Sternenfee, da hast du wohl den Nagel auf den Kopf getroffen!

Meine Schwester hatte auch unsere Mutter zu sich genommen. Hat nach Absprache mit uns Geschwistern den größten Teil ihrer Rente dafür bekommen, während ich für sämtliche Fahrten zum Arzt usw. zuständig war.
Und doch ging es nach einem Jahr nicht mehr. Wir haben ein Pflegeheim für sie gesucht, dass sie sich selbst aussuchen konnte.
Inzwischen ist sie aber verstorben.

Oder damals, als mein behinderter Sohn in eine Pflegeeinrichtung kam...was haben die Leute geredet, die ihn maximal nur 1 Stunde am Tag gesehen haben und die Hintergründe gar nicht kannten/nicht wissen wollten.
Zum Glück hab ich nicht aufs Gerede gehört. Er ist zu einem sehr selbstbewußten jungen Mann herangewachsen, was vorher bei uns auf dem Lande aufgrund der Möglichkeiten höchstwahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre (und weil ich ihm wohl zuviel abgenommen hätte).
@Rotkappe

Viele Menschen wollen die Hintergründe gar nicht wissen. Sie reden und urteilen lieber. :oops:

Du hast gut daran getan, sie reden zu lassen. :D
Meine Tochter war 20 Jahre lang in der Hauskrankenpflege und schult jetzt um auf Sozialarbeiter, um von der körperlich anstrengenden Pflege wegzukommen.
Mein Schwiegervater war auch nach unserer Scheidung bis zu seinem Tod im 98. Lebensjahr bei mir.
Bei zwei berufstätigen Töchtern, die noch über 20 Jahre arbeiten müssen, wünsche ich mir sogar einen Platz in dem Pflegeheim, in dem ich jetzt schon ehrenamtlich mitarbeite.
Die schwere körperliche Arbeit kommt ja noch dazu. Als pflegender Angehöriger steht man ja oft ganz allein da und was das bedeutet, sollte man nicht unterschätzen.

Im Pflegeberuf kann man das gut mit der Hauskrankenpflege vergleichen, denn da hat man keine Kollegen, die einem helfen, den Patienten z.B. aus dem Bett oder in die Badewanne zu hiefen.
Bestenfalls hat man etwas Hilfe des Partners/der Partnerin des Patienten. Bei einem Patienten der Pflegestufe 3 oder einfach nicht mehr so mobil und etwas mehr an Gewicht...was ohne Bewegung ja gut vorkommen kann....ist das Knochenarbeit!!

Ich erinnere mich gerade an eine ältere Ehefrau...ihr Mann ein Patient der Pflegestufe 3:
Schlaganfall,
Diabetes
Inkontinent
Übergewicht
Dauerkatheter...usw.

Also volles Programm.
Ich kam 3x am Tag...morgens für ca. 40 Minuten zur Grund-und Behandlungspflege...mittags und abends 15 Minuten zum Spritzen, DK- und Inkontinenzversorgung....mehr Zeit sieht unser Gesundheitssystem für so einen Patienten nicht vor. :shock:

Das war der Ehefrau sicher eine Hilfe, aber den Rest des Tages und in der Nacht mußte sie die Pflege allein bewältigen. :?
Sie war auch schon eine ältere Dame und ich glaube, sie hat sich nicht nur 1x gewünscht, dass es endlich vorbei ist. Das vertraute sie mir oft hinter vorgehaltener Hand an und ich konnte sie so gut verstehen.

Und wenn man sich nun vorstellt, dass ein Mensch noch im Berufsleben steht und das bewältigen soll...das ist nicht zu schaffen!
Daher weiß auch mein Sohn, dass ich niemals von ihm verlangen würde, mich zu pflegen.
Ich denke für mich an eine AltersWG. Die sind ja immer mehr im Kommen und ich finde...das ist eine gute Alternative zu einem Altenheim, von denen ich noch nicht viel gute gesehen habe. Viele unserer Heime werden nur noch Verwahranstalten genannt und mehr sind sie auch oft nicht, als das.
Trocken, sauber, satt und in vielen unserer Heime ist noch nicht einmal das drin. :?
Man muß ja schließlich sparen, gell? Und woran kann man besser sparen, als einem alten Menschen, der keine Leistung mehr bringt? :?

Schön, dass es doch noch andere Heime gibt, hawaii. :)
Der übermenschliche Pflegeaufwand wird in Pflegestufe 3 oder gar Härtefall nötig.
Kennst Du eine dieser Alters-WGs, die Bewohner dieser Stufen aufnimmt?
Oder sind die doch mehr für die rüstigen Senioren gedacht, wie sie sich hier bei 50+ tummeln, so dass für den Rest dann doch nur die Alten- und in der Regel die Pflegeheime bleiben?
Also ne! Das hältst im Kopf nicht aus!
Vielleicht auch nur, weil ich noch aus einer Hinterwäldler Kulturkreis stamme, wo noch das ungeschriebene Generationsvertrag galt, und   Noch kein Bornout  oder ähnliches gab!

Da würde gar nicht lange gefackelt, sondern die alte Leute wurden versorgt!
Und zwar nicht anders als heute, jedoch unter sehr viel schwierigen Bedingungen. Und es ging.

Heute wird noch Geld verlangt, wenn man seine eigene Mutter pflegen soll!
Das ist nur in der Neokapitalismus machbar. Ansonsten nur traurig. 
Also, ich hab mein altes Auto nach Polen in Pflege gegeben. Zugegeben, nicht ganz freiwillig. Es scheint aber ganz zufrieden zu sein, denn es ist noch nicht wiedergekommen. 8)
Ich weiß, daß es einige Vermittlungsdienste für Polinen gibt, tw. werden die auch durch die Seniorenberatung der Stadt empfohlen. Im Internet findet man viele Vermittlungsdienste, wichtig ist, daß die Frauen versichert sind, desweiteren dürfen sie nur als Haushaltshilfen eingestellt werden, offiziell dürfen sie keine Pflege leisten, sind meist auch nicht ausgebildet. Ich würde paralell immer einen Pflegedienst einschalten, die ein Auge drauf haben und die Polinen anlernen, da diese alle drei Monate wechseln. Problematisch ist auch, daß die Frauen meist kaum Deutsch sprechen, also als Aufsicht für eine demenzkranke Person, die sich eh nicht mehr unterhalten kann, ist es eher machbar als für jemanden, der wirkliche Ansprache benötigt, oder gar vorgelesen bekommen muss.Windelwechsel und Toilettengänge, essen anreichen und die Körperpflege zwischendurch können die genauso gut wie jeder andere Laie, Einkaufen ist wegen der Sprache oftmals schwierig. Fazit: Polin alleine reicht nicht aus.
Ich bin relativ neu hier ,möchte mich bedanken,dass ich meine gesundheit in meinen traumberuf ,für einen hungerlohn lassen darf und das alles ,weil die gesundheit der eltern noch nicht einmal so viel kosten darf ,wie der neue wagen vor der tür!!
seid jahren eingeschleusst(meisst von denen ,die mehr geld haben als andere ),mit der armut anderer länder spielend ,billigkräfte die nicht wissen ,was ihnen zusteht ,aber auch keine ausbildung haben......DANKE
armes deutschland.....habe mich bei einem prof.mal auf ein inserat (pflegekraft 24std.für die mutter)gemeldet,auf alle seine wünsche eingegangen ,aber er hatte wohl angst ,das man wohl dann dahinter kommt ,was er wohl wirklich sucht......ich hätte die mutter 24std gepflegt und ich bin fachkraft!!!also scheint doch wohl bei diesen angebotenen stellen etwas faul zu sein .Ich bin nicht die einzige deutsche,ausgebildete fachkraft,die solche erfahrungen gemacht hat...
aber beim geld hört die elternliebe dann auch auf...
ich frage mich ,was wohl diese leute so alles für andere machen ,ohne dafür bezahlt zu werden...
da sind unsere eltern auf die strassen gegangen ,haben für gerechtigkeit und das es uns besser gehen sollte gekämpft und das ist das ergebnis !! keine tarife,sklavenlöhne,kein weihnachtsgeld (immer wieder schön ,wenn man seinen kindern nichts schenken kann,sich keinen erholungsurlaub seid jahren leisten kann)aber holt euch ruhig die billigkräfte ,denn auch ihr werdet pflegebedürftig
Möge jeder das bekommen was er verdient
P.S. für gute pflege ist immer auch eine gute biografie notwendig!! dann macht das personal richtig sinn ,wenn es aus polen kommt.....die leute haben den krieg miterlebt ...sollte man vorher mal drüber nachdenken.....könnte auch mal angst auslösen...und das obwohl die polnischen frauen aus deutschland meisst sehr gute pflegekräfte sind
Es gibt so hoch motivierte tolle Pflegerinnen aus anderen Ländern welche zum einen preiswerter und zum anderen herzlicher und familiärer sind. Unsere beiden Rumäninnen von

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behandeln unsere Mutti als wäre es deren eigene und verwöhnen diese wie es zuvor nur unser Vater tat. Sie machen einfach alles zusammen, Kochen, die Wäsche, den Haushalt, alle anfallenden Aufgaben und besonders viel Blödsinn und Lachen. Es tut gut nach über 10 Jahren die Mutter so glücklich und aufgeblüht zu erleben.
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