. : Service und Hilfe

Beitragvon Rahel3011 » 16.11.2011, 11:41

Was ist für uns Armut? Für uns in Europa, wahrscheinlich die Arbeitslosigkeit, keine Markenartikel kaufen können, oder kein Haus zu besitzen.

Aber was ist Armut für den Rest der Welt außerhalb Europas?

Man kann sein Arm sein aber trotzdem sehr glücklich.

Müssen wir per Handy immer erreichbar sein? nein Wir können uns auch schreibe , die Erwartungshaltung ist viel schöner.
Avatar
Rahel3011
 

Beitragvon Lesezeichen » 16.11.2011, 15:41

Ich kann es wirklich kaum glauben, wie Du die Armut bei uns in Europa definierst.
Meinst Du wirklich man ist arm, nur weil man keine Markenartikel kaufen kann?
Arm, weil man kein eigenes Haus besitzt?
Echt und ehrlich ich kann es kaum fassen.
Hast Du wirklich noch nie von dieser Kinderarmut, hier bei uns in Deutschland gehört?
Tendenz steigend !
Kinder, die in Suppenküchen essen gehen müssen und sich deswegen vor ihren Mitschülern
schämen.
Kinder, denen bestimmte Dinge die für andere was ganz normales sind, total versagt
bleiben.
Die durch diese Defizite in ihrer Entwicklung gestört sind , sich nicht entfalten können,
ja Probleme beim Lernen haben.
Geh doch mal ehrenamtlich zu ner Tafel helfen und schau Dir diese glücklichen Kinderaugen
an, wenn Du denen eine Banane oder eine Süßigkeit gibst, alles Dinge die für andere
Kinder kaum der Rede wert sind, das liegt ja immer in ihrem Zuhause für sie bereit.

Schau es Dir bitte mal live an, wenn in Kleiderstuben ganze Familien auftauchen, um ihre
Kinder und sich für den Winter auszustatten.
Vielleicht bekommt Deine Definition von Armut dann eine andere Richtung 8)
Avatar
Lesezeichen
 

Beitragvon silviaanna » 16.11.2011, 17:24

armut bedeutet für mich schwer überleben zu können (lebensmittel ect), auch in der medizinischen versorgung und auch in europa.
in einem beitrag sah ich einen 12j. buben, straßenkind in rumänien, der sagte er wolle sich immer wieder umbringen, aber der hunger sei stärker als die todessehnsucht ..... und er mache sich wieder auf nahrung zu suchen.
markenartikel ect sind prestigeangelegenheiten.

das handy, das ich anfangs auch ablehnte, bedeutet heute für mich sicherheit wenn ich alleine wegfahre oder zu hause bin. nebenbei kostet es viel weniger als der festnetzanschluss.
du hast recht, es ersetzt keinen handschr. brief oder persönl. gespräche, ähnlich wie sich hier im forum zu "treffen".

lb gr
Avatar
silviaanna
 
Beiträge: 94

Beitragvon Gluehwuermle » 16.11.2011, 17:46

@Lesezeichen,
ich völlig deiner Meinung, dazu kommt noch die geistige Armut in unsren Industrieländern, zum Beispiel die Leute kommunizieren nicht mehr miteinander, Keiner hat mehr Zeit für den anderen.Kinder deren beiden Eltern arbeiten müssen, sitzen oft tagelange nur vor dem PC. Die Freunde sind nur virtuell. So gäbe es noch viele andere Beispiele. Das ist auch eine Art von Armut.
Avatar
Gluehwuermle
 
Beiträge: 33

Beitragvon lacrima » 16.11.2011, 18:08

möchte nicht verallgemeinern, habe aber häufig beobachtet, in Sachen Unterhaltungselektronik, sind diese Haushalte auf dem allerneusten Stand.

Ich denke, manche haben auch etwas verschobene Prioritäten, wie das Geld sinnvoll ausgegeben werden sollte. So beobachte ich häufiger, wie täglich das Frühstück beim Bäcker direkt neben dem Kindergarten gekauft wird, trotz Job bekamen meine Kinder ein abwechslungsreiches, gesundes Pausenbrot mit. Möchte sogar wetten, das war sogar billiger, als das belegte vom Bäcker.....
Avatar
lacrima
 
Beiträge: 434

Beitragvon Stefanie54 » 16.11.2011, 18:17

Stimmt, lacrima....es gab nicht einen schultag im leben meiner kinder, wo sie kein lecker belegtes schulbrot mitbekamen plus obst und gemüse!!
Und wurden oft beneidet, so dass ich oft mehrere brote schmieren mußte, sie gingen weg wie "warme semmeln" , im wahrsten sinne des wortes!!! :wink: :wink:
Avatar
Stefanie54
 

Beitragvon Fragola » 16.11.2011, 18:58

Stefanie54 hat geschrieben:Stimmt, lacrima....es gab nicht einen schultag im leben meiner kinder, wo sie kein lecker belegtes schulbrot mitbekamen plus obst und gemüse!!
Und wurden oft beneidet, so dass ich oft mehrere brote schmieren mußte, sie gingen weg wie "warme semmeln" , im wahrsten sinne des wortes!!! :wink: :wink:


Es geht um die Definition von Armut und nicht um Pausenbrote. Auch ich war immer so "reich", dass meine Kinder nicht nackt rumlaufen mussten und genug zu essen bekamen.

Auf dieser Welt gibt es allerdings Lebensräume, in denen wirkliche Armut regiert, die nicht selbst verschuldet ist!
Dass ich dort nicht geboren wurde, ist kein Verdienst, sondern ein großes Glück!.
Avatar
Fragola
 
Beiträge: 3334

Beitragvon Chri51 » 16.11.2011, 22:31

Es gibt zweifellos zuviel Armut auf diesem Globus.
Unerträglich, wenn Essen und sauberes Trinkwasser fehlen, wenn Menschen entwürdigende Tätigkeiten ausüben, um ein paar "Groschen" zu haben. Z. B. eingesperrte Kinder, die für Europäer Billigklamotten nähen oder Frauen und Mädchen, für die Prostitution der "Weg ins Glück" bedeuten.
Ganz zu schweigen von ausgezehrten Flüchtlingen in Dürrezonen...

Und trotzdem ist jede Ecke der Welt in der Relation des direkten Umfeldes zu bewerten!
In unseren Breiten ist eben der Regelsatz von Hartz4 und Tafeleinkauf entwürdigend, was für die Allerärmsten schon unermeßlicher Reichtum wäre.

Das persönliche Leid in der Not hängt eben auch immer vom "Vergleich" mit dem direkten Umfeld ab.
Und auch von Verpflichtungen, die gegeben sind. Wer in einem sog. Dritte-Welt-Land lebt und vielleicht 20 Euro im Monat hat, muß auch keine 500 Euro Wohnungsmiete hinblättern und teure Abfallgebühren berappen...
Avatar
Chri51
online
 
Beiträge: 1074

Beitragvon nettestierfrau » 17.11.2011, 12:40

Armut muss man definieren.
Wie überall nachzulesen, gibt es
die absolute Armut,
die relative Armut
und
die gefühlte Armut.
Viele Menschen in unserem Land werden von den beiden zuletzt Genannten geplagt. Das ist bestimmt kein leichter Weg.
Aber tauschen mit den Menschen, die ihre Familien täglich mit nur 1 € durchbringen müssen, das kann sich keiner von uns hier vorstellen.
Avatar
nettestierfrau
 
Beiträge: 385

Beitragvon christian9 » 17.11.2011, 15:00

Lesezeichen hat geschrieben:Ich kann es wirklich kaum glauben, wie Du die Armut bei uns in Europa definierst.
Meinst Du wirklich man ist arm, nur weil man keine Markenartikel kaufen kann?
Arm, weil man kein eigenes Haus besitzt?
Echt und ehrlich ich kann es kaum fassen.
Hast Du wirklich noch nie von dieser Kinderarmut, hier bei uns in Deutschland gehört?
Tendenz steigend !
Kinder, die in Suppenküchen essen gehen müssen und sich deswegen vor ihren Mitschülern
schämen.
Kinder, denen bestimmte Dinge die für andere was ganz normales sind, total versagt
bleiben.
Die durch diese Defizite in ihrer Entwicklung gestört sind , sich nicht entfalten können,
ja Probleme beim Lernen haben.
Geh doch mal ehrenamtlich zu ner Tafel helfen und schau Dir diese glücklichen Kinderaugen
an, wenn Du denen eine Banane oder eine Süßigkeit gibst, alles Dinge die für andere
Kinder kaum der Rede wert sind, das liegt ja immer in ihrem Zuhause für sie bereit.

Schau es Dir bitte mal live an, wenn in Kleiderstuben ganze Familien auftauchen, um ihre
Kinder und sich für den Winter auszustatten.
Vielleicht bekommt Deine Definition von Armut dann eine andere Richtung 8)



Hallo!
Ich kann es kaum fassen.Die Kinder können nichts für die Situatin in die sie durch die Eltern geraten sind.
Ich lebe und arbeite in einem ländlichem Gebiet,wo man den Nachbarn noch kennt.
Habe aber kein Verständniss dafür,wenn die Ursachen der vermeinlichen Armut die stinkende Faulheit der Alten ist.
Avatar
christian9
 

Beitragvon revivo » 17.11.2011, 21:49

Armut bezeichnet primär den Mangel an lebenswichtigen Gütern (beispielsweise Nahrung, Obdach, Kleidung). Auszug aus Wikipedia. Ein Wort mit Millionen Gesichter und Schicksale auf der ganzen Welt, was wir jeden Tag am Fernseher schön auf Distanz betrachten können. Aus diesen Bildern und Berichten „basteln“ wir unsere Meinung über die Armut zusammen oder wie soll ich über etwas sprechen was ich selbst noch nie erlebt habe? Ich kann mir kaum vorstellen wie es ist auf einem Karton zu liegen und sich in eine verschmutzte Decke einzuwickeln (die ich normalerweise nur mit Handschuhen in den Kehrichtsack stecken würde). Nur diese Klischeebilder haben sicher nicht viel mit der Realität zu tun, weil zwischen dem ist und der Vorstellung so könnte es sein liegen Lichtjahre. Die Kälte der Nacht kann ich in einem warmen Zimmer nicht beschreiben es währe eine Anmassung. Strassenkinder in Rio würden sich nicht schämen in die Suppenküche zu gehen, wenns eine gäbe. Dafür freuen sie sich auf die leckeren Schulbrote mit Obst und Gemüse, nur gibt’s keine Schule und das Schulbrot ist das was im Mülleimer an essbarem gefunden wird (Ost und Gemüse sind da selten). Das ist echte Armut von Menschen die sie tagtäglich erleben und nicht mal wissen wie sie geschrieben wird.

PS: Das ist mein erster Beitrag kreuzigt mich nicht gleich, ist nur meine Meinung
Avatar
revivo
 

Beitragvon buscador » 18.11.2011, 14:59

@revivo

Meinen tiefsten Respekt und Hochachtung,
dein Beitrag ist seit langer Zeit das Vernünftigste was ich hier
drin lese. Absolut realistisch zu tiefst echt menschlich und
hebt sich wohltuend ab von dem religiösen und esoterischen
Schwachsinn, sowie dem verlogenen Religions Geschwurbel
was überproportional stark aus der Schweiz hier immer rein regnet!

buscador Bild
Avatar
buscador
 
Beiträge: 1573

Beitragvon Fragola » 18.11.2011, 18:40

revivo hat geschrieben:Schulbrote mit Obst und Gemüse, nur gibt’s keine Schule und das Schulbrot ist das was im Mülleimer an essbarem gefunden wird (Ost und Gemüse sind da selten). Das ist echte Armut von Menschen die sie tagtäglich erleben und nicht mal wissen wie sie geschrieben wird.


So ist es! Danke für Deinen Beitrag.
Avatar
Fragola
 
Beiträge: 3334

Beitragvon Oase100 » 18.11.2011, 23:50

Zitat Beginn: "Ich kann mir kaum vorstellen wie es ist auf einem Karton zu liegen und sich in eine verschmutzte Decke einzuwickeln (die ich normalerweise nur mit Handschuhen in den Kehrichtsack stecken würde). Nur diese Klischeebilder haben sicher nicht viel mit der Realität zu tun, weil zwischen dem ist und der Vorstellung so könnte es sein liegen Lichtjahre." ZItat ende


Das hast du wunderbar ausgedrückt.
Armut...da sehe ich die Penner, die in dem alten Stationshäuschen bei uns um die Ecke jede Nacht übernachten..in Winter, Kälte und mit etwas Schnaps... 
Armut...neben Reichtum und Ignoranz.  

Wie blind bin ich? 
Avatar
Oase100
 
Beiträge: 349

Beitragvon Rahel3011 » 19.11.2011, 12:39

das es hier in Deutschland auch viele arme Menschen und Kinder gibt weiß ich, ich meinte aber es im Bezug auf die Länder der Welt außerhalb Europas.

Meine Mutter hat und 4 Kinder allein groß gezogen, ging putzen tagtäglich auf einer Festangestellten Stelle nachmitags und morgens privat. Wenn es z. B. Herbst war weckte sie mich morgens früh bei starkem Wind, dann sind wir zu einer Straße gefahren in der Birnbäume standen, Fallobst darf man laut Gesetzt auflesen. Dieses weckten wir dann ein für den Winter und es war super lecker.
Wir hatten Hühner, einen großen Garten und Kaninchen, sogenannte Selbstversorger - heute autak. Uns hat es essensmäßig nie an etwas gefehlt, nur an der neuesten Technik und der Super Kleidung wahrscheinlich. Mit Harz 4 kann man auch heute super kochen und backen, wenn man es von zu Hause gelernt hat, aber da liegen heute die Probleme, alle sind Faul und haben keine Ahnung davon, nur wir älteren wahrscheinlich. Diesen Fehler mache ich bei meinen Kindern nicht, müssen immer ran in der Küche und lernen. Und das ist auch gut so.Meine Kinder mögen z.B. keine gekauften Kuchen oder Marmelade, selbgemachtes ist viel besser. Fischstäbchen findet meine Tochter ekelig, Fischreste mit Panade, recht hat sie. Wir müssen uns alle auf das frühere besinnen, und akzeptieren das dasLeben aus Arbeit besteht, dann brauchen die Kinder nicht in Suppenküchen, das ist nur die Faulheit der Eltern, ich gebe da Herrn Sarrazin voll recht. Im Gegensatz zu uns hungert die restliche Welt wirklich. Kein fließend Wasser und Strom und Heizung vom Staat gespendet. Die Heizung ruhig aufdrehen, das Amt bezahlt die Nachzahlung, im Winter ruhig mit T-Shirt in der Wohnung. Ja wo leben wir denn? haben alle vergessen, das man für sich selbst verantwortlich ist und nicht der Staat. Auch medizinisch haben wir hier keine Nachteile, als Harz 4 Empfänger bekommt man auch Zahnersatz als Härtefall umsonst, man braucht sich nur hinzutrauen. Denkt alle an eure Vorfahren und geht ein wenig zurück und dann werdet ihr sehen, uns geht es wirklich noch super gegen den Rest der Welt. War schon in Afrika, mein Mann ist Afrikaner, dort herrscht Armut, dort stehen einem die Tränen in den Augen.
Lesezeichen hat geschrieben:Ich kann es wirklich kaum glauben, wie Du die Armut bei uns in Europa definierst.
Meinst Du wirklich man ist arm, nur weil man keine Markenartikel kaufen kann?
Arm, weil man kein eigenes Haus besitzt?
Echt und ehrlich ich kann es kaum fassen.
Hast Du wirklich noch nie von dieser Kinderarmut, hier bei uns in Deutschland gehört?
Tendenz steigend !
Kinder, die in Suppenküchen essen gehen müssen und sich deswegen vor ihren Mitschülern
schämen.
Kinder, denen bestimmte Dinge die für andere was ganz normales sind, total versagt
bleiben.
Die durch diese Defizite in ihrer Entwicklung gestört sind , sich nicht entfalten können,
ja Probleme beim Lernen haben.
Geh doch mal ehrenamtlich zu ner Tafel helfen und schau Dir diese glücklichen Kinderaugen
an, wenn Du denen eine Banane oder eine Süßigkeit gibst, alles Dinge die für andere
Kinder kaum der Rede wert sind, das liegt ja immer in ihrem Zuhause für sie bereit.

Schau es Dir bitte mal live an, wenn in Kleiderstuben ganze Familien auftauchen, um ihre
Kinder und sich für den Winter auszustatten.
Vielleicht bekommt Deine Definition von Armut dann eine andere Richtung 8)
Avatar
Rahel3011
 

Nächste

Zurück zu Philosophie