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Forum der Themengruppe Sucht

Moderator: Lebensfroh

Beitragvon Traumtaenzerin » 27.05.2012, 14:08

[color=#4000FF]Ich bin da schon der Meinung, dass Rauchen auch zum Thema Sucht gehört. Mein Ma, raucht im Monat 120 Packungen X 4,80 Euro sind das locker im Monat 576 Euro. Hinzu kommt seine Rücksichtslosigkeit mir gegenüber. Er qualmt mich ein ohne Rücksichtnahme. Wenn ich etwas sagen, wird er sauer und meint ich könne ja nach draußen gehen, wenn es mir nicht gefällt. Habe nun meine Konsequenzen gezogen und ihn verlassen. Mir kommt auch kein Raucher mehr in die Wohnung.
Im Gegensatz zu einem Alkoholiker lässt ein Raucher seine Mitmenschen durch das Passivrauchen früher sterben. Wobei ein Alkoholiker sich allein zugrunde richtet. Ich habe kein Mitgefühl mehr für solche rücksichtslosen Menschen. Wie gesagt, ich habe es so erlebt.
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Beitragvon Uschi1948 » 27.05.2012, 18:12

Traumtaenzerin hat geschrieben:
[color=#4000FF]Ich bin da schon der Meinung, dass Rauchen auch zum Thema Sucht gehört. Mein Ma, raucht im Monat 120 Packungen X 4,80 Euro sind das locker im Monat 576 Euro. Hinzu kommt seine Rücksichtslosigkeit mir gegenüber. Er qualmt mich ein ohne Rücksichtnahme. Wenn ich etwas sagen, wird er sauer und meint ich könne ja nach draußen gehen, wenn es mir nicht gefällt. Habe nun meine Konsequenzen gezogen und ihn verlassen. Mir kommt auch kein Raucher mehr in die Wohnung.
Im Gegensatz zu einem Alkoholiker lässt ein Raucher seine Mitmenschen durch das Passivrauchen früher sterben. Wobei ein Alkoholiker sich allein zugrunde richtet. Ich habe kein Mitgefühl mehr für solche rücksichtslosen Menschen. Wie gesagt, ich habe es so erlebt.
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Der Text in blassgrün ist kaum lesbar, nimm doch einfach eine etwas dunklere Farbe.
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Beitragvon Mumpsi » 29.05.2012, 18:47

moni50plus hat geschrieben:
froggybln hat geschrieben:Wildcat

" Keine Hilfe ist die beste Hilfe"

Klingt brutal, ist aber so. Nur wenn ein Abhängiger keinen Ausweg mehr hat, wenn er - leider -ganz unten ist, oder fachlich gesagt: seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hat, ist er bereit etwas für sich zu tun.
Die Krux der Co´s ist, sie helfen, aber solange ein Abhängiger Hilfe bekommt sieht er keinen Grund aufzuhören. Fallen lassen ist der richtige Weg. Ein Abhängiger verspricht, lügt und betrügt.Er kann nicht anders, die Sucht ist stärker. Er ist ein großartiger Schauspieler ohne jemals diese Ausbildung erhalten zu haben.
Auch Co´s sind sind süchtig, sie leiden an der Sucht helfen zu müssen.
Nur sie gehen daran ebenfalls kaputt.

Dieser Beitrag hat mir regelrecht Luft verschafft. Ich muß gerade zusehen wie meine einzige Tochter mit Alkohol abrutscht. Ich selbst hab früher vieles durchgemacht in der Hinsicht, ich weiß von was ich rede. Wenn es so weitergeht werde ich daran kaputtgehen.

Liebe Moni, auch ich steckte vor vielen Jahren in einer sogenannten Co-Abhängigkeit. Als ich nicht mehr weiter wusste, bin ich zu den Anonymen Alkoholikern gegangen, um Rat einzuholen. Es gibt dort Angehörigengruppen, die sogenannte Al Anon. Ich würde Dir raten, diese Gruppen zu besuchen. Es kann Dir helfen, mir ging es jedenfalls so. Ich wünsche Dir alles Gute. Liebe Grüsse Mumpsi
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Mumpsi
 
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Beitragvon Sphinx61 » 30.05.2012, 16:24

ja als co ist man wirklich auch süchtig...
auch hab ich es sehr spät eingesehen...als ich auch schon fast fix und fertig war...
und fast alle mit den nerven...
ich hab mir auch hilfe und rat in angehörigengruppen, suchtberatung und selbst die auskunfunft im frauenhaus schäute ich nicht mehr...
es gab dann nur noch hopp oder topp...
entwereder ich geh mit unter oder ich änder was an meinem leben...was ich dann auch tat...
heut bin ich dankbar und froh, dass ich was geändert hab,
in meinem sinne...
ich kann jedem nur empfehlen sich hilfe zu suchen, denn allein ist es ein sehr steiniger weg...
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Beitragvon Tarantel60 » 02.06.2012, 15:50

Würde einen schönen Poster schmücken:

Trinke nie zu viel, denn die letzte Flasche die drauf geht, könntest Du selbst sein!
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Tarantel60
 

Beitragvon jacki10 » 15.07.2012, 9:37

froggybln hat geschrieben:Hallo „Süchtige und Co´s
Wie wäre es einen extra Thread für
diesen sensiblen Themenkreis zu eröffnen.?
Einen Thread wo über Süchte im
Allgemeinen, Ursachen, Wirkungen
und Folgen geschrieben werden kann.
Die beiden zurzeit bestehenden zwei Threads sind
ja zu spezifisch ausgeschrieben.
Sollte ein reger Zulauf erfolgen kann eventuell
ein spezieller Themenkreis, wie früher einmal,
von der Administration eingerichtet werden.
Alle Suchtthemen können hier behandelt werden.
Der Thread dient dem Erfahrungsaustausch, soll
Hilfsangebote anbieten, eigenes Erleben wiedergeben,
„Betroffenen und Co – Abhängigen“ einen positiven Weg
und Umgang mit der jeweiligen Sucht aufzeigen.
Überwiegend wird es die Sucht „ Alkoholismus“ sein,
aber nicht nur. Alle die Gesundheit schädigenden Süchte
können angesprochen werden.
Meine Bitte ist:
Aufgrund der Ernsthaftigkeit des Themas wird darum gebeten
von unsachlichen Bemerkungen oder Verwitzelungen
Abstand zu nehmen.




hallo froggybln

auch ich kann über das Thema allerhand berichten, nur kurz, ich wuchs in der Alkoholiker Familie mit 6 Geschwistern auf, meine Mutter war Aklohol krank, und Starb mit 42, mein jüngster Bruder war damals gerade 4 Jahre alt, bis heute bin ich Co abhängig und muss mit den Folgen leben.
mein Mann ist auch Alkoholiker sieht es aber nicht ein, ich selbst bin auch alkoholabhängig, 2009 wurde mir der Fs genommen wegen Alkohol am Steuer, ich musste mein Leben aufarbeiten und das gründlich, es war sehr schmerzhaft tief in der Seele zu suchen.
ich wollte mir nicht eingestehen das ich Alkohlabbänig war.
Das wurde mir erst klar als ich mich auf die MPU vorbereiten musste, 3,5 Jahre musste ich an mir arbeiten um meinen Fs nach der 3. MPU wieder zurück zu bekommen.

Heute bin ich überzeugter Abstinzler und werde es auch bleiben

Gruss jacki10
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Beitragvon froggybln » 15.07.2012, 21:54

Ich wünsche dir gute 24 Stunden und weiter so.
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Beitragvon jacki10 » 16.07.2012, 11:12

froggybln hat geschrieben:Ich wünsche dir gute 24 Stunden und weiter so.

Vielen Dank,
werde demnächst mehr darüber schreiben, vlt. kann ich den einen oder anderen helfen, vorallem was die MPU anbelangt, und alles was damit verbunden ist.
Noch eine Frage: warum kommt mein Beitrag erst an der letzten Stelle.

lG jacki
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Beitragvon yesterday53 » 16.07.2012, 12:21

auch ich kann über das Thema allerhand berichten, nur kurz, ich wuchs in der Alkoholiker Familie mit 6 Geschwistern auf, meine Mutter war Aklohol krank, und Starb mit 42, mein jüngster Bruder war damals gerade 4 Jahre alt, bis heute bin ich Co abhängig und muss mit den Folgen leben.
mein Mann ist auch Alkoholiker sieht es aber nicht ein, ich selbst bin auch alkoholabhängig, 2009 wurde mir der Fs genommen wegen Alkohol am Steuer, ich musste mein Leben aufarbeiten und das gründlich, es war sehr schmerzhaft tief in der Seele zu suchen.
ich wollte mir nicht eingestehen das ich Alkohlabbänig war.
Das wurde mir erst klar als ich mich auf die MPU vorbereiten musste, 3,5 Jahre musste ich an mir arbeiten um meinen Fs nach der 3. MPU wieder zurück zu bekommen.

Heute bin ich überzeugter Abstinzler und werde es auch bleiben

Gruss jacki10
[/quote][/quote]

@jacki10

ich habe mal Deinen Bericht zitiert und das unterstrichen, was ich nicht verstehe.
Bist Du Alkoholikerin oder Abstinenzler, lebst Du in Alk-Freiem Umfeld (Dein Mann ist alk ..) ?
Was machst Du gegen Deine co-Abhängigkeit ?

yesterday
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Beitragvon froggybln » 16.07.2012, 18:04

Ja, es ist so einiges unklar, oder geht durcheinander.
Aber für mich ist es uninteressant ob sich jemand
abstinent, trocken, Alkoholkrank, usw bezeichnet,
wichtig ist, er trinkt keinen Alkohol mehr.
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froggybln
 
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Beitragvon yesterday53 » 16.07.2012, 18:07

@froggy

es freut mich, daß diese Devise bei Dir aufging.
Heute weiss man: " nur aufhören zu trinken genügt nicht"
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Beitragvon froggybln » 16.07.2012, 19:29

stimmt, man muss kapitulieren, keinen Waffenstillstand schließen.
Und ich bin und bleibe ein Alkoholiker ( trocken)
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Beitragvon jacki10 » 17.07.2012, 10:11

froggybln hat geschrieben:Ja, es ist so einiges unklar, oder geht durcheinander.
Aber für mich ist es uninteressant ob sich jemand
abstinent, trocken, Alkoholkrank, usw bezeichnet,
wichtig ist, er trinkt keinen Alkohol mehr.

[code ] Hallo froogy
ich wollte mich nur kurz bei dir melden, muss nachher zur Arbeit, ich werde noch ausführlich darüber berichten, ich wollte nur mal sehen ob jemand meine Bericht interssiert

vG jacki10[/code]
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Beitragvon Lebensfroh » 21.07.2012, 19:08

Tarantel60 hat geschrieben:Sucht ist Unfreiheit.
Doch um überhaupt Therapie mit Aussicht auf Erfolg machen zu können, muss man bei dem Patienten wenigstens einen Funken Freiheit annehmen, denn sonst könnte sich der Patient gar nicht dazu entscheiden, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen!
Schon das Wort RÜCKFALL oder KONTROLLVERLUST hat etwas Überfall artiges an sich, und wird heute gemieden. Auch SUCHTDRUCK gehört dazu und sollte man am besten meiden.
Wir sagen heute lieber, dass jemand sich entschieden hat, zu trinken, oder wir sprechen von Vorfall, statt Rückfall.
Das sind ganz wichtige Momente für jemanden, der seine ganze Persönlichkeit, seine Willenskraft etc. durch Alkohol verloren hat.

Also nun muß ich mit mich nach längerer Zeit doch mal wieder einklinken, also jeder Mensch der Alkohol trinkt hat sich vielleicht schon einmal bei einem wie von Dir so schön UMSCHRIEBENEN Kontrollverlust erlebt. Der Ausdruck ist fachmännsch völlig korrekt. In der Suchtarbeit sprechen auch die Fachleute von KONTROLLVERLUST UND RÜCKFALL in die Sucht. Hat also so gar nichts mit überfallartig zu tun. Und die Alkoholkrankheit ist nun mal eine Rückfallerkrankung die gehören einfach dazu. Und eine Therapie ist längst keine Garatie für Erfolg. Und das Wort Unfreiheit klingt so nch Knast und jeder Mensch hat die freie Entscheidung SEIN LEBEN selbst in die Hand zu nehmen und wenn dieser Mensch mehrere Anläufe braucht um Alkoholfrei zu Leben dann ist das eben so. Auch das Wort SUCHTDRUCK gehört zum Alltag eines SÜCHTIGEN und sollte auch als solcher benannt werden, denn was ist es denn sonst wenn der Druck nach einer Droge egal welche da ist. Ich meine der Süchtige spürt den Druck nach der Sucht also SUCHTDRUCK. So nun habe ich hierzu meine Meinung geschrieben und glaube mir, ich weiß wovon ich schreibe.
dies schrieb eine Betroffene die schon längere Zeit alkoholfrei lebt und das ist gut so
lg
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Beitragvon ianuswien » 27.07.2012, 6:41

Liebe Community, nun gibt es ja sozial erwünschte und sozial nicht erwünschte Süchte. Die sozial nicht erwünschten Süchte kennen wir alle. Die sozial erwünschten Süchte, darüber denkt kaum jemand nach: Die Sucht gebraucht zu werden, die Sucht nach Liebe und Anerkennung, die Sucht nach Arbeit, die Sucht nach Sport .... Stigmatisiert werden nur Menschen mit sozial nicht erwünschter Sucht. Was denken Sie weshalb das so geteilt wird? Vielleicht weil die Sucht nach Liebe und Anerkennung für andere bequem ist? Die Sucht nach Sport unseren Aktivitätsfanatismus befriedigt und gut unsere Illusion der ewigen Jugend nährt?

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag ein bisschen die Haltung gegenüber Sucht relativieren. Denn wir leben in einer süchtigen Gesellschaft. Nur manche haben einfach die "richtige" Sucht gewählt.

Liebe Grüße
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ianuswien
 
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