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Dasein spüren

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Beitragvon Feli2012 » 21.01.2012, 12:07

"Wir sind einmal geboren;
es gibt keine zweite Geburt.
Wir werden nach unserem Tod nicht mehr existieren-
in alle Ewigkeit nicht.
Und doch achtet ihr nicht auf das Einzige, was ihr habt; 
             
         diese Stunde, die ist.

Als ob ihr Macht hättet über den morgigen Tag.
Unser Leben wird ruiniert,
weil wir es immer aufschieben zu leben.
So sinken wir ins Grab,
ohne unser Dasein recht gespürt zu haben."


Zitat von Epikur griech.Philosoph



Wer von Euch hat sein Dasein vermeintlich richtig erspürt und wie? 
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Feli2012
 
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Beitragvon Anne_49 » 21.01.2012, 15:01

Feli2012 hat geschrieben:
Wer von Euch hat sein Dasein vermeintlich richtig erspürt und wie? 


Ich meine, wenn ich froh und zufrieden bin, habe ich doch mein Dasein richtig erspürt.
Und wenn ich nicht das Bedürfnis habe, weil es mir gut geht, nachzuforschen, ob es denn noch etwas besseres gäbe, ist doch auch alles in Ordnung.
Oder sehe ich das falsch? Ich meine, bin ich damit am Thema vorbei?
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Anne_49
 
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Beitragvon ashoggi » 21.01.2012, 18:06

Wenn ich mein Dasein nicht spüren würde, könnte ich hier nicht schreiben. Jeder Lebende spürt sein Dasein, es muss ja nicht immer zufriedenstellend sein. Und vielleicht ist hier gemeint, dass man sein Dasein verbessern kann, wenn man dazu in der Lage ist.
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ashoggi
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Beitragvon Chri51 » 21.01.2012, 18:50

Ich wage einen sehr frechen Schritt, ich verbessere Epikur...nach meinem Verständnis!

Der Mensch lebt und fühlt eine "Zeitschiene", auf der er lebt.
Menschliche Ängste verführen die meisten Menschen entweder für die Zukunft zu planen oder dem Vergangenen nach zu trauern!
Dabei wird über oft zu lange Zeitstrecken der fortlaufende Punkt der Gegenwart ignoriert und zu wenig erlebt und empfunden, respektive genossen...

Wer zurückschaut, sieht kein Ziel (s. mein Motto im Profil) wer nur nach vorne plant, hat keine Zeit zum Leben...ich denke, das meinte auch Epikur!

Es sind die existentiellen Ängste, die den Menschen ablenken von Moment des Seins...
In der Bibel steht das Gleichnis Jesu: "Sehet die Blumen am Wegrand... und die Vögel auf dem Felde...usw."
Vielleicht ist diese menschliche Unfähigkeit zum Gegenwart-Leben einfach fehlendes Vertrauen?!

Es gibt doch so ein sinngemäßes Sprichwort:
"Leben" ist das, was abläuft, während der Mensch plant..." oder so ähnlich! :mrgreen:
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Chri51
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Beitragvon parove » 22.01.2012, 0:14

Da das SEIN ohne Anfang
und ohne Ende scheint -

werden wir, wie es scheint,
mitten drin irgendwo auf die
„Schiene“ gesetzt und mitten
drin irgendwo wieder von
ihr genommen.
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parove
 
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