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Beitragvon Gewitter » 03.02.2012, 15:21

Nachdem unsere Linde abgeholzt wurde, ist es an der Zeit an ein neues Bäumchen zu denken. Dafür gibt es Rahmenvorgaben.
Der Bebauungspan möchte, dass das Bäumchen an einem bestimmten Ort angepflanzt wird. Dort erhält es durch die umgebende Bebauung nicht den ganzen Tag Sonne und der Boden ist aller Wahrscheinlichkeit nach, leicht alkalisch. Könnten auch Spuren von Lehm dabei sein.
Das Umweltamt möchte einen heimischen Laubbaum (Säulenhainbuche, Säuleneberesche, Eberesche, Feldahorn, Hainbuche, Rot-, Apfel-, oder Weißdorn) sehen.
Und ich möchte ein Bäumchen haben, welches nicht zuviel von dem heimischen Laub auf Nachbars Grund verteilt und auch nicht zuviel Platz in dem kleinen Hof beansprucht. Außerdem soll es auch noch schön aussehen, sodass die ersten zwei Säulenvorschläge schon wieder hinfällig sind.

Wer kann mir dabei helfen?
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Beitragvon Schwindeggerbua » 04.02.2012, 0:18

Der Speierling wäre eine alternative ein fast vergessener Obstbaum
Grüße
Werner 
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Beitragvon Gewitter » 04.02.2012, 10:49

Ja, danke Werner, für deinen Tip. Es scheint ja eine seltene Baumart zu sein, deren Verbreitung insofern Sinn macht. Aber noch besser wären die "Abfall"-Produkte für die Apfelweinherstellung. :D
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Beitragvon FagusW » 04.02.2012, 16:32

Der Speierling braucht viel Sonne und könnte im Hinterhof evtl. kümmern.

Vogelbeere = Eberesche (ein für alle Mal: NICHT giftig!) hat schöne Blüten und schöne rote Beeren, was Vögel anzieht und deren Hinterlassenschaften.

Warum nicht wieder eine Linde? Hainbuche macht auch schöne große schattige Bäume.

Was spricht gegen Obstbaum (Apfel, Birne, Kirsche, Nussbaum ...)

Zum Boden: Du schreibst "leicht alkalisch" - woher? Bauschutt? Der Nürnberger Sandboden ist eher sauer. Aber dem Baum ist's eher egal, Lehmanteil schadet nichts im Sandboden, im Gegenteil.

Du siehst: die Qual der Wahl ...
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Beitragvon Cosmea52 » 04.02.2012, 21:05

@fagus ist es nicht so wie bei hollunder, auch bei eberesche, wie alle doldenblütler, wie z.b.gemeiner schneeball usw. in manchen büchern steht da schon giftig drinnen!

die alle sehr viel blausäure haben und roh nicht genossen werden dürfen.
jedoch verkocht, eingekocht, als schnaps usw.
sehr wohl verwendet werden können oder sogar gesund sind?

aber das gift macht ja die dosis!

ich dachte auch, warum keine linde, sie macht zwar auch mist, aber sicher am wenigsten.
mein lieblingsbaum ist eine birke, sie macht aber sehr viel mist!!! (samen)
eine eberesche ist für mich ein wunderschöner strauch oder baum, aber erst ab 400m seehöhe, soweit mir bekannt ist, zumindest bei uns!
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Beitragvon FagusW » 04.02.2012, 23:11

@Cosmea
Du kannst es ja mal probieren und eine (soviel verträgt man schon) Vogelbeere essen...
und Du wirst merken, die sind noch herber und saurer als Schlehen:
man kann sie beim besten Willen nicht essen, selbst wenn man möchte.
"Ungeniesbar" nennt man das. Vergiftung nahezu ausgeschlossen.

Es gibt Zuchtformen, die sind etwas süßer, die Mährische Vogelbeere z.B.

Vogelbeeren / Ebereschen sind zwar im Mittelgebirge häufiger,
insgesamt aber lückenlos verbreitet in D.
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Beitragvon Gewitter » 05.02.2012, 11:26

Danke für die Beiträge, habe garnicht damit gerechnet, dass die Forum-Fachleute in Sachen Pflanzen und Gehölze so schnell antworten würden.
Mein erster Gedanke war auch der: Warum nicht wieder eine Linde. Naja ist wahrscheinlich im Textbaustein vom Amt nicht enthalten. Ja und Bauschutt haben wir hier noch aus der Kriegszeit. Eher harmlos, Steinbrocken und Scherben kommen beim Graben immer mal zum Vorschein, ansonsten auch sandig. Ich werde mich mal mit der Eberesche beschäftigen. Nochmal danke Fagus!!!
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Beitragvon Cosmea52 » 05.02.2012, 19:40

ich muss korigieren:

der gemeine schneeball ist ein geißblattgewächs uuund giftig -
die eberesche ist ein rosenblütler - wusste ich nicht - habe nachgelesen.

@fagus ich werde eine beere kosten - im nächsten herbst.

flüssig habe ich sie des öfteren gekostet - vogelbeerschnaps schmeckt vorzüglich.
auch vogelbeermarmelade soll sehr gut schmecken, sagt meine freundin in den bergen,
dazu lässt sie die beeren aber immer überfrieren!
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Beitragvon permakultureller » 08.02.2012, 14:15

FagusW hat geschrieben:  Vogelbeere = Eberesche (ein für alle Mal: NICHT giftig!) hat schöne Blüten und schöne rote Beeren, was Vögel anzieht und deren Hinterlassenschaften.  


Was spricht gegen Obstbaum (Apfel, Birne, Kirsche, Nussbaum ...)  .


die eberesche darf bei uns (österreich) unter einer seehöhe von 1.000 meter nicht ausgepflanzt werden, weil sie eine wirtspflanze des feuerbrandes ist.

und obstbaum ist immer gut :wink:
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Beitragvon Gewitter » 08.02.2012, 15:35

Gut, gab wieder Post! Wie ist es denn mir dem Feldahorn? Der macht wohl die wenigste Arbeit.
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Beitragvon permakultureller » 08.02.2012, 21:53

Gewitter hat geschrieben:Gut, gab wieder Post! Wie ist es denn mir dem Feldahorn? Der macht wohl die wenigste Arbeit.


ich mag halt blühende bäume, bin ja so ein romantiker

....und besonders, wenn man daraufhin etwas herunteressen kann, :wink:  

hm, vielleicht bin ich doch kein romantiker  
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Beitragvon FagusW » 08.02.2012, 22:38

Feldahorn, o.k. - da gibt es kein Obst einzusammeln.
Die Blätter sind zwar klein, trotzdem liegt im Herbst das Laub rum.
Schöne gelbe Herbstfärbung, hält die Erinnerung an den Sommer länger fest.
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