Im Thread - späte Liebe - ging es über das Warten allgemein, und ob es überhaupt Sinn hat zu warten. Deshalb denke ich, dass man auch hier darüber reden könnte über das Warten

Das Warten ist aus der Mode gekommen, aber ist es nicht so, dass es zu unserem Leben gehört. Als Kindergartenkind warten wir auf den Schulanfang, dann auf den Übergang zu einer anderen Schule, dann auf die Konfirmation, Kommunion usw. usw. Eines Tages warten wir auf die Geburt eines Kindes – neun Monate lang warten wir, ganze neun Monate warten, warten und noch einmal warten. Dann warten wir auf das erste Lächeln, den ersten Schritt, das erste Wort und die Warterei beginnt von Neuem.

Und in jedem Warten steckt auch ein Erwarten.
Und auch so ein bisschen was von Hege und Pflege, man wartet das Haus, das Auto.
Heute scheint ein wunderschöner Tag zu werden, offen gesagt, hatte ich das erwartet 8)
Auf jeden Fall hast du mit einem interessanten Thema aufge-wartet, ashoggi. :wink:
Ich war gestern schon hier. Aber gestern war ein Tag mit - nicht den richtigen Worten.
Heute ist es auch noch nicht soo dolle.
Darum erstmal ein Spruch, den ich von einem sehr netten Menschen
gehört habe (dein Einverständnis vorausgesetzt, liebe X):
"Erwartung ist ein einseitiger Vertrag, von dem die andere Seite nichts weiss
."
Den fand ich sehr gut.

Und das mit den Kindern kenne ich auch.
Ich weiss noch genau, als ich mit 39 meinen Jüngsten bekam, dass ich mich an diesen Gedanken erstmal gewöhnen musste, weil er 2 Jahre auf seinen Bruder folgte.
Das war nicht "ohne" - Schlafverzicht und all diese Dinge.
Jedenfalls dachte ich damals oft:
"Wenn er auch erstmal 3 ist, dann habe ich schon ein Stück geschafft!"
Das war so ein Ziel - eine Schallgrenze.
In diesem Monat wird er 16 und alles ging einfach seinen Gang und auch gut.

Ansonsten ist Warten nicht gerade mein Hobby.
Aber man lernt ja mit der eigenen Ungeduld umzugehen.
Dann lieber das im Sinne von Pflege und Erwartung von Besserem im Leben.
Allerdings ist es manchmal auch sinnvoll <erstmal> keine zu haben.
Zum Beispiel beim ersten Zusammentreffen mit einem Kandidaten hier. 8)

Und für Geduldige/Interessierte - Eckhard Tolle:
http://www.youtube.com/watch?v=9fHYi2NBNSI
ashoggi, das Thema "warten" finde ich auch sehr interessant und Arabell, ich hatte nun heute Abend nicht die Geduld, das Video anzusehen, werde das aber nachholen. :wink:

Den Satz mit den Erwartungen kenne ich auch. Und auf mich traf er zu und manchmal trifft er immer noch zu, aber ich arbeite dran. Ich habe nämlich erwartet, dass mein Gegenüber Gedanken lesen kann und wenn er das nicht tat, war ich wütend oder traurig oder verletzt. Und der arme Mensch konnte gar nichts dafür, ganz einfach weil er oder auch sie nichts von meinen Erwartungen wusste.

Warten kann ich nicht gut und das wurde auch mit dem Älterwerden nicht anders. Darum habe ich mir angewöhnt, in der "Wartezeit" etwas zu tun. Bis vor 3 1/2 Jahren habe ich Wartezeiten damit verkürzt (das glaubte ich zumindest), in dem ich eine Zigarette rauchte oder auch zwei. Heute beschäftige ich mich mit etwas "Sinnvollerem".

Das Warten, dass etwas passiert, was mein Leben verändert, kenne ich nicht so. Meistens schlitter ich in irgendwas hinein und "plötzlich" hat sich was verändert. In jungen Jahren war das sicher noch etwas anders, aber nicht viel.
Eine Veränderung zieht ja auch oftmals die nächste gleich hinterher. Ob ich nun unbewusst darauf gewartet und mich entsprechend verhalten habe, keine Ahnung ... aber wenn es gut für mich und andere ist, finde ich es okay. :wink:

Das ist es erst einmal, ich werde das Thema aber weiter im Hinterkopf behalten.
Es ist manchmal gar nicht so einfach, erzwungene Wartezeiten nicht mit Aktionismus zu fuellen, sondern einfach zu fuehlen, wie die Ungeduld der Ruhe weicht.

Alles hat seine Zeit und wenn die Zeit fuer das was Du Dir so sehnlich wuenscht noch nicht reif ist musst Du geduldig warten bis es soweit ist.

"... das geduldige Herz gewinnt immer."..
arabell, wunderbar dieses video - ich habe mir auch gleich EGO angehört, dass Du an anderer Stelle empfohlen hast. Warten ist für mich auch etwas, was im Hintergrund abläuft, vordergründig beschäftigt man sich.
...in Bayern gibts da einen treffenden Spruch:
"schmecks Kropfata"
--soll ins Hochdeutsch übersetzt heißen:
Klare Worte----wer sagt, was ER/Sie will, bekommt was er will!

Vielleicht hatte ja der Partner/die Partnerin gefühlt was du wolltest und hat sich ganz einfach nur nicht getraut, weil´s da eventuell ja auch "Körbe" in verschiedenen Grössen geben soll...

Also, kleiner Tipp von mir: Mit`m Redn`kemman d`Leit z`samm.....oder so....
@Wolkenfeuer

Dös sagst Du so leicht, es ko aber a andas
kema! Dass Du plötzli hörst:..........
http://www.youtube.com/watch?v=XrSgwCUPv1A

buscador Bild
Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten.

Pearl S. Buck, 26.06.1892 - 06.03.1973, US-amerik. Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin

Jetzt hatte ich so viel geschrieben und nun ist es weg und ich muss auch weg. :(
Ich wünsche nun einfach allen einen schönen Tag. :)
@schade Biggie, dass dein Text verschwunden ist...wäre sicher interessant gewesen...

zum Thema WARTEN habe ich folgendes gefunden:
Richard Marx -- right here waiting
http://youtu.be/iLi_osYNsOU


PS: In meiner Jugend habe ich Pearl S Buck "verschlungen" und finde sie auch heute noch gut..hab noch viele Bücher von ihr.

Wenn man nur immer wüßte, was das große und das KLEINE Glück ist..

(kenn da einen ZUNGENbrecher:
..wenn mancher mann wüßte, wer mancher mann wär, gäb mancher mann, manchem mann manchmal mehr ehr..--gilt natürlich auch auf frauen bezogen--)
Wolkenfeuer, vielleicht hast Du mich doch nicht richtig verstanden, zumindest lässt das Dein 1. Eintrag das vermuten. Ich warte nicht auf jemanden, ich warte permanent und gar nicht aufdringlich, also nicht so, dass ich darunter leiden würde, es ist einfach ein Dauerzustand, ganz ganz innen in mir. Sehr schlecht zu beschreiben, es ist nichts ungeduldiges, ganz im Gegenteil.
Danke für alle Äusserungen hier.
ashoggi, so weit habe ich "Warten" nie gefasst, und dass man sich zwischenzeitlich nur beschäftgte, mag ich so nicht sehen.
Ich kenne Vorfreude auf ein Ereignis, während derer ich mich darauf vorbereite und weiter im Hier und Jetzt lebe.
Oder auch die Furcht vor unausweislichen Ereignissen (Prüfungen), auf die ich mich erst recht vorbereite.

Ich sehe Warten enger -z.B. im Wartezimmer eines Arztes, Anwaltes etc. Oder auf dem Bahnhof, im Stau usw. Und dann stellt sich mir die Frage, diese geschenkte (Pessimisten mögen es auch als verlorene ansehen) Zeit für mich sinnvoll zu nutzen.

Welches Warten möchtest Du denn hier diskutiert wissen?
biarma, was Du beschreibst ist das Warten, dass auch andere Dir ansehen können. Ich meine eher das Warten, das anderen nicht auffällt. Aber möglicherweise ist es auch nur - ein ständiges Lauern - oder eine Neugier, die nie ganz befriedigt wird. Und weil sich das nicht so positiv anhört, nenne ich es Warten. Bezw. nannte ich es warten. Denn jetzt stehen da auch andere Worte.
Jeder lebt so seinen eigenen Stiefel und wichtig ist eigentlich nur, dass man damit umgehen kann und sogar ziemlich glücklich ist. Heute scheint die Sonne und am Sonntag startet der Marathonlauf in Hannover.
Alles Bestens.
Ich würde das eine gewisse Wachheit/Offenheit nennen, aufmerksam sein, offen für alles Positive, alle günstigen Gelegenheiten im Leben, die sich bieten. Und natürlich nicht nur für das DauerbrennerThema Partnerschaft.
Es gibt dafür ein englisches Wort - fällt mir gerade nicht ein.
Auf Zack sein > so in etwa.

= meine positive Assoziation
und schön, dieses "alles Bestens" zu lesen. :wink:
Ich glaube, jetzt habe ich verstanden.
Und mein vorheriger Beitrag stimmt so nicht ganz. Ich kenne ja auch das Warten auf einen wichtigen Brief - hoffnungsvolles Bangen. Warten auf die Gehaltszahlung - da kann man wirklich nicht richtig leben.

Läufst Du mit? Wartest Du darauf oder trainierst Du?
OT liebe Biarma, weder noch. In jungen Jahren war ich der Leichtatlethik verschrieben. Heute ist es so, dass ich meistens mit zwei Söhnen, aber dieses Jahr auch mit einer Tochter "anfeuere" und zwar an mehreren Stellen. Wir versuchen mit U-Bahn, Auto oder ganz schnell zu Fuß die Läufer mehrmals passieren zu sehen. So nach km 32 wird es für viele schwer, und wenn dann aus dem Megaphon tönt - Hildesheim, Du schaffst es.... gibt das neue Kraft. So wird es uns jedenfalls immer bestätigt.
Dieses Mal sind ein Sohn und eine Enkeltochter beim Halb-Marathon dabei. Für mich ist das immer ein wundervoller Tag mit unglaublicher Atmosphäre - aber dazu muss man geboren sein. 8) :?
cron