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Beitragvon Anne6144 » 18.03.2011, 12:30

Frauen und Medikamente


Bei Medikamentenaufnahme und -wirksamkeit bestehen beim weiblichen Organismus im Vergleich zum männlichen deutliche Unterschiede.
Beispielsweise ist die Magenentleerung bei der Frau reduziert, so dass die Medikamente länger im Magen verbleiben.
Auch die Darmbeweglichkeit ist verringert, so dass eine längere Kontaktzeit besteht und die Medikamentenaufnahme verstärkt sein kann. Und auch
die Verstoffwechselung in der Leber, die Aktivität von Leberenzymen, ist bei der Frau bei einigen Enzymen verringert. Das kann zu
einer erhöhten Blutspiegel von Medikamenten führen. Dies begünstigt eine potentielle Überdosierung bestimmter Medikamente bei Frauen.

Frauen reagieren beispielsweise auf viele Herzpräparate anders als Männer, wie auf Digitalis, ein Präparat, das zur Behandlung der
Herzschwäche eingesetzt wird.
So zeigt eine Analyse, dass Frauen unter Digitalistherapie eine erhöhte Sterblichkeit zeigen.
Acetylsalizylsäure (ASS) ist ein weiteres Beispiel:
Für Männer wurde nachgewiesen, dass die Einnahme die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt gravierend senken kann.
Das konnte eine Studie mit 40.000 Frauen nicht bestätigen.
Drittes Beispiel: Auch auf Medikamente, die die Ärzte bei Herzrhythmusstörungen verschreiben, reagieren Frauen verstärkt und neigen vermehrt zu Nebenwirkungen.

Das Problem dabei: Frauen werden meist nicht in Pharma-Studien als Probanden einbezogen.
Fast sämtliche Versuche finden nur an männlichen Versuchstieren und Probanden statt. Seit 2004 gibt es nun eine SOLL-Regelung.
Das heißt: Frauen sollen - müssen aber nicht - in die klinischen Studien mit einbezogen werden. Doch da klinische Prüfungen mit Frauen,
Kindern oder älteren Menschen erheblich aufwändiger und damit teurer sind, werden diese kaum durchgeführt. Viele Experten
fordern deshalb eine MUSS-Verordnung für klinische Prüfungen auch an Frauen.

nachzulesen bei: http://www.rbb-online.de/rbbpraxis/fern ... ber.1.html Seite 2

<---- Anne

PS: und sogar die Versuchsmäuse sind männlich!
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Beitragvon Bonbon2 » 18.03.2011, 13:21

Die Forschung von Frauen und Medikamenten nennt sich Gendaforschung. In der Berliner charitee gibt es Studien zu diesem Thema und die Bemühung dieses Thema in die Medizinstudiengänge zu bringen.
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Beitragvon Tarantel60 » 18.03.2011, 19:47

Es ist schon seltsam, wie gute und schlechte Nachrichten in selber Klinik aufeinander treffen können! Nicht wahr.
Denn, etwa vor zwei Jahren gab es mal eine Nachricht über die Charité.. wo eine Leiche mit bereits Anzeichen von Verwesung Tagelang in der Kliniktoilette lag...


Zu der Thema selbst:

aller Kritik bringt uns nicht weiter,
denn nachweislich funktioniert vieles bei Tieren sogar anders als bei Menschen.
Aber ohne Tierversuche würden viele von uns vielleicht gar nicht mehr leben.
Generell muss man sagen - trotzt aller Kritik an die Pharmakologie -
die haben schon eine große Leistung bewiesen!
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Beitragvon scherzkeks77 » 19.03.2011, 22:59

es geht auch ohne Tierversuche, Tara
genau darin sehe ich ein Versagen der Pharma Industrie und keinesfalls eine Leistung
offenbar müssen die Verantwortlichen dafür erstmal selbst auf ihre Beklopptheit
getestet werden, bis sich da was ändert :evil:
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Beitragvon Tarantel60 » 19.03.2011, 23:44

Ich kann das nicht beurteilen Keks, ob das geht.
Aber nenne mir doch Beispiele, vielleicht ändere ich meine Meinung.
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Beitragvon scherzkeks77 » 19.03.2011, 23:52

is schwierig, muß ick erst raussuchen, irgendwo hab ick et doch........
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Beitragvon Tarantel60 » 20.03.2011, 0:11

Das eilt ja nicht Keks!
Manchmal wird durch ein Medikament
die Krankheit gelindert,
und der Patient stirbt an den Nebenwirkungen... nicht wahr.
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Beitragvon angi51 » 30.01.2012, 11:15

Kann hier nur mal das Buch empfehlen "Ein medizinischer Insider packt aus" von Prof. Dr. Yoda,
da kann man alles bestens nachlesen. Auch wo das Interesse der Pharma liegt.
Aber schön, das das Thema mal angesprochen wird und gerade Frauen ein bischen vorsichtiger werden.
Liebe Grüße
angi
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Beitragvon Zauberhexe » 10.02.2012, 20:47

Hallo,
Frauen und Medizin ist ein weites Thema, ich denke da an viele unnötige Unterleiboperationen,
an falsche Hormonbehandlungen in den Wechseljahren, die "Technisierung" von Geburten viel zu viele Kaiserschnitte.
Aber was mich wirklich aufregt ist, das die Medikamentgaben für Kinder völlig wiillkürlich sind- weil- wie gesagt, es richtet sich ja alles nach einem "Statistik- Erwachsenen". Da ist es reine Glücksache, einen verantwortungsvollen und erfahrenen Kinderarzt zu haben!
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Zauberhexe
 
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