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Beitragvon Gast » 03.08.2010, 13:42

Hallo,
Derzeit verglüht Russland , Pakistan ersäuft und Grönland wird eisfrei, hat es diese Extremwetterlagen immer schon gegeben oder nehmen wir sie aufgrund unserer weltweiten Vernetztheit anders wahr?
Sind diese Extremwetterlagen Indikatoren einer Klimaerwärmung? In einem anderen Thread wird dies ja verneint. Ich denke aber doch, daß diese Extreme ein Vorbote einer weltweiten Klimaveränderung ist, ob natürlich oder menschengemacht sei dahingestellt.
Grüße
Werner
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Beitragvon FagusW » 03.08.2010, 15:28

Vergiss nicht den kalten Winter in Südamerika.
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Beitragvon Gast » 03.08.2010, 15:42

Hallo Walter,
gut daß du mich daran erinnerst, der Winter in Süd Argentinien und Chile muß dieses Jahr extrem ausgefallen sein. Die Liste liese sich bestimmt fortsetzen.
Grüße
Werner
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Beitragvon Hubi007 » 03.08.2010, 16:43

Hallo !

Wetterextreme gab es schon immer, da es immer wieder warme Zeiten und kältere Zeitabschnitte gab. Das hat bekanntlich dann auch was mit dem Wetter zu tun.
Wenn dem nicht gewesen sein soll, dann hätte sich das Klima in den letzten 5000 Jahren auch nicht verändert, und in den letzten zig millionen Jahen auch nicht.

Zugegeben: Derzeit haben wir eine Erwärmung der Atmosphäre, es wird aber irgend wann wieder kälter, - garantiert - .

Was wir jetzt sehen, gab es schon immer wieder mal.

Grüße
Hubi007
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Beitragvon Tarantel60 » 03.08.2010, 21:18

Klima Änderungen gab es doch schon immer.
Nur hat man es früher nicht zu klingende Münze gemacht.
Wenn du aber lange genug herum tüftelst,
kannst du sogar einen Nobelpreis dafür bekommen, nicht wahr.
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Beitragvon Gast » 03.08.2010, 21:30

Hallo Tarantel,
Ich denke in unserer global vernetzten Welt fallen solche Klimaschwankungen sofort auf, in früheren Zeiten dauerte es oft Monate bis eine Nachricht von einem Unwetter uns erreichte.
Tacitus schreibt in seiner Germania, daß in Germanien im Sommer die Flüsse austrockneten, Die Nordmänner um Eirik den Roten die Grönland entdeckten, konnten dort Rinder auf die Weide bringen. Am Ende der Eiszeit in der Mittleren Steinzeit war das Klima in Mitteleuropa mit dem in Ostafrika vergleichbar , meine Frage war ja auch dahingehend, ob unsere global vernetzte Welt das Bewußtsein für diese Wetterextreme schärft.
Grüße
Werner
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Beitragvon Visurgis » 04.08.2010, 14:16

Nicht nur was das Klima angeht, unsere Vernetztheit treibt wahrlich ihre Blüten spezieller Art !

Wenn sich heute etwas iurgendwo auf der Erde ereignet gibt es immer einen der davon zumindest im Internet eine Meldung von fabrizieren kann !

Wir erleben doch geradezu eiin Nachrichtenbombardement, es gibt eben dpa reuters und noch andere die dort die Spreu vom Weizen trennt, wobei das nicht objektiv selectiert wird sondern natürlich rein subjektiv und deswegen fallen manche Nachrichten auch unter den Teppich !
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Beitragvon Gast » 04.08.2010, 14:38

Hallo Visurgis,
Man kann sich gegen die Nachrichtenflut fast nicht mehr wehren, auch wenn selektiert wird, ich hab vor 5 Monaten die Konsequenz gezogen und meinen Fernseher entsorgt, ich habe noch keinen Tag bereut.
Trotzdem reicht das was im www erscheint immer noch aus, um manchen unbedarften Geist zu verwirren, sei es durch Katastrophenmeldungen oder Wetterkapriolen.
Grüße
Werner
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Beitragvon Compart » 05.08.2010, 23:11

Nun lasst uns doch mal systematisch da dran gehen.
Erstens: es stimmt, Klimaschwankungen gabs schon immer. Dabei gibt es offenbar eine relativ diskrete Schwankung, beinahe ein Ein- und Ausschalten des Golfstromes mit der Begleiterscheinung, die wir Eiszeit genannt haben, und eine oder mehrere überlagerte Wellen von Erwärmungen und Abkühlungen, die alle irgendwo ihre physikalischen Ursachen haben.

Neu ist allerdings die Geschwindigkeit, mit der sich derzeit das Klima wandelt, die ist in der Erdgeschichte einmalig und menschengemacht, beide Annahmen wurden inzwischen wissenschaftlich bestätigt. Das heißt, der natürlichen Klimaveränderung ist eine menschenbedingte überlagert, und derzeit geht die Kiste in Richtung Erderwärmung. Das heißt, der Begriff ist eigentlich nicht exakt, man sollte besser von einer Athmosphärendynamisierung reden. Der höhere Energiegehalt der Athmosphäre sorgt genau für die extremeren Wettererscheinungen, weil z.B. die polaren Wirbel viel weiter ausgelenkt werden, mehr Wasser verdunstet und weiter nach Norden/Süden transportiert wird. Gleichzeitig verdünnen die abschmelzenden Süßwasservorräte das Meer an den Kulminationspunkten des Golfstromes, der reißt ab und wird die nächsten mindestens 2200 Jahre für eine Eiszeit sorgen. Das "Umschalten" geht ziemlich fix, man hat mal ermittelt, dass innerhalb 5 Jahren weite Teile der Nordhalbkugel nicht mehr bewohnbar sein würden, so etwa bis zum Thüringer Wald - Spessart - Odenwald, je nach jeweiligen Wetterkapriolen.
Alle Szenarien sind bisher von der Wirklickeit überholt worden. Die Extreme wurden für die Mitte des Jahrhunderts berechnet, wenn ihr mich fragt, 2020 könnten wir wohl schon die Nordsee mit dem Schlitten befahren...
Zuvor werden etwa 2/3 der heute existierenden Menschheit durch Naturkatastrophen und Kriege um Ressourcen, vor allem Wasser und Brennstoffe, umgekommen sein. Also, kein Grund zur Panik, der Planet wird sich von einer Plage befreien, diesmal ohne unsere "Hilfe". Kurzzeitig werden alte Kulturlandschaften wieder aus dem zurückgehenden Meer auftauchen, aber das wird dann keinen mehr wirklich interessieren, Atlantis wird von neuem versinken...

:twisted: Compart :roll:
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Beitragvon FagusW » 06.08.2010, 14:32

Compart hat geschrieben: man hat mal ermittelt, dass innerhalb 5 Jahren weite Teile der Nordhalbkugel nicht mehr bewohnbar sein würden, so etwa bis zum Thüringer Wald - Spessart - Odenwald, je nach jeweiligen Wetterkapriolen.
Alle Szenarien sind bisher von der Wirklickeit überholt worden.

So weit ich weiß, sind die Gebiete nördlich vom Thüringer Wald noch bewohnbar.
Jedenfalls vor 4 Wochen war es noch so.
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Beitragvon Compart » 08.08.2010, 22:20

Ja dann guck doch in 5 Jahren nochmal hin, wenn das Sachsen-Hochwasser wieder abgelaufen ist...


:twisted: Compart :twisted:
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Beitragvon FagusW » 10.08.2010, 12:43

Die Neiße fließt zwar nicht nördlich vom Thüringer Wald,
und Görlitz ist alles in allem immer noch bewohnbar...

aber nur Kleingeister werden sich mit lästigen Detail befassen,
wenn es um eindrucksvolle Untergangsszenarien geht. :twisted:
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Beitragvon Compart » 27.08.2010, 13:22

Komisch, wenn Steven King das macht, verdient er da noch'n Haufen Geld bei...

:lol: Compart
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Beitragvon FagusW » 27.08.2010, 14:07

Stimmt, aber der erhebt nicht den Anspruch, dass das real sein soll.
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Beitragvon Compart » 29.08.2010, 21:58

Ich etwa?
Ich hab mich mal vor Jahren mit einer Studie zum Klimawandel befasst, von einem Wissenschaftler des deutschen Wetterdienstes.
Darin waren Szenarien für das Jahr 2015 beschrieben, die in 2003 bereits eingetreten sind. Es ist inzwischen festgestellt und auch anerkannt, dass der derzeitige Klimawandel menschengemacht ist, das war 1996 durchaus noch umstritten und hat dem Mann den Job gekostet.
Inzwischen wissen wir, dass die Mechanismen gerade des Golfstromes durchaus wesentlichen Einfluss auf das Weltklima haben und relativ diskrete Bedingungen zwichen Warm- und Eiszeit entscheiden, die Gleichgewichte also einander bedingen. Die Umschaltung hat bereits einige Male stattgefunden, wie wir alle wissen. Dabei ist es unerheblich, aus welchen Gründen der Golfstrom abschaltet, er tut es eben. Die Folge ist eine Eiszeit, die mindestens 2200 Jahre annhält. Das einzige, was eine Änderung dieses Rhythmus bewirkt, ist eine wesentliche Änderung in der Erdkruste, der Anordnung der Kontinentalplatten, aber das dauert noch ein paar Milliarden Jahre....
Damit ist die Zukunft der Menschheit eigentlich besiegelt. Mit etwas Pech werden wir Zeitzeugen dieses Naturschauspiels, das pessimistische Berechnungen für 2100 voraussagen.

:twisted: Compart :twisted:
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