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Magenbypass

43 Beiträge
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Beitragvon inschi » 02.09.2011, 22:31

Hallo aus Hessen,
bevor ich über dieses Thema schreibe, wüßte ich gerne, ob überhaupt Interesse dazu besteht.
Ich bin selber betroffen und könnte meine Erfahrungen weitergeben.

Lieben Gruß
Inschi
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Beitragvon inschi » 03.09.2011, 6:58

Na gut, dass ich mir noch nicht die Mühe gemacht habe *lächle
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Beitragvon Vivi_01 » 03.09.2011, 11:30

Liebe *inschi* wenn nix da steht kann man nix lesen.
Mich interessiert das Thema.....ich hatte früher Damenmodeläden für große Größen, da hatte ich eine einzige Kundin dabei, die sich den Magen hat verkleinern lassen. Sie war hinterher (mit der Zeit) dicker als vorher!
Also raus mit der Sprache 8) :D ich möchte es gerne wissen!!

Lieben Gruß

Vivi
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Beitragvon Chri51 » 03.09.2011, 11:40

Im Prinzip interessiert es wohl jeden Adipositaskandidaten, mich auch!
Obwohl ich derzeit fern bin von Gedanken an nicht notwendiger OP...
Aber wer weiß, mit welchen Problemen wieder jede Kraft bei mir verloren geht! :twisted:

Ganz oben in der Fragestellung auch, was kostet es, so im Groben?
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Beitragvon Foxifix » 03.09.2011, 11:48

Chri, kosten tut es neben einer Menge Überwindung und Überredungskünsten ggü. der KK wegen der Kostenübernahme sicherlich in erster Linie großen Mut zum Risiko, dem i.d.R. ziemlich unkalkulierbaren.
Wer je musste an seinem Bauch rumschnippeln lassen, der würde es nimmer freiwillig tun wenn es andere Möglichkeiten gäbe ...
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Beitragvon inschi » 03.09.2011, 12:39

27.05.2011, 18:55


Nu habe ich doch Nägel mit Köpfen gemacht und mich Anfang Mai einer Magen-OP unterzogen. Bin zwar erst 13 Kilo leichter, aber dafür sind schon gravierende gesundheitliche Probleme weg;:

Ich kann die Treppen fast runter hüpfen, denn die Schmerzen in den Knien sind weg, der Diabetis ist fast weg.. Ich kann wieder besser schlafen, weil der Bauch nicht mehr so im Weg ist, krieg meine Schuhe selber zu....und viele Verbesserungen werden nach den nächsten 15 Kilo folgen.

Nein, ich habe es nicht gemacht, weil ich mich dick nicht mochte, sondern weil mein Arzt es mir dringend empfohlen hat, denn auch der Bluthochdruck und die Lebervergrößerung werden sich normalisieren.

Der Zwerchfellbruch wurde gleich mitbehoben also bin ich das mehr als lästige Sodbrennen auch los.

Vor und nach so einer großen OP ist sehr viel Disziplin gefragt aber wer das Rauchen von heute auf morgen aufgeben kann, der schafft sicher auch das.

Wenn ich Probleme oder Fragen habe, kann ich jederzeit mit dem KH telefonieren oder mailen und bekomme umgehend Unterstützung. Ich werde zwar mein Leben lang in ärztlicher Kontrolle bleiben, aber das wäre mir ohne OP auch nicht erspart geblieben.

Mein OP hat die KK bezahlt und wenn ich auf meinem Normalgewicht gelandet bin (in 6-12 Monaten) wird auch die Bauchdecke gestrafft. Und wer jetzt meint "erst frißt sie es sich an und dann läßt sie sich auf Kosten aller die OP bezahlen", der soll wissen: ich hab fast 40 Jahre Beiträge an die KK gezahlt und bis vor 12 Jahren nie Medikamente gebraucht, denn ich hasse das Zeugs. Außerdem habe ich eine Stoffwechselerkrankung, die verhindert, dass Fett ausreichend gespalten wird. Schilddrüse und Diabetis waren daran auch fleißig beteiligt....dies nur zur Info

31.05.2011

Ich hatte bis gestern einen Stillstand (fast 15 Tage nichts abgenommen) was lt. meiner Ernährungsberaterin aber normal ist. Seit gestern geht es nun weiter. Heute hätte ich fast vergessen, was zu essen, erst um 9:30 hab ich die Küche gesehen :-)Wir sind gehalten 3 mal täglich was zu uns zu nehmen und das ist bei fehlendem Hungergefühl gar nicht so einfach. Schwierig ist ebenso, die Ernährungsergänzungsmittel zu schlucken (einige Sachen kann der Körper nicht mehr genügend aus der Nahrung ziehen.) Denn Essen und Trinken gleichzeitig ist verboten, entweder also 30 Minuten vor oder 30 Minuten nach dem Essen...da muß oft die Eieruhr herhalten * lache

04.07.2011

Nun habe ich fast 20 Kilo runter und wenn ich mein Foto von heute (Profil) anschaue, dann weiß ich, es hat sich gelohnt. 2 große Säcke mit Kleidung sind beim roten Kreuz gelandet. Als nächstes folgen Schuhe und Stiefel...und es geht mir noch immer gut!!

17 Wochen später

02.09.2011, 10:28


der 6. Kleidersack wird gerade gefüllt und bei jedem Teil schaue ich, ob ich es nicht enger machen kann :-) Inzwischen habe ich fast 24 kg abgenommen. Gestern war ich in Frankfurt, um mit dem Chirogen zu besprechen, was als nächstes gemacht werden kann - die Bauchdeckenplastik steht mir ja in ein paar Monaten noch bevor und er meinte, auch wenn man regelmäßig Sport treibt, gesund ißt (also auch Gemüse, Salat und Obst), geht davon der Hautüberschuß nicht zurück.

Was er nicht ganz versteht ist meine Äußerung >>>ich will kein Idealgewicht erreichen (das wäre 57 Kilo) mir reicht es völlig, auf 65-67 kg zu kommen, damit hab ich mich vor 23 Jahren schon sehr wohl gefühlt. Der Doc meinte, alle Patienten wollen so viel wie möglich abnehmen...ich bin eben nicht "alle" Vor der OP konnte ja auch keiner verstehen, das ich kein bisschen nervös war sondern mich nur einfach auf die OP gefreut habe.

...eben mußte ich mal ans Auto, die vielen Stufen bin ich "runtergesprungen" als wäre ich gerade mal 40. OK hoch ging es dann wie mit 42 *lache*

Klar, ich habe auch Nebenwirkungen nach der OP >> beim Kämmen fallen mehr Haare aus, als früher. Allerdings wachsen auch jede Menge nach. Die Innenseiten der Oberarme werden etwas faltiger...na und? Wem es nicht gefällt, soll halt wegschauen. Meine Mutter hat die auch so gehabt, ohne Magenbypass und etliche andere Frauen in meinem Alter auch. Meine Oberschenkel, an denen ich gut 6 cm abgenommen habe, sind nun auch nicht mehr so fest. Das wird sich sicher noch verbesseren durch Radfahren oder joggen - und wenn nicht, dann eben nicht, es gibt sicher schlimmeres.

Was muß ich als Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehmen muß:

1 Brausetablette Multivitamin

1 Brausetablette Magnesium 400

2 Omega3-Kabseln

1 Calciumtablette

1 Biotin

1 x alle 4-6 Wochen 1 Spritze sc mit B12 (spritze ich selber)

Dann noch gegen Gallensteine (vorsorglich) 1 Urso 250

Die Sachen bekomme ich natürlich nicht auf Krankenschein, da der Körper die Vitamine und Mineralstoffe aber nicht oder nur ungenügend aus der Nahrung aufnehmen kann, muß ich sie zuführen. Was ich für Lebensmittel weniger ausgebe, wird eben in die Gesundheit investiert.

Inzwischen kann ich alles Essen, was ich auch früher gegessen habe eben nur sehr viel weniger und bin trotzdem schnell gesättigt. Auch was Süßes leiste ich mir, wenn ich darauf Hunger habe.

Ich habe früher schon Süßkram, Knabberzeug und fettes nicht gut vertragen, daran hat sich nichts geändert. Gespannt bin ich, wo mein Gewicht sich einpendelt. In den letzten 2 Monaten habe ich zwischen 3-4 kilo (monatlich) abgenommen, jetzt würden mir 2 reichen pro Monat.

Geplant ist, dass ich die Bauchdeckenplastik im Januar 2012 machen lasse (dabei verliere ich so 3,5 bis 5 Kilo). Die OP-Wunden sind natürlich dann viel großflächiger und der Heilungsprozeß vermutlich langsamer als beim Magenbypass aber auch auf diese Abschluß-OP freue ich mich.
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Beitragvon Chri51 » 03.09.2011, 12:50

Foxifix hat geschrieben:Chri, kosten tut es neben einer Menge Überwindung und Überredungskünsten ggü. der KK wegen der Kostenübernahme sicherlich in erster Linie großen Mut zum Risiko, dem i.d.R. ziemlich unkalkulierbaren.
Wer je musste an seinem Bauch rumschnippeln lassen, der würde es nimmer freiwillig tun wenn es andere Möglichkeiten gäbe ...


Foxifix, ich verstehe, was du sagen willst,
aber ich sage dir, ich weiß das! :D

Meine Gebärmutterentfernung samt jede Menge Verwachsungen in den Bauchraum, wurden mit 2 Bauchdecken-OPs bewältigt. Mit der Folge einer postoperativen Sepsis...
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Beitragvon Chri51 » 03.09.2011, 12:54

Ich gratuliere dir, Inschi!

Von ganzem Herzem...vor allem, daß alles so gut lief und du auf dem besten Weg zu mehr Lebensqualität bist! :D
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Beitragvon Foxifix » 03.09.2011, 12:55

Chri, na dann braucht man dir ja wahrlich absolut nix weiter zu sagen, ist einfach ein schxxx Spiel und macht keinen Spaß wirklich :twisted:
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Beitragvon inschi » 03.09.2011, 13:03

Foxifix hat geschrieben:Chri, kosten tut es neben einer Menge Überwindung und Überredungskünsten ggü. der KK wegen der Kostenübernahme sicherlich in erster Linie großen Mut zum Risiko, dem i.d.R. ziemlich unkalkulierbaren.
Wer je musste an seinem Bauch rumschnippeln lassen, der würde es nimmer freiwillig tun wenn es andere Möglichkeiten gäbe ...


Die Krankenkassen reagieren nur auf Fakten und diese müssen schwarz auf weiß vorliegen. In meinem Fall waren das Berichte von einigen Ärzten, Bestätigung meines Sportstudios, das ich regelmäßig Sport mache. Außerdem mußte ich 4 Wochen alles aufschreiben, was ich wann in welchen Mengen und Uhrzeit zu mir nehmen. Ich mußte begründen (pers. Stellungnahme) warum ich diese OP beantrage. Desweiteren wurde von mir verlangt alle Diätversuche aufzulisten, die ich bis dato unternommen hatte. Dabei sollte der Zeitraum, der Abnehmerfolg und das Gewicht vor der Diät vermekrt werden.
Es wurde auch gefragt, ob ich in Psychologischer Behandlung war, ob ich Kuren gemacht habe...
Mehr als 2 Jahre hat es gedauert, vom Antrag bis zur OP

Vor der OP erfolgt eine sehr informative Aufklärung durch die Klinik und etwas später ein Infoabend für Betroffene und deren Angehörige
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Beitragvon inschi » 03.09.2011, 13:11

Chri51 hat geschrieben:Ich gratuliere dir, Inschi!

Von ganzem Herzem...vor allem, daß alles so gut lief und du auf dem besten Weg zu mehr Lebensqualität bist! :D


Danke Dir Chri51
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Beitragvon Tarantel60 » 03.09.2011, 13:13

Wie viel muss der Übergewicht betragen, damit man diese OP bewilligt bekommt?
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Beitragvon Chri51 » 03.09.2011, 13:19

inschi hat geschrieben:
Chri51 hat geschrieben:Ich gratuliere dir, Inschi!

Von ganzem Herzem...vor allem, daß alles so gut lief und du auf dem besten Weg zu mehr Lebensqualität bist! :D


Danke Dir Chri51


@inschi

och, ist auch jede Menge "purer Neid" dabei... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


@tarantel

Also ich glaube nicht, daß das die KK´s an Kilos festmachen, wenn dann an bösen Folgeerkrankungen und deren Ausmaße... (?)
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Beitragvon inschi » 03.09.2011, 13:40

Tarantel60 hat geschrieben:Wie viel muss der Übergewicht betragen, damit man diese OP bewilligt bekommt?



Das ist sehr unterschiedlich und von KK zu KK verschieden. Das letzte Wort hat immer der MDK, Ich hatte einen BMI zuletzt von knapp 40 da aber der MDK den Diabetis als hohes gesundh. Risiko einstuft, war es wesentlich einfacher als 2009, als mein Diabetis noch nicht bekannt war
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Beitragvon Tarantel60 » 03.09.2011, 13:49

Natürlich Chrisi ist mein Gewicht am allerwichtigsten in diesem Prozess, was denn sonst?
Der Magen wird wegen ein unbezwingbaren Übergewicht verkleinert, damit es nicht zu weiteren Übergewicht kommt (ich hoffe, bisher verstanden zu haben, was Sache ist) :shock:





Inschi, BMI gut und schön... wobei man sagen muss, da sind sehr viele Fehlermomente dabei.
Also sag mir doch klipp und klar in Kg, wieviel?
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