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Beitragvon heliane » 03.05.2012, 1:49

Die Ausstellung von Gerhard Richter

Ich gehe gern in Ausstellungen und somit war auch diese ein Muss. Viele Besucher sind begeistert und erstarrt vor Ehrfurcht. ( eine Frau " bearbeitet" mit glänzenden Augen ihren Mann, der einige Ausstellungsstücke nicht versteht )
Ich muss auch immerzu über einige Ausstellungsstücke nachdenken.
Was hat er mit aneinander gereihten Scheiben sagen wollen ? ( Ich sehe die gefalteten Eingänge der Geschäfte im Center jetzt immer ehrfürchtig an .) Was mit einer grau gestrichenen Fläche, wie sie ein Anstreicher mit der Rolle in Minuten fabriziert?
Der Informator sagt, dass darunter ein misslungenes Bild verborgen sei. Dafür bekäme jeder Schüler im Unterricht eine glatte Sechs.
Mich hat das sehr an des Kaisers neue Kleider erinnert
. Zum Glück hat man auch gemalte Bilder von ihm ausgestellt, die beindruckend sind.
Wird etwas zu Kunst, wenn man mit einem berühmten Namen unterschreibt und horrende Summen dafür bekommt ?
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Beitragvon Rosenkoenigin » 03.06.2012, 0:52

wenn meine Bilder nicht gelungen sind übermale ich sie auch mit allen möglichen Techniken,manchmal werden sie dann echt witzig, wenn ich dann noch einen lustigen Text dazuschreibe.
Aber selbst mit meiner Unterschrift darunter zahlt niemand solch horrende Summen ..lach.
Es ist mir ein Rätsel,wie man für Bilder, die in wenigen Stunden entstanden sind und meistens in der Technik eines Anstreichers gemalt wurden so hohe Preise erzielen kann.Manchmal denke ich ob sich die Leute nicht etwas "verschaukelt" vorkommen sollten.
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Beitragvon Petitani » 07.06.2012, 18:38

Eine Ausstellung von Gerhard Richter habe ich in Dresden gesehen.
Sie hat mir nicht gefallen, denn diese Art von Kunst ist nicht die meine. Des "Kaisers neue Kleider"
haben für mich daher auch eine Aussagekraft, was diese Kunst betrifft.
Da bin ich gerne ein Banause.
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Beitragvon farbian » 08.06.2012, 10:53

Wie war sie den, bzw. wer war schon dort?
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Beitragvon bistdusicher » 10.07.2012, 9:53

Rosenkoenigin hat geschrieben:wenn meine Bilder nicht gelungen sind übermale ich sie auch mit allen möglichen Techniken,manchmal werden sie dann echt witzig, wenn ich dann noch einen lustigen Text dazuschreibe.
Aber selbst mit meiner Unterschrift darunter zahlt niemand solch horrende Summen ..lach.
Es ist mir ein Rätsel,wie man für Bilder, die in wenigen Stunden entstanden sind und meistens in der Technik eines Anstreichers gemalt wurden so hohe Preise erzielen kann.Manchmal denke ich ob sich die Leute nicht etwas "verschaukelt" vorkommen sollten.
                                                                                                                                                                                                             hallo liebe rosenkönigin!
zum beitrag ausstellung gerhard richter-ich glaube das solche horrende summen nur in zusammenhang
wie spekulation irgend welcher reichen galeristen,und geschäftsmänner die künstlich die preise puschen-oder viel vitamin B zu hohen amtskreisen die den künstler als wertvoll einstufen-so sehe ich das-ich male selber schon lange zeit,und es beschäftigt mich schon lange dieses thema preise-lg-rudi-bistdusicher :roll:
 
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Beitragvon Artichaut » 10.07.2012, 19:38

Also ich habe die Ausstellung in Berlin gesehen und fand sie phantastisch. Die verschwommene Maltechnik macht ihm so schnell keiner nach. Die Löwen, die den Menschen zerfleischen, erst sichtbar nach sehr langer Betrachtung. Einfach wirklich gut. Und die Strickjacke von "Betty" ist der Hammer. So detailgetreu. Man möchte sie anfassen, erahnt man doch bei der Betrachtung den Wollstoff. Auch seine Frau, die die Treppe herabsteigt, so anmutig, so schön. Ich musste die Luft anhalten bei der Betrachtung dieses Bildes.
Ich fand die Ausstellung rundherum gut. Echt gelungen.
Danach habe ich mir noch die Retrospektive angeschaut und gedacht: "Ja, manchmal geht es mir auch so". Das Bild ist einfach nichts geworden. Es war der falsche Tag, die falsche Stunde, die falsche Stimmung. Also wird es übermalt...
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Beitragvon JonathanDaniel » 26.07.2012, 23:33

Ich hätte sie gerne gesehen, aber das ist gerade zeitmäßig nicht drin, eigentlich der übelste Nachteil, wenn man eher in der Provinz lebt. Da bleiben Stuttgart, Ulm und vielleicht noch München, aber bis auf München spielt das alles in einer anderen Liga als Berlin, Köln etc.
Wenn ich gewesen wäre, wäre es mir am ehesten so gegangen wie Artichaut. Ich mag die meisten Sachen von ihm gerne, er kann sein Handwerk, er hat Mut, immer wieder gegen die Erwartungen zu arbeiten, sich immer wieder neu zu erfinden, sich nicht oder nur begrenzt zu wiederholen. Das gefällt mir.
Das heißt nicht, daß mir jemand, der immer wieder ein Thema variiert, der sich nur begrenzt entwickelt, nicht gefällt. Spontan fällt mir Tanguy ein. So eine gewisse Besessenheit, ein sich einschießen auf ein Sujet, das hat auch etwas. Es gab mal einen Maler, der Name ist mir entfallen (ich denk nochmal nach), der SEINE Form der Abstraktion immer weiter getrieben hat, bis er gemerkt hat, daß er in einer Sackgasse gelandet ist - es ging nicht mehr weiter, zurück ging aber auch nicht. Als ihm das klar war, brachte er sich um. In einer gewissen Weise verstehe ich es auch, wenn man ein Lebensthema gefunden hat, darauf sich selbst aufbaut und dann geht es nicht mehr weiter, dann ist die Gefahr da, daß es mit einem selbst nicht mehr weiter geht.
Das mit den Preisen, diesen Maximal-Preisen, das muß man, glaube ich, getrennt sehen. Die Künstler haben ja nur selten wirklich viel davon, es sei denn, sie sind mehr Unternehmer als Künstler und kalkulieren entsprechend. Ich persönlich glaube schon, daß die meisten gut bezahlten Künstler sich auch durch Qualität auszeichnen, nicht alle, aber die meisten. Ich glaube aber auch, daß diese Qualität ebenso von ganz vielen erbracht wird, die niemals von ihrer Kunst leben können. Sie ist also schon irgendwie eine Voraussetzung für das, was man Erfolg nennt, aber sicher keine Garantie. Ohne die guten Verbindungen, ohne Förderung, ohne Zähigkeit wird das wohl nichts mit dem Erfolg. Gerhard Richter gönne ich diesen jedenfalls neidlos - und das Geld, o.k., aber das verdienen ja zum großen Teil andere, denen ich es nicht so sehr gönne. Mal sehen, wie sich das in Abhängigkeit zur Wirtschaftslage so entwickelt...
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Beitragvon moguntiacum » 12.09.2012, 10:25

schade, schade, ich war nicht dort.
gerhard richter habe ich mir im film ansehen können. ein wirklich sehr zurückgenommener, auf dem boden haften gebliebener mensch, künstler.
was ich an ihm schätze, ist, daß er sich immer wieder neu erfindet. seine abstarktionen sind mit den früheren verwischenen, unklaren, aber so fantastisch an alte maler detailgetreuen malereien erinnernden, wahrlich nicht auf anhieb in einklag zubringen.
ein wahrer künstler erfindet sich immer wieder neu und kopiert sich nicht immer wieder wie hundertwasser, rizzi, auch haring (hoffentlich habe ich nicht den fans auf "den schlips" getreten!) ...

übrigens: er sagt zu den preisen seiner bilder, daß sie unanständig seien...
und das sind sie in der tat!
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