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Es irrt der Mensch, solang´ er strebt. (Goethe, " Faust")

Ja, ja, das Alter 56 | 524 Aufrufe | 31.01.2017, 14:04

  • ALTER - Nix für Feiglinge

    Dass das fortschreitende Alter manchmal seltsame Blüten treibt, war mir ja in groben Zügen schon bekannt. Was mir allerdings am Freitag passiert ist, damit möchte ich mich in Zukunft allerdings so rein gar nicht arrangieren.

    Vergessene Einkäufe oder noch besser: vergessene Einkaufszettel, endlose Suchen nach ohnehin schon zahlreich vorhandenen Lesebrillen (ich trag sie jetzt mit äußerst kleidsamen Kettchen um den Hals - quasi die geriatrische Form eines „Schlüsselkindes“ - ja ich bin ein „Brillenkind“!), verpasste Termine - bei mir alles schon da gewesen und damit leben gelernt. Aber letzten Freitag ....

    Der Wecker klingelt, wie wochentags üblich, um kurz nach 5 Uhr. „Zefix“ denk ich mir, hast schon wieder vergessen, den Wecker zu deaktivieren! Samstags schlafen wir doch so gerne aus. Ein schneller Griff auf den Wecker zeitgleich mit einem Blick auf meinen von hinterhältigen Grippeviren darniedergestreckten Göttergatten nebstbei zeigten mir, dass diese kleine Vergesslichkeit „unter mir alleine“ bleiben wird. Genüsslich mümmelte ich mich wieder in meine kuschelige Decke - die erstaunlicherweise immer morgens zur Höchstform aufläuft - und ab ging’s in die zweite Etappe im Träumeland.

    Kurz nach halb acht wurde ich wieder wach. Zu einem Zeitpunkt, an dem ich werktags üblicherweise schon eine gute Stunde emsig im Büro werkeln würde. Am Samstag allerdings ein durchaus geeigneter Zeitpunkt, ein ausgiebiges Frühstück zu genießen. Meine bessere Hälfte - gewöhnlich von seniler Bettflucht gepeinigt - sägte nach wie vor den halben Regenwald nieder. Eigentlich ungewohnt, aber es sei ihm vergönnt.

    Es machte mich auch überhaupt nicht stutzig, als ich in der Küche, schön dekorativ mitten am Tisch, ein rotes Zettelchen meiner Tochter vorfand und las: „Bitte Papa, wenn möglich um 8 Uhr wecken. Wenn dies nicht möglich: Bitte Mama, wecken, wenn du wegfährst.“ Zu welchem Zweck hat das „Kind“ eigentlich einen Wecker oder ein Handy?? Ich dachte nur, welch Rabenkind hast du da großgezogen. Schickt dich auch samstags in die Arbeit während sie das Studentenleben voll auskostet. Echt! Ohne Schmäh! Ich zweifelte nicht eine Sekunde daran, dass Samstag sei.

    Zugegeben, die „Samstags-Zeitung“ fiel heute sehr schlank aus, aber nach wie vor regte sich meinerseits nicht die kleinste Spur eines Zweifels am vermeintlichen Datum. Gedanklich ging ich schon die Einkaufsliste für den Samstags-Bauernmarkt durch. Das Aufschreiben spare ich mir schon geraume Zeit, da ich den Zettel sowieso immer zu Hause liegen lasse.

    Ächzende und stöhnende Geräusche, die kurzfristig die Befürchtung aufkeimen ließen, dass ein böser Einbrecher und Dieb mit unserer Waschmaschine am Rücken die Kellertreppe erklimmt, holten mich aus meinen Gedanken. Die Entwarnung kam postwendend, denn mein Grippeopfer stand mit weit aufgerissenen Augen erschrocken vor mir. „Oh mein Gott, hab ich dich jetzt doch angesteckt“? Also wirklich, sehe ich morgens tatsächlich so schlimm aus, wie mir der Spiegel immer weiß machen will??

    Noch bevor wir diese Frage ausgiebig erörtern konnten, meldete sich mein Handy zu Wort. „Mensch H... hat dich die Grippe jetzt doch noch erwischt“ begrüßte mich meine Kollegin. Ich verstand gar nichts mehr. Was war da los? Es bedarf einiger Überredungskunst, bist mich mein Mann und meine Kollegin im Teamwork davon überzeugen konnten, dass tatsächlich erst Freitag war.

    Aber glaubt mir, in so rasantem Tempo wie an jenem Freitag war ich meines Wissens noch nie „bürotauglich“ gewandet und gestylt. Mit zweistündiger Verspätung trat ich ziemlich zerknirscht meinen Dienst an und wurde mit spitzzüngigen Bemerkungen immer wieder auf meinen senilen Ausrutscher hingewiesen.


    Kategorie: zum schmunzeln | 17 Kommentar(e)


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