Ach, Du allerliebste Dern,
solche Worte hört man gern,
sei darauf ganz lieb gegrüßt,
hast den Abend mir versüßt!
Und dies hab ich noch mitgebracht:
Ich überlege
Ich überlege, was ich tu,
ich tu so gern, ich tu so viel.
Ich blieb der Arbeit niemals fern,
ganz ohne Ruh’, nie ohne Ziel.
Ich überlege, was ich soll,
auf dieser Erd’, in dieser Stadt.
Finde sie oftmals viel zu voll,
find selten Trost, nur manchmal Rat.
Ich überlege, was ich hoff’,
ich hoffe früh, ich hoffe spät.
Viel Träume habe ich verdrängt,
so wie es dir und andern geht.
Ich überlege, wen ich traf,
traf einen Freund, traf einen Feind.
Und – niemand weiß genaue Zeit –
sind wir im Irgendwo vereint.
Ich überlege, was dann bleibt
von meines Lebens Traumgebind’.
Doch während ich noch überleg’,
betritt den Raum mein frohes Kind.
Tanja Herbst