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Im Forum Essen & Trinken können Sie sich mit anderen Mitgliedern im 50plus-Treff zu allen Fragen rund um die Themen Essen und Trinken austauschen. Teilen Sie hier Rezepte, Erfahrungen und Ideen mit anderen Usern der Community, diskutieren Sie Fragen zu gesunder Ernährung oder holen Sie sich einfach nur Tipps für die Zubereitung Ihrer Lieblingsgerichte und welcher Wein beispielsweise am besten dazu passt.

Beitragvon Solist3 » 11.10.2011, 9:30

Aus einer neuen Meldung aus den Medien:

Frisches Brot, das für den Müllplatz produziert wird, ist in Wien eine Tatsache. Weil Konsumenten bis kurz vor Geschäftsschluss volle Regale wollen, wird zu viel produziert. Nun stehen Preiserhöhungen zur Diskussion.

Rund zehn Prozent der Tagesproduktion bleiben als Überschuss in den Regalen und werden somit nicht verkauft. Das entspricht in etwa der Tagesmenge, die in ganz Graz an einem Tag verkauft wird. Im besten Fall wird Brot an karitative Organisationen wie die Wiener Tafel verschenkt, im schlechtesten Fall landet das Gebäck im Müll.


Ich wurde unter dem Zweiten Weltkrieg geboren und habe Hunger noch selbst erlebt.
Brot weg zu werfen, während über eine Million Menschen auf dieser Erde Hunger
leiden, diese Wohlstandserscheinung, macht mich wütend.
Auch der Konsument könnte das mit anderer Verhaltensweise ändern. Ich esse auch
zwei Tage altes Brot.
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Beitragvon lacrima » 11.10.2011, 9:44

ich kaufe mein Brot in einer kleinen, traditionellen Bäckerei und nicht beim Discounter. Kostet zwar etwas mehr, aber dieses Brot kann ich auch noch gut essen bis es vollständig aufgeschnitten ist. Nachmittags sind einige Brotsorten dann auch ausverkauft, man muß sich dann halt auf ein anderes Brot einigen, und bestimmte Sorten gibt es auch nicht täglich.

Bei einigen Bäckereiketten gibt es zwar alles bis zum Geschäftsschluß, aber auch hier leidet die Qualität gewaltig, es schmeckt zwar heute, aber morgen möchte ich dann damit lieber die Enten füttern.
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Beitragvon Foxifix » 11.10.2011, 9:54

Solist, es geht doch aber nicht nur ums Brot ... ein zurzeit gerade wieder "auf allen Kanälen" viel diskutiertes Thema... Im Übrigen eher ein Thema fürs "Politik-Forum" ... :wink:

Ich bin Jahrgang 1955 und habe auch als Kind noch Zeiten miterlebt wo es wenig gab bzw. bestimmte Lebensmittel auf Zuteilung usw.
Kaufe nur soviel wie du essen kannst, und wirf möglichst nichts weg sondern verbrauche das gekaufte rechtzeitig, alles andere kannst du als Einzelner doch nicht wirklich beeinflussen.
Und die Zeiten wo man ungesunderweise, wie früher durchaus üblich, den schimmligen Teil vom Brot abschnitt und alles andere trotzdem aß, oder von der Marmelade die Schimmelschicht entfernte und das Glas trotzdem leerte etc. sind nun mal gottlob Vergangenheit, hinzu kommt dass im Gegensatz zu früher Restlebensmittel, die die Tafeln nicht nehmen, auch nicht mehr ans Vieh verfüttert werden dürfen ... weder aus dem Handel noch aus der Gastronomie.

Und auch wenn du selbst altes Brot isst, so wirst du den Gesamtzustand trotzdem nicht ändern, ich kaufe täglich nur das bisschen was wir brauchen, ganz frisch, und nicht mehr - und bleibt wirklich mal was übrig, so wird entweder Semmelmehl daraus gemacht oder es bekommen die Nachbarshühner, und wir dann dafür ab und an frische Eier :wink:
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Beitragvon Solist3 » 11.10.2011, 10:12

@ Foxifix
Ich habe dieses Thema ganz bewusst ins Forum "Essen und Trinken" gestellt.
Man muss nicht alles der Politik zuschieben, die ist sowieso schon überfordert.
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Beitragvon Fragola » 11.10.2011, 10:16

Solist3 hat geschrieben: Weil Konsumenten bis kurz vor Geschäftsschluss volle Regale wollen, wird zu viel produziert.

Rund zehn Prozent der Tagesproduktion bleiben als Überschuss in den Regalen und werden somit nicht verkauft.

Auch der Konsument könnte das mit anderer Verhaltensweise ändern.


Traurig, aber wahr!
Doch der Konsument wird von seiner Erwartungshaltung nicht abrücken, einige wenige vielleicht, aber die Mehrheit setzt das volle Sortiment voraus, selbst wenn sie nur ein Brötchen wollen!
Die Augen essen bekanntlich bereits beim Einkauf mit und die Unternehmen rechnen fest damit, dass sich der Kunde durch das Überangebot zum Kauf eines zweiten Artikels hinreißen lässt, den er nicht braucht und somit in den Müll wandern wird!

Beide Seiten werfen kostbare Lebensmittel auf den Müll -- umdenken ist angesagt - wann das geschieht steht in den Sternen!
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Beitragvon engel07 » 11.10.2011, 14:02

Fragola,

es ist traurig aber wahr, was täglich an Lebensmitteln weggeworfen wird.

Ich mag es allerdings so gar nicht wenn von DEM KONSUMENTEN gesprochen wird. Jeder Mensch konsumiert doch auf seine eigene Weise.
Um im Großen daran  etwas zu ändern muß halt jeder bei sich im Kleinen genau schauen. Wie Foxifix schon schreibt sollte man bein Einkaufen schon überlegen wieviel man braucht und dabei nicht vergessen das wir ja immer frisch kaufen können. Es kommt nicht von jetzt auf gleich eine große Hungersnot. ( Manchmal, wenn ich vor Feiertagen einkaufen gehe, sieht es in vielen Einkaufswagen danach aus, leider . )
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Beitragvon waterman55 » 11.10.2011, 20:01

Ich kaufe mein Brot meistens beim Bäcker und frier es dann Portionsweise ein, Dadurch schmeiße ich kein Brot weg,
Aber ich habe in meinem Umfeld beobachtet, daß Leute die mehr Geld haben in der Regel nicht darauf achten, wieviel sie kaufen und brauchen. Das gilt allerdings auch für alle Lebensmittel.
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Beitragvon sinha49 » 11.10.2011, 20:42

hallo, dieses thema spricht mich auch voll an,
aber leider bin ich durch meinen umzug von der großstadt in die kleinstadt nicht mehr so verwöhnt, dass es einzelne scheiben (ok, etwas teurer) bekommen kann. ich kaufte somit immer nur, als einzelperson, soviel wie ich auch verbrauche.

aber wir single sind halt gezwungen, auch andere lebensmittel, 2x zu essen oder teurer zu bezahlen.
soweit ich informiert bin, dies war jedenfalls in hh so, die restlichen brote, (denn auch kunden, die nicht schon morgens kaufen konnten, wollen abends ein angebot haben) wurden an den zoo gegeben.

ganz irre war es, daß abends die brote zum 1/2 preis verkauft wurden, die schlimmsten kunden waren, die, aus der sogenannten vornehmen gegend, die kauften, gleich ganz viel und benahmen sich nicht mehr, so vornehm.
einen schönen abend wünscht euch
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Beitragvon Solist3 » 12.10.2011, 9:12

Ich möchte euch allen für eure Stellungsnahme danken. Ihr habt ein Zeichen gegeben, dass
es euch nicht egal ist, wie es Anderen, speziell Benachteiligte, auf dieser mitunter recht "nüchternen" Welt geht. Hunger ist ein globales Problem, das uns nicht egal sein kann.
Zudem könnte es uns eines Tages selbst betreffen - oder glaubt ihr nicht. Die Spekulation mit
Lebensmitteln wird uns vielleicht noch die Augen öffnen. Hunger ist oft kein Schicksal, sondern
wird von anderen gemacht.


Ich freue mich natürlich auf weitere Beiträge!
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Beitragvon Oase100 » 15.10.2011, 9:57

Ich überlege mir ob wir wirklich durch bewussteres Einkaufen etwas verändern können. Vielleicht ein schlechtes Gewissen. Das Problem mit dem Hungern ist so alt wie die Welt selbst. Spenden etc. ist ja ganz mitmenschlich, löst doch aber die Hungerprobleme in der Welt nicht. Dann müsste es schon längst in Afrika keine Hungersnöte mehr geben. 
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Beitragvon Solist3 » 15.10.2011, 19:43

Oase100 hat geschrieben:Ich überlege mir ob wir wirklich durch bewussteres Einkaufen etwas verändern können. Vielleicht ein schlechtes Gewissen. Das Problem mit dem Hungern ist so alt wie die Welt selbst. Spenden etc. ist ja ganz mitmenschlich, löst doch aber die Hungerprobleme in der Welt nicht. Dann müsste es schon längst in Afrika keine Hungersnöte mehr geben. 


Hallo Oase100:

Du schreibst, das Spenden mitmenschlich ist, die Hungerprobleme in der Welt aber nicht löst.
Da bin ich ganz deiner Meinung. Doch mit den Spenden kann der Hunger für eine gewisse Anzahl von Menschen sicher für Wochen gestillt werden. Ich meinerseits möchte mich aber nicht freiwillig für etliche Wochen zum Hungern melden.
Du auch nicht - oder doch?
Über Wochen nichts zu essen zu haben, hat auch mit einer Schlankheitskur nichts zu tun.
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Beitragvon kundgeba » 15.10.2011, 19:55

    ich werfe ganz, ganz selten Brot weg - denn ich schneide es in Scheiben und so gefriere ich es ein - und am Morgen breche ich mir etwas ab - gebe es in den Toaster und habe ein voll frisch, aufgebackenes, genießbares Brot für mein Frühstück.
    In Wien werden viele Brote Bedürftigen überlassen - von gwissen Unternehmen abgeholt und z. B. - zur "Gruft" wo viele Hilfsbedürfte darauf warten - gebracht.
    Ausserdem wird ausserhalb von Wien - (Laab im Walde) - Altbrot zu Energie verwandelt - also kpl. weggeschmissen wird sicherlich nicht alles , von dem nicht konsumierten Brot....
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Beitragvon gingin42 » 16.10.2011, 1:36

Eigentlich beginnt doch das Problem damit, dass der Mensch immer mehr verschiedene Brotsorten möchte. Die Vielfalt auf dem Frühstückstisch sozusagen. Warum eigentlich?
Mehr als satt werden kann man doch nicht.
Ich backe einmal in der Woche selbst und komme dann mit meinem Brot genau sieben Tage lang hin.
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Beitragvon Rosenkoenigin » 16.10.2011, 8:53

Ich habe mal im Weltagrarbericht gestöbert,und mit Bestürzung gelesen: Die FAO spricht von fast 970 Millionen hungernder Menschen auf unserer Welt (ein Siebtel der Menschheit) die nicht genug zu essen haben um ein gesundes Leben zu führen. Sie vegetieren und sterben in einer Welt der Überproduktion und vor allem der Verschwendung.Es ist ja nicht nur Brot , welches wir oft sorglos wegwerfen, hier in Deutschland sollen es bis zu 30% der Lebensmittel sein, die weggeworfen werden, beziehungsweise überproduziert und nicht zu einem bestimmten Preis verkauft werden können. In den USA sind es sogar bis zu 50 % .
Vielleicht sollten wir unser Einkaufs Verhalten auch einmal überprüfen und nur soviel einkaufen, wie wir tatsächlich benötigen damit wir die Nahrungsmittel nicht im Mülleimer entsorgen müssen, weil das
M H D abgelaufen ist , oder Gemüse , Obst und Fleisch nicht mehr in Ordnung sind.
Es wäre schon eine Überlegung wert , oder?
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Beitragvon regenbogen52 » 16.10.2011, 9:10

Die Frage, die ich mir dabei stelle:
Kämen die Einsparungen bei uns denn, und wie, den Hungernden zugute?
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