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Beitragvon melody333 » 14.01.2012, 15:01

Nach einer unglücklichen 24-jähr. Ehe lernte ich über das IT meine "große Liebe" kennen. Obwohl 600km entfernt wohnend, passte alles. Dass er in therapeutischer Behandlung war, machte mir nichts aus. Nachdem er zu mir gezogen war, änderte sich aber alles: in der neuen Umgebung verstärkten sich seine Depressionen und panischen Ängste so, dass er nach einem Gewaltausbruch zurück in seine Heimat floh. Er bat mich aber unter Tränen ihn nicht zu verlassen, da er mich so liebe.
Nach vielen Überlegungen entschloss ich mich bei ihm zu bleiben, ihm ev. sogar in seine Heimat zu folgen, ihn bei einer Therapie zu unterstützen - mit dem Resultat, dass er mich bei erster Gelegenheit mit einer slowakischen Gastarbeiterin betrog. Als Erklärung dafür machte er alles schlecht, was zwischen uns gewesen war. Als ich dem widersprach, erklärte er keinen Kontakt mehr mit mir zu wollen und antwortete nicht einmal mehr auf Weihnachtsgrüße. Das war sehr kränkend für mich. Obwohl das ganze schon 2 Jahre zurückliegt, komme ich damit nicht klar. Wer hat ähnliche Erfahrungen mit psych. kranken Menschen gemacht?
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Beitragvon wildcat » 14.01.2012, 15:28

Oh Oh das hört sich nach einer deftigen Persönlichkeitsstörung an, wo immer die anderen und/oder die Umstände Schuld sind. Auch ich bin eine traumatisierte Frau und hab viel und intensiv an mir arbeiten müssen, um mit allem klar zu kommen. Aber das macht es auch aus: Keiner kann was für sein Trauma, es erreicht einen ja meist schon als Kind.
Aber dann kommt das WICHTIGSTE an der Bewältigung, ändere ich mich oder will ich mir meine Umwelt so basteln, das ich so bleiben kann wie ich bin/will.
Da hat er wohl den einfachen Weg gewähltala: ich such mir immer was Neues, das dann Schuld ist an dem wie ich mich benehme oder verhalte. So brauch ich nicht an mir zu arbeiten(das tut oft sehr weh und braucht unendlich Kraft) und suche immer neue Leute. Wenn es dann schief geht, war es eben deren Problem. :cry:
UND SO hat er es mit dir gemacht :evil:
ALSO :wink: er ist nicht einen Gedanken von Dir mehr wert, :!: denn er hat sich für den (zu) einfachen Weg entschieden, der weder ihn noch andere glücklich machen kann :roll:
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Beitragvon judy1210 » 14.01.2012, 15:55

melody333 hat geschrieben:Nach einer unglücklichen 24-jähr. Ehe lernte ich über das IT meine "große Liebe" kennen. Obwohl 600km entfernt wohnend, passte alles. Dass er in therapeutischer Behandlung war, machte mir nichts aus. Nachdem er zu mir gezogen war, änderte sich aber alles: in der neuen Umgebung verstärkten sich seine Depressionen und panischen Ängste so, dass er nach einem Gewaltausbruch zurück in seine Heimat floh. Er bat mich aber unter Tränen ihn nicht zu verlassen, da er mich so liebe.
Nach vielen Überlegungen entschloss ich mich bei ihm zu bleiben, ihm ev. sogar in seine Heimat zu folgen, ihn bei einer Therapie zu unterstützen - mit dem Resultat, dass er mich bei erster Gelegenheit mit einer slowakischen Gastarbeiterin betrog. Als Erklärung dafür machte er alles schlecht, was zwischen uns gewesen war. Als ich dem widersprach, erklärte er keinen Kontakt mehr mit mir zu wollen und antwortete nicht einmal mehr auf Weihnachtsgrüße. Das war sehr kränkend für mich. Obwohl das ganze schon 2 Jahre zurückliegt, komme ich damit nicht klar. Wer hat ähnliche Erfahrungen mit psych. kranken Menschen gemacht?

 
Hallo Melody

 Ich kann Dir nur raten, schließe mit der Geschichte ab, sei froh, dass du mit einem "blauen Auge" davon gekommen bist.
Selbst habe ich das in der Partnerschaft nicht erlebt,  ich arbeite aber seit 16 Jahren mit psychisch Kranken auf der Langzeit-Psychiatrie zusammen.
Es ist ein Wechselspiel der Gefühle.
Ein Miteinander gibt es leider nicht. Sie sind durch die Bank sehr egoistisch. Mit der Erkrankung selbst ist es zum Teil je nach Lage sehr schwierig klar zu kommen. Weil sie zum Teil wieder in Akut-Phasen wechseln, kann es Dich selbst mit "runter" ziehen, wenn Du nicht damit umgehen kannst!
Ich denke dass er bipolare Störungen hat und von der depressiven in die manische Phase wechselt und sich dann vor kommt wie der King und dich schlägt und betrügt oder depressiv ist und Angst hat um rum heult  und das schlechte Gewissen in Person ist!

Nimm meinen Rat an. Geh wenn nötig, zu einer Psychologin, aber mach Dich nicht selbst damit krank!

LG Judy  
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Beitragvon Traumfee » 14.01.2012, 16:21

Nicht alles am Verhalten eines psych. kranken Menschen kann und sollte man mit dessen Erkrankung erklären.
Denn auch dieser Mensch hat einen Charakter. Die Frage ist halt nur...was für einen?

Es kann ein großer Fehler sein und fatale Folgen für einen selbst haben, wenn man alle Handlungen eines psychisch Kranken nur unter dem Aspekt seiner Erkrankung sieht (eigene sehr schmerzhafte Erfahrung). In deinem Fall @melody333 könnte es dazu führen, dass du in deinem Innersten noch lange Zeit die Hoffnung nährst, dass es doch einfach nicht sein kann. Weil ihr euch doch geliebt habt.
Aber egal, inwieweit dieser Mann einfach nur charakterlos gehandelt hat oder auch unter dem Einfluss seiner Erkrankung: Schau nach vorne und lass das alles hinter dir. Es hätte noch viel schlimmer kommen können.
Alles Gute für dich... :)
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Beitragvon lottesprotte » 14.01.2012, 17:17

Alles, was die Traumfee schreibt, kann ich unterschreiben.

Seltsam finde ich allerdings, daß es schon 2 jahre her ist und Du immer noch nicht klarkommst darauf, du hast doch ganz richtig den Schlussstrich gezogen, was ist das Problem?
Wie lange wart ihr denn zusammen?
Liebst Du ihn immer noch und hoffst auf ein Zusammenkommen? Hast Du noch Kontakt?
Wenn nicht bzw. wenn doch solltest Du dich wirklich mal langsam lösen, das macht dich nicht glücklich.
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Beitragvon melody333 » 14.01.2012, 19:33

Danke für eure lieben Beiträge! Natürlich ist mir das klar, was ihr sagt, aber ich bin wohl ein Mensch, bei dem alles sehr tief geht und lange dauert! Tut einfach gut, ein bisschen seelische Unterstützung zu bekommen!
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Beitragvon judy1210 » 14.01.2012, 19:52

Tief gehen ist eine Sache, daran selbst zerbrechen einen andere! Laß los und besinne Dich! Andere Mütter haben auch schöne Söhne!


LG Judy 
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Beitragvon WAMozart » 14.01.2012, 20:03

Ich denke, dass du lernen solltest, deiner eigenen Person mit Liebe, Achtung und Respekt zu begegnen. Denn du wirst einem anderen Menschen nur das weitergeben können, was du für dich selbst empfindest.

Wenn der Wert, den du dir selbst gibst steigt, wirst du zusehends davor geschützt sein, im vorliegenden Mass ausgenützt zu werden. Ich wünsche dir alles Gute.
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Beitragvon lottesprotte » 14.01.2012, 20:26

Und Deinem Profil zufolge suchst Du doch eine neue Partnerschaft, eine neue Liebe. Wie soll das denn gehen, wenn du noch an dem anderen Mann hängst?
Glaubst du vielleicht, mit einer neuen Partnerschaft das Problem zu lösen?
Nicht der beste Weg.
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Beitragvon melody333 » 14.01.2012, 21:10

zu lottesprotte: natürlich kann man nicht eine neue partnerschaft als "pflaster" für die früheren wunden verwenden, da hast du ganz recht. aber deshalb sich zurückziehen und gar keine beziehungen mehr eingehen?
und wem wurde nicht schon einmal sehr weh getan?
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Beitragvon melody333 » 14.01.2012, 21:16

zu wildcat: auch ich bin seit dieser geschichte scheinbar traumatisiert: welcher mensch kann es verstehen, wenn ein mensch, der dir jeden tag sagt, wie sehr er dich liebt, mit dem es keinen streit gab, kein "auseinanderleben", keine andeutung, dass er die beziehung lösen möchte, dich plötzlich betrügt, behauptet, er hätte dich nie geliebt,die ganze beziehung sei schlecht gewesen...
aber es ist auch so, dass partner/angehörige solcher menschen oft viel mehr leiden als die kranken selbst, da sie ihre krankheit selbst nicht als solche wahrnehmen...
dass das ganze auch noch mit dem unerwarteten tod meiner mutter zusammentraf, tat sein übriges...
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Beitragvon christencia » 14.01.2012, 21:34

ja, es ist tatsächlich so, wer seine eigenen grenzen kennt, kann grenzen setzen. : :|
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Beitragvon lottesprotte » 14.01.2012, 21:56

melody333 hat geschrieben:zu lottesprotte: natürlich kann man nicht eine neue partnerschaft als "pflaster" für die früheren wunden verwenden, da hast du ganz recht. aber deshalb sich zurückziehen und gar keine beziehungen mehr eingehen?
und wem wurde nicht schon einmal sehr weh getan?


Mir wurde von einem Mann bisher nicht sehr weh getan, sorry, kann ich nicht mit dienen.

Und deine Schlussfolgerung ist ja nicht die logische. Natürlich heißt die Schlussfolgerung nicht: "Nie wieder ein Mann" sondern "Erst abschließen mit dem einen und dann einen Neuen"
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Beitragvon flamme_im_wind » 15.01.2012, 9:05

melody333 hat geschrieben:Danke für eure lieben Beiträge! Natürlich ist mir das klar, was ihr sagt, aber ich bin wohl ein Mensch, bei dem alles sehr tief geht und lange dauert! Tut einfach gut, ein bisschen seelische Unterstützung zu bekommen!



Liebe Melody333
wenn dir das Alles klar ist und du ein klares Bild davon hast, ist es deine Entscheidung dir weiterhin dieses Bild anzusehen und zu leiden oder dir ein neues "Bild" zu suchen und dich an neue Situationen zu gewöhnen.
Die Melodie die du dabei singst oder summst oder schreits kannst du dir selber aussuchen. :wink:
Ob du dabei lachst oder weinst vor lauter Freude, liegt nur in dir.
flamme_im_wind
Moderatorin der Regionalgruppe Kreis Lippe
Für ein besseres Miteinander
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Beitragvon ashoggi » 15.01.2012, 9:25

Liebe Melody333, entschuldige, dass ich auf etwas anderes hier eingehe.

"Erst abschließen mit dem einen und dann einen Neuen"
lottesprotte

Das kann man nicht so allgemein sehen. Als Witwe kann man nicht abschließen mit dem Mann, den man verloren hat - er wird immer latent vorhanden sein.
Und wenn eine Beziehung endet, ist nicht das Abschließen wichtig, sondern das Vergeben. Indem man vergibt, verflüchtet sich vieles.

Es wird unwichtig und dadurch ist man frei.
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