Hallo,
ich habe einige Fragen bezüglich des Krafttrainig/Bodybuilding 50+ :

- Wer von den 50+ Damen und Herren macht Krafttraining (bitte nicht so was wie "PutzKraft = Krafttraining")?

- Warum macht ihr Krafttraining?

- mit welcher Intensität (Zeit oder Häufigkeit) pro Tag/Woche?

- welche Veränderungen sind euch aufgefallen?
Ich mache mal den Anfang :D

Kurze Vorgeschichte:
Ich bin mit 19 Jahren mit Bodybuilding angefangen...damals war gerade Arnold Schwarzenegger der "King" des Bodybuilding. Habe es einige Jahre relativ intensiv betrieben, ohne aber wirklich auf meinen Körpertyp (Endomorph) zu kennen (trotzdem 85 Kg bei 1,80m).
Dann kamen bei mir Ehe, Kinder, Hausbau und Scheidung. Während dieser Zeit habe ich es eingestellt und habe damals bis auf120 Kg (überwiegend Fett) zugenommen.
In der Folge ist es eine mehrmaliges Auf und Ab gewesen, bis ich im Jahr 2006 wieder intensiv und regelmäßig (3x2Std. pro Woche) trainiert habe. Im Jahr 2009 habe ich an einer universitären "Fettstudie" mitgemacht, die bei mir (bei 95 Kg) 70% Muskelanteil festgestellt hat. Damit (bzw. mit dem Gewicht zwischen 90-95 Kg) habe ich mich bei der Trainingsintensität am wohlsten gefühlt.
Dann kam 2011 ein beruflicher Neueinstieg in einen körperlich und psychisch anstrengenden Beruf. In der Folge habe ich (bin ein Frust- und Stressesser ) wieder bis über 115 Kg zugenommen und mir ging durch die anstrengende Arbeit, die Motivation und Kraft für ein durchhalten des regelmäßigen Trainings verloren. Gleichzeitig habe ich dann vermehrt angefangen die verkehrten Sachen zu essen und dementsprechend zugelegt.
Jetzt ist es ruhiger, eine entspannterer Job steht an und ich fange wieder an regelmäßig zu trainieren...und hoffe auf gute Ergebnisse...erste Erfolgsgefühle sind schon wieder da...die Muskulatur erinnert sich :wink: :D
Mikkaele hat geschrieben: Hallo,
ich habe einige Fragen bezüglich des Krafttrainig/Bodybuilding 50+ :

- Wer von den 50+ Damen und Herren macht Krafttraining (bitte nicht so was wie "PutzKraft = Krafttraining")?

- Warum macht ihr Krafttraining?
aus gesundheitlichen Gründen. Als Weiterführung der Anleitungen aus einer Reha. Zum Muskelaufbau und -erhalt.

- mit welcher Intensität (Zeit oder Häufigkeit) pro Tag/Woche?
2 - 3 Mal pro Woche ca. 1,5 Stunden (inkl. abschließendem Dehnen), ergänzt durch Schwimmen, evtl. radeln, nordicwalken (jeweils 1-stündig). Komme auf 5 - 6 Sporteinheiten pro Woche. Es gibt allerdings auch Wochen, in denen ich gar nichts mache ;-). Kein Zwang!


- welche Veränderungen sind euch aufgefallen?

noch besseres Körpergefühl, Körperhaltung. Beschwerden haben sich vermindert, sind aber nicht gänzlich weg.

War aber schon seit Jugend immer in irgendeiner Sportart unterwegs. Habe also das aktuelle Pensum nicht von heute auf morgen gestartet. Ich merke auch, wenn ich mal faul bin, daß ich dann unzufrieden mit mir bin. Dann treibt es mich bald wieder ...
Warum macht ihr Krafttraining?
    - dem altersbedingten Muskelabbau entgegenwirken
    - für eine aufrechte Körperhaltung
    - den Körper formen/ straffen und seine Bedürfnisse noch besser kennenlernen
    - für das damit einhergehende gute Körpergefühl
    - Förderung von Stabilität, Koordination, Flexibilität, Kraftausdauer
    - Freude an dieser speziellen Form der Bewegung und Anstrengung
Bestimmt habe ich noch was vergessen. :wink:

Mit welcher Intensität (Zeit oder Häufigkeit) pro Tag/Woche?

Momentan fahre ich einen 3er Split (Beine - Push - Pull).
Dauer, ohne Warm-up usw.: 60 bis 70 Minuten.

Der vierte Trainingstag gilt dem Langhanteltraining (ähnlich Bodypump). Im Gegensatz zum Training im Studio, wo ich relativ wenige Wiederholungen je Satz mache, habe ich hier eine hohe Wiederholungszahl mit niedrigerem Gewicht. Das setzt dem Körper ganz andere Reize. Ich mag das total gerne. Na ja, vor allem das Gefühl hinterher und die guten Effekte natürlich auch.

Welche Veränderungen sind euch aufgefallen?

Diese sind im Grunde bereits mit der Antwort auf das Warum genannt.
Darüber hinaus habe ich keine Schmerzen mehr (hatte früher schmerzhafte Probleme mit der HWS und LWS, sowie Hüft- und Kniegelenken), war in der Beweglichkeit eingeschränkt.
Ich bin insgesamt viel belastbarer geworden. Auf manche wirke ich unermüdlich. Das stimmt aber nicht! :-)

Bild

Diese Bildarbeit ist von mir.
@lavea_Najala

ein wunderbares Bild inklusive chapeau eines Herren aus der Unterwelt (eines Unterirdischen?)
:wink:
Liebe Luna,
ui, vielen Dank. :-)

Zum Glück ist das Bild unbewegt, sonst müsste ich mir einige Sorgen um den Herrn machen. Ein gut sitzender Schutzhelm anstelle des Hutes wäre sicher vernünftiger gewesen.
@Mikkaele,

und? ..... inwieweit waren die beiden Antworten hilfreich für Dich? Was stellst Du jetzt damit an?
Was ich damit anstelle?
Tja, schon mal feststellen, das dieses Thema entweder nicht wirklich von den 50+ Usern besportelt wird, oder wenige Interesse daran haben.
Es war/ist ein Versuch zu sehen, wie sehr diese Sportarten frequentiert werden.
Das Ergebnis deckt sich mit anderen Eindrücken anderer Foren.
@Mikkaele
der größte Teil der Senioren bevorzugt Wandern, Radfahren, Schwimmen, Reisen....
Du hast einfach das Falsche gefragt. :wink:
Viele ältere Menschen pflegen liebevoll ihre Vorurteile gegen Krafttraining - sieht man ja auch hier.

Ich begleite so manche meiner Patienten in den Fitnessclub, um ihnen erst einmal zu zeigen, dass sich dort niemand schämen muss, und wie unglaublich rasch man sich mit Muskeln besser fühlt.

Wichtig ist eine kompetente Begleitung von Trainern, die verstehen, dass ältere Leute nicht zu ihnen kommen, um auszusehen wie Schwarzenegger.

Ich selbst gehe im Winter zum Training.
Ich weiß genau, was mit gut tut - ich hab das gelernt!
Ich geh seit 1,5 Jahren ins Fitnessstudio, schaff es aber neben meinem Job (12 Stunden pro Tag außer Haus) meist nur 1 Mal die Woche für 1 Stunde reine Trainingszeit. Im Winter auch zwei Mal. Mein Studio ist leider relativ teuer, hat aber Betreuung. Ich mach dort am Liebsten Zirkel- und Krafttraining.

Grund dafür war der notwendige Muskelaufbau, Schulter und Beine nach einem Unfall und längerer Fehlbelastung der Beine, meine Kniearthrose und das lange sitzen jeden Tag. Geholfen hat's. Mein Gangbild ist immer noch nicht so wie es war, leider. Da bekomm ich zu wenig gezielte Anleitung

Daneben geh ich im Sommer wann immer es geht zum Schwimmen in den Baggersee (45 bis 60 Min) und im Winter 1 bis 2 Mal die Woche zur Aquafitness ins Hallenbad, im Herbst und Frühjahr am Sonntag eine Stunde Nordic Walking (in moderatem Tempo knapp 5 km). Auch fahr ich noch Ski, etwa 10 Tage im Jahr.

Eigentlich bevorzuge ich Freiluftsport. Trotzdem fühl ich mich nach dem Kraft- und Zirkeltraining gut.

Dünner geworden bin ich nicht wesentlich, halte aber mein Gewicht, fühl mich aber wohler als vorher.

In der Hitze im Sommer hab ich mich mehr aufs schwimmen fokussiert.
Hawaii.72 hat geschrieben: @Mikkaele
der größte Teil der Senioren bevorzugt Wandern, Radfahren, Schwimmen, Reisen....
Du hast einfach das Falsche gefragt. :wink:


Nö, das war schon die richtige Frage. :wink:
Es ist/war für mich einfach von Interesse gewesen, ob sich über 50 noch jemand im Bereich des Krafttrainings und Bodybuilding betätigt.
barbera hat geschrieben: Viele ältere Menschen pflegen liebevoll ihre Vorurteile gegen Krafttraining - sieht man ja auch hier.

Ich begleite so manche meiner Patienten in den Fitnessclub, um ihnen erst einmal zu zeigen, dass sich dort niemand schämen muss, und wie unglaublich rasch man sich mit Muskeln besser fühlt.

Wichtig ist eine kompetente Begleitung von Trainern, die verstehen, dass ältere Leute nicht zu ihnen kommen, um auszusehen wie Schwarzenegger.

Ich selbst gehe im Winter zum Training.
Ich weiß genau, was mit gut tut - ich hab das gelernt!


Ja, genau!
Liebevolle Vorurteile, die (ich will hier niemanden bekehren oder so was) sich dann auf das einfache Aufschrauben von Deckeln negativ auswirken. Die Kraft geht häufig flöten und dann wird man immer Kraft- und Hilfloser. Außerdem hat eine Trainierte Muskulatur auch bei evtl. Stürzen einen positiv dämpfenden Effekt. Es wird ja nicht erwartet, das man Arni ähnlich sieht :wink: :lol:
Ich brauche es für meine Arbeit, dort hätte ich sonst schon seit mehreren Jahren nicht mehr arbeiten können.

Aber jeder so wie er möchte! :wink:
maybe... hat geschrieben: Ich geh seit 1,5 Jahren ins Fitnessstudio, schaff es aber neben meinem Job (12 Stunden pro Tag außer Haus) meist nur 1 Mal die Woche für 1 Stunde reine Trainingszeit. Im Winter auch zwei Mal. Mein Studio ist leider relativ teuer, hat aber Betreuung. Ich mach dort am Liebsten Zirkel- und Krafttraining.

Grund dafür war der notwendige Muskelaufbau, Schulter und Beine nach einem Unfall und längerer Fehlbelastung der Beine, meine Kniearthrose und das lange sitzen jeden Tag. Geholfen hat's. Mein Gangbild ist immer noch nicht so wie es war, leider. Da bekomm ich zu wenig gezielte Anleitung

Daneben geh ich im Sommer wann immer es geht zum Schwimmen in den Baggersee (45 bis 60 Min) und im Winter 1 bis 2 Mal die Woche zur Aquafitness ins Hallenbad, im Herbst und Frühjahr am Sonntag eine Stunde Nordic Walking (in moderatem Tempo knapp 5 km). Auch fahr ich noch Ski, etwa 10 Tage im Jahr.

Eigentlich bevorzuge ich Freiluftsport. Trotzdem fühl ich mich nach dem Kraft- und Zirkeltraining gut.

Dünner geworden bin ich nicht wesentlich, halte aber mein Gewicht, fühl mich aber wohler als vorher.

In der Hitze im Sommer hab ich mich mehr aufs schwimmen fokussiert.


:D
Trauning ist für ältere Menschen
unbedingt nötig!

Muskel- heißt 'Kraft' -braucht man
auch, damit man Gleichgewicht halten kann.- und weniger leicht stürzt.
(Sonst Gefahr Schenkelhalsbruch).
Ich gehe ins Fitness Center seit meiner
Pension, - eine Freundin ist 77J,
sie trainiert noch jeden Wochentag.

Man fühlt sich nachher viel wohler,-
und beugt der Osteoporose vor.
(Der Knochen braucht einen 'Zug'.
um wachsen zu können!!).