In der Nacht zum 16. August 1977 hat das Big Ear genannte Radioteleskop der Ohio State University ein Signal empfangen, das den Astronomen Dr. Jerry Ehman vor lauter Aufregung dazu veranlasste, ein großes WOW auf den Computerausdruck zu schreiben. Dieses legendäre WOW-Signal erfüllte alle Bedingungen, die eine Radiobotschaft von fernen Welten haben müsste (Schmalbandigkeit von weniger als 10 kHz, Frequenz auf der sog. Wasserstofflinie von ca. 1420 MHz etc.), nur eine nicht: es wiederholte sich niemals. Nachdem alle möglichen irdischen Quellen für dieses Signal ausgeschlossen wurden und nach jahrelangen Forschungen kamen Ehman und seine Kollegen zu dem Ergebnis, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein intelligentes Signal aus dem interstellaren Raum handelt, dessen Ursprung und Sinn uns aber verschlossen bleibt. Ob es eine Botschaft (also Modulation) enthalten hat, werden wir ebenfalls nicht erfahren können, da die damaligen Empfänger nicht leistungsfähig genug gewesen wären, sie aufzuzeichnen. Geblieben ist ein mysteriöses Signal, das die Phantasie zahlreicher Menschen beflügelt hat und immer noch beflügelt und das wieder einmal die uralte Frage stellt: sind wir wirklich alleine in diesem unvorstellbar großen Universum?
Unter Wissenschaftlern wird diese Frage genau so kontrovers diskutiert wie unter Laien. Befürworter der Annahme, dass es überall im Universum intelligentes Leben geben muss, argumentieren z.B. mit der Drake-Gleichung, Gegner mit dem Fermi-Paradoxon und die S.E.T.I.-Forschung sucht weiterhin das All nach intelligenten Radiosignalen ab. In den vergangenen 33 Jahren seit der Entdeckung des WOW-Signals hat sich die Erforschung des Kosmos rasant entwickelt, inzwischen sind bereits um die 500 Exoplaneten in unserer kosmischen Nachbarschaft entdeckt worden, von denen zwar die meisten unbelebte Gasriesen sind, einige aber durchaus erdähnliche Eigenschaften aufweisen. Und heute hat die NASA ein sensationelles Forschungsergebnis vorgestellt: Bakterien, die von und mit Arsen leben, was bislang für unmöglich gehalten wurde. Obwohl diese Bakterien ganz irdirscher Natur sind und in einem kalifornischen Salzsee gefunden wurden, werfen sie ein völlig neues Licht auf die Entstehung von Leben und damit auch auf die Möglichkeit biologischen Lebens außerhalb unser guten alten Erde.
Vielleicht sind wir ja wirklich nicht alleine? Ich bin immer davon ausgegangen, dass es genau so sein muss, ganz einfach weil es Leben definitiv gibt und die Bausteine dafür überall im Universum zu finden sind. Es kommt nur auf die richtigen Bedingungen an, aber angesichts der schieren Anzahl an Sternen und Galaxien wäre es in meinen Augen absurd zu glauben, dass diese Lebensbedingungen unter Billionen und Aberbillionen von Möglichkeiten nur ein einziges Mal vorgekommen sein sollten.
Wenn euch das Thema interessiert, will ich gerne mal eine kleine Sammlung von Links zu den interessantesten Seiten dazu einstellen.
melina
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