liebe Katharina,
ich finde es etwas traurig, mich darüber zu freuen, dass Du Dich meiner düsteren Bestandsaufnahme anschließt. Ich hätte eigentlich viel lieber Unrecht.
Komme ich automatisch ein wenig in die Richtung von Platon und seiner idealistischen Auffassung von einem Idealstaat. Aus heutiger Sicht muss es ja recht naiv anmuten, wenn er meint, dass Staaten am besten von Philosophen geleitet werden sollten, oder zumindest Philosophen den Herrschenden sagen sollten, wo es lang geht (oder so ähnlich).
Und nun versuche ich mir einmal einen Parteipolitiker vorzustellen, der einem Philosophen zu hört, wenn der ihm etwas über Ehre, Würde, Moral, Gerechtigkeit erzählt.
Der könnte sich nur (selbst) entschuldigen, in dem er erklärt, dass ihn Fraktionszwang und/ oder Parteidisziplin bindet. Und damit meinte er dann wohl moralisch aus dem Schneider zu sein.
Gruß bonsaifreak