. : Service und Hilfe

Beitragvon Lichtwesen » 15.01.2012, 21:19

Krieg ist das entarteste Fehlverhalten der Menschen! Er entsteht aus Angst und dem puren Mangel.
Man sollte ihm keine Energie geben!!! Und schon gar nicht die eigene!
Liebe Grüsse Lichtwesen
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Beitragvon Chri51 » 15.01.2012, 21:32

Lichtwesen hat geschrieben:Krieg ist das entarteste Fehlverhalten der Menschen! Er entsteht aus Angst und dem puren Mangel.
Man sollte ihm keine Energie geben!!! Und schon gar nicht die eigene!
Liebe Grüsse Lichtwesen


Schön, daß wir das jetzt auch wissen! 8)
I´m sorry, aber warum hast du das den Menschen nicht schon viel früher gesagt?

Dein Wörtchen "sollte" hilft keinem, der als Mitglied eines Volkes in ein Kriegsgeschehen gerissen wird.
Ansonsten ist ja deine Einstellung richtig, sie läuft nur leider am realen Leben vorbei...
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Beitragvon Katharina88 » 15.01.2012, 23:52

Roadrunner27 hat geschrieben:@bonsaifreak
@Chri51
@Katharina

Die These der abenehmenden Kriegsgefahr bedeutet nicht, das es keine kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Staaten oder Völkern mehr geben wird oder das gar eine Garantie für ein Verschwinden des Krieges daraus abzuleiten wäre.
Bis in das 19. Jahrhundert wurde der Krieg als legitime Fortsetzung der Politik angesehen. Noch im Jahr 1866 haben deutsche souveräne Staaten gegeneinander gekämpft, heute eine absurde Vorstellung. Absolute Monarchen mussten sich nicht um Parlamente oder Volkes Meinung kümmern, wenn sie einem anderen Staat den Krieg erklären wollten. Kriege waren ein "Kräftemessen" und es war eine Ehre für das Vaterland auf dem Schlachtfeld zu sterben. Der letzte Rückfall in dieses Denken, gepaart mit einer menschenverachtenden Weltanschauung, war der vom faschistischen Deutschland entfesselte Weltkrieg. Seitdem hat es zwischen den großen Industrienationen keine Kriege mehr gegeben, auch nicht in der Zeit des "Kalten Krieges". Es haben sich, zumindest in Europa, zivile Gesellschaften herausgebildet, der Krieg als Lösung zwischenstaatlicher Konflikte wird auch von den Bürgern immer weniger toleriert. Ich denke, das man auch diese Entwicklung sehen und als Fortschritt anerkennen sollte.

Guten Abend,roadrunner,
es ist absolut anzuerkennen,mit welchem Engagement Du den Krieg persönlich ächtest.Damit befindest Du Dich in einer stetig wachsenden Gesellschaft mit anderen Bürgern und das weltweit.
Dann gibt es noch die Zusammenschlüsse von Kriegsgegner ,die eine rege Betriebsamkeit  entfalten,
zusätzlich existieren auch zwischenstaatliche Abkommen und letztlich die UNO. 
Sehr viel ehrenwertes Bemühen und relativ wenig Erfolg (seit 1997 25 Kriege weltweit plus 17 bewaffnete Konflikte)
Im "Kalten Krieg " hat es keine Kriege zwischen den Blöcken gegeben,weil die Strategie eines massiven Vergeltungsschlages  mit atomaren Waffen gegenseitigen Selbstmord bedeutet hätte.
.Die Bundesregierung hat sich Jahre gesträubt,dass der Einsatz in Afghanistan Krieg zu nennen sei.
Es wurde geschossen und gestorben --wie im Krieg,aber es durfte keiner sein.
Es wurde lediglich die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigt.
Die Amerikaner machten aus dem ersten Golfkrieg einen  Angriffskrieg --und der gilt als gerecht.
.
Heute wissen wir,dass die Welt getäuscht wurde. Der Heilige Krieg im weiten islamischen Raum zeigt in perverser Weise eine ganz andere Lesart des Krieges,die uns noch beschäftigen wird.
Die Menschen wollen keine Kriege.In ihnen aber schießen und sterben sie aber immer noch,wie seinerzeit auf dem Feld der Ehre -- welcher Ehre eigentlich.
Lieber roadrunner,halte ganz fest an Deinem Glauben einer Veränderung.
Gute Nacht!
Katharina  
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Beitragvon bonsaifreak » 16.01.2012, 18:30

gern möchte ich noch einmal darauf zurück kommen was Katharina gestern Abend kurz geschrieben hat. Nämlich, dass "Krieg" im philosophischen Sinne auch als Gegensätzliches verstanden werden kann, als Phänomene, die unterschiedlich sind und dennoch eine Einheit bilden.
Da will ich mal kurz von der Philosophie weg, die wir meist bis ausschließlich im Blickfeld haben , nämlich der abendländischen.
Und da bin ich beim chinesischen Kulturkreis gelandet und nahezu automatisch bei dem Paar Yin und Yang. Diese werden als polare Urkräfte und als Ursprung aller Dinge gesehen.
Hier im Westen stehen sie meist für "männlich" und "weiblich". Aber das ist ein zu enges Begriffspaar.
Yin steht für dunkel Yang für hell
kalt / heiss
stark / schwach
gleich / ungleich
aktiv/ passiv

Dabei werden die o.g. Eigenschaften nicht wertend im Sinne von "gut" und "böse" gesehen.
Diese Gegensätze bedingen einen Wandlungsvorgang, einen Prozess des sich abwechselnden Steigens und Sinkens.
Diese Überzeugung fand dann auch Eingang in die TCM (traditionelle chinesische Medizin)
Das noch nicht so uralte, hier auch bekannte Symbol für Yin und Yang kann man als eine dunkele, sich zusammen ballende Wolke und eine aufgehende Sonne ansehen.
Und nun bin ich ganz vom Krieg weg und friedlich geworden :D
und der heutige bonsaifreak nannte sich früher auch einmal asiafreak.
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Beitragvon Katharina88 » 16.01.2012, 20:27

bonsaifreak hat geschrieben:gern möchte ich noch einmal darauf zurück kommen was Katharina gestern Abend kurz geschrieben hat. Nämlich, dass "Krieg" im philosophischen Sinne auch als Gegensätzliches verstanden werden kann, als Phänomene, die unterschiedlich sind und dennoch eine Einheit bilden.
Da will ich mal kurz von der Philosophie weg, die wir meist bis ausschließlich im Blickfeld haben , nämlich der abendländischen.
Und da bin ich beim chinesischen Kulturkreis gelandet und nahezu automatisch bei dem Paar Yin und Yang. Diese werden als polare Urkräfte und als Ursprung aller Dinge gesehen.
Hier im Westen stehen sie meist für "männlich" und "weiblich". Aber das ist ein zu enges Begriffspaar.
Yin steht für dunkel Yang für hell
kalt / heiss
stark / schwach
gleich / ungleich
aktiv/ passiv

Dabei werden die o.g. Eigenschaften nicht wertend im Sinne von "gut" und "böse" gesehen.
Diese Gegensätze bedingen einen Wandlungsvorgang, einen Prozess des sich abwechselnden Steigens und Sinkens.
Diese Überzeugung fand dann auch Eingang in die TCM (traditionelle chinesische Medizin)
Das noch nicht so uralte, hier auch bekannte Symbol für Yin und Yang kann man als eine dunkele, sich zusammen ballende Wolke und eine aufgehende Sonne ansehen.
Und nun bin ich ganz vom Krieg weg und friedlich geworden :D
und der heutige bonsaifreak nannte sich früher auch einmal asiafreak.

Guten Abend,lieber Freund, Du hast einen von fernöstlicher Weisheit geprägten Anschluss gefunden.Bei Deinem jetzigen und dem vorher geführten Namen keine Überraschung.Der Zusammenhang zwischen polemos und yin/yang ist in seiner spirituellen Deutung erkennbar.Die unterschiedlichen Phänomene,die zwar selbständig existieren,aber nur im Einklang das Ganze entstehen lassen.Hohe und tiefe Töne erzeugen unterschiedliche Frequenzen,aber nur im Zusammenwirken hören wir Musik.Der Wandel bewirkt Veränderungen.Das soll bei yin und yang auch das Sozialverhalten der Menschen betreffen.Dazu ein Beispiel: Ich habe einen kurzen Blick auf die Neueröffnung der Bühne "Politik und Zeitgeschehen" geworfen.Es bedurfte keines langen Zublicks,um zu erkennen,dass es sich um die sattsam bekannten Akteure beiderlei Geschlechts in unveränderter Rollenverteilung handelt.Keine Veränderung der Tragikomödie. Wenn wir in unserem Sinne von polemos oder yin/yang sprechen, dann erwarten wir doch Gegensätzlichkeiten,die gegebene und nicht konstruierte sind.Streit um des Streits willen ist dort die Devise.Die ersten Beiträge zu einem Thread sind relativ sachlich,dann gleiten sie ab in das bekannte Muster gegenseitiger Unsachlichkeit. Warum das so ist, kann dem kein Geheimnis bleiben,der Menschen in ihrer Unfähig kennt,ihre Aggressivität sozialgerecht zu ventilieren. Hoffen wir auf einen sachlichen und bereichernden Disput in diesem Forum. Einen schönen Abend! Katharina 
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Beitragvon Roadrunner27 » 17.01.2012, 12:12

Katharina88 hat geschrieben:Warum das so ist, kann dem kein Geheimnis bleiben,der Menschen in ihrer Unfähig kennt,ihre Aggressivität sozialgerecht zu ventilieren.Katharina 


Einspruch, Verehrteste! Wären Menschen nicht in der Lage, ihre Aggressivität zu kontrollieren, würde ich keinen Schritt mehr vor meine eigene Haustür setzen. Eigentlich wundere ich mich jeden Morgen, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit in einer überfüllten U-Bahn dichtgedrängt mit anderen Homo sapiens stehe, das ich dieses unbeschadet überstehe. Es ist keinerlei Fluchtdistanz vorhanden, wir sind völlig ausgeliefert. Es ist niemandem angenehm, sich so dichtgedrängt neben völlig fremden Menschen zu befinden, viele Mitfahrer sind nervlich angespannt, dennoch gibt es höchstens mal einige verbale Scharmützel. Wir haben in unserer Massengesellschaft gelernt, uns zu kontrollieren (manchmal schon zuviel!), offene Aggression ist die Ausnahme und nicht die Regel. Würde man unsere archaischen Vorfahren derartig mit gruppenfremden Artgenossen zusammenpferchen, hätte es wahrscheinlich Mord und Totschlag gegeben. Warum also soviel Kulturpessimismus?, manchmal ist es ratsam, ein Blick auf die Geschichte zu werfen, dann erscheint die Gegenwart in anderem Licht.
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Beitragvon Katharina88 » 17.01.2012, 14:49

Roadrunner27 hat geschrieben:
Katharina88 hat geschrieben:Warum das so ist, kann dem kein Geheimnis bleiben,der Menschen in ihrer Unfähig kennt,ihre Aggressivität sozialgerecht zu ventilieren.Katharina 


Einspruch, Verehrteste! Wären Menschen nicht in der Lage, ihre Aggressivität zu kontrollieren, würde ich keinen Schritt mehr vor meine eigene Haustür setzen. Eigentlich wundere ich mich jeden Morgen, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit in einer überfüllten U-Bahn dichtgedrängt mit anderen Homo sapiens stehe, das ich dieses unbeschadet überstehe. Es ist keinerlei Fluchtdistanz vorhanden, wir sind völlig ausgeliefert. Es ist niemandem angenehm, sich so dichtgedrängt neben völlig fremden Menschen zu befinden, viele Mitfahrer sind nervlich angespannt, dennoch gibt es höchstens mal einige verbale Scharmützel. Wir haben in unserer Massengesellschaft gelernt, uns zu kontrollieren (manchmal schon zuviel!), offene Aggression ist die Ausnahme und nicht die Regel. Würde man unsere archaischen Vorfahren derartig mit gruppenfremden Artgenossen zusammenpferchen, hätte es wahrscheinlich Mord und Totschlag gegeben. Warum also soviel Kulturpessimismus?, manchmal ist es ratsam, ein Blick auf die Geschichte zu werfen, dann erscheint die Gegenwart in anderem Licht.

Lieber Roadrunner,
natürlich stimme ich vorbehaltslos mit Dir überein, dass nicht a l l e Menschen Sklaven ihrer Aggressivität sind.Wir kennen uns schon ein wenig und sollten deshalb wissen,dass solche
unzulässigen  Pauschalierungen nicht  zu unserem Repertoire zählen.
Sehr viele  Menschen haben Mechanismen entwickelt ,um dieses zweifelsfrei vorhandene Potenzial
zu kontrollieren.Es wäre wirklich katastrophal,  wenn  sich die Aggressionen ungehindert ausbreiten könnten.Meine Einschätzung bezog sich partiell auf  das Verhalten im Forum P. u.Z.
Gruß an Dich von
Katharina 
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Beitragvon bonsaifreak » 17.01.2012, 17:46

na, da konnte ich ja etwas befreit aufatmen, wenn Du, liebe Katharina, schreibst, dass sich Deine Einschätzung partiell auf das Verhalten im Forum P.u.Z. bezog.
Denn Deinem gestrigen Satz:"Hoffen wir auf einen sachlichen und bereichernden Disput in diesem Forum." , hätte ich sonst eventuell missverstanden; zumindest ein weiterhin hinzu gefügt.
Bin hier zwar noch nicht lange dabei, denke aber, dass es bei den "Philosophen" doch recht "gesittet" zugeht, oder?
Ansonsten teile auch ich die Meinung von roadrunner.
bonsaifreak
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Beitragvon bonsaifreak » 17.01.2012, 18:35

gern möchte ich noch einmal auf das gestern von mir angesprochene Paar Yin und Yang zurück kommen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich vielleicht etwas vom eigentlichen Ausgangsthema entferne.
Voraus schicken möchte ich außerdem, dass ich nie Philosophie studiert habe (merkt man ja wohl auch :D - und wie wohl auch die meisten hier auch nicht.)
Aber ich will mich einmal "interessierter Laie" nennen, der gern über den Tellerrand schaut und Gebiete verbinden möchte.
Und von Yin und Yang kam ich dann wieder ins Abendland zurück und landete zufällig bei Descartes. Er war wohl der erste Denker, der die nach ihm benannte Methode in der Form anwandt, ein Problem (einen Komplex) analytisch so weit in seine Einzelteile zu zerlegen, bis es nicht mehr zerlegt werden kann. Und damit kommt man auf einfache Grundphänomene, mit denen man prima arbeiten kann und somit erklärt sich mir manches komplexe Problem (Vorgang) auch einfacher.
Wenn dann die Einzelteile mit einander verbunden werden (in Beziehung zu einander gesetzt werden) führt das zu fortschrittlichen Erkenntnissen.
Und dann streife ich wieder die fernöstliche "Denke" (pardon!).
Wenn Yin und Yang Gegensätze sind, die einen Wandlungsvorgang bedingen und einen Prozess des sich abwechselnden Steigen und Senkens hervorrufen, komme ich ganz automatisch zu simplen körperlichen Vorgängen. Da ist z.B. das Ein- und das Ausatmen. (und Atemtechnik hat z.B. beim TaiChi und Qigong eine große Bedeutung!). Da spüre ich den Rhythmus meines Herzschlages. Da der bei mir nun leider nicht so mustergültig rhythmisch ist bekommt der einen gewissen Krankheitswert und beeinflusst somit negativ grundlegendes Zusammenspiel der Funktionen meines Organismus.
Katharina vermutete schon zu Recht, dass die Namen "bonsaifreak" und "asiafreak" den Verdacht aufkommen lassen, dass ich wohl etwas wie "ein Wanderer zwischen den Welten" bin.
Bei den fernöstlichen Weisheiten beeindruckt mich am meisten Dschuang Dsi.
"Das wahre Buch vom südlichen Blütenland" nehme ich immer wieder, ab und zu, zur Hand um etwas darin zu lesen.
Ist das eigentlich ein "globaler Zufall", dass er in der gleichen Epoche wie Platon und Aristoteles gelebt hat?
Aber nun genug von dem "alten Taoisten.
grüße Euch
bonsaifreak
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Beitragvon Katharina88 » 17.01.2012, 22:48

bonsaifreak hat geschrieben:gern möchte ich noch einmal auf das gestern von mir angesprochene Paar Yin und Yang zurück kommen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich vielleicht etwas vom eigentlichen Ausgangsthema entferne.
Voraus schicken möchte ich außerdem, dass ich nie Philosophie studiert habe (merkt man ja wohl auch :D - und wie wohl auch die meisten hier auch nicht.)
Aber ich will mich einmal "interessierter Laie" nennen, der gern über den Tellerrand schaut und Gebiete verbinden möchte.
Und von Yin und Yang kam ich dann wieder ins Abendland zurück und landete zufällig bei Descartes. Er war wohl der erste Denker, der die nach ihm benannte Methode in der Form anwandt, ein Problem (einen Komplex) analytisch so weit in seine Einzelteile zu zerlegen, bis es nicht mehr zerlegt werden kann. Und damit kommt man auf einfache Grundphänomene, mit denen man prima arbeiten kann und somit erklärt sich mir manches komplexe Problem (Vorgang) auch einfacher.
Wenn dann die Einzelteile mit einander verbunden werden (in Beziehung zu einander gesetzt werden) führt das zu fortschrittlichen Erkenntnissen.
Und dann streife ich wieder die fernöstliche "Denke" (pardon!).


 Wenn Yin und Yang Gegensätze sind, die einen Wandlungsvorgang bedingen und einen Prozess

 des sich abwechselnden Steigen und Senkens hervorrufen, komme ich ganz automatisch zu simplen körperlichen Vorgängen. Da ist z.B. das Ein- und das Ausatmen. (und Atemtechnik hat z.B. beim TaiChi und Qigong eine große Bedeutung!). Da spüre ich den Rhythmus meines Herzschlages. Da der bei mir nun leider nicht so mustergültig rhythmisch ist bekommt der einen gewissen Krankheitswert und beeinflusst somit negativ grundlegendes Zusammenspiel der Funktionen meines Organismus.
Katharina vermutete schon zu Recht, dass die Namen "bonsaifreak" und "asiafreak" den Verdacht aufkommen lassen, dass ich wohl etwas wie "ein Wanderer zwischen den Welten" bin.
Bei den fernöstlichen Weisheiten beeindruckt mich am meisten Dschuang Dsi.
"Das wahre Buch vom südlichen Blütenland" nehme ich immer wieder, ab und zu, zur Hand um etwas darin zu lesen.
Ist das eigentlich ein "globaler Zufall", dass er in der gleichen Epoche wie Platon und Aristoteles gelebt hat?
Aber nun genug von dem "alten Taoisten.
grüße Euch
bonsaifreak

Guten Abend,lieber Freund,
mit der chinesischen Philosophie habe ich mich nur sehr peripher beschäftigt--leider. Ist sie doch eine geistige Strömung mit erheblicher Wirkung auch auf die abendländische Kultur und Religion.
Konfuzius und der Taoismus haben z.B.  deutsche Denker wie  Meister Eckhart und auch Schopenhauer und Schleiermacher besonders im Bereich der Mystik beeinflusst.Jene Geisteshaltung,die dem Menschen die  Option bietet,in sein Inneres zu schauen und dort den göttlichen Funken ganz hell werden zu lassen.Auch das Christentum hat von Lao Tse gelernt.Im Taoismus konnte angesichts der angenommenen Wertlosigkeit der Dinge keine Ethik des Handelns
gelehrt werden,das  materiellen Erfolg oder welchen Gewinn auch immer erbrachte.
Handeln durch Nicht-Tun (Tun nur zur Regelerfüllung).Paulus sprach vom Haben als hätte man.
In beiden Fällen sollte über Besitz keine Abhängigkeit von diesem entstehen und damit von den geistigen Dingen ablenken.
Über Descartes werden wir bestimmt noch reden--nur momentan nicht!
Gruß von Katharina  
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Katharina88
 
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Beitragvon parove » 18.01.2012, 21:08

Wenn Krieg der Vater aller Dinge ist, dann muss
die Mutter aller Dinge, der Frieden sein...!?

Zum Thema Kriege habe ich vor einigen
Jahren meine Gedanken zu Papier gebracht.
Von daher sind einige Daten und Ereignissen
nicht mehr ganz so frisch, aber dennoch, von
der Aussage her, so aktuell wie vor Jahren.
___________________________________________________________

Kriege – Angriffskriege, Bürgerkriege, Verteidigungskriege, Terrorkriege

Ich bin mir sicher, wenn man eine noch nie dagewesene und repräsentative,
weltumspannende Umfrage zu diesem Thema machen würde, dann wäre
ein Ergebnis, von weit über 95 Prozent für den Frieden und gegen alle Kriege
zu erwarten.

Die restlichen, Unbelehrbaren werden wir gemeinsam auf eine abgelegene
und unbewohnte Insel bringen, wo sie dann nach Herzenslust ihre geliebten
Kriege führen können und sich hoffentlich, so schnell als möglich gegenseitig umbringen.

Denn ich glaube daran, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen
auf diesem Planeten, fast täglich den Traum vom Frieden träumt und lieber
heute als morgen mit allen Menschen in Frieden zusammen leben möchte.

Und trotzdem sind es Tag für Tag dieselben Menschen - also wir -
die überall auf dieser Welt immer und immer wieder dafür sorgen,
dass es wohl leider nur ein Traum bleiben wird.

Ist es ein Phänomen, das wir Menschen wohl nie ergründen werden?

Oder ist es ein Fluch, der über uns Menschen verhängt wurde?

Ist es eine Ironie des Schicksals, das wir Menschen ein Leben lang tragen müssen?

Oder aber, ist es Schizophrenie in der Vollendung?

Es begann wohl irgendwann in grauer Vorzeit damit,
dass unsere Urvorfahren um ihre Besitzansprüche gegenüber
Eindringlingen (Artgenossen) geltend zu machen, ihre Höhlen
verteidigen mußten.

Wenn wir hierbei berücksichtigen, dass diese Menschen
leider nicht die Gabe hatten, sich mit Worten zu verständigen,
so wie wir, dann kann ich es eigentlich gut verstehen.
Sie hatten eben nur die Möglichkeit, ihrer Abneigung gegenüber
den Angreifer, mit der Keule in der Hand zu demonstrieren,
um ihn letztendlich damit in die Flucht zu schlagen.

Oder diese, wenn es nicht anders möglich war, ihn mit der
Selben zu erschlagen. Heute läßt es sich wahrscheinlich nicht
mehr feststellen, ob es damals mehr Flüchtige oder Tote gab.

Wenn ich also hier einmal davon ausgehen darf, dass es so
oder ähnlich begann, können wir daraus schließen, die ersten „Kriege“
wurden unter anderem wegen territorialen Ansprüchen vom Zaun
gebrochen und geführt.

Später dann kamen viele andere Gründe dazu, den Gründe um einen
Krieg zu beginnen fanden die Menschen immer und zu jeder Zeit und dabei ist
es leider bis heute geblieben. Man kann also in diesem Zusammenhang von
Kontinuität und einer Gradlinigkeit besonderer Art sprechen.

Wenn wir Menschen diese beiden Attribute im Zusammenhang
mit Verständnis,Toleranz, Güte und Liebe, in Anwendung bringen könnten,
würden wir alle dem Frieden auf der Welt einen guten Dienst erweisen.

Die „verantwortungsvollen“ Industriestaaten auf unserer Erde hätten
heute schon die Möglichkeit einen wahrscheinlich flächendeckenden Krieg,
der nach Experten Meinung nicht mehr in allzu ferner Zukunft liegt,
im Vorfeld zu vermeiden.

Gemeint ist der Krieg um etwas ganz besonders Kostbares.
Keine Höhlen, kein Gold oder Gebietsansprüche!
Nein, in Zukunft wird das kostbarste das wir Menschen auf
diesem Planeten haben werden, ganz einfach Wasser (Trinkwasser) sein.

Denn, wenn wir, die Industriestaaten weltweit, weiterhin so mit den Ressourcen
(Hilfsquellen) unserer Erde umgehen, dann wird für viele Generationen
nach uns eine Zeit kommen, wie wir sie uns heute, noch gar nicht vorstellen können.

Die z.Z. stattfindenden Kriege überall auf unserer Erde haben natürlich
viele unterschiedliche Gründe und daher ist es fast unmöglich eine
generelle Lösung dieses vielleicht größten Übels der Menschheit
aus dem Hut zu ziehen.

Doch gibt es individuelle Lösungsvorschläge die in den einzelnen
„Fällen“ angewendet werden könnten, wenn alle Beteiligten sich diese,
nicht nur anhören, sondern auch den einen oder anderen Versuch
machen würden. Und sei es nur um zu erfahren, ob es doch noch
andere Möglichkeiten gibt, als einen sinnlosen Krieg zu führen.

Ich möchte hier einmal den Versuch machen,
den Balkankrieg in den 90zigern als Beispiel heranzuziehen.

Ich glaube man kann sagen, dass der Zerfall der österr.- ungarischen
Monarchie 1918, der Beginn der „Schwierigkeiten“ (in der Neuzeit)
auf dem Balkan war und den Weg frei machte, zur Vereinigung der Kroaten,
Slowenen , Serben und der Montenegriner zu einem gemeinsamen Staat.
Es folgten verschiedene Staatsformen und daraus, meistens negativ,
resultierende Ereignisse.

Ich möchte hier darauf verzichten auf die Einzelheiten,
der Staatsformen und Ereignisse einzugehen, weil ich glaube
dass diese zwar Vorläufer, aber nicht die Auslöser waren,
die zu dem o.g. Krieg führten.

Der Auslöser dieses Krieges war die Auflösung des
Staates Jugoslawien, der am 29.11.1945 gegründet wurde und
sich aus den 6 Republiken, Serbien, Kroatien, Slowenien,
Bosnien- Herzegowina, Montenegro und Mazedonien zusammensetzte.

Diese Völker bzw. Volksstämme waren nach der Auflösung Jugoslawiens
nicht in der Lage, eine Lösung zu finden, um gemeinsam, trotz unterschiedlicher
alter, geprägter Kulturen und Religionen, miteinander in Frieden zu leben.

Die Gründe hierfür, müßten eigentlich für jeden relativ offen
und eindeutig auf der Hand liegen!

Dabei ging es unter anderem um Gebietsansprüche, uralter
überlieferter Haß, Kultur- und Religionsunterschiede und die vielen,
vielen kleinen und großen Wunden die man sich in den letzten
Jahrhunderten gegenseitig zugefügt hatte.

Denn das Land zum Beispiel, war vorher groß genug um allen
Bürgern Platz und Lebensraum zu geben, wieso frage ich mich,
war nun dieser Platz plötzlich nicht mehr vorhanden oder ausreichend.
Hierbei wäre es besser gewesen, mal nicht so zu verfahren, wie bei viele
anderen in der Vergangenheit geführten Kriegen. Mit Toleranz,
Einsicht, Güte und Verständnis für einander hätten sie es sicher geschafft.

Das wiederum hätte dazu geführt, dass Tausende von Menschen,
darunter viele unschuldige Frauen und Kinder, noch leben würden
und wir, Millionen Dollars an Wiederaufbauhilfe effektiver hätten
einsetzen können. Um vielleicht damit den Hunger in der
Welt etwas mehr zu lindern.

Wegen der Vielschichtigkeit möglicher Auslöser der meisten Kriege,
möchte ich mich noch mit einem weiteren Beispiel befassen!

Der Irak, war vordem eine arabische Republik, in der zwei Völker lebten,
nämlich Araber und Kurden. Wobei die Kurden eine höhere Bevölkerungszahl
in dieser Republik aufweisen konnten und dennoch, sie sich immer von der
Minderheit im Lande unterdrückt fühlten und es offensichtlich auch waren.
Was sich über viele Jahre hindurch nur durch einen Diktator und seine
Militärdiktatur aufrechterhalten ließ. Diese Regierung, unter diesem Diktator
hat über Jahre, internationalen Menschenrechte mit Füßen getreten.
Alle Regimegegner wurden verfolgt und viele von ihnen getötet.
Im Weiteren wurde gegen die Kurden im eigenen Land Krieg
geführt und Tausende von ihnen, unter den Augen
der Weltöffentlichkeit umgebracht.

Dieser Diktator hat sich, was Diktatoren bzw. diktatorisch geführte
Regime an sich haben, alle Einmischung in die Inneren Angelegenheiten
seines Staates, aufs Schärfste verboten. Teilweise mit ganz verbalen
und eindeutigen Drohungen verbunden. Terroristen, die weltweit gesucht
wurden, fanden nicht nur Unterschlupf in diesem Unrechtsstaat, sondern
wurden dort auch teilweise ausgebildet.

Darauf hin wurden die ersten Sanktionen durch die Vereinte
Nationen UN verhängt, die aber leider nicht von allen Nationen
befolgt und eingehalten wurden. Diesen ersten Sanktionen
folgten immer schärfere bis hin zu den wirtschaftlichen Sanktionen,
die natürlich, wie es in solchen Staaten üblich ist, nur das einfache Volk
trafen und somit verheerende Versorgungsprobleme mit sich brachten.

Mit diesen Sanktionen verfolgt man nun schon seit vielen Jahren, auch
in verschiedenen anderen Regionen auf unserer Welt ein einziges Ziel.
Nämlich das, dass sich nach einiger Zeit, durch mürbe machen der Bevölkerung,
des jeweiligen Staates, das Volk gegen sein Regime auflehnt und das es dadurch
von innen heraus zu dessen Absetzung kommt.

Nur dieses Ziel ist meines Wissens bis heute, auch wenn die
jeweiligen Sanktionen besonders lange aufrechterhalten wurden,
noch nie erreicht worden.

Der Grund dafür liegt auf der Hand und müßte eigentlich für jeden klar sein.

Die diktatorisch geführten Regime sind immer so strukturiert, das zunächst
einmal eine riesiger Apparat von Sicherheits – und Bespitzlungstechnik aufgebaut wird.
Einführung des Denunziantentums und allgemeine Einschüchterung bewirken das Weitere.
Sodas der, der noch nie in einem solchen Staat leben mußte, gar nicht
weis, was es heißt gegen das bestehende Regime aufzustehen um es zu stürzen.

Siehe, Nazideutschland im Dritten Reich. Diplomatie zum Teil im Untergrund,
Gegendarstellungen und Aufklärung durch ausländische Medien, Flugblätter
und zuletzt der Bombenkrieg in den Großstädten gegen die Bevölkerung,
nur um die Moral zu brechen, haben nichts ausrichten können, denn dieser
irrsinnige Krieg, wurde bis zum bitteren Ende weitergeführt.

Was sollte also die Staatengemeinschaft tun, um weitere Kriege zu vermeiden,
diese Regime in Zukunft zu verhindern bzw. wenn es nötig ist, sie ohne
große Kriegshandlungen absetzen zu können?

Zunächst einmal müssen die Grundlagen der Satzung auf die, die
Völker - und Menschenrechte aufbauen, in einigen Punkten, den neuen
Anforderungen gemäß, entsprechend Überdacht, danach angepaßt
bzw. verändert werden.

Dabei muß aber auch, die Verschiedenheit der Kulturen und Religionen
der einzelnen Staaten und Völker, viel stärker berücksichtigt werden als bisher.
Da sich diese über Jahrtausende geprägt haben, ist es dringend erforderlich,
die Unterschiede zu würdigen. Um wirklich allen Völkern, unter Berücksichtigung
ihrer individuellen Lebensart, den Beitritt in die Staatengemeinschaft zu erleichtern und damit den Weg, in eine wirkliche, weltumspannende Gemeinschaft, aller Staaten und Völker zu ebenen.


Bei diesem Vorhaben, sollte allen Beteiligten klar sein, dass es nur dann zu
einem Erfolg führen kann, wenn sich alle bereit dazu erklären, viel stärker als
bisher aufeinander zugehen und an vielen Stellen den Mut und die Kraft dazu
aufzubringen, manchmal auch schmerzliche Kompromisse eingehen zu müssen.

Die Menschenrechte müssen keinesfalls neu definiert werden, es muß nur allen
Mitglieder eindeutig klargemacht werden, auch denen der ersten Stunde,
wer in seinem Staat Menschenrechte verletzt, wird von der Gemeinschaft
zur Rechenschaft gezogen und nach Überprüfung einer eigens dafür
eingesetzten Kommission, konsequent und unwiderruflich ausgestoßen.

Mir ist dabei völlig klar, dass es auch solche Staaten betreffen könnte,
die sich bis heute immer erfolgreich dagegen gewehrt haben überprüft zu werden.
Diese Staaten haben sich seit Jahrzehnten dahinter versteckt, dieses sei eine
Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten. Damit muß Schluß sein,
denn diese, von allen anerkannten Menschenrechte müssen weltweit gelten
und es darf niemanden erlaubt werden, es als s.g. innere Angelegenheiten
zu bezeichnen, wenn Menschen im eigenen Land politisch verfolgt,
eingesperrt und sogar hingerichtet werden.

Zusätzlich müßten die Grundlagen der Satzung meines
Erachtens um folgende Punkte erweitert werden:

a.) Alle Staaten auf der Welt die sich neu gründen, müssen,
um von der Staatengemeinschaft als Staat anerkannt zu werden, Mitglied werden.

b.)Alle bestehenden Staaten, die bis heute noch nicht zur Gemeinschaft
gehören, müssen ab sofort der Staatengemeinschaft beitreten, andernfalls
werden ihnen von der Gemeinschaft die Staatsrechte aberkannt, so dass
dieses Land in unserer Welt nur noch ein abgeschossenes, in sich selbst
tragendes Nichts sei wird.

Anmerkung:
Ich bin davon überzeugt, dass in unserer heutigen Welt, kein
Land, kein Staat, auch wenn er noch so groß ist und stark
erscheint, auf Dauer absolut isoliert von der übrigen Welt überleben kann.


c.) Die Staaten der Gemeinschaft, die davon abweichen und die totale
Isolierung des ausgeschlossenen Staates von Außen oder von Innen
aufbrechen oder auch nur aufbrechen wollen, werden ebenfalls, mit sofortiger
Wirkung und unwiderruflich aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.

d.) Alle Staaten der Gemeinschaft verpflichten sich auf viele Gebieten,
(Wirtschaft, Forschung, Umwelt, Kultur) eng und mit gegenseitigen Respekt,
Intensiv zusammen zuarbeiten.

Darüber hinaus müssen die reichen Industrieländer viel stärker als bisher
in die Pflicht genommen werden, dass heißt, sich tatsächlich verpflichten,
massiv gegen die Armut und den Hunger in der Welt etwas zu tun.

Mit den vielen, vielen Milliarden, die diese Staaten einsparen, da es
nun kaum noch zu solchen furchtbaren Kriegen kommt,
können wir den Hunger und die Armut in der Welt weitgehend ausrotten.
Außerdem würden wir alle damit einen Beitrag dazu leisten, dass
Ungleichgewicht in der Welt zum Besseren zu verändern.

Kriege, wie dieser furchtbare Bürgerkrieg der z.Z. in Afrika tobt und schon
viele Menschenleben gekostet hat, würden weitgehend überflüssig
werden und somit gar nicht erst stattfinden. –

Nun werden natürlich viele „schlaue“ Menschen sagen:

„So einfach wie dieser Bursche sich dass vorstellt, ist es leider nicht,
denn es bedarf viel mehr Fachwissen und Kompetenz, um sich über
so ein komplexes Thema, wie den Krieg auszulassen!“

Mag durchaus sein, dass ich zu wenig Fachwissen habe und
demnach nicht in der Lage bin mich zu diesem Thema kompetent zu äußern!

Trotzdem möchte ich denen antworten: „Ihr kompetenten und ach so
schlauen Leute, habt überall auf der Welt doch lange genug, euer „Fachwissen“ und eure „Kompetenz“ in den Dienst des Friedens gestellt, warum hat
dieses den bis heute nicht gefruchtet!?“

Selbstverständlich ist es mir klar, dass nicht nur in der Vergangenheit,
sondern bis zum heutigen Tage, überall auf der Welt Gespräche und
Verhandlungen auf vielen Ebenen stattgefunden haben und stattfinden.
Im Februar 2004 fand die 40. Internationale Sicherheitskonferenz in München statt.
Verschiedene Teilnehmer, wie zum Beispiel Bundesaußenminister J. Fischer, sowie
Frankreichs Verteidigungsministerin Michele Alliot-Marie und ihr Amtskollege US-Verteidigungsminister D. Rumsfeld sprachen sich für eine intensivere multilaterale
Zusammenarbeit aus.

Jeder Versuch, die größte Geisel der Menschheit (Kriege) zu verhindern und
in Zukunft weitgehend unmöglich zumachen, ist ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Doch folgendes muß allen Beteiligten dabei bewußt sein:

Viele Kriege beginnen auf der „Straße“ und können daher auch nur von
der „Straße“ aus beendet werden. Deshalb muß Frieden auch auf der
„Straße“ beginnen und erst danach am „Tisch“ besiegelt werden.

Ich denke dabei als Beispiel an den Krieg im nahen Osten, der nun
schon viele Jahrzehnte auf den „Straßen“ tobt. Auch hier sind es
Religionsunterschiede, uralte Traditionen, Gebietsansprüche und
von Generation zu Generation geschürter und weitergegebener
Blinder Haß. Es wurde in der Vergangenheit immer wieder Waffenstillstand
ausgehandelt und sogar Verträge erarbeitet, die beiderseitig unterschrieben,
schon kurze Zeit später, nicht einmal das Papier wert waren auf
dass sie geschrieben wurden.

Denn wie so oft, im selben Moment da die Verhandlungsführer ihre
Unterschrift unter die jeweiligen Verträge setzten, wurde auf der
„Straße“ geschossen, gemordet, geschändet und sinnloses Blut vergossen.
Rache, Zahn um Zahn, Ehre, diese und ähnliche Attribute führen unwiderruflich
zu blinden Haß und nie endender Feindschaft.

Mir ist völlig klar, einfach wird das nicht werden, denn dieses große
Vorhaben, dem Traum der Menschheit nahe zu kommen, wird
das größte Projekt sein, was Menschen je in Angriff genommen haben.

Vor dem Hintergrund der vielen sinnlosen Kriege in der Vergangenheit
und der Kriege, die uns Menschen in der Zukunft erwarten, müssen wir
jetzt endlich handeln und sofort damit anfangen.

Jedes weitere, ohne „Sinn“ vergossenes Blut, gräbt neue Graben für neue
Kriege die niemanden nutzen, aber Schäden verursachen, die für spätere
Generationen zu einem unlösbaren Problem werden.

Wenn ich hier einmal den Krieg mit einem riesigen Krebsgeschwür,
ja mit einem tödlichen Tumor vergleiche darf, dann lautet meine Diagnose wie folgt:

Zum Glück hat dieses Geschwür noch keine Metastasen gestreut und
deshalb besteht eine reelle Chance, nachdem eine sofortige OP stattfindet,
den Patienten zu retten. Also, „Ärzte“ in aller Welt, frisch ans Werk, sorgt
dafür und helft alle mit, gleich heute noch, den OP Raum vorzubereiten.

Zum Schluß noch eine letzte Bemerkung zu diesem Thema:

Wenn uns Allen und mit Allen meine ich, allen Menschen auf diesen Planeten
zwischendurch mal wieder bewußt würde, dass wir nur für einen sehr, sehr
kurzen Besuch auf dieser Erde sind und jeder Einzelne von uns,
im Vergleich zur Erdzeit, nur einen Augenaufschlag hier verweilen darf, wäre
wir schon ein gutes Stück weiter, auf einem Weg zu dem es keine Alternative gibt.

Deshalb laßt uns das Beste daraus machen, damit hoffentlich, noch vielen
Generationen nach uns vergönnt ist, diesen „Augenaufschlag“ in Frieden
und Freiheit genießen zu können!

August 2004 PR Vettermann
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Beitragvon Hester2009 » 18.01.2012, 21:24

@Zitat: Der Krieg ist der Vater aller Dinge! Das hat ein Philosoph( Heraklit) verkürzt gesagt.    


was Heraklit (nach meinem Verständnis) gemeint hat, ist, dass der Kampf - (also sinnbildlich Krieg), der zwischen den Polen "Schmerz" (Mangel) und "Sehnsucht" (Wunschziel) die Kräfte oszillieren lässt - welche die Schöpfung (oder Evulution -oder den "Vater") vorantreiben. 

 
 
 
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