Laut Genanalysen sind sowohl die heute lebenden Aborigines sowohl auch die Chinesen mit den heutigen Europäern verwandt.
Also eindeutig vom Homo sapiens abstammend und demnach aus Afrika kommend.

Der Homo erectus kann demnach weder der Urvater der asiatischen sowohl der polynesischen Urbevölkerung sein.

Alle Hominiden Menschenarten, unter anderem der Neanderthaler voran die vom früher ausgewanderten Homo erectus in direkter Linie abstammen, gelten heute als ausgestorben.

Bzw. eigentlich ja nicht, da Neanderthaler-gene unter den Europäern sowie unter den Asiatischen Völkerstämmen nachgewiesen wurden.
In der Tat hat der homo sapiens alle anderen Abkömmlinge des homo erectus verdrängt und nur im Genom sind noch wenige Prozent Beimischung als Erinnerung vorhanden, was eine wirkliche multiregionale Hypothese selbstverständlich nicht rechtfertigt.
Aber die Mischung ist das Interessante. Wie sagt schon Goethe im Faust II:

"Es leuchtet! seht! - Nun läßt sich wirklich hoffen,
Daß, wenn wir aus viel hundert Stoffen
Durch Mischung - denn auf Mischung kommt es an -
Den Menschenstoff gemächlich komponieren,...."

Aber zurück zum Thema, bei dem mich eben die zwei Ergebnisse erstaunen:
- es gibt anscheinend eine dritte beigemischte Hominidenart
- die Aborigines sind wohl nicht mit dem "Mungo man" verwandt, der einen völlig ausgelöschten Zweig repräsentiert.