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Forum der Regionalgruppe Zürich

Moderator: Joker_

Beitragvon Joker_ » 21.01.2012, 15:02

Liebs fischli. Wie immer schön gedichtet.

Es chlises Tassli Kafi würde ich auch gerne mit Dir trinken,
ob am Morgen, Nachmittag oder Abend.
Müsste ich dafür Uschi heissen.??
:wink: :)

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Ein schönes Wochenende. Joker_


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Beitragvon Snoopy_ » 23.01.2012, 23:05

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Beitragvon Joker_ » 24.01.2012, 22:32

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Beitragvon fischli47 » 27.01.2012, 8:22

Ein Liebesgedicht von anno 1990

Es Wunder

Es Wunder isch hüt g’scheh’
ich chann’ das nöd verschtah’
e schön’ri Fee git’s nienemeh
und grad die möcht’ ich haa

Mir isch’s, als würd’ ich träume
es gaht mir himmlisch guet
e jungi Saat tuet keime,
in mir flüsst frisches Bluet

Ich bin so zwäg und zfride
und d’Zyt vergaht im Flug
jetzt mues ich nümme liide
chan g’nüsse, Zug um Zug

Was isch das für es Mittel,
wo das bewirke tuet
und mir zu drü’ne Drittel
Chraft git und Läbesmuet ?

Die Antwort isch ganz eifach,
s’isch d’Liebi im Quadrat –
nöd selbstverständlich isch die Sach
wo mich uufläbe laht

Du, xx, Du bisch s’Wunder
wo hüt a mir isch g’scheh
Du mach’sch mich wieder munter
und glücklich – wirsch es g’seh !

Na nie bin ich vo Härze
zu so vill Liebi choo,
vergliichbar mit ’re Cherze
wo lüüchtet, still und froh

D’rum wott ich Dich la g’schpüüre
was ich empfinde chaa
und öffne d’Härzenstüre
um Dich da ine z’lah

Säg – wämmer’s zäme waage ?
so gib mir Dini Hand,
denn jammere und chlage
hört uuf im Liebesland

Chum Lieb’s, mir tüend’s probiere
es wird bestimmt guet gah
na vill isch z’repariere
und das gilt’s dure z’stah


Spätherbst 1990 / fischli
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Beitragvon Joker_ » 27.01.2012, 18:59

fischli47 hat geschrieben:Ein Liebesgedicht von anno 1990

Es Wunder

Es Wunder isch hüt g’scheh’
ich chann’ das nöd verschtah’
e schön’ri Fee git’s nienemeh
und grad die möcht’ ich haa

Mir isch’s, als würd’ ich träume
es gaht mir himmlisch guet
e jungi Saat tuet keime,
in mir flüsst frisches Bluet

Ich bin so zwäg und zfride
und d’Zyt vergaht im Flug
jetzt mues ich nümme liide
chan g’nüsse, Zug um Zug

Was isch das für es Mittel,
wo das bewirke tuet
und mir zu drü’ne Drittel
Chraft git und Läbesmuet ?

Die Antwort isch ganz eifach,
s’isch d’Liebi im Quadrat –
nöd selbstverständlich isch die Sach
wo mich uufläbe laht

Du, xx, Du bisch s’Wunder
wo hüt a mir isch g’scheh
Du mach’sch mich wieder munter
und glücklich – wirsch es g’seh !

Na nie bin ich vo Härze
zu so vill Liebi choo,
vergliichbar mit ’re Cherze
wo lüüchtet, still und froh

D’rum wott ich Dich la g’schpüüre
was ich empfinde chaa
und öffne d’Härzenstüre
um Dich da ine z’lah

Säg – wämmer’s zäme waage ?
so gib mir Dini Hand,
denn jammere und chlage
hört uuf im Liebesland

Chum Lieb’s, mir tüend’s probiere
es wird bestimmt guet gah
na vill isch z’repariere
und das gilt’s dure z’stah


Spätherbst 1990 / fischli



Hallo fischli.
Da wird mir richtig warm ums Herz.

Wenn ein Mann für mich so ein Gedicht schreiben würde???
Den würd i glatt hürate. :oops: :wink: :)
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Beitragvon Joker_ » 09.02.2012, 21:35

Mein Herz, ich will dich fragen,
Was ist denn Liebe? Sag!
„Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag!“

Und sprich, woher kommt Liebe?
„Sie kommt und sie ist da!“
Und sprich, wie schwindet Liebe?
„Die war's nicht, der's geschah!“

Und was ist reine Liebe?
„Die ihrer selbst vergisst!“
Und wann ist Lieb' am tiefsten?
„Wenn sie am stillsten ist!“

Und wann ist Lieb' am reichsten?
„Das ist sie, wenn sie gibt!“
Und sprich: Wie redet Liebe?
„Sie redet nicht, sie liebt!“

(Liebesgedicht von Friedrich Halm, 1806 bis 1871)
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Beitragvon Snoopy_ » 15.02.2012, 1:27

Voller Liebe dich erleben, vertrauensvoll mich dir ganz ergeben, dieses Herz dir zu Füßen legen, mein kleines Herz willst du es nehmen :?:

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Beitragvon Maricka » 15.02.2012, 1:46

Zeig mir im nüchternen Morgen
sorglos dein müdes Gesicht.
Stell deine Falten und Sorgen
ruhig ins deutliche Licht.

Laß uns nicht Masken ausborgen,
älter wird keiner allein.
Laß uns für Freundlichkeit sorgen,
sonst wird die Liebe zu Stein.
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Beitragvon Joker_ » 15.02.2012, 10:37

Maricka hat geschrieben:Zeig mir im nüchternen Morgen
sorglos dein müdes Gesicht.
Stell deine Falten und Sorgen
ruhig ins deutliche Licht.

Laß uns nicht Masken ausborgen,
älter wird keiner allein.
Laß uns für Freundlichkeit sorgen,
sonst wird die Liebe zu Stein.



Danke Maricka.
Sehr schönes Gedicht.
Passt hier zu 50plus. :wink: :)
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Beitragvon Joker_ » 15.02.2012, 11:40

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst

Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht

Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe


-Erich Fried-
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Beitragvon Joker_ » 22.02.2012, 23:13

Lieb' ist wie Wind,
rasch und lebendig,
ruhet nie, ewig ist sie,
aber nicht immer beständig.

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(Eduard Mörike)
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Beitragvon Maricka » 23.02.2012, 0:00

Als ich an der Straße stand
hast du mich gefangen.
Ach, du regtest keine Hand,
du kamst nur gegangen.

Du hast mich nur angeseh'n
und sahst mich erbleichen.
Lächelnd bliebst du vor mir stehn,
es gab kein Entweichen.

Doch dann gingst du wieder fort.
Stand und sah dich schwinden-
warum sagte ich kein Wort,
wie soll ich dich finden.

H.K.
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Beitragvon Joker_ » 24.02.2012, 20:57

Ich bin so glücklich von deinen Küssen,
Dass alle Dinge es spüren müssen.
Mein Herz in wogender Brust mir liegt,
Wie sich ein Kahn im Schilfe wiegt.
Und fällt auch Regen heut ohne Ende,
Es regnet Blumen in meine Hände.
Die Stund', die so durchs Zimmer geht,
Auf keiner Uhr als Ziffer steht;
Die Uhr zeigt heute keine Zeit,
Sie deutet hinaus in die Ewigkeit.



Max Dauthendey


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Beitragvon Joker_ » 29.02.2012, 20:39

Joseph Freiherr von Eichendorff

Mondnacht


Es war, als hätt' der Himmel
die Erde still geküsst,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis' die Wälder,
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.
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Beitragvon christencia » 29.02.2012, 20:59

abschiedslied

wenn ich von dir gehen werde
für die männer, für die pferde
liegt das große schiff der königin am kai.
nimm dir einen anderen, minnie
denn dies schiff geht nach virginie
und die liebe, und die liebe ist vorbei.

und wir stehen zwei-, dreitausend
und mit mann und maus und brausen
sticht das große schiff der königin in see.
aber eines, jimmy mußt du wissen
immer werde ich dich missen
wenn ich einst mit einem anderen geh.

bertolt brecht
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