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Suche nach dem Vater

3 Beiträge

Beitragvon guenni1 » 07.04.2012, 10:18

Hallo, ich versuche es in Kürze zu schildern, was mich zu diesem Forenbeitrag brachte.

Ich übernahm 2009 die rechtliche Betreuung einer mittlerweile 80jährigen behinderten, auch leicht dementen Frau. Diese erzählte mir, dass sie im Jahre 1954, in der damaligen DDR, eine Tochter geboren hätte. Die Tochter wäre ihr nach der Geburt genommen und in einer Pflegefamilie untergebracht worden. Seit dem hätte sie ihre Tochter nicht mehr gesehen. Ausgeschlossen war ja von Anfang an nicht, dass die Tochter nicht mehr lebt.

Meine diesbezüglichen Aktivitäten und Recherchen verliefen erst lange Zeit negativ. Ich hatte manchmal auch das Gefühl, dass verschiedene Behörden und Ämter nicht so recht helfen wollten. Dann, mit Hilfe eines Betreuungsvereines der Umgebung aus der meine Betreute stammt, gelang es mir doch im Jahre 2011 den Aufenthalt der Tochter ausfindig zu machen. Sie wohnt in Sachsen, war lange Zeit in einer Pflegefamilie (Anm.: Hier gab es wohl massive Probleme, weswegen heute kein Kontakt mehr gewünscht ist bzw. besteht), und auch in verschiedenen Heimen. Mittlerweile konnte ich zwei Treffen arangieren.

Ein "Problem" möchte ich jedoch noch angehen. Wenn möglich positiv bewältigen. Welches?

Die Tochter erzählte mir, dass sie ihren Vater nicht kennen würde, jedoch gerne wissen würde, wer es war? ist?

(Anm.: Er kann ja schon verstorben sein, aber auch, wie die Mutter, noch leben)

Meine Betreute sagte mir auf Fragen, dass sie nur noch den Vornamen des Vaters wisse. Ich weiß, wo meine Betreute damals wohnte und arbeitete.

Ich weiß wo die Tochter geboren wurde und ihr erster Meldewohnsitz war.

Wer kann mir eventuell Hinweise geben an wen ich mich wenden könnte? Was ich veranlassen könnte um den Vater ausfindig zu machen?

Zusatz:
Ich bin die nächsten Tage nur sporatisch am PC, werde jedoch ab kommenden Dienstag "interessiert" nachschauen.
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guenni1
 

Beitragvon melindaha2 » 07.04.2012, 10:46

Ich habe gerade so ein Fall, das heißt wir, einige die damals hier Vertragsarbeiter waren, sind auf einem Platform wie 50 +, allerdings die Tochter weiß wie ihr Vater heißt und wo er sein könnte, etwa, meine Landsleute so ca. 50 Tausend waren wir insgesamt, nicht zimperlich, die deutsche Damen boten sich geradezu an, heute ist es nicht anders, Ausländer ziehen an, es könnten einige Kukukskinder geben.
Zunächst würde ich dort nachfragen, wo die Geburten registriet werden, hier zB. im Rathaus, dann Einwohnermeldeamt, etwas hat ja die Mutter angeben müssen damals? :?: :?: :?:
Viel Glück :D :D
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melindaha2
 
Beiträge: 697

Beitragvon seneca62 » 07.04.2012, 15:36

..werter "guenni1"

..ihr beitrag hat mich sehr berührt, und es ist für mich vorstellbar,daß ihnen diese causa sehr am herzen liegt..
er hat mich auch insofern,berührt,da ich selbst mal als "beteiligter" mit solch gegebenheiten konfrontiert war - es ist aber jetzt nicht meine absicht, meine geschichte hier einzubringen..
bloß mit einer kurzen darstellung..
..ich habe in meiner ausbildung einige familienaufstellungen (nach "hellinger") gemacht,
bei einer solchen aufstellungsarbeit,hat eine frau nach ihren vater "gesucht" - d.h. dies problem, daß sie nichts von ihm weiß, keine ahnung hat ob er lebt, wie er heißt, wo er sich befindet..usw - aufgestellt..
..und ein teilnehmer, der die rolle des vaters übernahm..sagte frei heraus - ich suche dich auch..

..ich hab damals die kollegin (psychotherapeutin) welche die aufstellungsarbeit leitete unterstützt,
für mich war das "phänomen" klar - daß die frau diese aussage vom "rollen-vater" als glücksgefühl
in sich geborgen hat..dennoch war es für sie, damals halt ein "schwacher" trost zugleich..
es sind ein paar monate vergangen, und bei einer zusammenkunft mit meiner kollegin, erzählt mir sie - die frau von damals - die ihren vater über jahre vergeblich in vielen österr bundeländern, u auch in angrenzenden ländern suchte - hat ihn gefunden..
nun sie mögen zugang zu solch "phänomenen" haben oder nicht - real ist, daß wir menschen hier - alle verbunden sind - ansonst würde auch eine arbeit - wie aufstellungen,etc - keine lösungsansätze
oder aussagen bringen..
da dies, was wir mit unserem begrenztem bewußtsein wahrnhmen - bloß ein teil dessen ist - was "wirklich" um uns und mit uns geschieht..
in meinem erlebten fall, war es so, daß sich die suchende frau - mit voller überzeugung u stimmigkeit auf die frage - wo ist mein vater - sich in die aufstellung begab..
..und ich es so erlebte - daß sie bei sich keinen zweifel aufkommen ließ - und dann fündig wurde
..mir sind keine einzelheiten bekannt - wo und wodurch sie ihn dann gefunden - lediglich, daß einige
wochen nach der aufstellung - die über viele jahre andauernde ergebnislose suche ein glückliches ende fand..

..es wär auch eine überlegung wert, es auf "dieser ebene" zu versuchen...NUR - wenn die frau auch
einen zugang zu solch "arbeiten" hat..

bitte betrachten sie meinen beitrag nicht als aufforderung, ich sehe es als auftrag von meinem wissen u erfahrung heraus - darauf hinzuweisen..

lieben gruß aus wien - seneca
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seneca62
 


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