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bionom

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Beitragvon parove » 02.12.2011, 17:27

Wer wie der Mensch,
Manipulationen sowohl am
Werden als auch am Vergehen
vornimmt, damit ungeschriebene
Naturgesetze unterwandert;

die Gesetzmäßigkeit
des Lebens auf unserer
Erde infrage stellt;

in allen biologischen
Bereichen und mit allen zur
Verfügung stehenden Mitteln
Einfluss nimmt;

muss sich nicht wundern
- vielleicht schon bald –
die Rechnung für sein Tun
präsentiert zu bekommen;

eine Rechnung, die wohl
bis zum Ende der Zeit nicht
mehr zu begleichen sein wird!
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parove
 
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Beitragvon Roadrunner27 » 03.12.2011, 0:44

Ist jetzt etwas unphilosophisch, aber eventuell ist es so, das die Spezies Mensch einfach zu intelligent ist, um zu überleben. Hohe Intelligenz einzelner Individuen einer Art ist nicht unbedingt ein biologischer Überlebensvorteil, es kann auch eine evolutionäre Sackgasse sein. Vielleicht ist auf Dauer eher Schwarmintelligenz angesagt, wie etwa bei Ameisen. Diese gibt es bereits seit ca. 100 Millionen Jahre auf der Erde. Die Gattung Homo einschließlich aller Vorläufer erst seit ca. 4,5 Millionen Jahren und schon läuft sie Gefahr, sich selbst zu eliminieren. Führt zu viel Intelligenz sogar automatisch zur Selbstvernichtung?
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Roadrunner27
 
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Beitragvon Katharina88 » 04.12.2011, 23:04

parove hat geschrieben:Wer wie der Mensch,
Manipulationen sowohl am
Werden als auch am Vergehen
vornimmt, damit ungeschriebene
Naturgesetze unterwandert;

die Gesetzmäßigkeit
des Lebens auf unserer
Erde infrage stellt;

in allen biologischen
Bereichen und mit allen zur
Verfügung stehenden Mitteln
Einfluss nimmt;

muss sich nicht wundern
- vielleicht schon bald –
die Rechnung für sein Tun
präsentiert zu bekommen;

eine Rechnung, die wohl
bis zum Ende der Zeit nicht
mehr zu begleichen sein wird!

  
Guten Abend,parove,
ich erachte es als eine Wohltat,dass diese etwas abgelegene Ecke der Foren belebt wird durch einen interessanten Beitrag.
Meine Überlegungen gehe nun dahin; wer,wenn nicht der homo sapiens, sollte diese --ja auch seine Welt --gestalten wollen.Natürlich könnte er in dumpfer Schicksalsergebenheit darauf vertrauen,dass alles ,dem Gesetz der Prädestination folgend, schon gottgefällig verlaufen wird.
Wenn er das getan hätte,dann säßen wir noch heute frierend und ohne Licht in den Höhlen.Dann glaubten  wir immer noch,dass die Erde eine  Scheibe sei und die Sonne sich um sie drehte.Die Mobilität beschränkte sich auf Reittiere,Karren und Segelschiffe.Künstliche Düngemittel für die
Ackerflächen -angesichts immer wachsender Bevölkerung  lebenswichtig--gäbe es nicht.Ebenfalls Medikamente (Pest,Cholera,Pocken) wären nicht vorhanden.
Wie sähe eine solche Welt heute aus?
Natürlich hätten wir dann auch kein Dynamit,Giftgas und Pestizide zur Schädigung von Mensch,Tier und Natur.Wir hätten keine Kernspaltung und kein Hiroshima,Tschernobyl und, und!!
Wir hätten keine Klimaänderung u.u.!
Wie sähe eine  solche Welt heute aus? Ich habe keine Ahnung.
Ich sehe die Welt,wie sie ist und frage," warum?"Ich träume von einer Welt,wie sie sein könnte und frage," warum nicht?"
Danke
Katharina  
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Katharina88
 
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Beitragvon Katharina88 » 05.12.2011, 20:40

Roadrunner27 hat geschrieben:Ist jetzt etwas unphilosophisch, aber eventuell ist es so, das die Spezies Mensch einfach zu intelligent ist, um zu überleben. Hohe Intelligenz einzelner Individuen einer Art ist nicht unbedingt ein biologischer Überlebensvorteil, es kann auch eine evolutionäre Sackgasse sein. Vielleicht ist auf Dauer eher Schwarmintelligenz angesagt, wie etwa bei Ameisen. Diese gibt es bereits seit ca. 100 Millionen Jahre auf der Erde. Die Gattung Homo einschließlich aller Vorläufer erst seit ca. 4,5 Millionen Jahren und schon läuft sie Gefahr, sich selbst zu eliminieren. Führt zu viel Intelligenz sogar automatisch zur Selbstvernichtung?

Hallo,Roadrunner,ich denke,dass Deine Ausführungen durchaus eine philosophische Betrachtung des Themas beinhalten.Zur Sache:Ich bin Anhänger der Evolutionstheorie und damit dem Gedanken verhaftet,dass ein Überleben von Arten im Daseinskampf von der Anpassungsfähigkeit dieser Arten abhängig ist.Nicht Stärke,Machtpositionen oder Monopolstellungen garantieren den Fortbestand,sondern eben Anpassung an veränderte Strukturen im weitesten Sinne.Die Dinosaurier waren zu ihrer Zeit stark und mächtig --wo sind sie geblieben?Das gilt auch für die Hochkulturen der Vorzeit und der Antike.(Maya)
Der Mensch ist auch nur das Glied einer Kette der Evolution und hat keinen Anspruch auf ewigen Bestand.
Du sprichst von Intelligenz.Ich glaube,dass Anpassungsfähigkeit Bestandteil der Intelligenz ist.Jener Art der Intelligenz,die beim Auftreten neuer Problemstellungen in der Lage bleibt,schnell und lösungsorientiert zu handeln.Das kann der homo sapiens sicher.Ob das Handeln im Kollektiv über die  Weisheit der Vielen noch effizienter wäre,wage ich zu bezweifeln.Die Schwarmintelligenz mag im Tierreich Synergieeffekte zeitigen,übertragbar auf Menschen???.
 Zur Kernfrage Deines interessanten Beitrags;Die kognitiven Fähigkeiten (z.B.Intelligenz)werden für den Fortbestand,das Überleben der Menschheit weit weniger von Bedeutung sein,als die fatale Eigenschaft des Menschen nach viel Macht,noch mehr Macht über andere und letztlich Herrschaft über alles und alle.
Kästner sagt am Ende seiner Ballade (die Menschen haben sich schon gegenseitig vernichtet):
 "Nun hatte die Menschheit endlich erreicht,was sie wollte.Zwar  war die Methode nicht ausgesprochen human,die Erde aber zog still und zufrieden ihre bekannte elliptische Bahn(sinngemäß)
Gruß von Katharina 
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Katharina88
 
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Beitragvon parove » 11.12.2011, 14:13

Roadrunner27 hat geschrieben:Führt zu viel Intelligenz sogar automatisch zur Selbstvernichtung?


hallo Roadrunner, eine interessante Frage die Du hier aufwirfst. Die Intelligenz die uns Menschen
von anderen Lebewesen auf dieser Erde unterscheidet, befähigt uns, von Beginn an Forschung zu betreiben, aber auch all unser Tun und Lassen durch Selbstspieglung zu hinterfragen, um es ggf. zu korrigieren.Unde genau daran stelle ich beim homo sapiens seit langem einen Mangel fest.

lg Roland
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parove
 
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Beitragvon parove » 11.12.2011, 15:55

Hallo Katharina, wenn Du nicht dem Gesetz der Prädestination folgend
unterwegs bist und die Welt wie sie ist, verbunden mit den Fragen, Zitat:„Warum?“
„Warum nicht?“ siehst, dann bin ich argumentativ bei Dir!

Was ich jedoch mit meinem Beitrag zum Ausdruck bringen wollte ist, dass wir, die moderne Gesellschaft, aufgrund unserer Intelligenz und einem immer größer werdenden Streben nach Macht und Einfluss Schwellen überschritten haben, die wir nach längerem Nachdenken, meiner Meinung nach besser nicht überschritten hätten. Mit der Erfindung des Rades und allem diesbezüglichen, nachkommenden Errungenschaften der Menschheit habe ich nicht nur keine „Probleme“, sondern, ich finde sie, mal mehr, mal weniger und auch mal gar nicht, sehr segensreich! Was mich beunruhigt und mir zunehmende Angst macht, ist das wir mehr und mehr die Naturgesetze, die das Werden, Sein und Vergehen auf unserem Planeten, von Beginn an regeln, unterwandern. Das beinhaltet nach meinem Empfinden vorrangig die Genforschung, einhergehend mit Manipulationen an Pflanzen, Tieren und Menschen. Dass wird eines Tages und davon bin ich fest überzeugt, unabsehbare Folgen haben.Folgen, die durch die Erfindungen wie der von Dynamit, Giftgas und die der Kernspaltung, in keinem Vergleich zu denen stehen werden, mit der die Menschheit dann zu kämpfen haben wird.

lg, Roland
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parove
 
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Beitragvon Katharina88 » 11.12.2011, 22:41

parove hat geschrieben:Hallo Katharina, wenn Du nicht dem Gesetz der Prädestination folgend
unterwegs bist und die Welt wie sie ist, verbunden mit den Fragen, Zitat:„Warum?“
„Warum nicht?“ siehst, dann bin ich argumentativ bei Dir!

Was ich jedoch mit meinem Beitrag zum Ausdruck bringen wollte ist, dass wir, die moderne Gesellschaft, aufgrund unserer Intelligenz und einem immer größer werdenden Streben nach Macht und Einfluss Schwellen überschritten haben, die wir nach längerem Nachdenken, meiner Meinung nach besser nicht überschritten hätten. Mit der Erfindung des Rades und allem diesbezüglichen, nachkommenden Errungenschaften der Menschheit habe ich nicht nur keine „Probleme“, sondern, ich finde sie, mal mehr, mal weniger und auch mal gar nicht, sehr segensreich! Was mich beunruhigt und mir zunehmende Angst macht, ist das wir mehr und mehr die Naturgesetze, die das Werden, Sein und Vergehen auf unserem Planeten, von Beginn an regeln, unterwandern. Das beinhaltet nach meinem Empfinden vorrangig die Genforschung, einhergehend mit Manipulationen an Pflanzen, Tieren und Menschen. Dass wird eines Tages und davon bin ich fest überzeugt, unabsehbare Folgen haben.Folgen, die durch die Erfindungen wie der von Dynamit, Giftgas und die der Kernspaltung, in keinem Vergleich zu denen stehen werden, mit der die Menschheit dann zu kämpfen haben wird.

lg, Roland


Salve,parove,
sollte man alles machen,was machbar ist.Diese Frage stellt sich mir nach Deinem letzten Beitrag.
Schon jetzt beantworte ich sie mit einem klaren "Nein"
Du sagst,dass der Mensch die Naturgesetze nicht unterwandern darf,die "Werden","Sein" und "Vergehen" auf diesem Planeten regeln.
Dass Kinder außerhalb des mütterlichen Organismus entstehen (in vitro Fertilisation),liegt nicht innerhalb naturgesetzlicher Abläufe.

Das "Vergehen" des Menschen durch einen natürlichen Tod kann über medizinische Geräte fast
beliebig verlängert werden.
Die  Eingriffe in das Erbgut von Menschen,Tieren und Pflanzen(Genforschung,Genmanipulation)sind
ein weites Feld der einschlägigen Forschung.
Wer sagt wem,wo die ethisch fundierten Grenzen liegen,wer setzt dann solche Verbote durch,wer entscheidet,was im Interesse der Menschheit unabwendbar ist?
Ich weiß keine Antwort auf diese  Fragen.
Ich weiß  nur dieses; der Mensch ist ein Lebewesen mit unstillbarem Explorationsdrang und wird
erst dann nicht suchen,wenn es mangels Natur nichts mehr zu finden gibt.
Das ist kein Zynismus,sondern Ausdruck der Angst.
Etwas  traurig grüßt Dich
Katharina 
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Katharina88
 
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Beitragvon parove » 12.12.2011, 14:03

Katharina88 hat geschrieben:Wer sagt wem, wo die ethisch fundierten Grenzen liegen, wer setzt dann solche Verbote durch, wer entscheidet, was im Interesse der Menschheit unabwendbar ist? Ich weiß keine Antwort auf diese Fragen.


Sorry Katharina, solange wir Menschen diese und ähnliche Fragen stellen,
ist es m.E. zwingend erforderlich gemeinsam nach Antworten zu suchen, sie zu finden
und entsprechend zu handeln. Die Zahl der Menschen auf dieser Erde, die begriffen haben
dass wir letztlich alle voneinander abhängig sind, steigt zum Glück stetig an. Trotz aller
Unterschiede, was Lebensformen, politische Systeme, Religion ect. angeht, kommen wir
Erdmenschen nicht umhin, eine Weltregierung zu installieren. Innerhalb dieser - zwar heute
noch nicht vorstellbaren - Regierung sollte eine Ehtikommission etabliert werden, die fundiert
festlegt, wo die von Dir angesprochenen Grenzen liegen.

Dazu, dass diese Kommission mal Wirklichkeit wird und ihre - für den - gesunden - Fortbestand des Lebens auf dieser Erde - wichtige Aufgabe erfüllt, können wir alle, jeder nach seinen Möglichkeiten beitragen.
Beitragen, unter anderem damit, dass wir uns z.B. hier auf dieser Plattform mit den auf uns zukommende Problemen beschäftigen und auseinander setzen, damit andere anregen es gleich zu tun... und gemeinsam hoffen, dass uns die Rechnung von der ich oben sprach, noch nicht so sehr bald ins Haus steht...
fast alles wirklich Große in dieser Welt, hat mal klein angefangen!

in diesem Sinne
lg, Roland

aus Wikipedia Zitat:
"Die Ethik ist von ihrer Zielsetzung her eine praktische Wissenschaft. Es geht ihr nicht um ein Wissen um seiner selbst willen (theoria), sondern um eine verantwortbare Praxis. Sie soll dem Menschen (in einer immer unüberschaubarer werdenden Welt) Hilfen für seine sittlichen Entscheidungen liefern. Dabei kann die Ethik allerdings nur allgemeine Prinzipien guten Handelns oder ethischen Urteilens überhaupt oder Wertvorzugsurteile für bestimmte Typen von Problemsituationen begründen. Die Anwendung dieser Prinzipien auf den einzelnen Fall ist im Allgemeinen nicht durch sie leistbar, sondern Aufgabe der praktischen Urteilskraft und des geschulten Gewissens. Aristoteles vergleicht dies mit der Kunst des Arztes und des Steuermanns. Diese verfügen über ein theoretisches Wissen, das aber situationsspezifisch angewendet werden muss. Entsprechend muss auch die praktische Urteilskraft allgemeine Prinzipien immer wieder auf neue Situationen und Lebenslagen anwenden. Dabei spielt für die richtige sittliche Entscheidung neben der Kenntnis allgemeiner Prinzipien die Schulung der Urteilskraft in praktischer Erfahrung eine wichtige Rolle"
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parove
 
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