parove hat geschrieben: Die Globalisierung beinhaltet unter anderem
die Chance, ein lebenswertes
und friedvolles Miteinander der
verschiedenen Kulturen, Religionen
und politischen Systeme zu erreichen.
Von daher sollte jeder einzelne von uns,
der dieses große Ziel ehrlich anstrebt,
zunächst einmal in der Lage dazu sein,
sich selbst und seinen eigenen Dunstkreis
- ein wenig mehr als bisher – infrage zu stellen.
Die Globalisierung, die es in geringerem Ausmaß schon immer gab, verfolgt vor allem wirtschaftliche Ziele: Internationalisierung im Interesse der effizienterenn Produktion und Güterverteilung und natürlich des maximalen Gewinns.
Dem hehren Ziel, "ein lebenswertes und friedvolles Miteinander der verschiedenen Kulturen, Religionen und politischen Systeme zu erreichen" wollen wir natürlich alle gerne entgegenstreben.
Wir sollten uns dabei allerdings auch bewußt sein, daß der Mensch zunächst durch die Kultur, Religion, Tradiion und Lebensart seines Herkunftlandes geprägt ist und daher seine eigenen Identität und Lebenssicht bezieht. Inwieweit dies dann ein "eigener Dunstkreis" ist, der in Frage gestellt werden sollte, darüber kann man sicher unterschiedlicher Überzeugung sein.und trefflich streiten.
Jedenfalls sehe ich heute, insbesonderen bei uns, eher die Gefahr, daß wir zu bindungslosen, entwurzelten, austauschbaren und oberflächlichen Multi-kulti-Weltblürgern und Massekonsumenten mutieren, als dass wir über unsere Herkunft, Geschichte und nationale Identität eine andere ausgrenzende Dunstklocke stülpen.
Aber natlürlich darf jeder quasi in Selbstverleugnung seiner eigenen Wurzeln sich dem Fremden anbiedern und gar das Fremde mehr lieben als das Eigene. Bloß sollte er eine solch "weltmännische Haltung" nicht allen anderen vorschreiben. Auch diese Betrachtung hat zwei Seiten.
Nick Knatterton