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Und Friede den Menschen auf Erden…
35 | 383 Aufrufe | 25.05.2018, 18:01

 In Anbetracht eines kürzlich gelesenen Blok’s, fiel mir eine Episode aus meiner Vergangenheit ein.

Wenn ich keine zeit für Sauna habe, ist zum relaxen für mich das schönste, in einer heißen Badewanne zu liegen.

Das wahr so ein Tag.

Die letzten Sonnenstrahlen schienen auf meinen Balkon, die Amsel sang ihr Abendlied und von einer riesigen Tanne atmete ich den harzigen Duft ein. Eine innerliche Ruhe und Zufriedenheit machte sich breit.

Wundervoll und friedlich neigte sich der Tag zum Ende.

Zum Ausklang beschloss ich, mir ein Vollbad mit ätherischen Ölen zu gönnen (natürlich nicht Schaumgebremst).

Das Badewasser hatte gerade die richtige Temperatur, also rein ins Vergnügen.

Einige Kerzen, ein Glas Wein, leise Musik und ein Buch rundeten die Sache ab.

 Jedoch kaum das ich meinen Alabasterkörper in dem heißen Wasser versenkte, klingelte es an meiner Wohnungstüre.

Am besten ignorieren, habe jetzt keine Zeit dachte ich und widmete mich wieder meinem Buch.

Nach einer halben Buchseite klingelte es wieder, zusätzlich begleitet mit einem Klopfen.

Es muss ja etwas sehr wichtiges sein wenn so oft geklingelt wird.

Da mir das zusätzliche Klopfen sehr eindinglich erschienen ist, kletterte ich missmutig aus meiner geliebten Wanne.

Als triefen nass nur dem Bademantel übergezogen öffnete ich die Türe.

Da standen zwei hagere Herren in schwarzen Anzug, kragenloses weißes Hemd und Hut welche eine übergroße Hutkrempe hat. In den Händen hatte der eine art Bibel welch er mir vor die Nase hielt

(irgendwie fiel mir die Bezeichnung „Krähe“ ein.)

Auf meine Frage „ja bitte, sie wünschen?“ bekam ich als Antwort;

 „ glauben sie an ein besseres Leben im Jenseits?“!! …

Durch diese Antwort irritiert, tropfnass im Bademantel und Schaumrückständen im Haar, schaute ich im ersten Moment sicherlich nicht besonders Intelligent drein.

Die Krähe schlug sogleich ihr Buch auf, mit der Absicht mir etwas daraus vorzulesen.

 Nach einigen Sekunden der Fassung, über diese aufdringliche Störung meines Badevergnügens, stieg mein Blutdruck sprunghaft auf 180.

Blieb aber nach außen hin ruhig.

Normalerweise drücke ich mich in der deutschen Sprache aus, aber in diesen Fall erschien mir die Wiener Gaunersprache als Antwort passend.

 Aoda woos wüst?

Mei Votta sitzt im Häfen weu er a Prasett’l kletzlt hot.

Mei Murta ist grod beim koks’n

De Schwesta geht auf’n Start

Und I überleg grod, ob I des Gesetz wegen Totschlag brechen soi!

Ende meiner Erklärung.

 ....??

Öhmm… die beiden Krähen(Herrn) gingen wortlos!!

Und ich zurück in meine Wanne um meinen Blutdruck unter Kontrolle zu bringen.

 Friede den Menschen auf Erden, besonders wenn sie in der Badewanne liegen!

 (Kenner von Rotwelsch mögen mir verzeihen,  da ich der Mundart in Schrift nicht wirklich mächtig bin.)

 

Kategorie: Allgemein | 23 Kommentar(e)

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