@Mia 1965
Wie schon gesagt, ich verurteile niemanden, der sich mit einem Affärenpartner das holt, was er braucht. Ich finde es nur ehrlicher, wenn von Anfang an die Karten auf den Tisch gelegt werden – ich bin nur an einer Affäre interessiert, an mehr nicht – dann kann der andere von vornherein entscheiden, will ich das auch und kann damit leben, oder will ich mehr oder anderes.
Nichts gegen eine Affäre, wenn beim „Objekt der Begierde“ keine Familie/Frau/Partnerin im Hintergrund mehr oder weniger leidet – kann sehr belebend sein – ansonsten für mich nicht denkbar, da könnte die Versuchung noch so groß sein.
Zu Deinem Einwand: ..und wenn die Frau im Moment nicht darüber reden will/kann, er auf Besserung hofft und sie sonst ein prima Paar sind? Soll er die Ehe wegen vorübergehender Sexflaute hinschmeißen?
Ich denke mal, wenn sich beide Partner noch in Liebe verbunden fühlen, gegenseitiger Respekt noch nicht abhanden gekommen ist, sollte auch das kein unüberwindbares Problem darstellen.
Respekt ist für mich gleichbedeutend, dass mir die Wünsche meines Partners nicht egal sind. Wenn die Frau/der Mann schon nicht zum Sex im herkömmlichen Sinne bereit sind (warum auch immer), dann kann man sich doch auf einen Kompromiss einigen – es gibt so viele Möglichkeiten, einem Partner Befriedigung zu verschaffen, es muss nur auf beiden Seiten das Wollen zur Akzeptanz vorhanden sein. Mit Schweigen konnten noch nie Eheprobleme erfolgreich gelöst werden.
Auch ich habe Ehepaare in meinem Bekanntenkreis, wo es immer wieder mal „Nebengeräusche“ gibt – Sie, mehr als 10 Jahre jünger als er, will reichlich knallharten Sex – er, ist in erster Linie ein „Kuschelbär“; Sie betrügt ihn seit Jahren und ihre Vorgehensweise wird dabei immer rücksichtsloser; die mittlerweile erwachsenen Kinder der beiden haben sehr wohl die Affären ihrer Mutter mitbekommen, aber geschwiegen.
Er hat mir einmal von den „Ausflügen“ seiner Frau erzählt, ohne jedoch zu wissen, dass ich es bereits von ihr wusste und auf meine Frage „Wie kann man das verkraften und damit leben?“ – meinte er nur: „Schwer, aber ich versuche es, weil ich sie trotz allem liebe ….“.
Er hat seit Jahren körperliche Beschwerden und rennt von einem Arzt zum nächsten – es gibt kein Organ, das nicht schon gründlichst untersucht worden ist…. Auf die Idee, dass die Beschwerden eine psychische Ursache haben könnten, ist er jedoch noch nicht gekommen …
Auf der anderen Seite habe ich 3 Freundinnen, die teilweise über Jahre das Gspusi(Affäre) eines verheirateten Mannes waren – alle 3 wussten von vornherein, dass die Männer verheiratet waren, hegten jedoch trotzdem die Hoffnung auf „mehr“ und haben aus diesen Beziehungen einen ordentlichen Knacks davongetragen als sie dann irgendwann mal „abserviert“ wurden.
Es ist sicher richtig, dass Affären nicht von Gefühlen geprägt sind und eher einem prickelnden, „verbotenen“ Spiel – meist im Verborgenen - gleichkommen, und doch passiert es immer wieder, dass einer der beiden „Spielpartner“ Gefühle entwickelt, obwohl es nicht so ausgemacht und geplant war – statt sofort „abzuspringen“ harren die meisten aus, in der Hoffnung, dass es bei ihnen doch ganz anders ist ….
Ich habe nur eine Bekannte, die mit dem Dasein einer Geliebten - zumindest scheinbar - zufrieden ist; Ihre Worte: ich habe nur die schönen und angenehmen Zeiten von und mit ihm, den Alltag erlebt er mit seiner Frau, und die kocht und wäscht auch für ihn …. So kann man/frau es auch sehen …
Also: Leben und leben lassen – jeder möge nach seinen eigenen Vorstellungen glücklich werden !
Lg
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