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Selbstreflexion...

42 Beiträge

Beitragvon Auschra » 11.01.2012, 13:04

parove hat geschrieben:. Und wir, wie in der Kleinkindphase, wieder relativ
unverfälscht unser Leben, leben können…





unverfälscht und fromm
:D

Beleg:
Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
Matthäus 18,3




Muss man bloß ein wenig interpolieren...

etwa so: Wenn ihr nicht eure Masken abreißt und .....
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Beitragvon Auschra » 11.01.2012, 13:24

parove hat geschrieben:
unsere einzelnen Teilidentitäten zu beherrschen ...


Hallo Auschra, genau die gilt es bewusst wahrzunehmen
und darüber hinaus, was noch weitaus wichtiger
wäre, sie zu beherrschen... Aber beides, sowohl das Bewusstsein,
als auch das Beherrschen der Identitäten
von denen Du hier sprichst, ist leider nur
subjektiv empfunden, bzw. zu beurteilen!

Und von daher ist wohl auch meine Überzeugung,
bezüglich der Existenz dieser "Masken", rein subjektiv
geprägt und weit ab der "Realität"
Sorry, welcher Realität?


Nun, lassen wir das eitle Hinweisen auf die eigene individuelle Wahrnehmung als letzten Grad der Realität... Wer sich für Philosophie interessiert ( oder gar einene/r ist), weiß dass diese Frage denkerisch nicht gelöst werden kann, denn das Urteils- und Meinungsvermögen des Menschen als gattung ist so vielfältig, wie es in absoluten Zahlen Menschen gibt... zwar mit Annäherungswerten -- aber nie in eine Matrix zu pressen..


ergo: es gibt keine allgemein gültige Realität ... sogar Zahlen sind nicht mehr das, was sie einst waren :D




und als gewandt empfunden zu werden .. als ehrlich usw

Hier nur ein paar Synonyme zu gewandt:
behände, beweglich, elastisch, flink, gelenkig, geschickt,
geschmeidig, leichtfüßig, wendig, wieselflink...


Da Du das Wort "gewandt" und das Wort "ehrlich" in einem
Atemzug nennst,möchte ich Dich höfflich darauf hinweisen,
dass diese zwei, in ihrer Bedeutung und ihrer Aussage nun
wirklich nichts miteinander gemein haben!
Wenn ich nun alles, bezüglich der Synonyme, Deiner erwähnten
"Rollenidentifikation" und der möglichen Ich-Wahrnehmung sehe,
muss ich mich einmal mehr fragen, hm...bin ich das überhaupt?

lg, Roland



Lieber Roland, wer sagt Dir, dass ich diese beiden Begriff als Synonyme angewendet habe ?


ein wieselflinker :D Rennläufer , der aber erkennt, dass er ein sehr langsamer Nachdenker ist und nicht von seiner Rolle als schneller Läufer auf seine Rolle als "Nach"denker schließt, ist ehrlich ..

und er wird auch authetisch wirken .... wird ein ICH sein ... einer, der immer und überall glaubt, " elstisch" zu sein, wird halt eine seiner Masken/Rollen überschätzen und eine ( oder mehrere) nicht bewusst erkennen.


Ich weiß nicht, welche Vorstellungen Du von einem Ich hast ? Wenn wir einmal von unserer physischen Beschaffenheit als Mensch (Ich) absehen, sind wir in allen unseren Rollen gemeinsam "ein geschlossenes System" . Ich gebe Dir Recht.... manche, ach was, viele unserer Rollen ändern sich, geraten in den Orkus des Vergessens .... Schüler, Liebhaber, usw...--- aber die Summe der gewesenen und der zukünfigen Rollen machen uns zu dem, was wir sind.
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Beitragvon parove » 13.01.2012, 13:15

Zitat: „wir kämen in der Welt gar nicht ohne "Rollenidentifikation" zurande.... Solange wir uns dessen bewusst sind, ist es uns besonders leicht, mMn - unsere einzelnen Teilidentitäten zu beherrschen ... und als gewandt empfunden zu werden .. als ehrlich usw“

Hallo Auscha!

Ich habe Deine Aussage noch einmal wirken lassen und komme
nach wie vor zu dem Schluss, dass in diesem Zusammenhang,
empfunden werden durch Dritte, denn so verstehe ich Deine Zeilen,
die Begriffe Ehrlich und Gewandt, mEn nicht zueinander passen
und demnach auch nicht benutzt werden sollten.

lg, Roland
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Beitragvon Auschra » 13.01.2012, 14:09

ein Zugeständnis an Dich:parove


Lesartänderung:

statt ehrlich ist authentisch zu lesen.. Dann wird es schwer werden, soziologisch meine These ins Wanken zu bringen ....



*winke* *winke*
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Beitragvon parove » 16.01.2012, 14:39

Auschra hat geschrieben:ein Zugeständnis an Dich:parove


Ok Auschra, dann werde ich, bezüglich meiner Betrachtungsweise hierzu,
auch Dir ein Zugeständnis machen und mich, um authentisch zu wirken,
nun ehrlich, mich gewandt gebend, den Mund halten... :)

lg, Roland
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Beitragvon FagusW » 16.01.2012, 16:51

Die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist eine Kulturleistung,
die individuell erlernt werden muss.

Es gibt keinen eingebauten Spiegel,
der automatisch funktioniert.

Der Mensch ist flexibel,
und verhält sich in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich,
so wie er es eben gelernt hat wie es jeweils angebracht ist/scheint.

Die Bezeichnung "Masken" ist abwertend;
sie unterstellt, dass es ein wahres Gesicht gibt,
der Rest sei alles aufgesetzte Fassade.

Man könnte auch neutral von Facetten sprechen:
die vielen Ausdrucksweisen, die einem Menschen zur Verfügung stehen.
Alle sind sie manchmal wahr und manchmal nicht.
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Beitragvon parove » 16.01.2012, 21:34

flamme_im_wind hat geschrieben:ich finde deine Beschreibung sehr aussagekräftig, bin allerdings etwas verwundert, wie du in einer stillen Stunde objektiv etwas fragen möchtest. M. E. ist jede Frage auch an mich selbst stets subjektiv. Ich vermute ein Mensch ohne Maske können wir "nur" in einer stillen Meditation erleben.


hm... meine Aussage war "so objektiv wie möglich" !
bezüglich der Meditation magst Du wohl Recht haben...

lg, Roland
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Beitragvon parove » 16.01.2012, 21:56

@FagusW
Die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist eine Kulturleistung,
die individuell erlernt werden muss.


Hallo FagusW, eine Kulturleistung ist sie, die Selbstreflexion
wahrlich nicht - und auch erlernen muss man sie nicht - doch
über eine Nutzung nachzudenken wäre letztendlich nicht so schlecht...

Die Bezeichnung "Masken" ist abwertend;
sie unterstellt, dass es ein wahres Gesicht gibt,
der Rest sei alles aufgesetzte Fassade


mMn ist diese Bezeichnung nicht abwertend,
eher hat sie etwas von einem Hauch von Ehrlichkeit...

Man könnte auch neutral von Facetten sprechen


ja das ist so schön neutral, hört sich gut an und lässt sich
hervorragend innerhalb eines Komplimentes rüberbringen,
doch ehrlich ist es meines Erachtens nicht…

lg, Roland
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Beitragvon flamme_im_wind » 17.01.2012, 20:23

[quote="FagusW"]Die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist eine Kulturleistung,
die individuell erlernt werden muss.

Es gibt keinen eingebauten Spiegel,
der automatisch funktioniert.

Der Mensch ist flexibel,
und verhält sich in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich,
so wie er es eben gelernt hat wie es jeweils angebracht ist/scheint.



*********************************************************************


Da der Mensch flexibel ist.... wäre es doch auch angebracht in den verschiedenen Situationen
seine Fähigkeit der Selbstreflexion zu nutzen und nicht davon ausgehend "gelernt ist gelernt".

Dieses wäre demzufolge automatisiert, damit entsteht ein verzerrtes, trübes Spiegelbild teilweise
mit kleinen Löcher in unserer Kultur. Dieses müsste man demnach zuerst reflektieren um zur Selbstreflexion zu kommen oder zumindest den kulturellen Hintergrund berücksichtigen.

lg

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Beitragvon FagusW » 18.01.2012, 13:54

@Flamme
D'accord.
Reflexion muss man üben - nicht nur in Bezug auf sich selbst, sondern auch auf das Umfeld, z.B. kulturelle Einflüsse, wie Du richtig schreibst.

Das müssen wir lernen und üben, und unseren Kindern beibringen und mit ihnen üben, und hoffen, dass sie dranbleiben ...

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Beitragvon flamme_im_wind » 18.01.2012, 17:49

FagusW hat geschrieben:@Flamme
D'accord.
Reflexion muss man üben - nicht nur in Bezug auf sich selbst, sondern auch auf das Umfeld, z.B. kulturelle Einflüsse, wie Du richtig schreibst.

Das müssen wir lernen und üben, und unseren Kindern beibringen und mit ihnen üben, und hoffen, dass sie dranbleiben ...

Walter



Hallo Walter,
sorry,ich glaube nicht das man Reflexion üben muss sondern nur wahr-nehmen.
Wir sind der Ausdruck unserer Reflexion ! Wir sind unsere Kultur! M.E. geht es um Bewusstsein vs. Unbewusstheit im automatisierten, antrainierten Handeln.

lg
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Beitragvon parove » 19.01.2012, 22:24

flamme_im_wind hat geschrieben:...ich glaube nicht das man Reflexion üben muss sondern nur wahr-nehmen.


so ist es, denn wie ich bereits sagte, der "Spiegel" ist in
jedem von uns vorhanden und wartet nur darauf genutzt
zu werden...

lg, Roland
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