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Was ist schon Zeit?

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Beitragvon Katharina88 » 09.12.2011, 20:10

"Kalender,Kalender,du bist ja schon so dünn!"Dieser bekannte Satz zeigt uns augenfällig und unerbittlich an,dass erneut ein Jahr in den Tiefen der Zeit versinkt.Was ist denn nun eigentlich "Zeit?"Zunächst ist sie eine uralte Frage der Philosophie und später der Physik.Wir kommen regelmäßig mit der Definition aus,dass Zeit messbarer Ablauf des Geschehens ist.Die alten Griechen hatten einen zyklischen Zeitbegriff.Die Zeit drehte sich für sie im Kreis und kehrte immer wieder an den Ausgangspunkt zurück.
Nietzsche sprach von der "ewigen Wiederkunft des Gleichen!" Der Physiker Newton sah die Zeit als
absolut gleichmäßig  verlaufend an.Dem widersprach Einstein ,der sie als relativ erachtete.Das sind für uns nicht unbedingt zugängliche Sphären.Wir empfinden aber bei unterschiedlichen Anlässen die Zeit
durchaus als relativ.Das Warten auf ein Prüfungsergebnis lässt einen die Zeit unendlich lang erscheinen .
Der schöne Urlaub vergeht dagegen viel zu schnell .
Was ist Zeit? Die Hellenen antworteten;" nichts,denn die Vergangenheit war,die Zukunft ist noch nicht und die Gegenwart ist flüchtig!"Was ist da Zeit!
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Beitragvon hansolafpaul » 09.12.2011, 22:38

Ich werde mir noch etwas Zeit lassen mit meiner Antwort. Morgen, vielleicht ... Oder Übermorgen.
Vielleicht mache ich auch eine Zeitreise. An der Zeitlinie entlang zurück. An welchem Zeitbahnhof würde ich aussteigen? Bin ich überhaupt ein Aussteiger? Alles nur eine Frage der Zeit. Zeit ist zeitlos und vergeht doch viel zu schnell. Es wird Zeit auf den "Senden"-Knopf zu drücken. Höchste Zeit. Mein Zeit-Zug wartet. Ich muss mich sputen. Hab' keine Zeit, komm Morgen wieder ...
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Beitragvon Helmut1951 » 09.12.2011, 22:50

kommt zeit - kommt rat

oder:

gestern war heute noch morgen..........

alles relativ..........
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Beitragvon schneerot » 09.12.2011, 22:54

Zeit ist kostbar....
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Beitragvon hansolafpaul » 09.12.2011, 23:08

Zeit ist ein zutiefst menschliches "Problem".
Ich hätte gerne mehr Zeit - aber woher nehmen? Müßte ich nicht Arbeiten, dann hätte ich mehr Zeit. Dann könnte ich die Zeit sinnlos vergehen lassen, müßte mich nicht messen lassen.
Vergangene Zeit(en) kann man nicht zurückholen. Man kann sich nur an vergangene Zeiten erinnern. Und die Zeit vergeht ...
Wann war meine beste Zeit. Jetzt? Niemals!
Zeit, Zeit, Zeit ...
Habe heute noch keine Zeit(ung) gelesen. Wie schön. So weiß ich gar nicht was seit gestern alles passiert ist. :mrgreen: :mrgreen:
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Beitragvon hansolafpaul » 10.12.2011, 0:23

Zeit ist vergangen. Keiner hat sich die Zeit genommen etwas zu schreiben. In der Zwischenzeit hat sich einer meiner Kontakte verabschiedet, ist verblaßt, hat kein Gesicht mehr. Warum? Zuviel Zeit hier verbracht? Aber kommt Zeit, kommt Rat. Auch ich werde eines Tages verblassen. Wenn meine Zeit gekommen ist. Wenn der Zug zum letzen Mal in den Bahnhof fährt. Hoffentlich hat er Verspätung :mrgreen:
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Beitragvon Authenticus » 10.12.2011, 0:33

Alles im Leben hat >> seine<< Zeit ....

Die Zeit beginnt zu rennen, so zunehmend gefühlt ab 50 Jahren
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Beitragvon Maricka » 10.12.2011, 0:35

Ein jedes Ding muss Zeit
zum Reifen haben.


William Shakespeare (1564-1616)
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Beitragvon nettestierfrau » 10.12.2011, 11:22

Was machst du heute ? Hast du am Wochenende etwas vor ?
Ich antworte :" Nichts ! "
Sehe in den Augen meines Gegenüber völliges Unverständnis.
Zeit zu haben, sich Zeit nehmen, auf dem Sofa sitzen und Löcher in die Luft gucken ist völlig aus der Mode gekommen.
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Beitragvon Oase100 » 10.12.2011, 17:55

gute zeiten, schlechte zeiten,  die guten sind schneller rum als die schlechten.olles is relativ.
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Beitragvon Mizuki » 10.12.2011, 20:54

Unaufhaltsam dreht
das Rad der Zeit sich,
man möcht es halten ,
wenn die Stunden schön,
und wünscht bei Gram,
es mag sich schneller drehn,
doch läßt es sich beirren,
das ist es ja,
du bist es ,
der sich anzupassen hat!
Drum nütz die Zeit,
was sie auch bringt,
das Schlechte wird vergessen,
das Schöne aber
dir in Erinnerung,
dann noch viel
schöner dünkt!
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Beitragvon Katharina88 » 10.12.2011, 23:19

hansolafpaul hat geschrieben:Zeit ist vergangen. Keiner hat sich die Zeit genommen etwas zu schreiben. In der Zwischenzeit hat sich einer meiner Kontakte verabschiedet, ist verblaßt, hat kein Gesicht mehr. Warum? Zuviel Zeit hier verbracht? Aber kommt Zeit, kommt Rat. Auch ich werde eines Tages verblassen. Wenn meine Zeit gekommen ist. Wenn der Zug zum letzen Mal in den Bahnhof fährt. Hoffentlich hat er Verspätung :mrgreen:

Hallo,hansolafpaul,
Du hast nach meiner Einschätzung den Begriff Zeit für uns alle verständlich auf das Wesentliche reduziert.Was wissen wir denn schon vom Zeit -Raum-Kontinuum und  tiefschürfenden philosophischen
Betrachtungen.Uns verbleiben die ewigen Fragen ":woher kommen wir, was tun wir hier und wohin gehen wir?" Du hast die Vergangenheit über die Erinnerungen für die Gegenwart lebendig werden lassen.Du hast die Gegenwart als sinnlos verlaufend charakterisiert,was ich gerade Dir nicht abnehmen kann.
Irgendwie versuchen wir doch alle,die Zukunft zu gestalten --für uns und besonders für   Kinder und Enkel.
Das ist eine äußerst sinnvolle Handlungsweise in der Gegenwart mit Wirkungsqualität für  die Zukunft.

Die Zukunft - wohin gegen wir--hast Du mit dem Verweis auf die Endlichkeit "wenn meine Zeit gekommen ist!" treffend aufgezeigt.
Der Begriff Zeit dürfte den Lesern transparenter geworden sein--Dir sei Dank!
Guten Abend!
Katharina 
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Beitragvon Solist3 » 11.12.2011, 1:23

Ich finde die Aussage von Martin Buber sympathisch:

Du kannst Dein Leben nicht verlängern - nur vertiefen. Nicht dem Leben mehr Jahre, aber den Jahren mehr Leben geben. Zähle das Leben nicht nach Tagen und Jahren. Zähle die Stunden, da der Engel Dich berührte.
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Beitragvon parove » 11.12.2011, 13:40

die Zeit läuft -

Indem wir Menschen
gegenwärtig in der Lage sind,
mögliche Irrungen zu erkennen
und zeitnah zu korrigieren,

haben wir auch zukünftig
die Chance dass sie weiter läuft.
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Beitragvon Katharina88 » 11.12.2011, 18:41

Solist3 hat geschrieben:Ich finde die Aussage von Martin Buber sympathisch:

Du kannst Dein Leben nicht verlängern - nur vertiefen. Nicht dem Leben mehr Jahre, aber den Jahren mehr Leben geben. Zähle das Leben nicht nach Tagen und Jahren. Zähle die Stunden, da der Engel Dich berührte.

Guten Abend,Solist,
auch ich werte die Zeilen von Buber als eine wunderbare Sentenz.Die Gestaltung des endlichen Daseins
sollte  sich u. a. primär der Würde aller Menschen verpflichtet  fühlen.Damit wird eine Intensität dieses Lebens erreicht , bei der die Kriterien der Zeit unbedeutend  werden..
Im Grunde stirbt der Mensch zweimal; einmal wenn er begraben wird und endgültig dann,wenn er in Vergessenheit gerät.Dieser Zeitraum hängt  sicher auch von seiner  Lebensleistung  ab--was ist da Zeit?
.Schönen Gruß
Katharina 
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