von Nativa » 26.01.2010, 16:27
Der Bildsensor - das Herzstück jeder Digicam
Der Sensor ist jene Teil einer Kamera in welchem ein aufgenommenes Foto endgültig erstellt wird, so wie die Aufnahme durch den Sensor geschickt wird, so erfolgt das Abspeichern auf eine Speicherkarte. Neben diversen Parameter wie Schärfe, Rauschen, Weißabgleich und dergleichen wird jetzt die Anzahl in Pixel festgelegt und somit auch aufgenommen.
Eine Digitalkamera mit 12 Millionen Pixeln ist besser als eine mit 6 Millionen, ist doch logisch könnte man meinen, außerdem wird uns laufend suggeriert das diese Aussage seine Richtigkeit hat und somit viele Pixel gut sind. Stimmt nicht, sofern es sich um keine Spiegelreflexkamera handelt ist diese Annahme leider falsch. Schon seit einiger Zeit kann man beobachten das die Bildqualität, bei steigender Pixelanzahl, abnimmt. Der Grund hierfür ist, dass die Bildsensoren in der Kamera in immer mehr und damit auch kleinere Pixel aufgeteilt werden muss. Um trotzdem noch brauchbare Ergebnisse zu erzielen, wird schon während der Aufnahme das Bild mehr oder weniger durch eine Kamerasoftware bearbeitet.
Heute könnte man also sagen, je mehr Pixel desto schlechter das Bild. Nun, Kompaktkameras sollen klein und preiswert sein, aus diesem Grund werden Bildsensoren in die Kameras eingebaut, die recht klein sind. Bedingt durch die Sensorgröße ist es aber nicht unbeschränkt möglich, ohne weitere Qualitätsverluste die Pixelanzahl zu steigern. Damit diese Kameras entsprechend viele Pixel liefern, werden die klein bleibenden Sensoren immer feiner unterteilt. Das läßt für jedes Pixel natürlich entsprechend weniger Licht übrig mit der Folge, dass die Lichtempfindlichkeit der Kamera abnimmt und gleichzeitig sich das Bildrauschen erhöht. Auf grund der Kompaktheit solcher Kameras können auch nur kleine Objektive eingesetzt werden, Abbildungsfehler sind meisst die Folge. Die Pixel werden inzwischen so klein, dass das physikalische Phänomen der Beugung dazu führt, dass die Detailwiedergabe bei kleiner Blendenöffnung abnimmt.
Für digitale Spiegelreflexkameras gilt diese Betrachtung so nicht, weil der Sensor dieser Kameras und damit jedes einzelne Pixel sehr viel größer ist, dadurch werden die Kameras lichtempfindlicher und zeigen geringeres Bildrauschen. Hochwertige Objektive liefern die notwendige Auflösung und die Kameras sind auf große Datenmengen ausgelegt.
Der beste Kompromiss für eine Kompaktkamera ist also ein Sensor mit 6 Millionen Pixel, mehr ist, wie bei vielen Dingen, manchmal weniger.
Gängige Sensorgrößen:
Vollformat - 24 x 36 mm, dieser Sensor wird in hochpreisigen Modelle verbaut
APS-C - 22 x 15 mm, momentan ist dieser Sensor in allen aktuellen DSLR Modellen
4/3 - 18 x 13,5 mm, dieser Sensor wurde vor ein paar Jahren für das FT-System von Olympus eingeführt.
2/3 - 8,8 x 6,6 mm, diese Größe befindet sich in vielen Bridgekameras
1/1,8 - 7,2 x 5,3 mm, wird in Kompaktkameras eingebaut
1/2,5 - 5,8 x 4,3 mm, wird in Kompaktkameras eingebaut
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Die Größe der einzelnen Sensoren im Vergleich, Foto by Dbreviw