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Lesegewohnheiten

7 Beiträge

Beitragvon spatz. » 04.03.2011, 20:50

Mein neu begonnenes Buch beschreibt sehr ausfühlich und langatmig Umstände, Natur und Aüßerlichkeiten, die zur Handlung keinen Bezug ergeben.

Ich habe den Eindruck, die Buchseiten sollten gefüllt werden, weil die durchaus wichtige Handlung sonst kein Buch ergäbe.

Ich beobachte nun wiederholt, dass mich solche Bücher langweilen und zum Weglegen animieren.

Geht es mir allein so? Bin ich schon ein Opfer unserer hecktischen Zeit?
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Beitragvon Stateira » 24.03.2011, 20:37

Hallo Spatz,

bin gerade zufällig auf Deinen fred hier gestoßen.

Ich denke nicht, dass Du zwingend Weise zu hektisch bist.

Das ist ganz einfach eine Frage von Intentionen beim Lesen.

Für manche ist dabei die Sprache an sich sehr wichtig, da sind Bücher von
U. Ecco, J. Joyce, J. Steinbek u.ä. genau richtig. Seiten um Seiten mit (für mich)
nichtssagenden Beschreibungen. Nicht meine Welt.

Ich lese der Story wegen, die muß mich interessieren, muß mich fesseln.
Nicht zuviel (aber natürlich auch nicht zu wenig) Details und alles ist gut.

Gruß Stateira

:) 8) :)
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Beitragvon Fragola » 24.03.2011, 21:11

Meine Lesegewohnheiten sind sehr stimmungsabhängig! Manchmal bringe ich grosse Geduld auf und lese mich mühsam durch "schwierige" Bücher, beim nächsten mal landet so etwas unbeachtet in der Ecke.
Es gibt aber auch Bücher, die mich von der 1. Seite an gefangen nehmen und dann lese ich in jeder freien Minute! Heute bin ich mit so einem Buch fertig geworden, ich war vom ersten Satz an fasziniert von der Sprache, dem Thema, der Spannung und vor allem von dem Ort der Handlung. Der Roman spielt in der traumhaften Lagunenstadt Venedig zur Zeit der Renaissance.: "Der Granatapfel-Dieb"
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Beitragvon ochocinquo » 24.03.2011, 22:02

@spatz - nein, ich denke, wer viel liest, dem wird es genau wie Dir ergehen. Ich lese auch viel - allerdings nicht die Klassiker oder sogenannten literarisch hochwertigen Bücher, ich bin bekennender Thriller-Fan. John Katzenbach, Karen Slaughter, Jilliane Hoffmann, Dan Brown, Thomas Gifford..... und mir ergeht es auch so. Mankell ist mir zu langweilig, da wird zu viel rumgelabert, 120 Seiten mit Wallanders Rheumaproblemen - nee, da kommt es weg. Ich denke, man muss für sich selbst entscheiden, ob ein Buch gut ist und einen fesselt oder nicht. Ich habe z.B. vor kurzem "8 Wochen verrückt" von Eva Lohmann gelesen. Sie hat dort ihre Erfahrungen in einer Nervenklinik verarbeitet - nicht hochklassig, aber fesselnd, vielleicht, weil ich es nachvollziehen kann. Und die Romane von Sven Regener "Herr Lehmann", "Neue Vahr Süd" und "Der kleine Bruder", mit viel Wortwitz geschrieben und ich bin kurz vor dieser Zeit aufgewachsen und konnte es so nachempfinden. Ich glaube, das macht ein gutes Buch aus.
Also, keine Sorge um die Schnelllebigkeit der Zeit - lies, wenn`s nicht gefällt - weg damit und fertig.
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Beitragvon Wuschelkind » 09.07.2011, 16:56

Hi ochocinquo...
bin genau Deiner Meinung.....!!
Hast Du schon ein Buch von Tess Gerritsen gelesen...wenn nicht...musst Du unbedingt nachholen...,
hab beim ersten "Die Chirurgin" angefangen und jetzt fange ich das 8 Buch "Totengrund" an.....eins nach dem anderen super Klasse......!!!
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Beitragvon Lotte1952 » 20.07.2011, 8:27

ochocinquo hat geschrieben:@spatz - nein, ich denke, wer viel liest, dem wird es genau wie Dir ergehen. Ich lese auch viel - allerdings nicht die Klassiker oder sogenannten literarisch hochwertigen Bücher, ich bin bekennender Thriller-Fan. John Katzenbach, Karen Slaughter, Jilliane Hoffmann, Dan Brown, Thomas Gifford..... und mir ergeht es auch so. Mankell ist mir zu langweilig, da wird zu viel rumgelabert, 120 Seiten mit Wallanders Rheumaproblemen - nee, da kommt es weg. Ich denke, man muss für sich selbst entscheiden, ob ein Buch gut ist und einen fesselt oder nicht. Ich habe z.B. vor kurzem "8 Wochen verrückt" von Eva Lohmann gelesen. Sie hat dort ihre Erfahrungen in einer Nervenklinik verarbeitet - nicht hochklassig, aber fesselnd, vielleicht, weil ich es nachvollziehen kann. Und die Romane von Sven Regener "Herr Lehmann", "Neue Vahr Süd" und "Der kleine Bruder", mit viel Wortwitz geschrieben und ich bin kurz vor dieser Zeit aufgewachsen und konnte es so nachempfinden. Ich glaube, das macht ein gutes Buch aus.
Also, keine Sorge um die Schnelllebigkeit der Zeit - lies, wenn`s nicht gefällt - weg damit und fertig.


aber hallo, da muss ich sofort widersprechen, gerade das menschliche suche ich im Buch und das bietet Mankell mit Wallander.
Es erübrigt sich aber, über Geschmack zu streiten.
Der ändert sich im Laufe des Lebens ein paar Mal, nicht nur beim Lesen.
Bei mir ist es außerdem stimmungsabhängig, was ich lese.
Es passiert mir aber auch immer öfter, dass ich ein Buch nach ein paar Seiten weglege. Ich glaube, dass der Vielleser besonders da betroffen ist. Ein Urteil ist hier, oft berechtigt, schneller gefällt.
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Lotte1952
 

Beitragvon SabrinaM » 16.12.2011, 13:46

spatz. hat geschrieben:Mein neu begonnenes Buch beschreibt sehr ausfühlich und langatmig Umstände, Natur und Aüßerlichkeiten, die zur Handlung keinen Bezug ergeben.

Ich habe den Eindruck, die Buchseiten sollten gefüllt werden, weil die durchaus wichtige Handlung sonst kein Buch ergäbe.

Ich beobachte nun wiederholt, dass mich solche Bücher langweilen und zum Weglegen animieren.

Geht es mir allein so? Bin ich schon ein Opfer unserer hecktischen Zeit?


Mir geht es ganz genauso. Wenn sich in einem Buch nicht bald eine gewisse Spannung aufbaut, dann lege ich es weg.
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SabrinaM
 
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