. : Service und Hilfe

Siedlungsgemeinschaft

4 Beiträge
Forum der Themengruppe Wohnen50plus

Moderator: sonntagskind60

Beitragvon RoswithaC » 24.07.2011, 15:48

Ich bin 59, zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen (chron.Rheuma) nicht mehr berufstätig und habe mich mit meinem Mann und zwei Hunden nach berufsbedingtem Auslandsaufenthalt in Norddeutschland niedergelassen. Wir wohnen in einem großen und auch schönen Haus, das aber leider nicht barrierefrei ist und wegen meiner Krankheit und Gehbehinderung früher oder später nicht mehr optimal ist.

Nachdem nun auch mein Mann seine berufliche Tätigkeit aufgegeben hat, treibt uns das "Wohnen 50plus" auch um.

Allerdings haben wir immer wieder von schlechten Erfahrungen gehört und gelesen. Nach großer Euphorie kommt es oft nicht zur Verwirklung des Projekts und wenn doch, so ist häufig von Streit und Ärger zu hören. Ich weiß sogar von keinem einzigen konkreten Fall, wo es keinen Ärger untereinander gegeben hätte. Das ist im Fall von Wohneigentum besonders problematisch, da die Objekte ja nicht ohne weiteres weiter verkauft werden können.

Daher wollen wir uns nach reiflicher Überlegung an keinem Projekt beteiligen, bei dem es Gemeinschaftseigentum gibt.

Nun sind wir durch Internet-Kontakte auf ein Dorf Nahe Bremervörde gestoßen, das derzeit ein interessantes Generationwohnprojekt auf die Beine stellt und einen aktiven Bürgermeister hat, der sich des Generationenwandels bewusst ist.

Da es in dem Ort auch andere baureife, zentrumsnahe Grundstücke gibt - voll erschlossen zum Preis von € 30/qm - überlegen wir, eine Siedlungsgemeinschaft von Hauseigentümern zu gründen, wobei jeder seine eigene Parzelle erwirbt und nach eigenem Gutdünken baut. Zusammenarbeit, gemeinsame Baubetreuung, gegenseitige Hilfe etc. kann - muss aber eben nicht sein. Die einzelnen Parteien wären wirtschaftlich völlig unabhängig. Gleichzeitig könnte von dem Generationenprojekt des Dorfes profitiert werden (wo zumindest mein Mann und ich uns ehrenamtlich einbringen möchten).

Was haltet Ihr von dieser Idee?

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Beitragvon Vivi_01 » 25.07.2011, 18:52

Hallo,

Gemeinschaftseigentum ist leider in den meisten Fällen sehr schwierig, dass kenne ich aus meiner früheren tätigkeit als Verwalterin für Eigentümergemeinschaften.

Ich halte Deine Idee für eine gute Idee und denke, dass es genial ist sich seine Nachbarn selbst auszusuchen. Baugebiete *50 plus* wird es in Zukunft immer mehr geben oder auf jeden Fall ein Bereich in Neubaugebieten wird hierfür ausgewiesen, ohne dass ein *Ghetto* entsteht. So eine Art
Concierge-Service ist denkbar.

Lieben Gruß

Vivi
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Vivi_01
 

Beitragvon RoswithaC » 26.07.2011, 10:36

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Beitragvon Bergmeister » 06.08.2011, 0:21

Die von Dir geschilderte Wohnform halte ich unter den gegebenen Bedingungen für durchaus sinnvoll.
Ich glaube jedoch, daß man im Alter so nach und nach verstehen muß, daß das Wohnen zur Miete weitaus günstiger ist. Warum: Die Wohnung ist barrierefrei, im Haus ist Aufzug und Tiefgarage. Die Miete ist durch ein Mieterdarlehen günstig, Mietveränderungen für 15 Jahre sind ausgeschlossen. Wir haben einen Verein der mit dem Vermieter auf Augenhöhe verhandelt.
Ihr müßt immer noch selbst verhandeln und trotz allem Positiven Rücklagen bilden für Reparaturen u.s.w.. Und wenn man keine Kinder hat oder die Kinder wegen der ungünstigen Wohnlage nicht in dem von Euch gebildeten Eigentum wohnen möchten, dann ergeben sich vollkommen neue Probleme.
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