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Beitragvon judy1210 » 16.01.2012, 16:02

melody333 hat geschrieben:Den Mann sucht man sich selbst aus - das stimmt schon! Aber: es hat ja keiner ein Schild umhängen - Vorsicht, ich bin psychisch krank!
Bis man es merkt, verhält er sich total normal, in meinem Fall war er intensivst verliebt in mich und hat mich auf Händen getragen. Diese Menschen haben eine extreme Gefühlswelt, die von größter Verehrung bis zu absoluter Abneigung reichen kann. Das kann sich von heute auf morgen ändern, Zwischenstufen gibt es kaum (Schwarz-Weiß-Denken).
Ich denke nicht, dass ich selbst schuld war, weil ich mich in einen Menschen verliebt habe, der mir so viel Zuneigung gezeigt hat! Hätte ich damals das gewusst, was ich heute weiß, wäre es wohl anders gekommen!



Hallo Melody, ich möchte nicht alles auf die Krankheit schieben, aber wie mir scheint, war Dein Partner schwer "persönlichkeitsgestört". So nach dem Motto "Liebe und Hiebe".
Nun ich bin kein Arzt und kenne auch Deinen Ex-Partner nicht. Aber eines weiß ich, dass diese Leute sich nur schwer, selbst steuern können wenn sie von einem in das andere Extrem rutschen.
Manche Leute die "psychiatrieerfahren" sind, spielen mit ihrer Krankheit und setzen sie ein, wann immer sie sie brauchen, denn sie wissen ja, sie kommen damit durch, weil der andere ja weiß ich bin krank, der hat ja sowieso Mitleid mit mir. 
Sei froh, dass zur Trennung gekommen ist, auf die Dauer gesehen, wärst Du mehr das "Wrack" als er selbst!
Ich rate Dir, schau nach vorne und vergib ihm innerlich, ansonsten frisst es Dich auf!
Lenk Dich ab, und versuche wieder positiv nach vorne zu sehen, auch für Dich wird wieder die Sonnen scheinen! 

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück!!  
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judy1210
 
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Beitragvon lottesprotte » 16.01.2012, 17:34

melody333 hat geschrieben:Den Mann sucht man sich selbst aus - das stimmt schon! Aber: es hat ja keiner ein Schild umhängen - Vorsicht, ich bin psychisch krank!
Bis man es merkt, verhält er sich total normal, in meinem Fall war er intensivst verliebt in mich und hat mich auf Händen getragen. Diese Menschen haben eine extreme Gefühlswelt, die von größter Verehrung bis zu absoluter Abneigung reichen kann. Das kann sich von heute auf morgen ändern, Zwischenstufen gibt es kaum (Schwarz-Weiß-Denken).
Ich denke nicht, dass ich selbst schuld war, weil ich mich in einen Menschen verliebt habe, der mir so viel Zuneigung gezeigt hat! Hätte ich damals das gewusst, was ich heute weiß, wäre es wohl anders gekommen!

Nein, um gottes Willen, darum geht es doch nicht.Es ist ja auch nicht schlimm, daß du dich in ihn verliebt hast, das ist absolut verständlich und von Schuld war sowieso nie die Rede.
Die Frage ist doch, wie gehst Du jetzt mit dieser Erfahrung um.
Es ist doch schon über 2 jahre her, er hat sich irgendwann vor langer Zeit dafür entschieden, dich nicht mehr sehen zu wollen und den Kontakt abgebrochen, ich hoffe, ich habe das richtig verstanden.
Es geht um Dich, nicht um ihn. Er ist Vergangenheit, und das zu akzeptieren scheint mir das Problem zu sein, so habe ich es jedenfalls verstanden.
Du schreibst, er war oder ist deine große Liebe, aber er sieht das offenbar anders.Er hat sich über 2 Jahre nicht gemeldet, wer weiß, wie er jetzt lebt? Und wen interessiert das?
Akzeptiere, daß es vorbei ist, so einen Mann willst du doch nicht wirklich zurück haben, oder?
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lottesprotte
 

Beitragvon KAtheresa » 16.01.2012, 17:44

Judy hat Recht, dass sie die Klaviatur der Gefühle perfekt beherrschen. Darum ist auch eine Trennung so schwer zu bewerkstelligen, obwohl die Betroffenen das auch irgendwann mal als letzten Ausweg akzeptieren. Doch dann kommt der Mitleidsfaktor ins Spiel. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr diese Personen leiden können. Genau so wie sie dich vergöttern können, wie ich auch in einem Beitrag gelesen habe. 
Vielleicht sind wir hier auch ein Opfer unserer Erziehung oder religiösen Prägung. Kranke Menschen verdienen unser Mitgefühl und der Starke muss dem Schwachen helfen. Ob er dabei draufgeht, sei dahingestellt.
Diese Persönlichkeiten haben auch ein untrügliches Gespür dafür,  welche Person über das sogenannte 'Helfersyndrom' verfügt. Und das wird gnadenlos ausgenutzt. Wie ich (aus Erfahrung) bestätigen kann, sind sie Egoisten.
 
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Beitragvon Osiris2012 » 16.01.2012, 17:56

keineahnung12 hat geschrieben:Judy hat Recht, dass sie die Klaviatur der Gefühle perfekt beherrschen. Darum ist auch eine Trennung so schwer zu bewerkstelligen, obwohl die Betroffenen das auch irgendwann mal als letzten Ausweg akzeptieren. Doch dann kommt der Mitleidsfaktor ins Spiel. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr diese Personen leiden können. Genau so wie sie dich vergöttern können, wie ich auch in einem Beitrag gelesen habe. 
Vielleicht sind wir hier auch ein Opfer unserer Erziehung oder religiösen Prägung. Kranke Menschen verdienen unser Mitgefühl und der Starke muss dem Schwachen helfen. Ob er dabei draufgeht, sei dahingestellt.
Diese Persönlichkeiten haben auch ein untrügliches Gespür dafür,  welche Person über das sogenannte 'Helfersyndrom' verfügt. Und das wird gnadenlos ausgenutzt. Wie ich (aus Erfahrung) bestätigen kann, sind sie Egoisten.
 


kurz gesagt: Finger weg!
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Beitragvon KAtheresa » 16.01.2012, 19:03

Schon, nur leider merkst du das am Anfang nicht und dann haben sie dich eingewickelt! Wie sehr sie dich vergöttern können, hab ich schließlich auch angemerkt. Und wie sie dich an sich binden, auch. Natürlich ist die Mitleidstour nicht das einzige Mittel. Da gibt es noch einiges wie z.B. Drohungen, Einschüchterungs- und Erpressungsversuche. Auch das hat Judy schon erwähnt. Wie sehr du durch dieses ambivalente Verhalten verunsicherst wirst, muss ich jetzt wohl nicht näher erläutern. 
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Beitragvon judy1210 » 16.01.2012, 19:40

keineahnung12 hat geschrieben:Schon, nur leider merkst du das am Anfang nicht und dann haben sie dich eingewickelt! Wie sehr sie dich vergöttern können, hab ich schließlich auch angemerkt. Und wie sie dich an sich binden, auch. Natürlich ist die Mitleidstour nicht das einzige Mittel. Da gibt es noch einiges wie z.B. Drohungen, Einschüchterungs- und Erpressungsversuche. Auch das hat Judy schon erwähnt. Wie sehr du durch dieses ambivalente Verhalten verunsicherst wirst, muss ich jetzt wohl nicht näher erläutern. 



Das Schlimme an dieser Erkrankung ist es, dass es zum Teil Patienten gibt, bei denen die Störungen nicht in den Griff zu bekommen sind, weil z.B. eine Wirstoffunverträglichkeit besteht, oder dass sie auf andere Medikamente gar nicht ansprechen. So können diese Wechsel von manisch auf depressiv innerhalb weniger Stunden erfolgen. Sie wechseln dann von einer weinerlichen Mitleidsphase in das Gegenteil und streiten und werden so aggressiv, (von 0 auf 180 in 2 Sekunden) dass sie mit Vorsicht zu geniessen sind. Sie selbst empfinden den Wechsel nicht so schlimm wie die Leute in ihrer Umgebung.
Es gibt Fälle, da kann eine Besserung eintreten, jedoch ruht die Krankheit vielleicht nur eine Weile um dann wieder aufzulodern.(Geht es dem Patient besser, setzt er meistens die Medikamente ab, weil er vergißt, dass es ihm durch die Medikamente besser geht)  
Habe schon Tagebücher von einer solchen Patientin zu lesen bekommen. Da werden Luftschlösser gebaut, so unwirklich, wie man es sich gar nicht vorstellen kann. Gute Erlebnisse, werden aber nicht niedergeschrieben, nur für sie negative Erlebnisse.
(Bei einer Frau ist dieser "Part" noch auffälliger, wenn sie sich über alle Maßen schminkt, sich richtig "nuttig" anzieht. 5 mal am Tag Ihre Klamotten wechselt ect..dann weiß man gleich was los ist....sie wird manisch)

Macht so ein Mensch einen Suizid....... macht er es nicht, ohne dem/den Zurückbleibenden lebenslänglich ein schlechtes Gewissen zu machen! 
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Beitragvon melody333 » 16.01.2012, 20:34

es ist vielleicht der eindruck entstanden, dass dieser mensch mich ständig geschlagen hätte, oder extrem manisch oder depressiv war - es war eher so, dass er aus einer völlig harmonischen situation heraus auf einmal verbal auf mich losgegangen ist, ohne erkennbaren grund.
weiters auffällig waren seine panischen ängste vor betimmten menschen oder situationen.
gewalttätig war er nur ein einziges mal, und das auch nicht gegen mich, sondern meine tochter, von der er sich bedroht fühlte.
zu mir war er die meiste zeit ausgesprochen lieb und zärtlich. gewalttätigkeit hätte ich zu keiner zeit geduldet - so weit kann ich meine grenzen schon abstecken.
danke für die lieben zuschriften -jede davon ist für mich ein kleiner denkanstoß!
ich finde, dass es nicht unbedingt wichtig ist, eine psychotherapeutin zu engagieren, die für geld zuhört und ratschläge gibt, die ich mir selbst auch geben könnte. auch dass ich hier das thema zur diskussion stelle, ist für mich ein teil der aufarbeitung!
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Beitragvon Papillon1 » 16.01.2012, 20:58

melody333 hat geschrieben:Den Mann sucht man sich selbst aus - das stimmt schon! Aber: es hat ja keiner ein Schild umhängen - Vorsicht, ich bin psychisch krank!
Bis man es merkt, verhält er sich total normal, in meinem Fall war er intensivst verliebt in mich und hat mich auf Händen getragen. Diese Menschen haben eine extreme Gefühlswelt, die von größter Verehrung bis zu absoluter Abneigung reichen kann. Das kann sich von heute auf morgen ändern, Zwischenstufen gibt es kaum (Schwarz-Weiß-Denken).
Ich denke nicht, dass ich selbst schuld war, weil ich mich in einen Menschen verliebt habe, der mir so viel Zuneigung gezeigt hat! Hätte ich damals das gewusst, was ich heute weiß, wäre es wohl anders gekommen!



Liebe melody,

vermutlich bist du an einen Soziopathen geraten. Bis vor kurzem kannte ich diese Persönlichkeitsstörung auch noch nicht, aber ich habe mich gerade darüber belesen.
Charmant, liebevoll, dann grundlos abweisend, demütigend - eine Person ohne Empathie, ohne Schuldbewusstsein etc (s. Martha Stout *Der Soziopath von nebenan*).
Vielleicht hilft es dir weiter, wenn du den Begriff googelst und dich in das Thema ein wenig einliest. Du begreifst dann, was eigentlich passiert ist und kannst eher loslassen für einen Neubeginn.

Ich wünsche dir alles Gute!
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Beitragvon Erwin50 » 16.01.2012, 21:06

melody333

Habe hier jetzt nur einiges gelesen, möchte auch nicht alles lesen.

Möcht nur mal hier kurz meine Erfahrung damit einbringen.

War selbst mit so einem Thema betroffen, allerdings mit einem Menschen mit dem ich mein halbes Leben verbrachte. Erst die letzten Jahre wurden (zumindest für mich erkennbar) die phychischen
Probleme massiv stärker bis zum bitteren Ende, was unheimlich Kraft gekostet hat.
Aber noch mehr Kraft und Substanz kostet einem das ganze Aufzuarbeiten. Ohne dieser Aufarbeitung geht’s nicht vernünftig weiter. Aufgearbeitet ist im wesentlichen auch abgeschlossen.
Sonst würde man sich und auch sein Umfeld und womöglich auch eine neue Partnerschaft nur belasten. Für mich kann ich sagen, ich hab's geschafft und mir geht’s heute gut.

Vielleicht hilft dir ein wenig von meiner Erfahrung und sicher auch die wirklich sehr guten und
sachlich richtigen Ratschläge und Beschreibungen von .................... @Judy

Loslassen und Aufarbeitung kann nur die einzig richtige Lösung sein ! Ich wünsch es dir !!!
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Beitragvon KAtheresa » 16.01.2012, 21:26

Zu den  letzten 4 Beiträgen:
Alles sehr treffend beschrieben und mit dem Rat der Aufarbeitung statt der vielen gut gemeinten Ratschläge auch der einzig gangbare Weg, sofern man noch an die Chance eines anderen Lebens glaubt. Auch wenn es schwer ist, es lohnt sich. Sonst würde man ja total verzweifeln.
Übrigens kann ich auch Judys Info bezüglich Medikamentation voll bestätigen. Wird regelmäßig abgesetzt sobald sie meinen, es geht ihnen wieder besser und du kannst das ja nicht dauernd kontrollieren. Merkst es aber spätestens dann, wenn sie wieder ausflippen. Und dass das plötzlich passieren kann, hat Judy schon erklärt. 
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Beitragvon KAtheresa » 16.01.2012, 21:38

Noch was zu melodys Beitrag:
Wir sprechen hier mehr über psychische Gewalt, wobei es da natürlich auch zu körperlicher Gewalt kommen kann. Wie häufig das vorkommt, weiß ich nicht. Natürlich ist das auf diese Krankheit zurückzuführen, doch das spielt jetzt keine Rolle. Aus welchen Gründen auch immer, Gewalt ist Gewalt. Und psychische Gewalt zerstört genauso, dauert nur länger.
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Beitragvon melody333 » 21.01.2012, 9:19

Danke für eure Beiträge zu meinem Thema! Einiges hat mir wichtige Denkanstöße geliefert.
Oft leiden ja (Ex)Partner mehr als die Betroffenen selbst. Diese schieben ja alles, was geschehen ist, ins Unterbewusstsein ab, und glauben dann, es sei damit "gelöst".
Ihre Expartner müssen aber damit zurecht kommen.
Ich habe auch einmal gedacht, den idealen Partner gefunden zu haben, mit dem ich alt werden kann. Dass alles so gekommen ist, war nicht vorhersehbar und daher stimmt es, dass eine Beziehung ein Schicksalsschlag sein kann.
Sollte es jemanden geben, der ähnliches erlebt hat, würde ich mich nach wie vor freuen, mit ihm / ihr Gedanken auszutauschen. Geteiltes Leid ist halbes Leid!
Wünsche euch allen Glück für die Zukunft!
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Beitragvon igehgern » 21.01.2012, 14:56

Ich kann aus eigener Erfahrung nur empfehlen, Hilfe von "außen" - eine professionelle Hilfe - in Anspruch zu nehmen. Mich hat psychischer Terror nach Beendigung einer Beziehung viele Jahres meines Lebens gekostet, was mir aber erst im nachhinein bewußt wurde.
Erkannt habe ich es viel später, was mir da "angetan" wurde und wie sehr mich Erlebtes eingeschränkt hat.
Ich wünsche dir, dass der Weg, den du eingeschlagen hast, dein Problem im Forum zur Diskussion zu stellen, ein guter Weg für dich ist und dir bei der Aufarbeitung hilft.
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