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Haben Tiere eine Seele?

107 Beiträge

Beitragvon Tebinchen » 08.08.2011, 11:40

Hallo,
gestern wurde in einer Fernsehsendung diese Frage gestellt und versucht, zu beantworten.
Was sich aber nicht so einfach darstellt, da man erst einmal defenieren muß, was das überhaupt ist; Seele.

Jedenfalls fand ich diese Sendung sehr interessant.
Viele Menschen sprechen den Tieren ja sogar jedes Gefühl oder Bewusstsein ab, obgleich es doch in den letzten Jahren wissentschaftlich erforscht und bewiesen ist -was Tierbesitzer- oder liebhaber immer schon wussten- Tiere empfinden den gleichen Schmerz, Leid oder Trauer wie der Mensch.

Der hielt sich bisher nur für die Krönung der Schöpfung und nahm sich daher das Recht, mit den Mitgeschöpfen, den Tieren und Pflanzen, zu machen, was er wollte. Und das ist oft sehr, sehr schrecklich. Schließlich hat er ja so viel Intelligenz, das er auf dem besten Wege ist, sich selbst und damit die ganze Umwelt zu vernichten. :oops:
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Beitragvon signature » 08.08.2011, 14:30

Natürlich haben Tiere ein Seele !
Frauen wurde von der Kirche übrigens auch eine Seele abgesprochen, glaube so bis Anfang 19.tes Jahrhundert oder sogar noch länger(müßte googeln).

Hier mal einige gesammelte Weisheiten von klugen Leuten, falls mir mal wieder keiner glaubt :

Der Mensch ist das einzige Tier, das sich einbildet, keines zu sein.
© Gerlinde Nyncke, dt. Ärztin u. Aphoristikerin

Der Hund ist das einzige Wesen auf Erden, das dich mehr liebt als sich selbst...
Josh Billings, US-amerikanischer Schriftsteller, 1818-1885

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen wie sie die Tiere behandeln.
(Mahatma Gandhi)

Wer Tiere quält, ist unbeseelt, Gottes guter Geist ihm fehlt, und mag auch noch so vornehm er drein schaun, man sollte niemals ihm vertraun!
Johann Wolfgang von Goethe

Dass das Wort Tierschutz einmal erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten menschlicher Entwicklung.
Theodor Heuss(1884-1963)

Tiere emfinden wie der Mensch Freude Und Schmerz, Glück und Unglück; sie werden durch die selben Gemütsbewegungen betroffen wie wir.
Charles Robert Darwin (1809-1882)

.......und Tiere sind die besseren Menschen...Spruch ist von mir 8)
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Beitragvon Schwindeggerbua » 08.08.2011, 16:47

Hallo Tebinchen,
Diese Frage wurde weiter unten schon mal aufgeworfen :http://www.50plus-treff.de/forum/bewustsein-von-tieren-t37378.html,
Für mich steht das seit langem fest , ich beobachte Tiere seit langem, nicht nur meine Katzen und Hunde, sie haben ein Beußtsein und damit auch so etwas wie eine Seele.
Grüße
Werner
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Beitragvon erry54 » 08.08.2011, 20:42

Ja haben sie.

Habe viele Tiere auf meinem Hof würde nie ein Tier seine Seele absprechen.
Wir Menschen massen uns etwas an was wir nicht sind. Die Krönung der Schöpfung sind wir sicher nicht , denn kein Tier tötet nur aus Lust. Aber egal will nicht wieder anecken.

Aber auch Tiere haben eine Seele.
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Beitragvon ginger_55 » 08.08.2011, 22:07

Ob Tiere eine Seele haben? Ich weiß es nicht. Haben Menschen eine? Weiß ich auch nicht.

Aber ich weiß sehr viel über Tiere. Sie haben mich noch nie betrogen oder belogen. Sie lieben mich - egal, wie ich aussehe und rund um die Uhr. Sie spüren, wenn ich traurig bin oder Kummer habe, dann sind sie ganz leise und brav und suchen meine Nähe. Mit ihnen kann ich sogar lachen, sie spüren also meine Fröhlichkeit. Sie leiden, wenn sie krank sind, sie zeigen Mutterliebe. Wenn sie bestimmte Menschen ablehnen, habe ich früher oder später immer erfahren, weshalb - ihre Instinkte sind den unseren weit überlegen.

Deshalb weiß ich mit absoluter Sicherheit - ein Leben ohne Tiere ist um einiges ärmer. Sie machen mich reich, denn sie schenken mir verschwenderich, was nicht käuflich ist.
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Beitragvon institoris » 09.08.2011, 0:48

An eine Seele kann man nur glauben.
Gefunden wurde noch keine, weder beim Menschen noch beim Tier.
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Beitragvon MelinA » 09.08.2011, 3:18

Die Frage, ob Tiere eine Seele haben, kann man in der Tat nicht diskutieren, ohne in der Frage, was Seele überhaupt ist, eine Position zu beziehen. Die Frage aber, was Seele ist oder sein soll wäre Stoff genug für einen eigenen Thread.

Bezogen auf die Seele von Tieren kann ich also nur von meiner eigenen Definition des Begriffs „Seele“ ausgehen. Als naturwissenschaftlich orientierte Atheistin existiert die Seele im theologisch-philosophischen Sinn für mich nicht. Logischerweise muss ich daraus folgern, dass ich auch Tieren keine Seele attestieren kann. Genau das tue ich und sage: nein, Tiere haben keine Seele - aber Menschen haben auch keine. Ich gehe sogar noch weiter und trenne gar nicht zwischen Mensch und Tier, denn der Mensch ist nichts weiter als das am höchsten entwickelte Säugetier.

Wenn aber der Begriff „Seele“ in der Alltagssprache für die Äußerung von Gefühlen steht, dann haben sowohl Menschen als auch Tiere eine Seele. Es ist also ganz pragmatisch, in diesem Zusammenhang auf psychologische oder philosophische Definitionen zu verzichten und sich einfach zu fragen: haben Tiere Gefühle? Selbstverständlich haben Tiere Gefühle!

Aufgrund meiner oben erwähnten Haltung habe ich die Neigung, derartige Fragen sehr unsentimental zu betrachten. Alleine die schlichte Logik, nämlich die enge biologische/evolutionäre Verwandtschaft zwischen Mensch und Tier, setzt dies zwingend voraus. Tiere empfinden physische Zustände wie Hunger, Kälte, Schmerz etc. genau so wie Menschen. Warum sollten sie also nicht auch Wohlbefinden, Sättigung, Geborgenheit und Zuwendung so empfinden? Auch sind sie imstande, diese Empfindungen verständlich auszudrücken, wenn man sich die Mühe macht, sie zu verstehen.

Ich habe mein ganzes Leben lang Katzen gehabt und halte sie für die wundervollsten Geschöpfe auf diesem Planeten. Trotz meiner rationalen Weltanschauung wäre ich nie im Traum darauf gekommen, sie hätten keine Gefühle. Ganz im Gegenteil. Ich verstehe sie, ich kann mit ihnen „reden“ und selbst die widerspenstigste Kratzbürste schnurrt mir früher oder später ins Ohr. Sie sind extrem lernfähig, kreativ, und in der Lage, vollkommenes Vertrauen zu ihrem Frauchen oder Herrchen zu entwickeln. Sie schlafen selig auf dem Rücken, die Pfoten in der Luft, den Bauch exponiert und vertrauen darauf, dass ihnen nichts geschehen kann. Was ein wildlebendes Tier selbstverständlich niemals tun würde. Sie entwickeln die tollsten Tricks, um Türen zu öffnen, Schnitzel zu klauen und einem die Decke wegzuziehen. Sie bringen Beute nach hause, damit das arme Frauchen nicht verhungern muss und finden es lustig, in der Küche gemeinsam nach halbtoten Mäusen und Fröschen zu jagen. Kurzum, die Palette ihrer Gefühlsäußerungen ist so reichhaltig, dass man einfach nur immer wieder staunen kann.

Ob sie eine Seele haben, ist für mich in etwa so bedeutend, wie die Frage, ob sie vielleicht hin und wieder einen kleinen Floh haben. Hauptsache, sie sind da.

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Beitragvon marcella48 » 09.08.2011, 5:43

Ein Superthema!!!

Ich möchte jedem Einzelnen danken für seinen Beitrag, ihr habt mich Alle zu Tränen gerührt.

Egal, ob Jemand den Tieren eine Seele abspricht oder nicht, ich persönlich sicher nicht. Aber Gefühle haben Tiere auf alle Fälle, oft mehr als die Menschen, man muss sich nur Zeit nehmen, sie zu verstehen!
Wenn nur alle Menschen diese Einstellung hätten.....
Ich wünsche einen schönen Tag
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Beitragvon Tebinchen » 09.08.2011, 9:49

Danke, viele haben mir aus der "Seele" gesprochen. Die Sendung hatte nun mal diesen Titel. Aber ich bin auch der Meinung, daß das ein eigenes Thema ist, um überhaupt zu verstehen, was eine Seele ist (wenn man dieses je kann).

Aber Gefühle, Leid und Schmerz fühlen, das sprach man im Mittelalter den Tieren völlig ab. Tiere waren zweckgebunden und wurden gebraucht. Auf ihre Gefühle und Schmerzempfinden wurde keine Rücksicht genommen. Das zog sich ja noch bis vor gar nicht so langer Zeit hin. Noch heute werden Tiere vor dem Gesetz als "Sache" bezeichnet und behandelt.
Da bekommt ein Tierquäler vielleicht eine Geldstrafe und 1 Jahr Haltungsverbot für Tiere. Und danach kann er lustig damit weitermachen. Und sich an den Schwachen und meist Wehrlosen austoben.
Tiere leiden oft still.

Mit am schlimmsten finde ich die Behandlung der Nutztiere, des sog. Schlachtviehs. Lange Wege, Massenbetrieb in der schlimmsten Form.
Und Kühe oder Schweine sind so intelligente Tiere, sie leiden schrecklich darunter, man sieht die Angst in ihren Augen.
Da fragt man sich wirklich nicht mehr "haben Tiere eine Seele", sondern " haben Menschen eine Seele"?

Trotzdem einen schönen Tag noch wünscht Tebinchen mit Cora, Mausi und Moni.
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Beitragvon signature » 09.08.2011, 10:25

Bin auch ganz berührt von Euren Empfindungen und den Texten, die diese so gut beschrieben haben. Schön das es Euch gibt !

Wer den Film noch nicht kennt, hier ein Link:
Earthlings - Erdlinge

http://youtu.be/MQNw8szfsAM
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Beitragvon Incala » 09.08.2011, 20:35

Beten wir inbrünstig, daß Tiere niemals eine Seele, menschliche Gefühle und ein Bewusstsein entwickeln. An dem Tag, an dem Tiere eine Seele bekommen und sich dessen bewusst sind, endet die menschliche Tyrannei und sie wissen, wer das größte globale Ungeziefer ist. Wir sind die Pest für diesen Planeten, seine gefährlichste Krankheit und sein grausamster Feind. Rücksichtslos, unbarmherzig und über alle Maßen gierig, missbrauchen wir unsere Intelligenz, um jedes Leben maximal auszubeuten. Tja und wenn den Tieren das bewusst wird, wer ihr schlimmster Feind ist, könnten sie ihr frisch erlangtes Bewusstsein benutzen, um gegen ihren Todfeind zu kämpfen.
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Beitragvon ginger_55 » 10.08.2011, 0:17

Incala hat geschrieben:Beten wir inbrünstig, daß Tiere niemals eine Seele, menschliche Gefühle und ein Bewusstsein entwickeln. An dem Tag, an dem Tiere eine Seele bekommen und sich dessen bewusst sind, endet die menschliche Tyrannei und sie wissen, wer das größte globale Ungeziefer ist. Wir sind die Pest für diesen Planeten, seine gefährlichste Krankheit und sein grausamster Feind. Rücksichtslos, unbarmherzig und über alle Maßen gierig, missbrauchen wir unsere Intelligenz, um jedes Leben maximal auszubeuten. Tja und wenn den Tieren das bewusst wird, wer ihr schlimmster Feind ist, könnten sie ihr frisch erlangtes Bewusstsein benutzen, um gegen ihren Todfeind zu kämpfen.


Ich werde es meinem Hund übersetzen, ihm das Gewehr in die Pfote drücken und mich an die Wand stellen. :roll: :roll: :roll:
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Beitragvon Incala » 10.08.2011, 9:16

Ich hätte dazu schreiben müssen, daß sich mein Posting auf den Film Earthlings und bezog. Ein sehr wichtiger Film, der Pflicht sein sollte, ihn anzuschauen. Denn wenn Mensch den Augenblick der heimischen Tierschmusung ganz bewusst ausklammert und sachlich das bisherige Verhältnis Mensch und Natur betrachtet, dann muss es doch gerade den Tierfreund angewidert erschüttern.

Wenn Tieren bewusst wäre, was wir Menschen ihnen antun, dann würden sie uns hassen. Und wir tragen alle ein Stück weit dazu bei. Sei es, daß wir Eier essen, die von Hühnern aus Käfighaltung stammen, die leckereren Wiesenhofhähnchen oder Fleisch aus Massenproduktion. Diese Liste lässt sich schier endlos weiterführen.

@Ginger

Schade, daß du meine Gedanken nicht verstanden hast, aber vielleicht schaust du dir den Film einmal an.
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Beitragvon signature » 10.08.2011, 11:28

Incala hat geschrieben:Ich hätte dazu schreiben müssen, daß sich mein Posting auf den Film Earthlings und bezog. Ein sehr wichtiger Film, der Pflicht sein sollte, ihn anzuschauen.


Ja Incala, jeder sollte diesen Film gesehen haben. Es würde aufrütteln, aufzeigen was der Mensch anderen Lebewesen antut. Glaube sogar, bei Einsicht dies zu verstehen/erkennen, würden bessere Menschen entstehen, die keine Kriege mehr führen und umsichtiger mit diesem Planeten und allem Leben darauf umgehen.
Leider sind viele Menschen nur tumb, sich diesen überaus wichtigen, da WAHREN Film anzuschauen, darüber nachzudenken, stört ihre bequeme Lebensweise.
Und nein, glaube nicht, daß Tiere militant wären/würden. Erstens haben sie die Hölle erlitten und wissen darum, zweitens sind sie die besseren Lebewesen und neigen nicht zu den "menschlichen"Abgründen, zu denen nur wir, die "Herrscher der Welt" fähig sind.

@ginger
Mußte schmunzeln über Dein entworfenes Bild Hund mit Gewehr.....aber wenn Du den Film kennen würdest, dann würde Dir der Spott vergehen. Wenn dann jemand seiner Wut, Trauer, dem Entsetzen Ausdruck verleiht, könntest Du ihn gut verstehen.
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Beitragvon ginger_55 » 10.08.2011, 11:53

Selbstverständlich habe ich die Gedanken hinter dem Text verstanden. Zwar habe ich diesen Film nicht gesehen, aber ich weiß auch so Bescheid. Von mir will ich nicht reden, denn Hühner habe ich selbst und Bauern, die ihr Vieh artgerecht halten gibt es hier zum Glück genug.

Es ist auch klar, dass das viel mehr Menschen erfahren müssen, dass sie aufgerüttelt werden müssen. Nur mit dieser Art von Text erreicht man das nicht, deshalb mein flappsiger Einwurf.

Muss leider weg, vielleicht schreibe ich noch mehr darüber...später
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ginger_55
 
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