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Beitragvon Bestchance » 09.01.2012, 11:17

[quote="uwe_d1"]Hallo.......

Gebe zu, dass ich auch einer derjenigen bin, die froh sind wenn das Fest vorbei ist. Das liegt aber daran, das ich keine Familie mehr habe. Zu Weihnachten, wenn alle das Fest der Liebe feiern ziehe auch ich mich zurück und denke an die Zeiten, wo noch ein grosser Kreis zusammen war. Sicher, ich habe einige sehr gute Freunde zu denen ich auch gehen könnte. Doch war Weihnachten bei uns immer ein "Familienfest." Störe ich da nicht in anderen Familien???



Hallo, Uwe, hallo zusammen,

ich bin auch neu hier und habe all eure schlauen Beiträge gelesen. Respekt, was sich da so ansammelt! Doch auch ich muß mal meine Meinung dazu preisgeben:

Natürlich ist es traurig, daß du keine Familie mehr hast, Uwe. Aber schließlich sagst du, daß du noch "einige sehr gute Freunde" hast, zu denen du gehen "könntest".

WARUM TUST DU ES DANN NICHT????

Schau, ich selbst wohne hier alleine in einer kleinen Wohnung. Aber in unserem Haus (sozial gefördert) sind mehr als dreißig Wohnungen mit alten Menschen. In einem Gemeinschaftsraum gibt es die Möglichkeit, gemeinsam zu feiern -- und davon wird reichlich Gebrauch gemacht!!!!

Was ich damit sagen will: Das Jahr hat 365 Tage, und in dieser Zeit hast du sicherlich Gelegenheit, dich um reichliche Kontakte, Freundschaften, was auch immer zu kümmern -- DAMIT du Heiligabend nicht alleine da sitzt!!!

Und deine sehr guten Freunde sind bestimmt das SEHR GUT nicht wert, wenn du dich nicht zu ihnen getraust, dann, wann DU es am nötigsten hast!

Ich wünsche dir in diesem Jahr die richtigen Freunde, mit wachem Verstand, die es "wert" sind, genau von DIR besucht zu werden!!

Good luck!!!
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Bestchance
 

Beitragvon uwe_d1 » 09.01.2012, 11:57

Hallo Bestchance,

danke für Deine "Meinung".
Sie hat mich doch sehr zum ....nachdenken.... angeregt
Wahrscheinlich hast Du recht.Das Problem liegt nicht an meinen ...guten Freunden....es liegt an mir selber. Es liegt an mir, etwas zu tun/ zu ändern.
Wünsche allen ein schönes und gesundes neues Jahr. Mögen alle Eure Vorhaben gelingen und Eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.
Ich werde nun daran arbeiten, das 2012 "mein Jahr" wird.

Nochmals Danke
Uwe
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uwe_d1
 
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Beitragvon Jurawind » 09.01.2012, 12:23

hmm.. war jetzt schon die x-te Weihnacht, die ich allein war. Aber....eigentlich ist es sehr beruhigend festzustellen, dass man es überlebt und mehr noch, sogar ganz gut überlebt. Es ist ruhig, ich muss nicht kochen, muss nicht in letzter Minute den Baum schmücken, muss die ollen Tanten und Onkels nicht einladen, muss gar nix. Kann auf dem Sofa liegen und meine Lieblingsmusik hören, das Essen kochen, das ich am meisten mag. Kann spazierengehen wann ich will und einfach mal die Ruhe geniessen - und im wahrsten Sinn des Wortes "zu mir kommen".
Konnte das Alleinsein auch nicht von heut auf morgen lernen, aber mit den Jahren stellt man fest, dass es einen nicht "das Leben kostet", wenn man an den Festtagen alleine ist. Manchmal stelle ich mir vor, wie in diversen Familien die berüchtigten Weihnachtskräche mit Weinen, heulen und Türenschlagen, Mantelkragen hochklappen und aus dem Haus zur Kneipp ums Eck gehen, derweil zuhaus der Festtagsbraten langsam auskühlt und die Stimmung im Keller ist....
Wenn man alleine ist, dann schreit, keift einen auch niemand an und bedroht einen auch niemand mit dem langen Fleischermesser.
Nur die Katze, die auf dem Sofa neben mir flätzt, vor lauter Wohlsein schnurrt und mit den Krallen langsam und sanft "tretelt"
:D
Jurawind
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Beitragvon Traumfee » 09.01.2012, 17:24

Tja...da hatte ich mich auf ein ruhiges Weihnachten eingestellt...und was war??
Unruhig war es...in mir.
Nachdem die ganze Familie Heiligabend ja bei mir war (sehr schön wie immer), wollte ich es mir danach so richtig gemütlich machen.
Stattdessen muss mir ausgerechnet dann bewusst werden, wie es eigentlich wäre, wenn es da Jemanden gäbe, der bei mir bliebe, nachdem alle gegangen sind.
Nun habe ich seit 3 Jahren keine feste Beziehung...und ausgerechnet an Weihnachten muss mir ein fehlender Mann die Stimmung vermiesen. Aber dermaßen gründlich. Gemein so was...:-(
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Beitragvon flamme_im_wind » 09.01.2012, 17:34

Bestchance hat geschrieben:
Natürlich ist es traurig, daß du keine Familie mehr hast, Uwe. Aber schließlich sagst du, daß du noch "einige sehr gute Freunde" hast, zu denen du gehen "könntest".

WARUM TUST DU ES DANN NICHT????

Schau, ich selbst wohne hier alleine in einer kleinen Wohnung. Aber in unserem Haus (sozial gefördert) sind mehr als dreißig Wohnungen mit alten Menschen. In einem Gemeinschaftsraum gibt es die Möglichkeit, gemeinsam zu feiern -- und davon wird reichlich Gebrauch gemacht!!!!

Was ich damit sagen will: Das Jahr hat 365 Tage, und in dieser Zeit hast du sicherlich Gelegenheit, dich um reichliche Kontakte, Freundschaften, was auch immer zu kümmern -- DAMIT du Heiligabend nicht alleine da sitzt!!!


Ich wünsche dir in diesem Jahr die richtigen Freunde, mit wachem Verstand, die es "wert" sind, genau von DIR besucht zu werden!!

Good luck!!!



Hallo Bestchance

ich möchte Uwe ein wenig zur Seite stehen... :lol:

Der Blog heißt Kummerkasten... :? und ich denke, dass es einem gut tut, einfach mal seinen Kummer runter zuschreiben. Damit ist die Hälfte des Kummers meistens schön vorbei.

Wenn man dann noch feststellt, das man nicht alleine damit ist, ist es erst mal Balsam für die Seele. Wenn dann noch andere Vorschläge kommen, findet man vielleicht darunter eine gute Idee, wie man im nächsten Jahr damit umgehen kann.

Ich selber keine auch alle Facetten zu Weihnachten und konnte mir letztes Jahr ein Weihnachten auch alleine bewusst gestalten. Dieses hat aber auch eine Zeitlang gedauert und ging nicht von heute auf morgen. :wink:
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Beitragvon flamme_im_wind » 09.01.2012, 17:46

Traumfee hat geschrieben:Nun habe ich seit 3 Jahren keine feste Beziehung...und ausgerechnet an Weihnachten muss mir ein fehlender Mann die Stimmung vermiesen. Aber dermaßen gründlich. Gemein so was...:-(



Liebe Traumfee.. ich hoffe, ich wirke nicht zu altklug, :oops: wenn ich sage, der, der fehlt kann uns keine Stimmung vermiesen. Da ist ja niemand, der Schuld daran sein kann. Unsere Gefühle gehören uns ganz allein.

Ich hatte auch eine Zeitlang gedacht, als ich zu Weihnachten eine schlechte Stimmung hatte, und ich mich verlassen fühlte und sich niemand um mich kümmerte und ich mich um niemanden kümmern konnte, die reinste Bestrafung sei. Bis ich erkannt hatte, das nicht die aktuelle Situation daran "Schuld" war, sondern ein altes Gefühl des Alleinseins.

Ich denke Weihnachten tut gut auch wenn die Tränen fließen und wir uns entscheiden können es demnächst anders zu machen. Die Frage ist nur herauszufinden, was man anders machen möchte und welche Strategie man anwenden kann um für sich selbst gut zu sorgen. :roll: :wink:
lg
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Beitragvon Traumfee » 10.01.2012, 10:09

Es mag ja etwas seltsam klingen, liebe Flamme_im_Wind, dass mir ein fehlender Mann (kein anwesender) die Stimmung vermiest hat.
Aber genauso war es. Völlig unvorbereitet trafen mich auf einmal diese Emotionen. War doch alles von mir so schön geplant und gedacht, wie ich die freien Stunden (ohne Enkel) verbringen wollte.
Und wie hatte ich mich darauf gefreut.
Dann plötzlich die Erkenntnis, es tatsächlich nie erlebt zu haben,dass da jemand bei mir bleibt, wenn die Kinder und Enkel gehen. Wie schön das sein müsste.
Weihnachten war ja nur der Auslöser. Tatsache ist, dass manchmal einer fehlt, der einfach nur für mich da ist. Denn ständig bin ich für Andere da.
Im Trubel des Alltags vergesse ich das dann wieder. Vielleicht bis zum nächsten Weihnachtsfest?? :)
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Beitragvon gelika57 » 10.01.2012, 12:30

ja.... ich bin froh das die Feiertage vorbei sind, haben sie mir doch sehr zu schaffen gemacht,
Silvester war schlimmer als der Hl.Abend , ich fahre seit 2 Jahren vor Weihnachten in den Urlaub
in den Süden auf die Kanaren, das war wieder sehr schön und hat mir auch alleine nix ausgemacht,
Silvester war ich wieder zuhause. Ich hab mich überreden lassen auf eine Silvesterveranstaltung zu
gehen, die ich dann panikartig nach 23.oo Uhr verlassen habe, weil nachdem die Musik gespielt
hat und die Paare anfingen zu tanzen mir alles wieder so schlagartig bewusst wurde , das ich alleine
bin, das ich einfach da nicht mehr dabei bin in der Gesellschaft der tanzenden Paare. Ich konnte das
einfach nicht ertragen und bin gegangen,heim ins Bett und habe mich ins neue Jahr geheult.
Der Silvestertag war letztes Jahr schon schlimm, dieses Jahr noch schlimmer, da war ja Weihnachten
dagegen ein Kinderspiel. Nächstes Jahr lege ich mich gleich wie immer um 22.oo ins Bett das ich gar
nix mehr mitkriege. Ich muss dazu sagen das mein Mann ausgerechnet am 23.12. 2009 verstorben
ist - das all dieses Tage immer so mit seinem plötzl.Tod verwoben sind.. das ich beschlossen habe fürmich Weihnachten abzuschaffen.Mein Sohn akzeptiert das und meint ich solle das so machen wie es mir gut tut. Auf der andren Seite weiss ich auch dass ich nicht ewig davonlaufen kann, aber vielleicht wird es auch mal besser,heuer hatte ich das Gefühl das für mich der Schmerz grösser war als voriges Jahr, die Erkenntnis traf mich bewusster.Aber was soll es, hilft nix jetzt ist erst mal
vorbei und ein neues Jahr liegt vor mir, mal sehen, Gottseidank ist bis Weihnachten noch hin :wink:
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Beitragvon flamme_im_wind » 10.01.2012, 19:51

Traumfee hat geschrieben:Es mag ja etwas seltsam klingen, liebe Flamme_im_Wind, dass mir ein fehlender Mann (kein anwesender) die Stimmung vermiest hat.
Aber genauso war es. Völlig unvorbereitet trafen mich auf einmal diese Emotionen.

Weihnachten war ja nur der Auslöser. Tatsache ist, .....Denn ständig bin ich für Andere da.
Im Trubel des Alltags vergesse ich das dann wieder. Vielleicht bis zum nächsten Weihnachtsfest?? :)



Liebe Traumfee

du beschreibst es super gut... Ich denke nur, das es ein altes Muster ist was wir als Frauen gelernt haben.
Immer nur für andere da zu sein. Mutig ist es auch für sich selbst da zu sein. Sich selbst mit allen Schwächen zu lieben..in seiner eigenen Mitte anzukommen, heißt auch sich nicht immer um andere kümmern zu müssen.. dann kann dies auch durch andere geschehen. Klingt komisch, oder?
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Beitragvon judy1210 » 10.01.2012, 23:34

Hallo ich habe mich auf traurige Weihnachten (das 1. Mal alleine) eingestellt.
Dann bekam ich eine Einladung ins Elsass zu den Verwandten meines verstorbenen Partners. Die wollten nicht, dass ich Weihnachten alleine verbringe. Sie habe mich so liebevoll aufgenommen und betreut, dass ich nicht einen Minute traurig war.
Am Nachmittag habe ich einen kleinen Christbaum auf das Grab gebracht. Abends wurde ihm speziell die Messe in der Kirche gewidmet.
Dann waren wir, der jüngste Bruder mit Familie und ich beim älteren Bruder mit Familie eingeladen. Es war für mich ein rundum gelungenes Weihnachtsfest mit leckerem Essen und guter Unterhaltung und das ohne eine vergossene Träne. Am nächsten Tag war ich bei der Tochter meines verstorbenen Partners eingeladen.
Ich bin den Verwandten so dankbar dafür, dass  sie mich so liebevoll auffingen.
An Silvester habe ich dann bis 20 Uhr gearbeitet. Auch da war ich eingeladen. Jedoch habe ich dann diese Einladung abgesagt, weil ich erst um 20.30 Uhr heimkam und um 4.45 Uhr wieder für die Arbeit aufstehen musste. Es stimmte mich überhaupt nicht traurig!
Ich war guter Dinge, weil ich einfach innerlich zufrieden war.


 
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Beitragvon Berti1955 » 18.01.2012, 19:36

Meine ersten Weihnachten nach der Scheidung bin ich in ein Wellneshotel gefahren.
Viele Menschen um dich aber doch allein,
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Beitragvon flamme_im_wind » 18.01.2012, 21:52

Berti1955 hat geschrieben:Meine ersten Weihnachten nach der Scheidung bin ich in ein Wellnesshotel gefahren.
Viele Menschen um dich aber doch allein,




Ich glaube dass ist leider nicht nur zur Weihnachtszeit so...
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Beitragvon lottesprotte » 19.01.2012, 0:36

Weihnachten ist für mich kein Wein-nachten.
Vor 3 Jahren (2008) habe ich das letzte Weihnachtsfest mit meinem Mann "gefeiert", da war aber klar, daß es das letzte gemeinsame sein würde, das war sehr traurig und ein paar Tage später war ich alleine.
Das erste Jahr wurde ich auch von allen möglichen Leuten eingeladen, aber ich wollte bewusst alleine bleiben. Das war auch gut so und bei Weitem nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte.Die folgenden beiden Jahre hab ich es ganau so gemacht. Ich muss nicht mehr oder weniger glückliche Paare um mich haben, bei mir verläuft das nicht viel anders als andere Wochenenden, an denen ich alleine bin. Gutes Essen, selbstgekaufte Geschenke, schöne Filme, Spaziergänge, Telefonate.
Keine Tränen oder Sentimentalitäten.
Bei mir ist das halt so. Vielleicht wirds auch noch mal anders.
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Beitragvon flamme_im_wind » 19.01.2012, 7:42

Der Umgang mit dem Alleinsein kann wirklich viele Qualitäten haben.
Ich persönlich finde es interessant und spannend zugleich, welche Möglichkeiten
man bewusst oder unbewusst entdecken kann. Wichtig finde ich dabei, mir
dabei klar zu machen, dass ich mich jederzeit anders entscheiden kann.
flamme_im_wind
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