. : Service und Hilfe

Altersmanagement

99 Beiträge

Beitragvon BayWaSeppele » 19.08.2011, 13:17

Heute habe ich einen Blog zu diesem Thema eingestellt, der durchgerutscht ist wie Hulle.
Da die Reaktionen aber sehr sachlich waren, stelle ich dieses Thema hier nochmals ein.

Mit 55+ planen die meisten Menschen ihren von der Last des täglichen zur Arbeit gehen befreiten, sogenannten "Lebensabend".
Außer einfach nichts tun, gibt es da eine Menge an Aktivitäten, die einem diesen Lebensabschnitt wirklich versüßen können.

Aber immer mehr Menschen müssen immer länger arbeiten, um im Alter nicht von der Sozialhilfe anstatt von der selbst erwirtschafteten Rente leben zu können.

Ich musste mich mit 53 Jahren von jeglichem Eigentum trennen, um die in 22 Jahren Selbständigkeit aufgestauten Schulden bezahlen zu können.
Seit November 2005 lebe ich mit kurzen Unterbrechungen von Hartz-IV.
Damit ich im Alter sorgenfrei leben kann, habe ich mich dieses Jahr mit der Gründung einer Handelsagentur wieder selbständig gemacht.
In den kommenden 11 Jahren werde ich diese Agentur so ausbauen, dass sie an meinem 70. Geburtstag in jüngere Hände übergehen und einer kleinen Gruppe von Menschen Arbeit und Einkommen verschaffen kann.

Mit 70 werde ich in eine Situation des betreuten Wohnen überwechseln, um mich dort von aller Last des Alltäglichen befreit, vollkommen meinem Hobby, Schreiben, widmen zu können.

Ich würde mich freuen, mit Euch hier über die unterschiedlichen Situationen zu diesem Thema austauschen zu dürfen.
Avatar
BayWaSeppele
 
Beiträge: 1061

Beitragvon gelika57 » 19.08.2011, 13:29

Kann Dir nur wünschen das alles so klappt - aber eines habe ich mir abgewöhnt länger vorauszuplanen...
denn ich habe erfahren das der Mensch denkt und Gott lenkt.

Ich habe auch meine eigene Firma und die werde ich solange ich es noch machen kann, solange
ich Aufträge kriege und genügend Personal habe auch weitermachen.

Meine Lebensplanung läuft jetzt erst mal solange bis mein einziger Sohn sein Studium beendet hat
und seinen Berufsweg geht. Wenn er dann auf eigenen Füssen steht, fange ich nochmal an zu
planen - weil es darauf angekommt ober er hier bei mir wohnen bleibt oder wegziehen muss.

Wenn das alles fest steht, werde ich mir auch überlegen wie es mit mir weitergeht... :wink: :wink:
ob ich unter Palmen auswandere ( wenigstens im Winter :( ) oder mich wohnlich verkleinere...
usw. aber das dauert noch 1-2 Jahre... dann werde ich weitersehen. Vielleicht fange ich auch
nochmal was Neues an - es ist eigentlich alles offen. :lol:
Avatar
gelika57
 
Beiträge: 5758

Beitragvon Silverdust » 19.08.2011, 13:33

BayWaSeppele, du Grundfrage wohl, was kann der Einzelne tun um persönliche Altersarmut zu verhindern, was kann jeder tun? Nicht alle können das tun, was nötig wäre………………..und im Alter in der sogenannten Grundsicherung zu enden, das fände ich deprimierend
Avatar
Silverdust
 

Beitragvon BayWaSeppele » 19.08.2011, 15:11

Das war für mich auch die Frage: willst du dich jetzt für den Rest deines Daseins von Sozialhilfe ernähren lassen oder rappelst du dich noch einmal auf, um der ansosnten vorprogrammierten Altersarmut entgegen zu wirken.

Eigentlich gab es für mich gar keine wirkliche Überlegung, sondern eher ein Abwarten auf eine Situation, aus der ich überhaupt wieder starten kann.

Wenn man keinen Cent auf irgendeinem Sparbuch mehr hat, sondern nur noch die persönlichen Habseligkeiten besitzt, kein Auto mehr nutzen kann und einem monatlich lediglich 364 € zur Verfügung stehen, von denen man zuerst die monatliche Stromabschlagszahlung und das Telefon bezahlen muss, gibt es nicht viel Möglichkeiten, um sich noch einmal zu verselbständigen.

Dabei möchte ich auch mal feststellen dürfen, dass ich die Art, in der man vom Hartz-IV-System in die Selbständigkeit geschickt wird, absolut hinderlich empfinde.
Um irgendwelche Fördermittel vom Staat zu bekommen, mit denen man in die Selbständigkeit starten kann, muss man sich von einem Steuerberater eine Art Businessplan erstellen lassen, bei dem es der ARGE in erster Linie um die Umsatzvorschau geht.

Diese Umsatzvorschau muss progressiv sein, sonst bekommt man überhaupt nichts als Existenzgründungsförderung von der ARGE.

Doch aufgrund dieser vorausgesagten Einnahmen, hat mir die ARGE ab Mai den monatlichen Regelbeitrag von 364 €, also mein Geld zum Leben, auf 80 € zusammengestrichen, da ich ja gemäß der vom Steuerberater erstellten Umsatzvorschau im April bereits 454 € eigene Einnahmen gehabt haben müsste.
So standen mir also im Monat Mai von staatlicher Seite noch 80 € Lebensunterhalt und 179,50 € Existenzgründungsförderungsbeihilfe zur Verfügung.

Stromabschlag 46 €
Telefon 58,19 €
mobil 26,95 €

Zu diesen noch verbleibenden 128,36 € kamen noch rund 180 € tatsächlich erwirtschfteter Einnahmen dazu, sodaß ich im Monat Mai definitiv rund 300 € zur Verfügung hatte, um mich einen Monat lang zu ernähren und zwei Reisen zu meinen Lieferanten zu unternehmen, für die ich Produkte verkaufen darf, um dadurch Provisionen zu erwirtschaften.

Wo war da also eine wirkliche Hilfe von Seiten des Staates?

Ist doch klar, dass der Staat gerne die Kosten für einen Steuerberater ausgibt, der diese pauschalierten 240 € gerne abgriff, denn mein Businessplan hat ihn höchstens insgesamt 1,5 Arbeitsstunden, etwas Papier und eine Briefmarke gekostet.

Und wenn man jetzt noch bedenkt, dass der Hartz-IV Empfänger nach erfolgter Verselbständigung am Ende jedes geförderten Halbjahres seine Einnahmen in einem mehrseitigen Papier dokumentieren muss, um eventuelle Überzahlungen sofort zurückfordern zu können, frage ich mich allen Ernstes, weshalb es nötig ist, dem zum Ausstieg aus Hartz-IV bereiten Hartz-IV Empfänger die Möglichkeiten zu seinem Wiedereinstieg in ein selbstfinanziertes Leben derart zu erschweren.

Ohne Hilfen aus dem Freundeskreis sind beispielsweise Reisen mit der Bahn nicht machbar, denn eine Reise verursacht ja nicht nur die Reisekosten, sondern auch Kosten für Verpflegung und Übernachtung.

Wenn ich alternativ zur Verselbständigung im Januar ins Krankenhaus gegangen wäre, um mir meine zweite Hüfte operieren zu lassen, hätte ich nach der Reha automatisch einen Eintrag G in meinen Schwerbehindertenpass eingetragen bekommen und wäre dadurch mit 59 Jahren nicht mehr vermittelbar gewesen.

Ein sonniges Leben auf Balkonien wäre mir auf Kosten des Staates sicher gewesen.

Leistung muss sich wieder lohnen, hat man unisono von Politikern aller Couleur immer wieder zu hören bekommen.
Aber genau das Gegenteil ist doch der Fall in meiner Situation.
Dafür, dass ich mich anstrenge, aus Hartz-IV wieder heraus zu kommen, wurde ich vom Staat erst einmal durch Leistungsverweigerung ordentlich bestraft.

Ich habe diese vielen Zeilen geschrieben, weil ich anderen Hartz-IV Empfängern nur raten kann, dem Staat erst dann etwas von seiner Absicht zur Verselbständigung etwas zu erzählen, wenn man bereits konkrete erste Einnahmen verbuchen kann.
Das FA macht einem da keinen Ärger, wenn man zeitnah sozusagen "nachmeldet, denn am anfang einer Selbständigkeit fällt man mit seinen Einnahmen in aller Regel sowieso unter die Einkommensmindestgrenze.
Avatar
BayWaSeppele
 
Beiträge: 1061

Beitragvon Chri51 » 19.08.2011, 17:37

BayWaSeppele,

nur ganz wenige selbst Betroffene, so wie ich, können deine Zeilen rundum "nachfühlen"! :)
Nicht immer gehen wir beide konform, aber das, was du hier schreibst, kann ich voll unterzeichnen...

Ich hatte zumindest noch das Glück, das Förderprogramm für 6 Monate nicht aus dem Hartz4-Status heraus zu beanspruchen, sondern in der letzten Arbeitslosenversicherungsphase. Dadurch bekam ich einen festen Satz für ein halbes Jahr ohne ständige Einkommensüberprüfung.
Ohne diese "Überlebenshilfe"von ca. 700 € hätte ich meinen eigenen selbständigen Job vor 5 1/5 Jahren nicht geschafft, denn in den ersten Monaten lief nicht viel an Provisionen. Mir ging es also um einiges besser als dir, aber ich habe seitdem ein sehr sensibles Mitempfinden.
Heute zahle ich wieder vierstellige EK-Steuersummen! Und auch wieder volle Sozialversicherungssummen...

Ich wünsche dir alles Gute! Und Freunde und Bekannte, die dich verstehen.
Wer bis jetzt in gesicherten Einkommenverhältnissen gelebt hat oder zumindest gewisse Besitzstände hat wie Grund und Boden, kann sich nur schwer reindenken, so zumindest meine Erfahrung mit dem lieben Umfeld.
Dafür kommen aber schnell wieder fragwürdige Kommentare, wenn man sich plötzlich wieder ein Auto leistet... :roll:
Avatar
Chri51
online
 
Beiträge: 1073

Beitragvon BayWaSeppele » 19.08.2011, 20:14

Hallo Chri,
musste erst einmal wieder auf dein Profil gehen, um zu sehen, wem es da einmal ähnlich ergangen ist wie mir.
Ich freue mich sehr darüber, dass du heute wieder ordentlich Einkommensteuer bezahlen musst, wenngleich ich hoffe, dass du eine hervorragende Steuerberatung hast, die jeden Cent vor dem Finanzamt rettet, der legal zu retten ist.

Mein Crash in 2005 hat mich damals nicht nur von meinem Vermögen befreit, sondern auch von meiner Verwandtschaft, die nicht begreifen konnte, dass ich kurz nach dem Tod meines zuletzt verstorbenen Elternteils alles Ererbte verkaufen musste, um mit den Erlösen meine Gläubiger vor einem Totalverlust zu retten.

Heute habe ich mich von all diesen Schrecken erholt und schaue in erster Linie nach vorne.
Da vorne liegt zwar eine Zukunft in der ich keine lohnenden Ziele wie Familiengründung, Hausbau, Karriere und so was erkennen kann, sondern eher ein Schaffen und Wirken, das nach meinem Ableben ausschließlich Menschen zugute kommen soll, die ich im Moment noch nicht einmal kenne.
Denn wenn es einmal etwas zu übernehmen und erben gibt, werden das mir im Moment noch vollkommen fremde Menschen erben.
Doch vielleicht liegt genau darin der besondere Reiz, in der kommenden Zeit wesentlich jüngere Menschen kennen lernen zu dürfen, mit denen ich etwas Gemeinsames aufbauen kann, das nach meinem Rückzug aus den operativen Bereichen, beide Parteien mit ausreichendem Einkommen versorgen kann. Spannend wird es allemal werden.

Heute bin ich jedenfalls sehr froh darüber, dass ich in 2006 meinem Leben kein selbstbestimmtes Ende gesetzt habe, denn zur Zeit erlebe ich viele Überraschungen, die ich damals schlichtweg nichtmehr für möglich gehalten habe.

Darf ich dich öffentlich fragen, in welchem Salesbereich du unterwegs bist?

Ich befasse mich mit dem Verkauf von Fleisch und Fleischwaren.
Avatar
BayWaSeppele
 
Beiträge: 1061

Beitragvon Chri51 » 19.08.2011, 20:48

Silverdust hat geschrieben:BayWaSeppele, du Grundfrage wohl, was kann der Einzelne tun um persönliche Altersarmut zu verhindern, was kann jeder tun? Nicht alle können das tun, was nötig wäre………………..und im Alter in der sogenannten Grundsicherung zu enden, das fände ich deprimierend


Tja, diese bewegende Frage stelle ich mir schon länger!
Aber die Antworten bleiben ziemlich trivial:
1. Lotto spielen; (mache ich nicht)
2. reichen Partner finden; (hab ich nicht -meiner ist ebenso verarmt- und ich will von mir selbst leben)
3. erben (schon vorbei)
4. arbeiten, weiter Geschäft aufbauen (mache ich, wird aber keine Altersdeckung mehr bringen)

Für die tollen Empfehlungen der vorsorglichen Absicherungen ist die Uhr schon längst abgelaufen, dafür hatte ich "zu spät" alles verloren...

Also weiter machen und dann direkt in den Sarg hüpfen...klingt zwar für einige bestimmt hart, aber ich bin froh, wenn es so kommt!
Avatar
Chri51
online
 
Beiträge: 1073

Beitragvon Chri51 » 19.08.2011, 20:53

BayWaSeppele hat geschrieben:
Darf ich dich öffentlich fragen, in welchem Salesbereich du unterwegs bist?

Ich befasse mich mit dem Verkauf von Fleisch und Fleischwaren.


Ich verkaufe Werbeflächen in Fachzeitschriften.
Dafür wird noch gutes Geld bezahlt.
Avatar
Chri51
online
 
Beiträge: 1073

Beitragvon BayWaSeppele » 19.08.2011, 22:26

hallo Chri,

dankeschön für deine Antwort.

Das schöne an meiner Arbeit ist die Tatsache, dass ich nicht ständig nach neuen Kunden suchen muss, da meine Kunden das Gekaufte verbrauchen und dann wieder gleichartige Ware nachordern müssen.

Ich hoffe, bis Ende kommenden Jahres einen ganztägigen Mitarbeiter zum Bereisen unserer Kunden einstellen kann, da ich keinen Bock auf Autobahn mehr habe.
Wenn dann noch eine Halbtagskraft im Büro dazu käme, wäre ich glücklich.

Im September gehen nun endlich die ersten größeren Mengen in den Verkauf, sodaß es bis Ende nächsten Jahres mit der personellen Aufstockung klappen könnte.

Hoffentlich bleibe ich körperlich einigermaßen fit, damit wahr werden könnte, wovon ich träume.

Täglich ein Stückchen weiter nach vorne ist mein Wahlspruch und wenn ich dann am Freitag nachsehe, was sich in der Woche getan hat, darf ich glücklicherweise oftmals feststellen, dass sich tatsächlich etwas ein klein wenig nach vorne bewegt hat.

Meinem Schicksal bin ich jedenfalls keineswegs böse, dass ich die nächsten elf Jahre noch arbeiten muss, denn Business war und ist das Schönste für mich, um den Tag interessant zu gestalten.

Rosen züchten und Singen mit hilfsbedürftigen älteren Menschen war noch nie so ganz das Meine.
Obwohl ich sehr froh darüber bin, dass es solche Menschen gibt. Wer weiß, ob ich nicht morgen schon in einer Pfelgeanstalt liege, weil ich einen Schlaganfall hatte.

So schlafe ich jeden Abend in der Hoffnung ein, am nächsten Tag wieder fit sein zu dürfen und mein Leben selbst gestalten zu können.

Ich wünsche dir und allen anderen hier Lesenden ein erholsames Wochenende.
Avatar
BayWaSeppele
 
Beiträge: 1061

Beitragvon Windstoss » 20.08.2011, 8:22

Huuuuuuuuuuu - was für eine Planung.....

Meine Lebenserfahrung ist meine "Planung". Und die sagt mir immer: Nimm di nix vör, dann sleit di nix fehl. :lol: Mein Leben ging bisher jedenfalls immer seine eigene Wege und hat auf meine Planungen gepflegt gepfiffen, ne. :lol:
Avatar
Windstoss
 
Beiträge: 1602

Beitragvon Tarantel60 » 20.08.2011, 10:13

Meine Oma sagte immer, wer bis fünfzig seine Schäfchen nicht im trockenen hat, der wird es schwer haben im Alter... Und hier haben wir das lebendige Beispiel dafür. Nicht wahr.
Natürlich wünsche ich dir gute Gesundheit Barone, damit du dein Vorhaben durchziehen kannst!
Aber bitter ist das schon... wenn man MUSS und nicht nur KANN wenn er WILL......
Avatar
Tarantel60
 
Beiträge: 8511

Beitragvon Herbert07 » 20.08.2011, 10:22

Also -

.. ich kann dich gut verstehen.
Bin auch Kleinunternehmer und muss knapsen.
Habe auch im weiteren Sinne mit Fleischhandel zu tun.
Alles ungenießbar.

Aber ich unterstütze dich gerne.
Ich bestelle für nexte Woche 1 Paar Bauernbratwürste, 2 saftiche Koteletts und 2 gut abgehangene Rostbraten.

Wenn du mich durch Qualität überzeuchst, werde ich Stammkunde.
Wenn nich, helfe ich dir beim Ausfüllen des Stützeantrags.

Hebbe :twisted:
Avatar
Herbert07
 

Beitragvon BayWaSeppele » 20.08.2011, 12:34

Herbert07 hat geschrieben:Also -

.. ich kann dich gut verstehen.
Bin auch Kleinunternehmer und muss knapsen.
Habe auch im weiteren Sinne mit Fleischhandel zu tun.
Alles ungenießbar.

Aber ich unterstütze dich gerne.
Ich bestelle für nexte Woche 1 Paar Bauernbratwürste, 2 saftiche Koteletts und 2 gut abgehangene Rostbraten.

Wenn du mich durch Qualität überzeuchst, werde ich Stammkunde.
Wenn nich, helfe ich dir beim Ausfüllen des Stützeantrags.

Hebbe :twisted:


Also Hebbe, mein Allerliebster, du hast mich eben zu wahren Krokodilstränen gerührt.
Du willst also wirklich "Großkunde" bei mir werden?
Von meinem Brieftaubenservice, ähhm...Online-Shop, regelmäßigen Gebrauch machen, zu gütig mein Bester.

Wäre da noch eine letzte zu klärende Frage: würdest du eventuell auch als "Sammelbesteller" für unseren Brieftaubenservice agieren wollen, denn unsere Mindestabnahmemengen bewegen sich bei 500 kg, sprich einer Europalette.
Also wenn du das Produkt für Produkt hin bekommen könntest, könnten wir das mit dem erneuten Ausfüllen eines Antrags auf Stütze ruhig lassen.
Auch im Ruhestand, also nach dem 70sten wäre da noch genug vorhanden.
Also, allerliebster Hebbe, schwing dich, anfangs September müssen die Paletten rollen. .....lach
Avatar
BayWaSeppele
 
Beiträge: 1061

Beitragvon BayWaSeppele » 20.08.2011, 12:50

Tarantel60 hat geschrieben:Meine Oma sagte immer, wer bis fünfzig seine Schäfchen nicht im trockenen hat, der wird es schwer haben im Alter... Und hier haben wir das lebendige Beispiel dafür. Nicht wahr.
Natürlich wünsche ich dir gute Gesundheit Barone, damit du dein Vorhaben durchziehen kannst!
Aber bitter ist das schon... wenn man MUSS und nicht nur KANN wenn er WILL......


Nunja, liebes Spinnlein, wie lange besuchst du nun schon das Grab deiner Oma?

Früher gingen die Leute mit 65 in die Rente und standen mit 72 in der Zeitung.
Da konnte unser Nobby noch guten Gewissens hinaus posaunen, dass die Renten sicher seien.

Heute jedoch gehen wir mit vollen Segeln in eine nahe Zukunft, in der viele Menschen noch arbeiten müssen, wenn andere sich schon in der Rentnersonne aalen.

Als ich in 2005 alles verkauft hatte und mir anschließend bewusst geworden ist, dass jetzt nichts mehr so ist, wie es einmal war, bekam ich zuerst Angst vor der Zukunft.
Doch mit der Zeit sah ich das Ganze eher als Befreiungsschlag und Grund zum Neubeginn in eine absolut selbstbestimmte Zukunft.
Heute sehe ich die konkreten Anfänge dieses Neubeginns vor mir liegen.
Und diese Anfänge stimmen mich mehr als nur ein bischen optimistisch.
Es gibt jetzt nur noch eine Angst.
Das ist die Angst davor, im Falle eines gesundheitlichen Zusammenbruchs eventuell zu wenig zusammen gebrochen zu sein, um dann auch ganz und für immer gehen zu können.
Ich hoffe in diesem Fall noch die Kraft zu haben, all die Tabletten auf einmal schlucken zu können, die notwendig sind, um diesem Elend ein selbst bereitetes Ende setzen zu können.

Was ich mir selbst aber am meisten wünsche, ist ein schönes Fest zu meinem 70sten und anschließend noch viele Jahre des glücklichen Schreibens von Büchern, die die Welt nicht braucht, aber ihre Gedanken vielleicht dennoch zum Guten hin führen kann.

Und danach werde ich rückstandslos zum Staub der Erde zurück kehren, aus dem ich einmal entstanden bin.
Zur rechten gottes möchte ich niemals sitzen müssen, denn schon zu Erdenzeiten habe ich es nicht geliebt, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen das Gleiche essen zu müssen.
Also ewiges Manna ......... nein Danke.
Avatar
BayWaSeppele
 
Beiträge: 1061

Beitragvon Arive05 » 20.08.2011, 12:59

Windstoss hat geschrieben:Huuuuuuuuuuu - was für eine Planung.....

Meine Lebenserfahrung ist meine "Planung". Und die sagt mir immer: Nimm di nix vör, dann sleit di nix fehl. :lol: Mein Leben ging bisher jedenfalls immer seine eigene Wege und hat auf meine Planungen gepflegt gepfiffen, ne. :lol:


planen tu ich auch nicht, Zielvorstellungen bearbeite ich. Jedenfalls bin ich damit immer ganz gut gefahren.
Was dann nicht klappte, musste, und das manches mal schweren Herzens, entsprechend den Gegebenheiten genommen werden. Wobei die sich oftmals als das bessere Gelbe vom Ei entpuppt haben :wink:

Was das Alter betrifft, das klammere ich in meiner Denkweise einfach aus.
Ich werde mal freiwillig, ohne MUSS bis 70 arbeiten. Das habe ich mir bereits vor 30 Jahren vorgestellt. Dementsprechend habe ich gelebt und das war gut so :!: :idea:
Avatar
Arive05
 

Nächste

Zurück zu Rat & Lebenshilfe