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Beitragvon Thule01 » 07.02.2009, 23:10

liebe Astrologiefreunde,

mich würde brennend interessieren ob und wie intensiv ihr euch mit den entsprechenden physikalischen Daten aus der Astronomie befasst habt.
Also z.B. Entstehung der Namen (ich bin Fisch) Größen und Entfernungen der einzelnen Fixsterne aus dem Sternzeichen Fisch und zwar untereinander und zur Erde. Natürlich auch die Tatsache, dass diese von uns kleinen Menschlein sogenannten Sternzeichen sich ständig ändern, weil die einzelnen darin jetzt für uns sichtbaren Sterne in Wirklichkeit unvorstellbar weit voneinander entfernt sind und absolut nichts miteinander zu tun haben.
Ich bin gespannt auf eine Antwort.
Gruß von einem Zweifler
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Beitragvon MagicTouch » 11.05.2009, 19:38

Hallo, Thule.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich unsere astrologiegläubigen Esoterik-Freunde und (insbesondere) -Freundinnen ernsthaft mit den physikalischen Grundlagen der Astronomie beschäftigt haben.

Es ist ja viel einfacher, Erklärungsmodelle, die vor über zweitausend Jahren entwickelt wurden und seitdem keinerlei wissenschaftlichen Beleg für eine Korrelation zwischen Tierkreiszeichen und Lebensschicksalen nachweisen konnten, für alles Mögliche verantwortlich zu machen als mal den eigenen Verstand zu bemühen, um den vernachlässigbaren Einfluss der Gravitation von Mond oder Sonne (alle weiteren Planeten oder Fixsterne können bei einer physikalischen Betrachtung ohnehin ignoriert werden) auf 3,5 kg einer frisch geborenen organischen Masse zu berechnen.

Gruß von einem Mitzweifler,
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Beitragvon Gast » 11.05.2009, 20:01

glaub ich auch - Astrologie und Astronomie haben rein gar nichts miteinander zu tun.
Längere Zeit habe ich mich gerne spielerisch damit beschäftigt, ich bin auch erstmal interessiert an alternativen Heilmethoden - alles Themen für den Hexenthread. Nur eben doch kritisch. Was nicht verwertbar ist, wird über Bord geworfen.

Zum ersten Mal aus Anlass dieses neuen Threads habe ich mal angenommen, dass dies alles gar nicht stimmen muss. Eigentlich fühle ich mich jetzt befreit. Unvoreingenommener. Nur das keltische Baumhoroskop scheint wirklich zu stimmen. :wink:
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Beitragvon astrofee » 12.05.2009, 9:56

Hallo ihr lieben Zweifler, fein dass es wieder mal die Chromosomenarmen auf die Chromosomenstarken sind, uns nieder zu machen versuchen.
He ich bin nicht nur blond, ich weiß, das mein Fußmarsch zum Mond schier unmöglich ist und ich mir die Füsse auf der Sonne verbrenne.
Ich weiß aber auch, dass die Homöopathie vielen austherapierten Menschen ein neue Lebensqualität geschenkt hat, denn sie gab diesen armen Menschen die Kraft gegen die Wissenschaft anzugehen und sich dem versprochenen Tode entzogen haben.
Wer macht es sich denn leichter die angeblichen Zweifler, die sich ohnehin nur der Weltmacht angleicht und kampflos ergibt, oder die verschmähten Kämpfer, die sich dem entgegenstellt?
Warum gibt es eigentlich Ebbe und Flut? Ach ja die Erde ist ja eine Scheibe und wird von der Wissenschaft regelmäßig gewendet.
Habt Ihr schon mal was von Spass und Vergnügen gehört? Von der Leichtigkeit genascht?
Denkt ihr denn alle, wir wissen nicht das jedes Lebewesen ein Individuum ist? Oder das es nur 12 Menschentypen gibt?
Aber das zu erklären ist mir hier zu doof, Homöopathie kann man auch nicht in einem Satz erklären, fest steht, dass es auch einen immer wieder angefeindeten Glaubensbekenntnisse gibt, den die Masse niemals akzeptieren kann, denn sie könnte ja die Weltanschauung stürzen.
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Beitragvon MagicTouch » 12.05.2009, 12:16

Hallo, Astrofee.

Danke für die Formulierung Deiner Gegenposition.

Was können wir "Chromosomenärmeren" dafür, dass wir - zumindest bei diesem Thema - die Nach-Denk-Stärkeren sind? Übrigens auch statistisch erhärtet: 25% der bundesdeutschen Frauen, aber nur 11% der bundesdeutschen Männer glauben an die Astrologie.

Homöopathie ist eine andere Tür, die Du hier ohne Not aufmachst. Na gut. Weshalb stellen sich die "vielen austherapierten Menschen" nicht einer wissenschaftlich belastbaren, randomisierten Doppelblindstudie zur Wirksamkeit homöopathischer Mittel zur Verfügung? Wohlgemerkt, Homöopathie als Methode mag über den Placebo-Effekt durchaus heilsam wirken, aber die hochpotenzierten Globuli und Wässerchen bleiben seit zweihundert Jahren ihren Wirksamkeitsnachweis schuldig. Kennst Du eine Studie, die das Gegenteil belegt?

Im Gegensatz zu Dir glaube ich übrigens nicht, dass die Erde eine Scheibe ist.. Und was haben Spaß, Vergnügen und Leichtigkeit mit dumpfem Aberglauben und vernunftbefreiter Esoterik zu tun?

Abschließend: Ich bin durchaus bereit, meine Weltanschauung grundlegend zu ändern, sobald Naturwissenschaftler eindeutige Belege für die Gültigkeit "alternativer" Heilmethoden oder der Astrologie gefunden haben. Was muss, liebe Astrofee, für Dich geschehen, damit Du Deine Weltanschauung in Frage stellst?
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Beitragvon Gast » 12.05.2009, 13:41

<<Abschließend: Ich bin durchaus bereit, meine Weltanschauung grundlegend zu ändern, sobald Naturwissenschaftler eindeutige Belege für die Gültigkeit "alternativer" Heilmethoden oder der Astrologie gefunden haben. Was muss, liebe Astrofee, für Dich geschehen, damit Du Deine Weltanschauung in Frage stellst?<<

Hallo Magic Touch, würdest du auch hingehen, und einem Gläubigen, der zu irgendwelchen Wallfahrtsorten pilgert, wo irgendeine "lichte Gestalt" einem tumben Bauernmädchen o.ä. erschienen ist, sagen, es sei "Humbug"?
Nein, würdest du sicherlich nicht - denken vielleicht. :wink:

Der "Glaube" versetzt also Berge. Und nichts anderes ist doch ein Glaube an die Macht der Sterne, des Mondes, der Elemente, der Natur. An ganz "natürliche" Dinge, die man sogar sehen kann. Im Gegensatz zu einem "Gott" - gleich welcher Religion.

Warum wird nur ein solcher Glaube belächelt?

Da gehen Männer des Sonntags in die Kirche und nehmen eine Oblate entgegen und trinken einen Schluck Wein. Und nehmen damit Christi Fleisch und Blut auf. Ganz davon abgesehen, dass dies eine schreckliche Vorstellung ist, glauben sie an die Symbolik und fühlen sich besser. Oder? Nur eine Farce? Die gleichen Männer und Frauen, die eine "Hexe" oder Astrologin belächeln. Die diese früher in den Feuern brennen ließen.

Welchen "Gott" man anruft ist doch egal. Mutter Erde ist was "handfestes".

Und gibt es nicht viel mehr Dinge zwischen Himmel und Erde.......
Muss wirklich alles erklärbar sein? Und ist es das?

Freundliche Grüße
Scarlette :)
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Beitragvon Gast » 12.05.2009, 13:55

Thule01 hat geschrieben:liebe Astrologiefreunde,

mich würde brennend interessieren ob und wie intensiv ihr euch mit den entsprechenden physikalischen Daten aus der Astronomie befasst habt.
Also z.B. Entstehung der Namen (ich bin Fisch) Größen und Entfernungen der einzelnen Fixsterne aus dem Sternzeichen Fisch und zwar untereinander und zur Erde. Natürlich auch die Tatsache, dass diese von uns kleinen Menschlein sogenannten Sternzeichen sich ständig ändern, weil die einzelnen darin jetzt für uns sichtbaren Sterne in Wirklichkeit unvorstellbar weit voneinander entfernt sind und absolut nichts miteinander zu tun haben.
Ich bin gespannt auf eine Antwort.
Gruß von einem Zweifler
Thule01


Hallo Thule, bitte nicht Äpfel und Birnen vergleichen wollen. :wink: Astrologie ist nun einmal als Wissenschaft nicht anerkannt. Gleichwohl existiert sie seit Jahrtausenden. Somit befinden wir "Esoterikerinnen" in guter Gesellschaft. Schließlich waren Ägypter oder Babylonier keine Idioten. Vielleicht sogar aufgeschlossener, da sie noch nicht reglementiert waren durch die starren Vorstellungen eines christlichen Glaubens.
Dem wahren Leben also zugewandter. :)

Wenn du selbst als Fische Mann "meiner" wärest, mein Partner, dann würde ich z.B. deinen Aszendenten berechnen und die Konstellation zu meinem Sternzeichen auswerten. Passt, passt nicht? :lol: :lol: :lol: :lol:
Die "Physik" würde ich dazu nicht bemühen.
Allenthalben nach der "Chemie" schauen. Ob die stimmt! :lol: :lol: :lol:

Lachend mit freundlichem Gruß
Scarlette :)
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Beitragvon MagicTouch » 12.05.2009, 14:04

Scarlette hat geschrieben:Hallo Magic Touch, würdest du auch hingehen, und einem Gläubigen, der zu irgendwelchen Wallfahrtsorten pilgert, wo irgendeine "lichte Gestalt" einem tumben Bauernmädchen o.ä. erschienen ist, sagen, es sei "Humbug"?
Nein, würdest du sicherlich nicht - denken vielleicht. :wink:
Wenn dieser Gläubige auf mich zukommt und mir solche Erscheinungen für bare Münze verkaufen will, werde ich ihm mit Argumenten wie "Halluzinationen" und "Selbsttäuschung" erwidern.

Scarlette hat geschrieben:Der "Glaube" versetzt also Berge.
Ach? Benenne mir bitte einen Berg, der nur durch "Glaube" versetzt wurde.

Scarlette hat geschrieben:Und nichts anderes ist doch ein Glaube an die Macht der Sterne, des Mondes, der Elemente, der Natur. An ganz "natürliche" Dinge, die man sogar sehen kann. Im Gegensatz zu einem "Gott" - gleich welcher Religion.
Du scheinst zwischen Glauben und Aberglauben differenzieren zu wollen. Ich halte es eher mit Karlheinz Deschner: "Daß Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist unter allem Aberglauben der größte."

Scarlette hat geschrieben:Muss wirklich alles erklärbar sein?
Wir sollte darauf hinarbeiten, alles erklären zu können. Der reale Fortschritt der Menschheit basiert nicht auf dem Unerklärbaren, sondern auf dem Erklärbaren.
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Beitragvon Gast » 12.05.2009, 14:25

MagicTouch hat geschrieben:
Scarlette hat geschrieben:Hallo Magic Touch, würdest du auch hingehen, und einem Gläubigen, der zu irgendwelchen Wallfahrtsorten pilgert, wo irgendeine "lichte Gestalt" einem tumben Bauernmädchen o.ä. erschienen ist, sagen, es sei "Humbug"?
Nein, würdest du sicherlich nicht - denken vielleicht. :wink:
Wenn dieser Gläubige auf mich zukommt und mir solche Erscheinungen für bare Münze verkaufen will, werde ich ihm mit Argumenten wie "Halluzinationen" und "Selbsttäuschung" erwidern.

Ach, da sprach ich mal von "Massenhysterie" als es um das sogar vorhergesagte Wunder ging. Ich meinte, dass die Augenärzte viel zu tun gehabt hätten - siehe Blick in die Sonne. Es sollen, wenn ich mich recht erinnere, so 6000 Menschen gewesen sein.
Na ja, man war "not amused" ob meiner Bemerkungen.... :wink:


Scarlette hat geschrieben:Der "Glaube" versetzt also Berge.
Ach? Benenne mir bitte einen Berg, der nur durch "Glaube" versetzt wurde.

Na ja, wenn du mich so direkt fragst. Dann eben: Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, kommt eben der Propeht zum Berg. Wichtig ist dann nur, was die dann für Erfahrungen machen.

Scarlette hat geschrieben:Und nichts anderes ist doch ein Glaube an die Macht der Sterne, des Mondes, der Elemente, der Natur. An ganz "natürliche" Dinge, die man sogar sehen kann. Im Gegensatz zu einem "Gott" - gleich welcher Religion.
Du scheinst zwischen Glauben und Aberglauben differenzieren zu wollen. Ich halte es eher mit Karlheinz Deschner: "Daß Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist unter allem Aberglauben der größte."

Ich liebe Deschner. :lol:

Scarlette hat geschrieben:Muss wirklich alles erklärbar sein?
Wir sollte darauf hinarbeiten, alles erklären zu können. Der reale Fortschritt der Menschheit basiert nicht auf dem Unerklärbaren, sondern auf dem Erklärbaren.


Ach nein, das ist mir jetzt aber doch zu nüchtern. Mystisches, Romantisches, Unerklärbares, sind dies nicht die faszinierenden Dinge des Lebens, die unsere Fanatasie beflügeln? Meine jedenfalls. :lol:

Freundlichen Gruß
Scarlette :)
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Beitragvon MagicTouch » 12.05.2009, 15:20

Scarlette hat geschrieben:Ach, da sprach ich mal von "Massenhysterie" als es um das sogar vorhergesagte Wunder ging. Ich meinte, dass die Augenärzte viel zu tun gehabt hätten - siehe Blick in die Sonne. Es sollen, wenn ich mich recht erinnere, so 6000 Menschen gewesen sein.
Na ja, man war "not amused" ob meiner Bemerkungen....
Mindestens 30000 Menschen glaubten, 1917-10-13 nahe Fatima "irgendwas" gesehen zuhaben. Details sind in Wikipedia unter "Sonnenwunder" gut beschrieben.

Scarlette hat geschrieben:
MagicTouch hat geschrieben:
Scarlette hat geschrieben:Muss wirklich alles erklärbar sein?
Wir sollte darauf hinarbeiten, alles erklären zu können. Der reale Fortschritt der Menschheit basiert nicht auf dem Unerklärbaren, sondern auf dem Erklärbaren.
Ach nein, das ist mir jetzt aber doch zu nüchtern. Mystisches, Romantisches, Unerklärbares, sind dies nicht die faszinierenden Dinge des Lebens, die unsere Fanatasie beflügeln?
Mich stört etwas die Erwähnung des Romantischen einerseits und des Mystisch-Unerklärbaren andererseits in einem Atemzug.

Die Farbenspiele eines Sonnenuntergangs, eines Regenbogens, einer heißen Quelle im Yellowstone National Park (um nur einige zu nennen) haben auch etwas Romantisches - und sind trotzdem wissenschaftlich erklärbar. Meine Phantasie beflügelt das Bewusstsein, dass die Wasserstoffatome in meinem Körper und meiner Umwelt wenige hunderttausend Jahre nach dem Urknall entstanden sind und 13,7 Milliarden Jahre alt sind. Meine Phantasie beflügelt, dass wir nur sind, weil eine Vorgängersonne vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren in einer Super Nova-Explosion verglühte und alle schweren Elemente zwischen Eisen und Uran in unserem Sonnensystem bildete. Meine Phantasie beflügelt, dass wir nur Sternenstaub sind - und wahrscheinlich wieder werden. Meine Phantasie beflügelt, dass wir als Individuen nur in einem unwahrscheinlich kurzen Wimpenschlag der Geschichte bewusst "sind" und weder davor etwas von uns ist noch danach, mal abgesehen von schnell verwehenden Erinnerungen, etwas bleibt.

Gruß, Volker
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Beitragvon Gast » 12.05.2009, 15:54

MagicTouch hat geschrieben:
Scarlette hat geschrieben:Ach, da sprach ich mal von "Massenhysterie" als es um das sogar vorhergesagte Wunder ging. Ich meinte, dass die Augenärzte viel zu tun gehabt hätten - siehe Blick in die Sonne. Es sollen, wenn ich mich recht erinnere, so 6000 Menschen gewesen sein.
Na ja, man war "not amused" ob meiner Bemerkungen....
Mindestens 30000 Menschen glaubten, 1917-10-13 nahe Fatima "irgendwas" gesehen zuhaben. Details sind in Wikipedia unter "Sonnenwunder" gut beschrieben.

Ich habe mal irgendwann einen Artikel über Wunder und Heilige geschrieben. Muss den mal raussuchen. Ja, stimmt, das war Fatima. Ich war mir beim Schreiben nicht so ganz sicher. Lourdes war ja nur eine, Bernadette und bei Fatima die 3 Bauernkinder.

Scarlette hat geschrieben:
MagicTouch hat geschrieben:
Scarlette hat geschrieben:Muss wirklich alles erklärbar sein?
Wir sollte darauf hinarbeiten, alles erklären zu können. Der reale Fortschritt der Menschheit basiert nicht auf dem Unerklärbaren, sondern auf dem Erklärbaren.
Ach nein, das ist mir jetzt aber doch zu nüchtern. Mystisches, Romantisches, Unerklärbares, sind dies nicht die faszinierenden Dinge des Lebens, die unsere Fanatasie beflügeln?
Mich stört etwas die Erwähnung des Romantischen einerseits und des Mystisch-Unerklärbaren andererseits in einem Atemzug.

Die Farbenspiele eines Sonnenuntergangs, eines Regenbogens, einer heißen Quelle im Yellowstone National Park (um nur einige zu nennen) haben auch etwas Romantisches - und sind trotzdem wissenschaftlich erklärbar. Meine Phantasie beflügelt das Bewusstsein, dass die Wasserstoffatome in meinem Körper und meiner Umwelt wenige hunderttausend Jahre nach dem Urknall entstanden sind und 13,7 Milliarden Jahre alt sind. Meine Phantasie beflügelt, dass wir nur sind, weil eine Vorgängersonne vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren in einer Super Nova-Explosion verglühte und alle schweren Elemente zwischen Eisen und Uran in unserem Sonnensystem bildete. Meine Phantasie beflügelt, dass wir nur Sternenstaub sind - und wahrscheinlich wieder werden. Meine Phantasie beflügelt, dass wir als Individuen nur in einem unwahrscheinlich kurzen Wimpenschlag der Geschichte bewusst "sind" und weder davor etwas von uns ist noch danach, mal abgesehen von schnell verwehenden Erinnerungen, etwas bleibt.

Du hast Recht. Das Romantische passt nicht so richtig da hin. Anders gesagt: Mystisches und Unerklärbares beflügeln meine Fantasie. Und ich finde es ungemein romantisch, mir ein weißes Einhorn vorzustellen, das mich mitnimmt.... :wink:

Schön gesagt: "schnell verwehende Erinnerungen". So lange man im Herzen der Nachwelt ist, so lange ist man nicht gestorben.

Ist mir zu wenig! Alle meine Gedanken sind eine Form von "Elektrizität". So funktioniert auch die Telepathie in meinen Augen. Eine Frage von Sender und Empfänger. Das menschliche Gehirn sendet schließlich Ströme aus, vergleichbar der Elektrizität?

Die "Seele" lebt. Das glaube ich. Möchte es zumindest annehmen (dürfen).

Freundlichen Gruß
Scarlette :)
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Beitragvon MagicTouch » 12.05.2009, 16:21

Scarlette hat geschrieben:Alle meine Gedanken sind eine Form von "Elektrizität". So funktioniert auch die Telepathie in meinen Augen. Eine Frage von Sender und Empfänger. Das menschliche Gehirn sendet schließlich Ströme aus, vergleichbar der Elektrizität?
Genauer: Im menschlichen Gehirn fließen elektrische Ströme, sie werden nicht ausgesandt. Was gemessen werden kann, sind mittels der Methoden der Elektroenzephalographie Spannungsdifferenzen an der Kopfoberfläche. Diese Spannungsdifferenzen von maximal 100 millionstel Volt müssen durch empfindliche Verstärker auf eine durch unsere Sinne erfassbare Weise (z.B. auf Messschreiber, deren Kurvenverläufe wir sehen und analysieren können) umgesetzt werden. Wir Menschen haben kein Sensorium für solch winzige Spannungsdifferenzen. Deshalb kann auch Telepathie als direkte Gehirn zu Gehirn-Übertragung nicht funktionieren.

Mit freundlichen Grüßen aus der Wirklichkeit, Volker
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Beitragvon Gast » 12.05.2009, 17:00

als Stier habe ich wohl die Veranlagung, alles eher praktisch (Sehen und Anfassen) zu betrachten. Durch den Zwillingsaszendenten kann ich viele Positionen akzeptieren - wirkt manchmal etwas "Mäntelchen nach den Wind", aber ich halte trotzdem vieles für möglich, entgegengesetzte Anschauungen leuchten mir ein.

Erstmal Fortschritt: Fortschritt wohin?

Dass die Gedankenelektrizität nicht nach außen dringt, nehme ich mit in meinen Glaubenskatalog auf (der wohl nie fertig und ständig modifiziert wird).

Dazu kann ich aber dann nicht einordnen, dass ich gelegentlich schon mal ohne Telefon "telefonieren" kann bzw. angerufen werde. Nicht wortwörtlich, aber sinngemäß. Impulse habe, die dann verifiziert werden durch physische Ereignisse. Oder dass zwei Menschen spontan dasselbe sagen - . Als ob sie gleichzeitig etwas umgesetzt haben, was "in der Luft lag". Oder dass man intuitiv erfasst, was der andere denkt, wie er drauf ist. Aber das hat dann wohl nichts mit den elektrischen Strömen zu tun. Mit was aber dann?
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Beitragvon MagicTouch » 12.05.2009, 17:17

cat555 hat geschrieben:Erstmal Fortschritt: Fortschritt wohin?
Blicke Dich heute einmal in Deinem Umfeld um. Stelle Dir dieses Umfeld vor einhundert Jahren vor. Die Differenz nannte man Fortschritt. Wenn Du Dir genau diese Art von Veränderungen in die Zukunft hinein vorstellst, hast Du eine Antwort auf Deine Frage.

cat555 hat geschrieben:Dazu kann ich aber dann nicht einordnen, dass ich gelegentlich schon mal ohne Telefon "telefonieren" kann bzw. angerufen werde. Nicht wortwörtlich, aber sinngemäß. Impulse habe, die dann verifiziert werden durch physische Ereignisse. Oder dass zwei Menschen spontan dasselbe sagen - . Als ob sie gleichzeitig etwas umgesetzt haben, was "in der Luft lag". Oder dass man intuitiv erfasst, was der andere denkt, wie er drauf ist. Aber das hat dann wohl nichts mit den elektrischen Strömen zu tun. Mit was aber dann?
Mit Zufall, Einfühlungsvermögen, selektiver Wahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen aus der Wirklichkeit, Volker
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Beitragvon Gast » 12.05.2009, 17:56

Jetzt habe ich also wieder zwei neue Wörter in meinem Sprachschatz:
Chromosomenarme und (nein: nicht -reiche, sondern) Chromosomenstarke.
Ein neues Mysterium, das sich vielleicht auch einmal mit Sinn füllen wird.

Die Astrologie: Du meine Güte, man kann sich ja trefflich aufregen.
Eine vor mehr als 5000 Jahren erfundene Methode, den Monat und die Uhrzeit anzugeben.
Und das ganz ohne Kalender und Uhr, und funktioniert nach wie vor am Tag und nachts sommers wie winters.

Meine "Fische" bedeuten zunächst, dass ich im ausgehenden Winter geboren wurde, und mein Skorpion-Aszendent entspricht der Tatsache, dass das in der frühen Nacht passiert ist. Bis hierher ist das simple Astronomie.
Mit Hilfe von Planeten u.ä. lassen sich auch manche bestimmte Jahre eindeutig charakterisieren.
Der Ausdruck "das Jahr, in dem der Komet im Orion stand" klingt zwar umständlich, ist für den Fachmann aber nachvollziehbar. Die Methode wurde erfunden in einer Zeit, als es noch keine Schrift und keine Geschichtsschreibung gab. Ich finde das eine recht beeindruckende Leistung.

Und es gab keinen Strom, kein Internet und auch nur recht primitive Heizungen. Die Altvorderen gingen davon aus, dass jemand, der in einer kalten Spätwinternacht geboren wurde (so wie ich), anders drauf sein müsste als jemand, der an einem fröhlichen Sommer-Vormittag (beispielsweise Krebs mit Löwe-Aszendenten) das Licht der Welt erblickt. So hat man halt ein bisschen geweissagt. Sommerkatzen sind zäher als Winterkatzen, das wusste schon meine Großmutter.

Zusammen mit den Sternbildern (jahrtausendelang das einzige Fernsehen; funktionierte auch ohne Satellit) gab das genügend Stoff für Geschichten und Erzählungen, und daraus entstand der Mythos, der die Phantasie bis heute beflügelt.
Aber des Märchens Kern ist schnöde Himmelsgeometrie, ganz ohne Zweifel.

All das erzählt Euch der Walter ganz ohne Brille,
denn die ist immer noch verschollen. :shock:
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