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Unsichtbare Fäden...

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Beitragvon parove » 02.02.2012, 14:28

hängen wir nicht alle, der eine mehr,
der andere weniger, an solchen
Fäden, an denen unaufhörlich
gezerrt und gezogen wird,

an denen wir uns, in der Hoffnung
darauf, dass sie ewig halten mögen,
marionettengleich durch Zeit und
Raum bewegen,

jedoch, in ständiger Angst davor,
dass sie reißen könnten und wir
daraufhin auf uns selbst zurückfallen
müssten.
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Beitragvon FagusW » 02.02.2012, 14:38

Wurzeln sind sicher auch ne Art Fäden,
gegen Wind und Wetter.

Der Baum empfiehlt:
Immer entgegengesetzt zur Schwerkraft wachsen!
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Beitragvon Seesternle » 02.02.2012, 14:57

Wer sein Selbst erkannt hat und ihm vertraut
muss reißende Fäden nicht fürchten
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Beitragvon philosophie » 02.02.2012, 15:31

Wir leben in einem mal sichtbaren, mal unsichtbaren Geflecht von Steuerungen, denen wir uns nicht immer, aber mit zunehmenden Alter immer bewusster entziehen können. Wichtig ist, rechtzeitig zu merken, dass an unseren Fäden gezogen wird bzw. versucht wird daran zu ziehen. Ich möchte dann gegensteuern können. Eine willenlose, fremdbestimmte Marionette möchte ich grundsätzlich nicht sein. Ich werde wissentlich und willentlich keine anderen Menschen zu meinen Marionetten machen. 
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Beitragvon bonsaifreak » 02.02.2012, 17:12

ein Vorteil des Rentnerdaseins:Wir sind den "Faden Chef" los!
Nachteil: Der "Faden Gesundheit" wird zunehmend stärker :(
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Beitragvon dreigroschenoper » 04.02.2012, 2:00

Seesternle hat geschrieben:Wer sein Selbst erkannt hat und ihm vertraut
muss reißende Fäden nicht fürchten


Im Prinzip ja, aber ganz ohne Fäden wäre man in einem Isolierzelt? Das wäre das totale Unglück.
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Beitragvon flamme_im_wind » 11.02.2012, 12:22

parove hat geschrieben:hängen wir nicht alle, der eine mehr,
der andere weniger, an solchen
Fäden, an denen unaufhörlich
gezerrt und gezogen wird,

an denen wir uns, in der Hoffnung
darauf, dass sie ewig halten mögen,
marionettengleich durch Zeit und
Raum bewegen,

jedoch, in ständiger Angst davor,
dass sie reißen könnten und wir
daraufhin auf uns selbst zurückfallen
müssten.



Fäden, die uns vernetzen oder verbinden.
Da sei die Frage erlaubt auf welcher Ebene dies geschieht?

Und wenn wir auf uns zurückgeworfen werden,
ist die Frage erlaubt, wo wir wohl vorher waren?

Und wenn ich mir die Angst betrachte,
frage ich wo ist die Liebe?
Selbstliebe geblieben.
Die Liebe zum Höheren.
Die Liebe...
Die Hoffnung diese wieder zu finden.
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Moderatorin der Regionalgruppe Kreis Lippe
Für ein besseres Miteinander
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Beitragvon hansolafpaul » 11.02.2012, 22:22

parove hat geschrieben:hängen wir nicht alle, der eine mehr,
der andere weniger, an solchen
Fäden, an denen unaufhörlich
gezerrt und gezogen wird,

an denen wir uns, in der Hoffnung
darauf, dass sie ewig halten mögen,
marionettengleich durch Zeit und
Raum bewegen,

jedoch, in ständiger Angst davor,
dass sie reißen könnten und wir
daraufhin auf uns selbst zurückfallen
müssten.


Die Meisten von uns, z.B. der sogenannte "Arbeitnehmer", hängen an diesen Fäden. Man könnte es auch Abhängigkeit nennen. Glücklich der, der als Privatier "geboren" wurde und sich sein lebtag keine Gedanken ums liebe Geld machen muß. Spätestens dann, wenn du eine Familie gegründet hast und dir ein Haus gebaut hast, hängst du nur noch an solchen Fäden.
Im Grunde ist der "Arbeitnehmer" nichts anderes als ein gutgehaltener Sklave und dazu verdammt jedem "Fadenzug" zu folgen.
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Beitragvon Kussmund62 » 11.02.2012, 22:31

parove hat geschrieben:hängen wir nicht alle, der eine mehr,
der andere weniger, an solchen
Fäden, an denen unaufhörlich
gezerrt und gezogen wird,

an denen wir uns, in der Hoffnung
darauf, dass sie ewig halten mögen,
marionettengleich durch Zeit und
Raum bewegen,

jedoch, in ständiger Angst davor,
dass sie reißen könnten und wir
daraufhin auf uns selbst zurückfallen
müssten.


Wenn wir auf uns selbst zurückfallen, bleiben wir im Unterschied zu einer Marionette nicht unbeweglich, sondern entwickeln reissfestere Fäden, an denen wir wie die Spinnen von den Lüften zu neuen Zielen getragen werden,...die zwar auch von der Windrichtung beeinflusst werden, aber durch die Zeitwahl der Fadenfreigabe haben wir deutlich mehr Möglichkeit, auf unser Schicksal Einfluss zu nehmen, als wenn wir an den Fäden eines Puppenspielers hingen.
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Beitragvon Chri51 » 11.02.2012, 22:57

Kussmund62 hat geschrieben: ...sondern entwickeln reissfestere Fäden, an denen wir wie die Spinnen von den Lüften zu neuen Zielen getragen werden...


Wunderschöner Vergleich, liebe Kussmund! :D

Der Volksmund meint, was dich nicht umbringt, macht dich nur stärker...oder so! :roll:
Philosophisch betrachtet existiert m. E. der Mensch nicht, um sich einzeln als autarkes Individuum ohne Bindungen zu entwickeln, sondern seine oberste Aufgabe bleibt, Liebe zu zu lassen und zu lieben, deshalb wird er immer sein Spinnennetz haben und brauchen.

@hansolafpaul,
es ist unerheblich, ob Arbeitnehmer, Arbeitgeber oder einfach nur selbstständig:
jeder hängt an Fäden der Verpflichtungen, der eine muß die Arbeit erledigen und bestimmte Stunden anwesend sein, der andere kämpft täglich um Auftraggeber, weil sonst für niemanden mehr der Rubel rollt...
Manche sind sogar riskanter, was das Reissen anbelangt :roll: .

Eine frühere Nachbarin meinte mal zu mir: "Toll, daß Sie selbstständig sind, da brauchen sie vor allem nie Angst haben, arbeitslos zu werden..." Das war einer der wenigen Momente in meinem Leben, wo ich sprachlos keine Antwort fand!
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Beitragvon hansolafpaul » 11.02.2012, 23:16

Eine frühere Nachbarin meinte mal zu mir: "Toll, daß Sie selbstständig sind, da brauchen sie vor allem nie Angst haben, arbeitslos zu werden..." Das war einer der wenigen Momente in meinem Leben, wo ich sprachlos keine Antwort fand!


Da hast du wohl den "Humor" deiner Nachbarin nicht verstanden.
*Ist nicht böse gemeint*
:D
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Beitragvon Chri51 » 12.02.2012, 4:09

hansolafpaul hat geschrieben:Da hast du wohl den "Humor" deiner Nachbarin nicht verstanden.
*Ist nicht böse gemeint*
:D


Nö, hatte ich auch nicht...ich war rein mit der Suche nach deren (Hirn-)Faden beschäftigt! :mrgreen:
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Beitragvon hansolafpaul » 12.02.2012, 22:28

Fäden können manchmal sehr hilfreich sein. Bestes Beispiel: Der rote Faden der Ariadne.
Damit hatte der Minotauros nicht gerechnet. Was ist eigentlich aus Ariadne und Theseus geworden?
Waren sie ein Paar oder haben sie den Faden verloren?
:?: :?: :?: :mrgreen:
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Beitragvon christencia » 12.02.2012, 22:41

ich bin `ne marionette; :|
-bin froh daüber, dass ich das weiß.
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Beitragvon Chri51 » 13.02.2012, 12:05

hansolafpaul hat geschrieben:Fäden können manchmal sehr hilfreich sein. Bestes Beispiel: Der rote Faden der Ariadne.
Damit hatte der Minotauros nicht gerechnet. Was ist eigentlich aus Ariadne und Theseus geworden?
Waren sie ein Paar oder haben sie den Faden verloren?
:?: :?: :?: :mrgreen:


Da gabs kein Happyend! :roll:

Es wurde zwar noch gemunkelt, daß Ariadne von Theseus schwanger gewesen sei... die einen sagen so, die anderen sagen so!
Vielleicht war das der Grund, warum sie anschließend den Weingott geehelicht hatte?
Und er hat sich erstmal in eine andere verliebt, wahrscheinlich auch geheiratet, nachdem Ariadnes Schwester Phaidra als seine 2. Ehefrau genannt wurde...

Was lernen wir daraus?
Bei den altgriechischen Göttern ging´s zu, wie im richtigen Leben!
:mrgreen:

Da kann man auch schon mal einige Fäden verlieren... :lol:
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