. : Service und Hilfe

Beitragvon Katharina88 » 27.12.2011, 23:04

Der Mensch will wissen,er will Verstecktes suchen und Neues finden.Wenn man einen Bergsteiger fragt,warum er denn auf diesen gefährlichen Berg wolle,dann  antwortet er, weil es ihn gibt!Auch Verbote können diesen Explorationsdrang nicht wirksam einengen.Eher ist das Gegenteil der Fall; wenn man will,dass Menschen etwas partout tun,dann sollte man es verbieten.Eva nahm im Garten Eden den Apfel vom Baum der Erkenntnis trotz oder gerade wegen des göttlichen Verbots.Von dieser Neugier profitierte und profitiert die Menschheit seit dem göttlichen Aufruf,sich die Erde untertan zu machen mit allem,was da kreucht und fleucht.Dazu benötigte man viel neues Wissen-also wurde gesucht und gefunden.
Gesucht wurden Mittel gegen Krankheiten (Pocken ,Tbc. und Kindbettfieber),gefunden wurden Antibiotika und Impfstoffe.Gesucht wurden  Maßnahmen ,um die Hungersnot wegen mangelnder  Ergiebigkeit der Anbauflächen zu bekämpften.Gefunden wurde von Liebig die chemische Phosphatdüngung.Gesucht wurde aber auch auf anderen Feldern  z-B.der Astronomie.Entdeckt wurde das heliozentrische Weltbild,
Kopernikus,Galileo).Das ist lediglich ein kleiner Ausschnitt innerhalb eines großen Spektrums.

Zweifellos hat dieser menschliche Forschungsdrang  mindestens 2  unterschiedliche Auswirkungen.DieAmbivalenz kann an nur 2 Beispielen erklärt werde.Nobel entdeckte die Wirkung von NiItroglycerin/Dynamit .Damit konnte der Ausbau notwendiger Verkehrswege (Straßentunnel,
Pässe in Gebirgen und der Abbau im Bergbau)wesentlich erleichtert und beschleunigt werden.
Leider wurde das auch  für militärische  Zwecke missbraucht und diente nun dazu,sich auf größere Entfernungen,anonymer und effizienter umzubringen.
Welche Auswirkungen ökologischer und ökonomischer Art  die Atomkraft bei friedlicher  Nutzung hat,
bedarf keiner weiteren  Erörterung (ohne Verniedlichung der bekannten Unglücksfälle).
Welche verheerenden Folgen sie bei einem Einsatz im Falle kriegerischer Konflikte hat,kann und darf der nicht vergessen,der Hiroshima  gesehen hat.
Der göttliche Auftrag,sich diese Welt untertan zu machen,schloss nicht ein,sie zu vernichten.
Ist die Neugier des Menschen nun Fluch oder Segen? 
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Beitragvon Chri51 » 28.12.2011, 5:57

Was bewegte dich zu der "oder"-Frage?
Die allgemein gültige Antwort lautet doch ohnehin "und"! Oder?

"Fluch oder Segen" ist doch nur eine rhetorische Frage, um die Foristen zum Lesen/Schreiben zu bewegen...ist ja auch okay.

M.E. ist es nicht nur "Neugier", die den Forscherdrang antreibt, es sind auch ganz profane Gründe wie wirtschaftliche Interessen, Sucht nach Anerkennung, Suche nach Machterweiterung...
vor allen Dingen bei denjenigen, die Forschungsaufträge erteilen.

Menschliche Beweggründe eben... 8)
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Beitragvon Katharina88 » 28.12.2011, 16:03

Chri51 hat geschrieben:Was bewegte dich zu der "oder"-Frage?
Die allgemein gültige Antwort lautet doch ohnehin "und"! Oder?

"Fluch oder Segen" ist doch nur eine rhetorische Frage, um die Foristen zum Lesen/Schreiben zu bewegen...ist ja auch okay.

M.E. ist es nicht nur "Neugier", die den Forscherdrang antreibt, es sind auch ganz profane Gründe wie wirtschaftliche Interessen, Sucht nach Anerkennung, Suche nach Machterweiterung...
vor allen Dingen bei denjenigen, die Forschungsaufträge erteilen.

Menschliche Beweggründe eben... 8)

Hallo,Chris,
herzlichen Dank für Deine Zuschrift.Zu Deiner Frage im 1.Satz,was mich bewegte,diese Formulierung
zu verwenden,kann ich keine rückwirkende Untersuchung meiner Willensbeschaffenheit mehr anstellen.Es ist diese sprachliche Wendung eine nicht eben unübliche.Dem Wortspiel mit den Konjunktionen " und" -"oder" bin ich intellektuell nicht geöffnet.Ob die Formulierung " Fluch oder Segen"  eine rhetorische Frage ist,wage ich zu bezweifeln.Die Semantik sieht das jedenfalls etwas
abweichend.Natürlich soll mein bescheidener Beitrag zum Lesen und zu Reaktionen animieren.
Das ist erklärter und nicht erwähnenswerter Zweck  im Forum.
Du hast,Chris,absolut Recht,es gibt eine Vielzahl von Motiven ,zu forschen und zu entdecken --das ist unstreitig.Ich habe nun einmal die menschliche Neugier in den Focus meiner Betrachtungen gestellt.
Gruß
Katharina 
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Beitragvon EinKlang » 28.12.2011, 23:18

Stell dir vor wo wir Menschen ohne unsere angeborene Neugier wären - verloren in irgendwelchen Höhlen, erfroren oder verdaut in Raubtiermägen....
Zum Glück sind wir neugierig, probieren aus, machen Fehler, versuchen wieder usw. die Ergebnisse sind halt meist von 2 Perspektiven zu sehen /mal positiv mal negativ/ wir leben nun mal in einer Dualität :-)
EinKlang
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Beitragvon Rangie » 28.12.2011, 23:25

Menschliche Neugier- Fluch oder Segen?

so wohl, als auch,

Leider steht das menschliche Ego zu oft dem Segen im Wege
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Beitragvon parove » 29.12.2011, 14:48

Rangie hat geschrieben:Menschliche Neugier- Fluch oder Segen?
so wohl, als auch,
Leider steht das menschliche Ego zu oft dem Segen im Wege


Bei aller Neugier, die uns Menschen aufgrund unserer
Intelligenz beflügelt, waren wir, die Menschen, zu keinem
Zeitpunkt, intelligent genug, um die negativen
Folgen jeder einzelnen Entwicklung - im Vorfeld - zu erkennen.
Hierbei spielten natürlich viele Faktoren eine Rolle, jedoch das
menschliche Ego mischte in der Vergangenheit, bis zum heutigen Tage,
erheblich mit...

lg, Roland
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Beitragvon Katharina88 » 29.12.2011, 15:07

EinKlang hat geschrieben:Stell dir vor wo wir Menschen ohne unsere angeborene Neugier wären - verloren in irgendwelchen Höhlen, erfroren oder verdaut in Raubtiermägen....
Zum Glück sind wir neugierig, probieren aus, machen Fehler, versuchen wieder usw. die Ergebnisse sind halt meist von 2 Perspektiven zu sehen /mal positiv mal negativ/ wir leben nun mal in einer Dualität :-)
EinKlang

 Hallo,EInklang,
bin mit Dir völlig im Einklang. Wir müssen mit dieser Wechselseitigkeit leben und können nur hoffen,dass der Saldo zwischen dem Plus und Minus daraus in etwa ausgeglichen ist.
Die Alternative dazu hast Du im 1.Satz sehr anschaulich dargestellt.
Frohes 2012  in einer geheizten Wohnung!
Katharina 
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Beitragvon Katharina88 » 29.12.2011, 15:22

Rangie hat geschrieben:Menschliche Neugier- Fluch oder Segen?

so wohl, als auch,

Leider steht das menschliche Ego zu oft dem Segen im Wege

Hallo,Rangie,
 ich dachte gerade an die Portugiesen und Spanier des Mittelalters.Sie wollten neue Seewege entdecken,andere Völker und Kulturen  kennen lernen und das Ergebnis war,dass  Goldgier und Machtstreben letztlich zum Untergang von Völkern und Kulturen führten .
Das menschliche Ego !!!
Frohes 2012
Katharina   
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Beitragvon cyberzauber » 29.12.2011, 17:12

Katharina88 hat geschrieben:...Wenn man einen Bergsteiger fragt,warum er denn auf diesen gefährlichen Berg wolle,dann  antwortet er, weil es ihn gibt!


Weil es den Berg gibt scheint mir ein eigenartiger Grund. Hast du schon mal einen Bergsteiger gefragt oder bist du selbst schon mal auf einen Berg geklettert, weil es ihn gibt?

Ich denke es gibt viele Gründe auf Berge zu kraxeln oder sie zu erwandern: Weil der Blick von oben ein faszinierender ist, beispielsweise, oder wie man den Körper fit halten will, oder der Freundin zuliebe, weil sie gerne klettert, oder aus Freude daran Natur zu erleben, oder....

Interesse an Neuem, wach sein, Hirn einsetzen - das hat für mich sehr viel mit lebendig sein zu tun, ermöglicht Überleben und vielleicht auch Kraft und Macht. 

Was dann mit dieser Macht geschieht und warum sie manchmal zerstörerisch eingesetzt wird, halte ich für eine schwierige Frage.
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Beitragvon Katharina88 » 29.12.2011, 18:16

cyberzauber hat geschrieben:
Katharina88 hat geschrieben:...Wenn man einen Bergsteiger fragt,warum er denn auf diesen gefährlichen Berg wolle,dann  antwortet er, weil es ihn gibt!


Weil es den Berg gibt scheint mir ein eigenartiger Grund. Hast du schon mal einen Bergsteiger gefragt oder bist du selbst schon mal auf einen Berg geklettert, weil es ihn gibt?

Ich denke es gibt viele Gründe auf Berge zu kraxeln oder sie zu erwandern: Weil der Blick von oben ein faszinierender ist, beispielsweise, oder wie man den Körper fit halten will, oder der Freundin zuliebe, weil sie gerne klettert, oder aus Freude daran Natur zu erleben, oder....

Interesse an Neuem, wach sein, Hirn einsetzen - das hat für mich sehr viel mit lebendig sein zu tun, ermöglicht Überleben und vielleicht auch Kraft und Macht. 

Was dann mit dieser Macht geschieht und warum sie manchmal zerstörerisch eingesetzt wird, halte ich für eine schwierige Frage.


Sei gegrüßt,cyberzauber,
Es ist interessant zu erfahren,dass so viele Gründe existieren,die einen Bergsteiger motivieren könnten,einen Berg zu besteigen.Bedauerlicherweise passt keiner der von Dir genannten so recht zur Thematik--Du erinnerst "Neugier".
Servus!
Katharina 
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Beitragvon cyberzauber » 29.12.2011, 18:36

Ja stimmt, ich habe mich (und ein bisschen auch dich) deshalb auch gefragt, warum du gerade einen Bergsteiger als Einstiegszenario in dein Thema wählst.

Ich mag aber betonen, dass ich danach sehr wohl Bezug zu deinem Thema genommen habe - Oder findest du den Schritt von "Neugier" zu "Interesse an  Neuem, wach sein, ..." zu gewagt? Ich versuche es nochmals: Ich halte Neugier für etwas Lebensnotwendiges und ich frage mich, was es dann ausmacht ob die Erkenntnisse aus deren Befriedigung Nutzen oder Schaden bringen.

 
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Beitragvon machoavelli » 29.12.2011, 19:14

Katharina88 hat geschrieben:
Rangie hat geschrieben:Menschliche Neugier- Fluch oder Segen?

so wohl, als auch,

Leider steht das menschliche Ego zu oft dem Segen im Wege

Hallo,Rangie,
 ich dachte gerade an die Portugiesen und Spanier des Mittelalters.Sie wollten neue Seewege entdecken,andere Völker und Kulturen  kennen lernen und das Ergebnis war,dass  Goldgier und Machtstreben letztlich zum Untergang von Völkern und Kulturen führten .
Das menschliche Ego !!!
Frohes 2012
Katharina   


Das mit den Entdeckungsreisen siehst du glaube ich etwas idealisiert.Die übergroße Mehrzahl wurde wegen der Hoffnung auf materiellen Gewinn gestartet und finanziert.
Die Expedition um der Wissensvermehrung wegen ist erst seit kurzem "in Mode" und auch schon wieder ein "Auslaufmodell".
Ist wie mit den Kriegen. Der "höhere Zweck" einer militärischen Aktion ist nur das Feigenblatt.

Und noch ein PS-OT: aus dem Norden einen schönen Gruß in die Berge :wink:
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Beitragvon Chri51 » 29.12.2011, 19:32

machoavelli hat geschrieben:Das mit den Entdeckungsreisen siehst du glaube ich etwas idealisiert.Die übergroße Mehrzahl wurde wegen der Hoffnung auf materiellen Gewinn gestartet und finanziert.
Die Expedition um der Wissensvermehrung wegen ist erst seit kurzem "in Mode" und auch schon wieder ein "Auslaufmodell".
Ist wie mit den Kriegen. Der "höhere Zweck" einer militärischen Aktion ist nur das Feigenblatt.


Meine Worte... :|
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Beitragvon Lichtwesen » 29.12.2011, 20:16

Die Menschen sind neugierig, weil sie innen drin wissen, dass es mehr gibt und sie wollen ein Bewusstsein davon erlangen.
Liebe Grüsse Lichtwesen
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Beitragvon Katharina88 » 29.12.2011, 20:37

cyberzauber hat geschrieben:Ja stimmt, ich habe mich (und ein bisschen auch dich) deshalb auch gefragt, warum du gerade einen Bergsteiger als Einstiegszenario in dein Thema wählst.

Ich mag aber betonen, dass ich danach sehr wohl Bezug zu deinem Thema genommen habe - Oder findest du den Schritt von "Neugier" zu "Interesse an  Neuem, wach sein, ..." zu gewagt? Ich versuche es nochmals: Ich halte Neugier für etwas Lebensnotwendiges und ich frage mich, was es dann ausmacht ob die Erkenntnisse aus deren Befriedigung Nutzen oder Schaden bringen.

 

Grüß Gott,cyberzauber,
bei meinem Exempel habe ich an den Bezwinger des Mount Everest (Hillary) gedacht,der so antwortete.
Ich hätte auch Amundsen und Scott  bemühen können,die doch alle irgendwie wissen wollten,was ist dahinter,darunter,darüber u.u.u.In summa menschliche Neugier.
Natürlich kann Neugier nützlich sein.B.Franklin suchte und entdeckte den Blitzableiter, der Schäden durch Blitz minimierte. Nobel suchte und fand  Dynamit,mit dem waffentechnische Entwicklungen maximiert wurden.
Servus!
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