt geschehen, aber es ist doch die Regel, dass sie meistens drei , vier oder gar fünf haben.
Wenn es gut geht, ist eins vielleicht der Liebling, aber in den meisten Fällen geht es allen Kindern gleich schlecht.
Sie gehen, sobald sie dürfen. Und das darf dann niemanden wundern.
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Beitragvon Sally57 » 26.09.2011, 22:27

In meiner "Familie" waren nur die Jungs "Mamas Liebling", ich war das verhasste Balg aus der ersten Ehe und meine Stiefschwester, die einen Zwillingsbruder hatt, war nur die kleine Dumme und Tollpatschige.
Komischerweise haben sich die über alles geliebten Jungs als erste von ihr zurückgezogen, der Ältere hat sich immer geschämt, weil sie so dick war, und der Jüngste ist genau so ein Pantoffelheld geworden, wie mein Stiefvater.
Meine Geschwister wurden von klein auf permanent gegen mich aufgehetzt, logischerweise haben wir auch keinen Kontakt,
diese Familie ist durch und durch krank und gestört, im Prinzip bin ich froh, nicht wirklich dazu zu gehören.
Leider begleitet einen eine solche verkorkste Vergangenheit durchs ganze Leben, es dauert lange bis man sich damit abgefunden hat, manche schaffen es nie und leiden ihr ganzes Leben darunter.
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Beitragvon pejo55 » 27.09.2011, 3:21

hallo sally..... ich habe deine beiträge gelesen... und ich würde gerne meine gedanken äußern die mir dabei durch den kopf gingen... als erstes dachte ich das deine mutter erst an 3 stelle die "mutter" ist.zunächst einmal ist sie ein mensch, dann eine frau und dann eine mutter. wenn ich deine zeilen lese drängt sich mir der verdacht auf, das deine mutter total überfordert war oder ist mit ihrem leben. es höhrt sich so an als sei sie ein mensch ohne jegliches selbsbewusstsein und eine frau die immer untergebuttert wurde und der beigebracht wurde das sie nicht viel wert ist und nicht viel kann und das ihre arbeit nie richtig gewürdigt wurde. der mann(und die söhne ) sind alles und da wichtigste.....
wenn du mit beiden beinen im leben stehst und du dein leben selbstbestimmt lebst, so bist du bestimmt in der lage die situation( das Leben) deiner mutter zu analysieren......und ich denke du wirst sehen das die ablehnung eigentlich nicht dir gilt (in Persona) sondern entstanden ist aus IHRER Situation. wenn deine mutter ähnlich alt ist wie meine eltern(über 80), dann hat der krieg sie stark geprägt.. und was da alles so passiert ist und heute noch reaktionen bei meinen eltern hervorruft..... man weiß es nicht.....
betrachte deine mutter erst eimal als mensch und frau... das wird villeicht nicht die liebe wecken aber vielleicht ein gewisses verständnis und daraus resultierend eine toleranzplatform schaffen auf der man miteinander umgehen kann.... das sind nur gedanken und muss überhaupt nicht stimmen...... hG
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Beitragvon Sally57 » 27.09.2011, 17:42

pejo55 hat geschrieben:hallo sally..... ich habe deine beiträge gelesen... und ich würde gerne meine gedanken äußern die mir dabei durch den kopf gingen... als erstes dachte ich das deine mutter erst an 3 stelle die "mutter" ist.zunächst einmal ist sie ein mensch, dann eine frau und dann eine mutter. wenn ich deine zeilen lese drängt sich mir der verdacht auf, das deine mutter total überfordert war oder ist mit ihrem leben. es höhrt sich so an als sei sie ein mensch ohne jegliches selbsbewusstsein und eine frau die immer untergebuttert wurde und der beigebracht wurde das sie nicht viel wert ist und nicht viel kann und das ihre arbeit nie richtig gewürdigt wurde. der mann(und die söhne ) sind alles und da wichtigste.....
wenn du mit beiden beinen im leben stehst und du dein leben selbstbestimmt lebst, so bist du bestimmt in der lage die situation( das Leben) deiner mutter zu analysieren......und ich denke du wirst sehen das die ablehnung eigentlich nicht dir gilt (in Persona) sondern entstanden ist aus IHRER Situation. wenn deine mutter ähnlich alt ist wie meine eltern(über 80), dann hat der krieg sie stark geprägt.. und was da alles so passiert ist und heute noch reaktionen bei meinen eltern hervorruft..... man weiß es nicht.....
betrachte deine mutter erst eimal als mensch und frau... das wird villeicht nicht die liebe wecken aber vielleicht ein gewisses verständnis und daraus resultierend eine toleranzplatform schaffen auf der man miteinander umgehen kann.... das sind nur gedanken und muss überhaupt nicht stimmen...... hG


@pejo,
du liegst mit all deinen Vermutungen völlig daneben,
meine Mutter hat Selbstbewustsein für 5 und das schon ihr ganzes Leben, sie buttert andere unter, nicht umgekehrt, sie hatte die besten Eltern der Welt, (meine super guten Großeltern), die alles für sie getan haben.
Überfordert war sie sicher hin und wieder, denn mit 4 Kindern muss man auf Draht sein, das ist schwierig für jemanden, der das Arbeiten nicht erfunden hat.
Und glaub mir, ihre Ablehnung galt mir, sie hat es mir so oft gesagt, dass ich es nicht mehr zählen kann.
Ja sicher sehe ich sie als Mensch, aber als einen sehr schlechten, die Freiheit nehm ich mir.
Nix für ungut, deine Gedanken hättten ja auch stimmen können. :wink:
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Beitragvon kleine_chaotin » 27.09.2011, 18:09

ja, solch' ein exemplar "mutter" wie sally 57 hatte ich dann auch. gott sei dank, bin ich bei meinen großeltern aufgewachsen, die mir nie das gefühl vermittelten...als mittel zum zweck gedient und versagt zu haben.

der kontakt zwischen meiner "mutter" und mir brach mit dem tode meiner oma ab, ich möchte nicht darauf eingehen, was sie sich in dieser situation noch alles an widerwärtigkeiten hat einfallen lassen.

sie starb...vor 10 jahren, krank, einsam. und ich gestehe, ich hielt das irgendwie für ausgleichende gerechtigkeit.



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Beitragvon rheinnixe » 27.09.2011, 18:29

Und weil eine Mutter auch Mensch ist, wurde sie wie jeder andere mit Verstand ausgestattet. Der sagt einem, dass man sein Kind zu behüten und Schaden von ihm abzuwenden hat. Diese Verantwortung hat man zu übernehmen, wenn man Kinder in die Welt setzt.

Wer seine Aggressionen nicht im Griff hat, sich nicht kontrollieren kann, dem Kind gegenüber sämtliche Hemmung fallen lässt und es seelisch missbraucht, sollte erst gar nicht Mutter genannt werden.
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Beitragvon machoavelli » 27.09.2011, 19:32

rheinnixe - die Väter nicht vergessen - auch sie haben ihren Anteil daran, wenn etwas schiefläuft.

Es ist halt ein Dilemma - für alles braucht man einen Schein und eine Prüfung, Autofahren, Angeln , Bootfahren, Funken, Holz machen, und nur wer die Prüfung besteht darf dann auch.
Aber die größte Verantwortung, die ein Mensch übernehmen kann, wo er am enormen Schaden anrichten kann, nämlich Kinder in die Welt setzen - das ist jedem, ob geeignet oder nicht, erlaubt.
Eine Lösung hab ich natürlich auch nicht - aber darüber grübeln tu ich schon lange.
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Beitragvon medianne » 27.09.2011, 20:18

natürlich gehörten damals auch die Väter dazu, nur, als wir Kinder waren, haben wir doch meist schon geschlafen, wenn der Vater abens heimkam. Ich kannte nur die Väter von Freunden, die einen eigenen Handwerksbetrieb direkt neben der Wohnung hatten. Meinen eigenen habe ich wegen vieler Geschäftsreisen nur ca. alle 4 Wochen mal gesehen und Kindererziehung war damals doch sowieso (fast) ausschließlich Frauensache, oder täusche ich mich hier?
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Beitragvon Renate17 » 27.09.2011, 22:05

gingin42 hat geschrieben:Leider mußte ich die Erfahrung machen, dass es auch viele Eltern gibt, die sich von ihren Kindern trennen oder sie schlecht behandeln. Sie haben nicht das Recht, soetwas wie Kinderliebe zu erwarten.
Das ist meine Ansicht zu " Entfremdete Kinder". ( Gegenpol)
Es hat immer Gründe, wenn sich Kinder so verhalten. [. . .]

Nein, ich möchte nie wieder etwas mit ihr zu tun haben, weiß garnicht, ob sie noch lebt, aber es ist mir auch egal.
[. . .]


Hallo gingin,

ich finde es großartig von dir, dass du für diesen "Gegenpol" einen eigenen Thread aufgemacht hast. Du hättest all das auch als Antwort in den anderen Thread schreiben können. Der von mir gefärbte Satz ging mir beim Lesen des Threads von Elisabeth natürlich auch sofort durch den Kopf. Und ich hatte auch schon als er das erste Mal zu lesen war Befürchtungen in diese Richtung. Dass derartige -vielleicht immer noch trauer- und hasserfüllte- Antworten kämen. Was bisher kam, war ja -den Schreibenen sei Dank- sehr moderat. Doch all das was du und andere bisher hier geschrieben haben, ist eben auch da. Ich habe mich in Elisabeths Thread zurückgehalten, auch wenn es mir an dem Punkt "Warum + keiner Schuld bewusst" schwer fiel. Weil ich nicht sicher war, im Laufe des Schreibens nicht doch zu "entgleisen" (das hätte letztlich ja niemanden geholfen) habe ich mir selbst auferlegt "Nein! Schweig!".

Ich hatte auch viele Jahre lang nur sehr seltenen -und eigentlich auch nichtssagenden- Kontakt zu meinen Eltern. Häufig endete der dann auch noch im Streit, oder zumindest in schlechter Stimmung, so dass danach Monate, manchmal auch Jahre, wieder "Funkstille" herrschte. Nach einer letzten Eskalation hatte ich auch beschlossen es zu ganz zu lassen. Und, genau wie du, hatte ich mir vorgenommen, auf den Tod einer der beiden nicht zu reagieren. Sieben Jahre später starb mein Vater, und ich habe es doch nicht durchgehalten, obwohl meine Mutter die Person war, unter der ich mehr gelitten hatte. Eben genau weil damals die Kinderaufzucht noch ausschließlich in den Händen der Mütter lag, besonders in der Arbeiterschicht. @medianne, Nein du täuscht dich nicht.
Mein Vater hat mich nicht massiv verprügelt, auf dem Boden, Teppichkanten oder Reibeisen knien lassen. Warum auch, er musste sich ja nicht den ganzen Tag mit einem widerspenstigem, trotzigem stehlendem und lügendem Kind herumschlagen. Was für eine Wortwahl in diesem Zusammenhang! Er war halt bloß der arme unterdrückte Ehemann, der uns Kinder leider nicht in angemessener Weise schützen konnte, eigentlich müsste es heißen nicht "wollte".

Die Jahre, die meine Mutter noch lebte habe ich einen oberflächlichen versorgenden Kontakt zu ihr gehalten. Während ihrer letzten Jahre im Pflegeheim (Rollstuhl) habe ich dafür gesorgt, dass sie alles bekam was ihr zustand, bzw. was sie brauchte, und sie einmal im Monat zum Einkaufen hinaus begleitet. Bei allen rückschauenden Einsichten, Verständnis dafür, dass sie ein wenig schönes Leben hatte . . . . Intelektuelle Einsichten bleiben eben genau das, sie kehren sich nicht in Zuneigung -gar Liebe- um. Einen Menschen vor dem ich mein Leben lang Angst hatte -eigentlich auch noch als ich schon längst selbständig war, und jeder Zeit gehen konnte, wenn wieder mal "Stimmung war" - kann ich nicht später lieben.
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