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Beitragvon Lotte1952 » 19.06.2011, 21:17

Schwindeggerbua hat geschrieben:Hallo Lotte52,
Das Nichts entzieht sich der Erklärung, es kann nur intuitiv erfasst werden. und das Zitat von Descartes müßte eigentlich lauten: ich bin, deshalb denke ich. Wenn ich das Zitat so sehe ergibt sich ein ganz anderer Sinn.
grüße


ohnein, das war schon so richtig geschrieben :lol: :lol: :lol: ich habe es passend gemacht und außerdem bezog ich es auch auf einen bestimment Satz aus Deinem Kommentar.
Aber nichts für ungut, nicht jeder versteht hier den anderen.

ebenfalls Gruß
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Lotte1952
 

Beitragvon sciamana » 09.04.2012, 11:43

Ich kenne "das Nichts" aus der Advaita Vedanta Philosophie.
Ramesh Balsekar sagt: Die Entstehung der Phänomenalität bedeutet,
dass aus der Einheit sich die Vielfalt manifestiert, welche sich durch
Polaritäten ausdrückt (hell-dunkel, oben-unten, hinten-vorne etc.).
Damit die Phänomenalität (unser Universum) wahrgenommen werden
kann, bedarf es Lebewesen. So erscheint ein Universum und viele
Lebewesen als Instrumente (in Form von Menschen und Tieren), durch
die dieses Universum wahrgenommen wird. Dieses Universum ist
jedoch lediglich eine Erscheinung im Bewusstsein ohne eigene
Existenz und die Lebewesen, durch welche diese Erscheinung
wahrgenommen wird, sind ein Teil dieser Erscheinung. Dieses
wahrnehmende Element, in welchem das Universum einschliesslich der
vielen Lebewesen erscheint, ist Bewusstsein in Ruhe, das ,,Nichts", das
Noumenon, Nirvana. Letztendlich gibt es nur die Erscheinung der
Phänomenalität (als Bewusstsein in Bewegung) und das Noumenon,
das ,,Nichts", als reine Subjektivität, welches diese Erscheinung
wahrnimmt. Wir sind nicht die Personen, für die wir uns halten (welche
selbst ein Teil dieser Erscheinung ist) sondern dieses ,,Nichts", das
Noumenon, das Bewusstsein, in welchem unser Leben erscheint.
Darum heißt es in der Ashtavakra Gita: ,,Du bist es, der das gesamte
Universum durchdringt, und dieses Universum existiert in Dir. Deine
wahre Natur ist das reine Bewusstsein. Sei nicht kleinmütig" (Balsekar,
1991, S.23).
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sciamana
 

Beitragvon kosmopolit1 » 12.04.2012, 22:36

Es gibt kein "NICHTS".
Würde ein "Nichts" Physikalisch, Naturwissenschaftlich nachgewiesen,
wäre es immer noch kein Nichts. Die Wissenschaftler müssten das Ergebnis
als ein "ETWAS" bezeichen.

Es gibt nur immer ein Etwas was ist.

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Beitragvon FagusW » 13.04.2012, 13:31

Informationstechnisch hast Du jetzt Null mit Nichts verwechselt.
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Beitragvon Heidschnucke3 » 13.04.2012, 15:01

Und wie ist das mit dem Loch? Ist das Loch nicht auch "Nichts"...? Egal.... ob philosophisch oder naturwissenschaftlich betrachtet.....

Kurt Tucholsky fand dazu folgende Worte.

Ein Loch ist da, wo etwas nicht ist.
Das Loch ist ein ewiger Kompagnon des Nicht-Lochs: Loch allein kommt nicht vor, so leid es mir tut. Wäre überall etwas,
dann gäbe es kein Loch, aber auch keine Philosophie und erst recht keine Religion, als welche aus dem Loch kommt. Die
Maus könnte nicht leben ohne es, der Mensch auch nicht: es ist beider letzte Rettung, wenn sie von der Materie bedrängt
werden. Loch ist immer gut.



Daraus schließe ich, auch "Nichts" ist immer gut..... :D
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Beitragvon Chri51 » 14.04.2012, 6:56

Heidschnucke3 hat geschrieben:Und wie ist das mit dem Loch? Ist das Loch nicht auch "Nichts"...? Egal.... ob philosophisch oder naturwissenschaftlich betrachtet.....

Dein sog. Nichts eines Loches hat etwas Wesentliches, nämlich eine materielle Umrandung. Egal, ob es sich um ein Loch in einer hauchdünnen Folie, um eine kilometerlange leere Rohrleitung, oder um einen Absturzschacht handelt... 8)
Dann gibt es die benutzten Metaphern für geistige Löcher aller Art. Diese seelischen Pforten des Wechselns oder für Hereinlassen, oder für innere Abstürze.

Aber Fagus hat das Threadthema knapp auf den Punkt gebracht: das "Nullkommanix" ist nicht mit dem religions-philosophischen "Nichts" vergleichbar. Das Wort ist auch wenig zutreffend für das Gemeinte!
Ich würde es mit dem Begriff "All-Eins" ersetzen. Es geht m. E. um die Auflösung des abgegrenzten "Ichs", das damit nicht verschwindet. Jede Religion kennt diesen Rückkehrprozess.
Egal, ob es dann Nirvana, göttliche Ebene (Himmel) oder "Ewige Jagdgründe" heißt.
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Beitragvon re.nate » 14.04.2012, 9:42

Dann mal Shakespeare::

"Denn ansich ist nichts weder gut noch böse.
Erst das Denken macht es dazu".

:wink:

Das mit dem Loch - gefällt mir auch gut. :lol:
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