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kirche und staat

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Thule01
Thule01
offline

Moderator
Beiträge: 423


BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 16:26    Titel:

In meinem Freundeskreis ist Folgendes geschehen:
Ein damals 14 jähriges Mädchen hat sich aus eigenem Entschluß katholisch taufen lassen. Diese Tatsache wird bei allen möglichen Gelegenheiten voller Stolz berichtet.
Ich hatte gerade jetzt Gelegenheit mit dem Mädchen, jetzt 16 zu sprechen.
Meine Frage an sie, was den bei der Taufe mit ihr geschehen sei (richtige Antwort wäre gewesen, ich wurde als Mitglied in die katholische Kirche mit allen Rechten und Pflichten, z.B. Kirchensteuer zu zahlen, aufgenommen und von der Erbsünde, der ich wegen dem Vergehen von Adam und Eva unterrlag, befreit.)
Die junge Dame wußte absolut NICHTS.
Da offensichtlich auch einer 14 jährigen nicht erklärt wird, was hier mit ihr, mit welchen Folgen, geschieht, können auch weiterhin Säuglinge getauft werden.
Oder ist das vielleicht ein Kindesmißbrauch und ein Verstöß gegen die Menschenrechte?
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renate7
online

Beiträge: 3532


BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 18:13    Titel:

Vielleicht hatte sie auch einfach keine Lust auf das Frage-Antwort-Spiel -
deine "Einstellung" kennend. Idea
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Thule01
Thule01
offline

Moderator
Beiträge: 423


BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 23:49    Titel:

Nein Renate, sie kannte mich noch absolut nicht, und war sogar sehr interessiert, mehr zu erfahren. Sie wußte bis dato nur, dass Eva einen der verbotenen Äpfel aß, und auch dem Adam davon zu essen gab.
Als anscheinend gute Christin weißt du sicher, dass davon in der Bibel etwas völlig anderes steht. Man hatte das Kind also auch noch über die Texte belogen.
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FagusW
offline

Beiträge: 596


BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 11:45    Titel:

Hier würde mich dann interessieren:
woher kam der "eigene Entschluss", sich taufen zu lassen?

Mit 14 steht die Konfirmation an.
Ich kenne Kinder, die bis dato ungetauft waren,
und sich dann haben taufen lassen,
nur um an der Konfirmation teilnehmen zu können.

In der Gruppe sein. Dabei sein.
Mit Religion hatten die nichts am Hut.
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renate7
online

Beiträge: 3532


BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 13:23    Titel:

Thule01 hat Folgendes geschrieben:

Als anscheinend gute Christin weißt du sicher, dass davon in der Bibel etwas völlig anderes steht. Man hatte das Kind also auch noch über die Texte belogen.


Gut und böse, schwarz und weiss!?
Du willst die voreingenommene/strenge Brille einfach nicht abnehmen. Von mir aus.
Ich sehe mich als Menschen, der an Gott glaubt und danach zu leben versucht. Aber nicht verbissen.
Und wenn ich nebenan geschrieben habe, dass ich die Bibel schätze, nehme ich noch lange nicht wörtlich, was Menschen wie du und ich darin irgendwann und aus irgendwelchen Gründen mal geschrieben haben. Von bibelfest kann keine Rede sein..
Nein, ich nehme sie ab und an mal zur Hand, wenn es mir in den Sinn kommt.
Und dann ist es dieser oder jener schöne Psalm aus dem AT oder was ich im NT Inspirierendes/Aufbauendes finde.
Aber ich lese z. B. auch mal ein Buch von Luisa Francia,
oder nutze dieses oder jenes fabelhafte Naturheilmittel von Hildegard von Bingen. Den Film über sie habe ich leider immer noch nicht geschafft, anzusehen.
(= Spinnerten- und Hexen-Schublade ???, ooder die grosse für Esoterik??)
Überall gibts was Positives, für mich stimmig, richtig und wahr. So ist das. Wink
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Thule01
Thule01
offline

Moderator
Beiträge: 423


BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 14:43    Titel:

@Renate ich kann dir in einigem durchaus zustimmen. Die Hexe vom Starnberger See schätze ich in Teilen genau wie Hildegard von Bingen.
Wenn du schreibst, du glaubst an Gott und lebst danach, frage ich natürlich, an welchen der vielen Götter, die die Menschen erfunden haben? Der Gott des alten Testaments kann es wohl nicht sein. Der ist so abscheulich und grausam, dass seine Lehren in vielen Bereichen gegen unser Grundgesetz verstoßen.
Der der zahllosen Christlichen Religionen ist für soviel Kriege, Verbrechen und Leid verantwortlich, dass er für eine für mich vertretbare und lebbare Ethik ebenfalls nicht infrage kommt.
Meine Ethik ist die des evolutionären Humanismus.
Möchtest du mehr wissen? Lies mein Profil.
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Grantler48
offline

Beiträge: 290


BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 16:22    Titel:

Thule01 hat Folgendes geschrieben:
...
Da offensichtlich auch einer 14 jährigen nicht erklärt wird, was hier mit ihr, mit welchen Folgen, geschieht, können auch weiterhin Säuglinge getauft werden.
Oder ist das vielleicht ein Kindesmißbrauch und ein Verstöß gegen die Menschenrechte?


Na Thule,

langsam nimmt Dein Kampf für den Atheismus schon richtig missionarische Züge an!

"Die Taufe von Säuglingen ein Verstoß gegen die Menschenrechte" Shocked Shocked Shocked
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Grantler48
offline

Beiträge: 290


BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 16:32    Titel:

Tarantel60 hat Folgendes geschrieben:
Für mein Empfinden mischt sich die Kirche immer noch viel zu sehr in das Tagesgeschehen!...


Wir leben nun mal in einer Demokratie und da kann jeder Berufene und Unberufene seinen Senf von sich geben!
Ob das nun die Arbeitgeberverbände sind oder die Arbeitnehmervertreter, der ADAC, Greenpeace, die Naturschützer und all die anderen Lobbygruppen:
jeder, der meint, was Wichtiges sagen zu müssen - und das meint wohl fast jeder -, kann dies in unserem Staate (noch) tun.

Warum sollen also dann die Kirchen schweigen?
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dorisdo
dorisdo
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Beiträge: 109


BeitragVerfasst am: 31.07.2010, 11:49    Titel: kirche und staat

Wir können uns den Luxus leisten,Gedanken zu machen über
Gottesglaube und Atheismus,
über Theologie und Naturwissenschaften
über Staat und Kirche
Wir sollen auch von denen sprechen,die all diese Gedankengänge recht wenig intressiert,weil ihnen nämlich das Allennotwendigste fehlt.
Die Handvoll Reis und das Stück Brot.
Zwar gibt es auch hier ,bei uns Armut und soziale Ungerchtigkeit,aber das ist nicht zu vergleichen mit dem Elend in den Dritten und Vierten Welt,oder?
Grüsse Dorisdo
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wolfhart
offline

Beiträge: 2920


BeitragVerfasst am: 31.07.2010, 18:01    Titel: Re: kirche und staat

dorisdo hat Folgendes geschrieben:
Wir können uns den Luxus leisten,Gedanken zu machen über
Gottesglaube und Atheismus,
über Theologie und Naturwissenschaften
über Staat und Kirche
Wir sollen auch von denen sprechen,die all diese Gedankengänge recht wenig intressiert,weil ihnen nämlich das Allennotwendigste fehlt.
Die Handvoll Reis und das Stück Brot.
Zwar gibt es auch hier ,bei uns Armut und soziale Ungerchtigkeit,aber das ist nicht zu vergleichen mit dem Elend in den Dritten und Vierten Welt,oder?
Grüsse Dorisdo


Es steht jedem frei jenen zu helfen. Persönlich oder über Hilfsorganisationen,
Was kritisch hinterfragt werden muß, ist die Gewißheit darüber,ob die geleistete Hilfe wirklich bei den Bedürftigen ankommt - oder von skrupellosen Typen schon vorher abgeschöpft wird.....
Kirche und Staat können dabei als Kontrollinstanzen hilfreich sein.

wolfhart
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webohund
webohund
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Beiträge: 75


BeitragVerfasst am: 31.07.2010, 18:47    Titel: Staat im Staat

Staat im Staat bezeichnete man zu Kaisers Zeiten schon die Kirchen beider konfessionen. Aber ich glaube, dass man gerase den Deutschen in den letzten Jahren des Krieges, den Glauben an Gott, aus dem Hirn gebomt hat.
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dorisdo
dorisdo
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Beiträge: 109


BeitragVerfasst am: 31.07.2010, 20:05    Titel: kirche und staat

lieber Wolfhart,
ja,Du hast Recht,aber kirchliche Entwicklungshilfe dart KONFLIKTEN mit dem Staat nicht aus dem Weg gehen.
Diese Hilfe fängt bei jedem Einzelnen von uns an.
Es muss Hilfe zur Selbsthilfe sein.
Leider ,Patentrezepte helfen nicht.
Grüße
Dorisdo
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Rangie
Rangie
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Beiträge: 4869


BeitragVerfasst am: 31.07.2010, 20:47    Titel:

webohund hat Folgendes geschrieben:
Staat im Staat bezeichnete man zu Kaisers Zeiten schon die Kirchen beider konfessionen. Aber ich glaube, dass man gerase den Deutschen in den letzten Jahren des Krieges, den Glauben an Gott, aus dem Hirn gebomt hat.


wie kommst du denn da drauf.
Die meisten Kirchenaustritte waren viel, viel später und meist von Menschen die Bombennächte nicht erlebt haben.

Die heutige Kirche diskreditiert sich selbst, da sie in erster Linie ihre Macht zu erhalten versucht. Die Nächstenliebe die sie Predigt kommt nur denen zugute die zu ihr stehen oder bei denen sich eine Missionierung lohnt.
Sicher gibt es Persönlichkeiten in den kirchlichen Gemeinden die das Wort Nächstenliebe wirklich wörtlich und ohne Hintergedanken nehmen.
Aber die Institution Kirche ist ein Schmarotzer in unserem Staat. Sämtliche kirchlichen Einrichtungen werden zu 80% von unseren Steuern (nicht von den Kirchensteuern) bezahlt. Aber sie haben das Sagen in den Betrieben.

Kirche… Nein Danke
Religion ok
Aber bitte ohne Anspruch auf die einzige Wahrheit.
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dorisdo
dorisdo
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Beiträge: 109


BeitragVerfasst am: 31.07.2010, 20:51    Titel: kirche und staat

Webohund
ich glaube daß nach die Kriege ,entsand unter viele Mentschen eine grosse Orientierungslosigkeit.
So viel ich weiss ,nach 1945 z.B erfuhren die Kirchen in Deutschland einen starken Zulauf.?
Grüße
Dorisdo
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wolfhart
offline

Beiträge: 2920


BeitragVerfasst am: 31.07.2010, 23:08    Titel:

Rangie hat Folgendes geschrieben:
webohund hat Folgendes geschrieben:
Staat im Staat bezeichnete man zu Kaisers Zeiten schon die Kirchen beider konfessionen. Aber ich glaube, dass man gerase den Deutschen in den letzten Jahren des Krieges, den Glauben an Gott, aus dem Hirn gebomt hat.


wie kommst du denn da drauf.
Die meisten Kirchenaustritte waren viel, viel später und meist von Menschen die Bombennächte nicht erlebt haben.

Die heutige Kirche diskreditiert sich selbst, da sie in erster Linie ihre Macht zu erhalten versucht. Die Nächstenliebe die sie Predigt kommt nur denen zugute die zu ihr stehen oder bei denen sich eine Missionierung lohnt.
Sicher gibt es Persönlichkeiten in den kirchlichen Gemeinden die das Wort Nächstenliebe wirklich wörtlich und ohne Hintergedanken nehmen.
Aber die Institution Kirche ist ein Schmarotzer in unserem Staat. Sämtliche kirchlichen Einrichtungen werden zu 80% von unseren Steuern (nicht von den Kirchensteuern) bezahlt. Aber sie haben das Sagen in den Betrieben.

Kirche… Nein Danke
Religion ok
Aber bitte ohne Anspruch auf die einzige Wahrheit.



Du irrst, wie fast immer.
Und die Methode:"Haltet den Dieb!" ist zwar bewährt, aber deshalb noch lange nicht ehrlicher,

wolfhart
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