Hier ist das FAZIT meiner Großbritannienreise:
Zur Zeit bin ich an der Kanalküste in der Nähe von Eastbourne, auf dem Sprung über den Kanal am nächsten Freitag (übermorgen).
SPRACHE: Mit Englisch kommt man immer gut zurecht! Obwohl es schon bei manchem Dialekt mal zu Missverständnissen kommen kann.
INTERNETZUGANG: Heute habe ich wieder mal einen preiswerten Zugang auf diesem CP erwischt, für 2 GBP einen ganzen Tag lang. Die Minimalpreise reichen von 2 bis 5 GBP, oder manchmal auch ganz umsonst (mir bisher nur zweimal passiert). Gesehen habe ich bei Stadtrundgängen „Free WiFi“ bei McDonald und anderen Cafés, z.B. Costa. Auch an einigen Service Stations sah ich Free WiFi.
STRASSENVERKEHR: An den Linksverkehr gewöhnt man sich sehr schnell. Kritische Punkte sind Kreisverkehre, man muss sich bei einigen rechtzeitig einordnen, aber hier ist das Navi hilfreich. Mautgebühren gibt es nur an einigen Brücken. Häufig wird man genötigt, auf Parkplätzen Gebühren zu entrichten (Pay and Display). Auf Autobahnen (Motorways) gibt es keine Parkplätze, nur Servicestationen (Raststätten). Auf A- und B-Straßen (die manchmal wie Autobahnen aussehen) jedoch gibt es Parkplätze, aber auch Traktoren! Die Preise für Diesel scheinen mir hier etwas über den deutschen zu liegen und sind immer etwas höher als für Normalbenzin. Was mir nie gefallen wird, sind die schmalen und kurvenreichen kleinen Landstraßen. Dem Navi ist es schnurz-pipe, wie breit die Straßen sind! Übrigens, die Engländer benutzen für ihre Navis ihr Postleitzahlen-System (Eingabe z.B. BN24 6PR). Woher der ADAC, die im Führer angegebenen GPS Daten her hat ist mir schleierhaft. Jedenfalls benutze ich diese hier in GB nicht mehr.
WETTER: Zum Wetter muss ich ja nicht viel sagen: es ist so ähnlich wie bei uns. Nur ist es weit im Norden, in Schottland noch ein bisschen kühler und regnerischer. Bei meiner Rückfahrt von Edinburg bis hier zum Kanal hatte ich sehr viel Glück: es war sehr warm und es schien häufig die Sonne.
WÄHRUNG: Das britische Pfund (GBP) kostet etwa 1,18 €. Ich habe der Einfachheit halber immer 1:1 gerechnet. Lebensmittelpreise sind in etwa so wie in Deutschland (es gibt hier auch Aldi und Lidl, hab aber da nie eingekauft). Günstig sind englische Zeitungen.
CAMPINGPLÄTZE: Da es keine Stellplätze für Wohnmobile gibt, ist man auf Campingplätze angewiesen. Diese sind recht teuer, auch noch im September. Ich habe zwischen 8 und 20 GBP bezahlt. Wer Interesse hat in GB umherzureisen, sollte erwägen, Mitglied im englischen Caravanclub zu werden (
www.caravanclub.co.uk). Es gibt auch eine temporäre Mitgliedschaft für ausländische Besucher. Diese Plätze können auch von Nichtmitgliedern besucht werden, man muss dann aber mehr bezahlen. Die Qualität dieser Plätze ist gut bis sehr gut. Hilfreich wäre auch ein Verzeichnis dieser Plätze.
FÄHRE: Ich benutze die Fähre der Norfolkline, die jetzt zur DFDS gehört. Ich zahle fürs Wohnmobil mit einer Person für Hin- und Rückfahrt 86 €.
AKTIVITÄTEN: Das Angebot ist groß, es liegt natürlich bei jedem selbst, was er dabei auswählt: Wandern, Radfahren, Sightseeing, Ausgehen, Pub-Besuche etc. Es gibt jede Menge Schlösser, Burgen, Museen, Kirchen und viele Ruinen. Es ist hier wohl in der Geschichte immer heiß hergegangen!
LG Mannee