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Im Forum Freundschaft & Familie können Sie sich mit anderen Mitgliedern im 50plus-Treff zu allen Fragen rund um die Themen Freundschaft und Familie austauschen. Teilen Sie lustige aber auch nachdenkliche Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen oder schließen Sie einfach neue Bekanntschaften.

Beitragvon scheuesReh » 09.07.2010, 21:35

Ich wurde bereits mit 36 Jahren Witwe, Heute bin ich 53 und habe das Gefühl wichtiges versäumt zu haben. Wem geht es ähnlich?
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Beitragvon gelika57 » 15.07.2010, 15:08

leider kann ich nicht mitreden - bin vorige Weihnachten mit 56 jahren
Witwe geworden.... und ich bin auch sauer das ich was versäume...
nämlich ein weiterhin glückliches und friedliches Leben mit meinem Mann,
so wie wir es uns gewünscht haben.

Aber nun zu Dir.. es ist nie zu spät... wenn Du meinst Du hast was versäumt
dann hole es nach ..wenn Du es bis jetzt nicht gemacht hast.
Die Welt ist groß und hat für jeden Möglichkeiten!
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gelika57
 
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Beitragvon scheuesReh » 15.07.2010, 19:49

Gallo gelika,
ich habe schon unendlich viel unternommen. Aber alles hat nichts genutzt.
Ich bin dadurch sehr menschenscheu und einsam geworden. Die Lust am Leben hab ich auch verloren.....wird schon weitergehen
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scheuesReh
 
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Beitragvon Gast » 15.07.2010, 20:12

Hallo scheues Reh - ich kann dir das so gut nachfühlen. Was hast du denn alles versucht? Nur zum Erzählen.

Ich bin auch ziemlich erlebnishungrig - also manchmal. Und ich habe auch viel versucht. Vieles war nichts für mich - es hat einfach nicht gepasst. Dadurch wird man natürlich entmutigt, fühlt sich abgelehnt und gibt auf. Anderes klappt eine Weile und bringt es dann aber doch nicht.

Die, die doch etwas für mich waren (Freunde jetzt), meinten, es läge an mir. Ich würde alles so negativ sehen und das auch ausstrahlen. Kann gut sein, aber was soll ich dagegen tun? Ich habe auch kein Patentrezept. Wenn jemand an mir noch Interesse zeigt, bin ich sofort misstrauisch: will der mich veräppeln oder über den Tisch ziehen? Manchmal ist es tatsächlich so.

Trotzdem - ich würde immer wieder Dinge versuchen - mit der Zeit verliert sich die Schüchternheit, man merkt, dass man für andere nicht so wichtig ist, als dass man sich blamieren könnte.

Und wenn etwas nichts ist, dann ist es eben nichts. Dann versucht man etwas anderes und trainiert auf jeden Fall, aus sich heraus zu kommen. Wenn man das will.

Und mit den Männern: ich finde nach wie vor, dafür braucht man ein dickes Fell. Die Netten, die es nur gut meinen, sind dünn gesät.

Ich erwarte jetzt Widerspruch! :D
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Beitragvon Gast » 15.07.2010, 20:50

Hallo zusammen

Ich habe mit 19 Jahren geheiratet, weil mein Sohn unterwegs war. Mit 24 Jahren war ich schon Witwe. Mein Mann hatte einen Herzfehler, den man nicht kannte.

Leider habe ich dann nochmals geheiratet (5 Jahre später) und war 3 Jahre später geschieden.

Heute wünsche ich mir wieder einen Partner, aber ohne Heirat, um die letzten Jahre noch zu geniessen.
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Beitragvon einatmenausatmen » 15.07.2010, 22:33

Scheues Reh
was meinst Du mit: alles hat nichts genutzt
Nach dieser langen Zeit die Du Witwe bist mußt Du Dir doch schon ein neues Leben aufgebaut haben.Man soll ja nicht vergessen ,aber auch nach vorne schauen.
Alles andere ist für mich Selbstzerfleischung
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einatmenausatmen
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Beitragvon Ragusa » 15.07.2010, 23:37

Manno... jammere nicht rum, sondern mach was! Hast Du keine Freundinnen? Lade doch mal Gäste ein! Gehe in ein Sportstudio (Du schreibst selber, Du hast ein paar Kilo zuviel), mache mit einer Gruppe Städtereisen - es gibt genug Singlereisen! Du tanz gerne... na also
Wenn ich in einem Profil lesen würde, ER sucht jemanden, der ihm zeigt, dass das Leben für ihn noch lebenswert ist .... also neee ... danke!
Weißt Du, wenn man(n) Dein Profil liest ... klingt ja nun nicht gerade aufmunternd! Dein Mann ist ja schon vor einigen Jahren verstorben und nicht erst gestern. Was hast denn die ganzen Jahre gemacht?
Ich selbst habe meinen ersten Mann mit 36 Jahren verloren (mein Sohn war gerade 3 Jahre alt) und meinen Lebenspartner vor 12 Jahren. Ich finde das Leben schön und lebenswert.
Sorry, wenn ich Dich zu hart angegriffen habe, ich wollte Dir nur sagen, dass Du selber was machen mußt .... von nix kommt nix! Nimm Dein Leben selber in die Hand!
Nix für ungut!
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Beitragvon scheuesReh » 16.07.2010, 20:40

Ich will hier ja nicht rumjammern. Sicher habe ich mir ein neues Leben aufgebaut, eines mit einer großen Mauer um mich herum.
Ich habe aber weder Freunde noch Bekannte und auch keine Familie.
Schon vor dem ersehnten Tod meines Mannes haben mich Freunde und Bekannte zurückgezogen. Und glaubt mir das Leben an der Seite eines Alkoholikers war hart. Ich hätte damals was darum gegeben wenn ich jemandem mein Herz hätte ausschütteln können.
Aber was gab es als ich wieder frei war...nichts. Der einzige Halt war und ist mein Sohn.
So genug für heute
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Beitragvon Salamone » 16.07.2010, 21:22

scheues reh, es hätte dir damals nicht geholfen jemanden nur sein herz auszuschütten. vielmehr hättest du den " alkoholiker" verlassen müssen.
auch ein kind hätte dich nicht davon abhalten sollen.

du kannst jetzt doch dein leben geniessen...mache was draus. gehe unter die leute...in ein cafe zum beispiel, da ergeben sich wunderschöne begegnungen und gespräche...in einen verein....mache irgend einen kurs / hobby...da lernt man auch leute kennen. gehe auf die menschen zu...ist gar nicht so schwer.
vielleicht wäre auch ein hund dein treuer freund..., beim gassi gehen trifft man ...du wirst es kaum glauben...sehr viele singles...

niemand klopft an deine tür...da musst du schon aktiv werden.
wünsche dir mut dein leben zu ändern....
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Beitragvon scheuesReh » 16.07.2010, 23:44

Liebe Salamone,
ich hatte mich ja von ihm getrennt. Aber als er nach langer Zeit zu einer Entziehungskur gezwungn wurde habe ich wieder Hoffnung geschöpft..leider vergebens.
Dann hab ich die Scheidung eingereicht..dazu kam es aber nict mehr.
Nach seinem Tod sagte mir mein Anwalt das ich nie geschieden worden wäre weil er nicht mehr Herr seiner Sinne war toll..gell.
Mein Sohn war 7 als alles begann...da hatte ich weder Zeit noch Musse was zu unternehmen......und heute habe ich die Kraft verloren mein Leben zu verändern im Gegenteil ich muß mich um meine kränkelnde Mutter kümmern.
Da bleibt wenig Zeit für Freizeit
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Beitragvon Silverdust » 17.07.2010, 0:01

ScheuesReh,

zwischen dem Tod deines Mannes und der jetzigen Hilfsbedürftigkeit deiner Mutter lagen ca 15 Jahre. Was war denn in dieser Zeit.........?
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Beitragvon mieze185 » 17.07.2010, 8:19

Hallo, ich kann nachfühlen,was Du empfindest!
Die Einsamkeit ist erdrückend!! Mein Mann ist auch zu früh gestorben,alle Träume die wir noch hattensind mit ihm gestorben. Es gibt kein Rezept gegen diese Leere. Man kann nur immer wieder aufstehen und den nächstenSchritt machen. Jeder Trost klingt oft leer und banal!! Das einzige was mir hilft mit Leidensgenossinen reden und zuhören. Schreib mal zurück!!!
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Beitragvon kazenfell50 » 17.07.2010, 9:14

auch ich habe vor über 2 jahren meinen geliebten mann durch tod verloren.....ich wollte damals auch nicht mehr,da ich in meinem leben keinen sinn mehr fand....ich hatte mir damals professionelle hilfe besorgt,und war monatelang in der klinik....ich fand schritt für schritt in mein leben zurück.....es gab immer wieder rückschläge,die mich verzweifeln liessen.....auch meine freunde haben sich in dieser zeit abgeseilt....es war eine ganz schwere zeit.....heute habe ich meinen blick nach vorne gerichtet,und es geht mir gut....mit neuen freunden und einer neuen partnerschaft....ich werde meinen mann nie vergessen,wir waren 25 jahre zusammen,und er wird trotz neuer partnerschaft immer präsent in meinem herzen sein.....wir hatten keine kinder,an denen ich mich hätte festklammern können...ich habe es geschafft,mich wieder aus dem tiefen loch zu befreien....
ich wünsche mir,das ihr es auch schaffen werdet....
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Beitragvon mieze185 » 17.07.2010, 18:18

Immer wieder sagt man mir, du bist eine starke Frau, du schaffst das!!

Ich glaube eher das ist nur eine bequeme ausrede, der sogenannten

Freunde ,damit sie nicht weiter um Hilfe gebeten werden. Deshalb

habe ich alles alleine geschafft, riesige wohnung geräumt,meine kleine

Wohnung hergerichtet. Waren 32 Jahre zusammen,mein Leben hat mit

seinem Tod auch ein Ende gefunden. Dieses Gerede von nach vorne

schauen, nervt mich genauso ,wie der Spruch : Du bist ja eine starke

Frau!!! Die Leere erschlägt mich. Kann auch nicht weinen!!
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Beitragvon Strippe » 17.07.2010, 21:37

Nach über 21 Jahren, ( davon waren wir fast 18 Jahre verheiratet gewesen),
riss der Krebstod meine Frau (61) aus meinen Leben heraus.
Heute, 15 Monate später sind die Räume meiner Wohnung wieder mit neuen Leben erfüllt, setdem meine Partnerin, die ich im November 2009 über dem 50plus-Treff kennengelernt hatte, zu mir gezogen ist.
Es ist wieder ein schönes glückliches Leben für uns beide geworden, da man sich zusammen getan hatte um seine schicksalshaften Vergangenheiten gemeinsam zu bewältigen.
Ich selbst hatte es zwar nie gedacht, dass es wieder so schnell gehen könne aber es gehört auch viel Mut und Zuversicht dazu.
Es gibt eben nichts schöneres, als wenn sich zwei Menschen verstehen und daraus die große Liebe geworden ist.
Den einen oder anderen von euch wird es irgendwann
bestimmt mal auch so ergehen.

Strippe
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