. : Service und Hilfe

Beitragvon parove » 22.01.2012, 13:23

Wir, die moderne Konsumgesellschaft
nähert sich – wie es scheint ohne Sinn
und Verstand – dem Abgrund;

zieht dort angekommen, über
jahrtausende gewachsene Werte,
wie Moral, Anstand und Nächstenliebe
mit sich – unwiederbringlich – hinunter.



Wissen wir mal wieder
nicht was wir tun?

Wenn ja, wird es am
Ende jemanden geben
der uns Das vergibt?

Wenn ja, wem oder was
würde Das – schlussendlich –
dann noch nützen?


fragend grüsst, Roland
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Beitragvon bonsaifreak » 22.01.2012, 14:20

am Ende sind wir schlauer.
Vielleicht vergeben wir uns dann selbst
wenn es zu spät ist

bonsaifreak
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Beitragvon Chri51 » 22.01.2012, 21:06

parove hat geschrieben:
...zieht dort angekommen, über
[b]jahrtausende gewachsene Werte
,
wie Moral, Anstand und Nächstenliebe
mit sich – unwiederbringlich – hinunter.[/b]


Foristen, die mich kennen, wissen daß ich mich hier wiederhole...:

Lieber Roland, was bitte, hat die "moderne Konsumgesellschaft" mit deinem heran gezogenen angeblichen Werteverfall zu tun?
Warum lebst du in dem Scheinglauben, daß vor dieser sog. Konsumgesellschaft genau diese menschlichen Werte mehr Bestand hatten, bzw. weiter verbreitet waren ?!?
Wer sich wahrlich mit der Menschheitsgeschichte im Gesamten ernsthaft befaßt, wird hier keine Veränderung als solche feststellen können! Weder vor tausenden von Jahren, noch im Mittelalter, noch vor hundert Jahren!
Aus dieser jüngeren Phase weiß ich z. B. aus Erzählungen, daß Unterdrückung normal war und Frauen und Kinder verprügelt wurden, wenn sie nicht gehorchten...Daß Haß, Neid und Machtstreben genauso durch alle Gesellschaftsschichten verbreitet waren, wie eben auch heutzutage!
Im Mittelalter wurden Frauen als Hexen gebrandmarkt, öffentliche Folterungen hatten die heutigen TV-Sendungen ersetzt ...
Und über die deutsche Vergangenheit... nein, das will ich jetzt nicht weiter erklären! :evil:

Die erwähnte Konsumgesellschaft in unserem Kulturkreis mag viele negative Facetten aufzeigen, aber mitnichten moralische Werte beeinflussen...Es ändern sich höchstens bestimmte Methoden, aber da möchte ich keinesfalls nicht mit den"früheren Zeiten" tauschen.

Moral, Anstand und Nächstenliebe sind nirgends und überall und das zu allen Zeiten!
Es sind immer nur wenige, die damit im Stillen leuchten...
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Beitragvon Katharina88 » 22.01.2012, 23:33

Chri51 hat geschrieben:
parove hat geschrieben:
...zieht dort angekommen, über
[b]jahrtausende gewachsene Werte
,
wie Moral, Anstand und Nächstenliebe
mit sich – unwiederbringlich – hinunter.[/b]


Foristen, die mich kennen, wissen daß ich mich hier wiederhole...:

Lieber Roland, was bitte, hat die "moderne Konsumgesellschaft" mit deinem heran gezogenen angeblichen Werteverfall zu tun?
Warum lebst du in dem Scheinglauben, daß vor dieser sog. Konsumgesellschaft genau diese menschlichen Werte mehr Bestand hatten, bzw. weiter verbreitet waren ?!?
Wer sich wahrlich mit der Menschheitsgeschichte im Gesamten ernsthaft befaßt, wird hier keine Veränderung als solche feststellen können! Weder vor tausenden von Jahren, noch im Mittelalter, noch vor hundert Jahren!




 Aus dieser jüngeren Phase weiß ich z. B. aus Erzählungen, daß Unterdrückung normal war und Frauen und Kinder verprügelt wurden, wenn sie nicht gehorchten...Daß Haß, Neid und Machtstreben genauso durch alle Gesellschaftsschichten verbreitet waren, wie eben auch heutzutage!
Im Mittelalter wurden Frauen als Hexen gebrandmarkt, öffentliche Folterungen hatten die heutigen TV-Sendungen ersetzt ...
Und über die deutsche Vergangenheit... nein, das will ich jetzt nicht weiter erklären! :evil:

Die erwähnte Konsumgesellschaft in unserem Kulturkreis mag viele negative Facetten aufzeigen, aber mitnichten moralische Werte beeinflussen...Es ändern sich höchstens bestimmte Methoden, aber da möchte ich keinesfalls nicht mit den"früheren Zeiten" tauschen.

Moral, Anstand und Nächstenliebe sind nirgends und überall und das zu allen Zeiten!
Es sind immer nur wenige, die damit im Stillen leuchten...

Liebe Chri,
ich kann mich Deinem letzten Absatz absolut anschließen :
Es gibt bis heute unterschiedliche Auffassungen in der Philosophie,ob der Mensch  von Natur aus gut oder böse sei.Man kann ohne Zynismus festhalten,dass er zu allem fähig ist,aber letztendlich das "Gute"  überwiegt.

Gute Nacht!
Katharina 
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Beitragvon Oase100 » 24.01.2012, 19:23

ja, wer über den scheinbaren Verlust von Moral und Anstand in unserer Gesellschaft klagt sollte erst einmal aufzeigen, dass es diesbezüglich untadeligere Gesellschaften gegeben hat.

Ich schliesse mich der Meinung von Chri an.

 Oase 

Da der TE mit einem biblisches Wort zitiert sei hiermit nur angefügt, dass es diesbezüglich nicht allein um moralisch verwerfliche Taten geht.
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Beitragvon LisaLisa53 » 24.01.2012, 19:41

Auch ich schließe mich dem Beitrag von Chri51 an - das ist sehr gut auf den Punkt gebracht.

Wir sammeln ja zum Glück im Schatzkästlein unseres Lebens bevorzugt die schönen Erinnerungen - vielleicht führt das unter anderem dazu, die vergangenen Zeiten gelegentlich romantisch zu verklären?
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Beitragvon Oase100 » 24.01.2012, 19:46

Liebe Lisa,

oder es ist auch denkbar, dass,  wer über die Verwerflichkeit der anderen klagt  oftmals nur von der eigenen  Verwerflichkeit abzulenken versucht.   Oase 
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Beitragvon Burgell » 24.01.2012, 21:52

Oase100 hat geschrieben:Liebe Lisa,

oder es ist auch denkbar, dass,  wer über die Verwerflichkeit der anderen klagt  oftmals nur von der eigenen  Verwerflichkeit abzulenken versucht.   Oase 


mich macht schon die Überschrift nachdenklich......

"Vater vergib ihnen ........"

nicht etwa "Vater vergib uns....."

wer ist der Kerl....vielleicht Christus?  
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Beitragvon Oase100 » 24.01.2012, 22:01

Parove  muss in einer Art  apokalyptischen Untergangsstimmung gefangen sein. Klingt alles recht düster. Wie war das nochmal mit dem 21. 12??? :shock:
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Beitragvon parove » 25.01.2012, 16:32

@LisaLisa53
@Oase100
@Burgell - Mir liegt es in diesem Falle fern, romantisch zu verklären,
oder von der eigenen Verwerflichkeit abzulenken – wenn ich schon mit
einem biblischen Wort zitiere, was ich hier auch getan habe, muss es folgerichtig
heißen „ Vater vergib ihnen…“ und eben nicht Vater vergib mir.
Des Weiteren schreibe ich „Wir, die moderne Konsumgesellschaft…“
und da auch ich ein Teil dieser Gesellschaft bin, schließe ich mich da
keinesfalls aus, sondern ich denke natürlich über meinen Anteil an diesem
Fehlverhalten nach und versuche es – wo immer ich es feststelle - zu korrigieren.
Was meine angebliche apokalyptische Untergangsstimmung angeht, kann ich hier,
durch folgenden Link auf ein paar meiner, in den letzten Jahren geschriebenen „Auswürfe“
hinweisen und darauf hoffen, damit mein Erscheinungsbild
hier im Forum etwas zu verändern… :wink:

http://www.e-stories.de/view-autoren.phtml?pvett

lg, Roland
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Beitragvon parove » 25.01.2012, 16:47

Chri51 hat geschrieben: Die erwähnte Konsumgesellschaft in unserem Kulturkreis mag viele negative Facetten aufzeigen, aber mitnichten moralische Werte beeinflussen...Es ändern sich höchstens bestimmte Methoden, aber da möchte ich keinesfalls nicht mit den"früheren Zeiten" tauschen.


Liebe Chri! Ich denke was die Begriffe Moral, Anstand und Nächstenliebe angeht
bezieht sich Deine Sichtweise und die daraus resultierende Reaktion ausschließlich auf uns
Menschen, unseren Umgang miteinander, untereinander! Moral, Anstand und Nächstenliebe
beziehe ich aber auf alles „Lebende“ Dieses vorab, und auch zum besseren Verständnis meiner Art und Weise diese Problematik zu sehen.

Moral, Anstand und Nächstenliebe sind nirgends
und überall und das zu allen Zeiten!


Da stimme ich Dir voll zu! Doch was die Werte in einer zivilisierten Gesellschaft angeht,
lege ich meine Meßlatte (Orientierung) nicht so weit zurück um direkte Vergleiche, aus
der jüngeren Geschichte, dem Mittelalter und vor tausenden von Jahren der Menschheitsgeschichte - wie Du es ofensichtlich tust – mit der heutigen Zeit anzustellen.

Meine Meßlatte, diesbezüglich, beginnt ab dem 10. Dezember 1948, nämlich dem
Zeitpunkt der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte UNO-Resolution 217 A (III).

Innerhalb der 30 Artikel umfassenden Erklärung wurden unter anderem genau diese Werte,
wie Moral und Anstand – zugegeben, teils im übertragenem Sinne - genannt,
neu definiert und für alle Mitgliedsstaaten „bindend“ festgelegt.

Dass Hass, Neid und Machtstreben zu allen Zeiten der Menschheit immer eine große
Rolle gespielt hat und bis heute spielt, ist dem negativen Anteil menschlicher Gebärden
und Verhaltensweisen zuzuschreiben. Aber genau deshalb ist es mE für jeden einzelnen
wichtig, sich dessen immer mal wieder bewusst zu werden, um diese und einige andere
„Unarten“ im Umgang miteinander, möglichst in Grenzen zu halten, oder besser noch,
wo immer möglich, einfach zu unterlassen.

Die erwähnte Konsumgesellschaft in unserem Kulturkreis
mag viele negative Facetten aufzeigen, aber mitnichten moralische Werte beeinflussen...


Hier ein paar der Beispiele, von denen ich glaube, dass sie diese,
Deine Behauptung widerlegen:

Uns allen bekannte, nationale und internationale Bekleidungsketten, die z.B. in
Bangladesch unter Menschenunwürdigen Verhältnissen große Teile ihres Sortimentes fertigen lassen. Menschenunwürdig, sowohl von den Arbeitsbedingungen her, als auch von
der Bezahlung her gesehen. (Eine Näherin z.B. arbeitet bis zu 16 Stunden am Tag und erhält umgerechnet gerade mal 30 € für einen ganzen Monat Arbeit)

Wie viele Produkte des täglichen Bedarfes, Haushalt, Elektronik etc, werden auch heute
noch, in Ländern des fernen Ostens, unter anderem auch durch Kinderarbeit hergestellt und importiert. Mehrfach offen gelegt und bewiesen und trotzdem, von der Mehrheit der Konsumenten, tagtäglich, überall in unserer GEIZ IST GEIL angesagten Konsumentenwelt einfach ignoriert, hingenommen, um des eigenen Vorteilswillen.

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine Meldung in den Nachrichten zu hören
ist, in der vom Befall von Bakterien, Giftstoffen und diversen Krankheitserregern, in, an und um Lebensmittel herum die Rede ist. Hervorgerufen, unter anderem auch durch Massentierhaltung.
Der Einsatz von Chemie in jeglicher Form, an Obst und Gemüse und die immer stärker zunehmende Genmanipulationen an Tieren und Pflanzen tun ihr Weiteres.

Gammelfleischskandal, Dioxinskandal… Skandale über Skandale runden das Bild ab.

Viele der vorgenannten „Produkte“ werden extrem überproduziert, und das einzig und
allein um uns, der Konsumgesellschaft, in ausreichenden Mengen und so billig als
möglich, immer und überall zur Verfügung zu stehen.

Diese Auswüchse könnte man, unter anderem mit einem gesunden Moralverständnis,
mit Anstand (anständigen Verhalten) und letztendlich durch gelebte Nächstenliebe gegenüber
allem Lebenden begegnen und gerecht werden. Wir, die Konsumgesellschaft, befeuern
diesen Wahnsinn mit unserem Kauf- und Verbrauchsverhalten tagtäglich neu. Und nur wir
haben die Macht, durch verändertes Verhalten diesem Irrweg Einhalt zu gebieten, ihn zu
unterbrechen!

Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern (nach 1945 bis Mitte der 60ziger Jahre)
in der ehrliche und anständige Arbeit seinen Preis hatte. In der korrekte Dienstleistungen, gute Produkte gefragt waren und entsprechend bezahlt wurden. In der sowohl bei Produzenten,
als auch bei Händlern, Dienstleistern und Konsumenten gegenseitiger Anstand nicht infrage gestellt war. In der Moral als Verpflichtung dem Gemeinwohl gegenüber eine größere Bedeutung hatte, als es leider heute der Fall ist und somit, letztendlich Werte beeinflussende Wirkung zeigt, die ich in meinem Beitrag aufzeigen wollte.


lg, Roland
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Beitragvon Burgell » 25.01.2012, 20:21

Hallo Roland,

deine Antwort versöhnt mich etwas.....aber nicht ganz,......die Finger in offene Wunden zu legen ist gut,

aber Vergleiche mit den 50/60 Jahren trifft es nicht ganz,
denn damals waren wir nach dem Krieg fast alle arm...und mussten was aufbauen, wenn wir überleben wollten
 dazu brauchte es die ganze Gesellschaft, die noch vom Krieg übrig geblieben  war 

 und wenn ich was sagen darf,daNN WAREN ES EINFACHE MENSCHEN , die das Land wieder aufgebaut haben....vor allen Dingen Frauen.........die hatten einfache, anständige Moralvorstellungen,

aber nicht die heutigen Vorstellungen  vom Raubkapitalismus,
 es wird weiter geschröpft werden , nach Asien kommen billige Arbeitskräfte aus Afrika........... wenn keiner mehr konsumieren kann, weil das Geld fehlt,

 dann gibt es Krieg,  weil man auch daran verdienen kann......schau in den Nahen Osten, das ist das Vorgeplänkel....irgendwann wird Israel auf die Arabischen Länder gehetzt.....das sind sowieso Erbfeinde und wenn dort irgendwann die Atombombe eingesetzt wird ist nur eine Frage der Zeit...

wenn ich Glück habe  , erlebe ich das nicht mehr........

ich bin eigentlich ein optimistischer Mensch und liebe das Leben und die Menschen.....

aber vor über 2000Jahre hat Christus gesagt...."Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun "

wir sind aber noch immer dabei  die Menschlichkeit ans Kreuz zu schlagen........

Gruß Burgell 
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Beitragvon Chri51 » 25.01.2012, 20:44

Hallo Roland,
vieles von dem, was du hier aufführst, sind zweifellos Mißstände "unserer" Zeit.
Aber genau das habe ich mit dem Vermerk "es ändern sich bestimmte Methoden" gemeint!
Dein Grundgedanke wird aber gespeist von der Vorstellung, daß Menschen "ausserhalb" einer sog. Konsumgesellschaft oder evtl. in anderen Zeitepochen besser, moralischer, ehrlicher und was weiß ich noch alles, seien oder gewesen sind.
Und das ist die Philosophie, der ich heftig widerspreche!
Der Mensch an sich (und vor allem als Herdentier einer Masse!) hat sich nicht verändert!

Du zeigst ein paar typische positive Facetten des aufstrebenden Nachkriegsdeutschland auf und willst damit die Moral und Ethik des Menschen erklären.
Du zeigst aus der jetztigen Zeitepoche die Auswüchse des Ausbeutens und der Preistreiberei und erklärst, daß jetzt die Menschen dem Moralverfall ausgesetzt sind...

I´m sorry, das ist für mich nicht stimmig und aus dem kleinen Deutschlandfokus heraus nicht menschheitsrelevant.

Auch vor 50 Jahren, als noch händeringend Arbeitskräfte gesucht wurden, standen die selben Menschentypen vorne dran und machten Geschäfte...sie mußten aber damals rote Teppiche ausrollen um ihren Gewinn einzufahren...ein Vorteil im Wirtschaftsaufschwung, der so nicht mehr gegeben ist!
Sobald sich alles verschiebt und die Arbeitsplätze rarer werden, wird stranguliert...
Die "dritte Welt" wird ausgebeutet...so wie du beschreibst...
Vor Jahrhunderten gab es Gesetze, die den Sklavenhandel als normal betrachteten!
Wo bitte, waren diese "Menschen" besser ???

Die sog. scheinbaren Anstandswerte wandeln sich mit den Gegebenheiten...

Verstehst du, was ich meine???

Ich widerspreche dir nicht darin, wie "schlecht" die Welt, respektive die Menschen sind und was sie alles falsch machen...
Aber ich widerspreche dir darin, daß diese Menschen und diese Welt jemals besser oder schlechter waren...

Ich behaupte sogar sehr frech, daß jedes Volk zu jeder Zeit unter den selben Voraussetzungen sowohl die selben Wohltaten als auch die selben Verbrechen begehen ... man muß hierfür nur die Rahmenbedingungen schaffen.
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Beitragvon Burgell » 26.01.2012, 23:20

Chri51 hat geschrieben:Hallo Roland,
vieles von dem, was du hier aufführst, sind zweifellos Mißstände "unserer" Zeit.
Aber genau das habe ich mit dem Vermerk "es ändern sich bestimmte Methoden" gemeint!
Dein Grundgedanke wird aber gespeist von der Vorstellung, daß Menschen "ausserhalb" einer sog. Konsumgesellschaft oder evtl. in anderen Zeitepochen besser, moralischer, ehrlicher und was weiß ich noch alles, seien oder gewesen sind.
Und das ist die Philosophie, der ich heftig widerspreche!
Der Mensch an sich (und vor allem als Herdentier einer Masse!) hat sich nicht verändert!

Du zeigst ein paar typische positive Facetten des aufstrebenden Nachkriegsdeutschland auf und willst damit die Moral und Ethik des Menschen erklären.
Du zeigst aus der jetztigen Zeitepoche die Auswüchse des Ausbeutens und der Preistreiberei und erklärst, daß jetzt die Menschen dem Moralverfall ausgesetzt sind...

I´m sorry, das ist für mich nicht stimmig und aus dem kleinen Deutschlandfokus heraus nicht menschheitsrelevant.

Auch vor 50 Jahren, als noch händeringend Arbeitskräfte gesucht wurden, standen die selben Menschentypen vorne dran und machten Geschäfte...sie mußten aber damals rote Teppiche ausrollen um ihren Gewinn einzufahren...ein Vorteil im Wirtschaftsaufschwung, der so nicht mehr gegeben ist!
Sobald sich alles verschiebt und die Arbeitsplätze rarer werden, wird stranguliert...
Die "dritte Welt" wird ausgebeutet...so wie du beschreibst...
Vor Jahrhunderten gab es Gesetze, die den Sklavenhandel als normal betrachteten!
Wo bitte, waren diese "Menschen" besser ???

Die sog. scheinbaren Anstandswerte wandeln sich mit den Gegebenheiten...

Verstehst du, was ich meine???

Ich widerspreche dir nicht darin, wie "schlecht" die Welt, respektive die Menschen sind und was sie alles falsch machen...
Aber ich widerspreche dir darin, daß diese Menschen und diese Welt jemals besser oder schlechter waren...

Ich behaupte sogar sehr frech, daß jedes Volk zu jeder Zeit unter den selben Voraussetzungen sowohl die selben Wohltaten als auch die selben Verbrechen begehen ... man muß hierfür nur die Rahmenbedingungen schaffen.


oder versuchen die Rahmenbedingungen zu ändern........
 wenn mir oder meinen Kindern ständig jemand einredet,

 wir wären bessere oder schlechtere Menschen, weil wir in Mitteleuropa geboren wurden, weil unsere Ahnen schon hier gelebt haben..........dann fallen diese Worte irgendwann auf  fruchtbaren Boden 
 und wir glauben das vielleicht und...
 einer der nichts hat
 ist dafür noch empfänglicher.........
deshalb treten hier auch immer wieder Menschen auf, die sich wehren, wenn MIGRANTEN  wegen ihrer Herkunft
beschimpft oder verunglimpft werden........

Es stimmt  jedes Verbrechen ist immer noch möglich.....wenn die Rahmenbedingungen stimmen,
also gilt es wachsam zu sein

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Beitragvon parove » 30.01.2012, 13:40

Burgell hat geschrieben:und wenn ich was sagen darf,daNN WAREN ES EINFACHE MENSCHEN , die das Land wieder aufgebaut haben....vor allen Dingen Frauen.........die hatten einfache, anständige Moralvorstellungen.


Es gibt keine einfachen Moralvorstellungen, leider aber doppelte!
Es gibt auch keine anständigen oder weniger anständigen Moralvorstellungen.
Es waren nicht nur "einfache" Menschen – deren Leistung auch heute noch Vorbild für uns alle sein sollten - die das Land wieder aufgebaut haben. Denn es brauchte, wie Du selbst ganz richtig bemerkst, die ganze, nach dem Krieg übrig gebliebene Gesellschaft. Es waren auch Menschen dabei wie die vom Schlage eines Reinhard Mohn (Bertelsmann Konzern), die durch unternehmerischen Mut, Verantwortung und humanistisches Denken und Handel das Nachkriegsdeutschland zu einem entscheidenden Teil geprägt und mit aufgebaut haben.

Zitat R. Mohn: „Das politische Fundament heißt Menschlichkeit und Gerechtigkeit“
Ich erweitere dieses Zitat um den Zusatz und gesellschaftliche...

Buchtitel: "Von der Welt lernen - Erfolg durch Menschlichkeit und Freiheit"


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