Meine "Ex"-Scheidungsanwältin halt mich total falsch informiert. Sie meinte, sie müsse umgehend und innerhalb einer Woche nach dem Auszug meines Noch-Ehemannes einen Brief an ihn schreiben, damit ich auch ja Unterhalt für meinen Sohn bekäme. Aber eigentlich hätte sie wissen müssen, dass meinem behinderten Sohn kein Unterhalt zusteht, da er Grundsicherungs-berechtigt ist. Er bezieht zwar keine Grundsicherung, da ich ihn ungern zu einem Sozialfall machen möchte. So gingen 4 Briefe hin und her, ohne irgendeinen Erfolg. Dafür habe ich über 4000 € bezahlen müssen.
Einige Monate später haben wir, mein Noch-Ehemann und ich, einen Ehevertrag und ein Behindertentestament abgeschlossen. Wir dachten, dass uns die Scheidung dann billiger käme. Aber: Nach Aussagen eines anderen Rechtsanwaltes kostet uns allein die rechtliche Vertretung jeden 3 Monatsgehälter, + Gerichtskosten. Ich verdiene nicht schlecht, aber es reicht gerade um mich und meinen Sohn über die Runden zu bringen. Ich habe so viel Geld haben nicht und sehe eigentlich auch nicht ein, so viel zu bezahlen, wenn doch im Grunde schon alles geregelt ist. Ich habe keine großen Rücklagen.
Nun will mein Mann vorzeitig in Pension gehen und ich habe Angst, dass ich ihm noch etwas zuschießen muss bzw. für seine diversen Krankheiten mit aufkommen muss.
Wo erhalte ich gute, kompetente Hilfe? 
hallo tru,
es ist umfassend, die situation von dir,
vielleicht kannst du mal bei dem vdk sozialverband nachfragen, da müsstest du denn zwar eintreten, aber der beitrag ist verschwindend gering.
da gibt es auch rechtsanwälte

oder eben einen speziellen rechtsanwalt im sozialrecht aufsuchen

oder einen rechtsanwalt im sozialrecht übers internet suchen, und auch gegen einen wesentlich geringeren kostenbeitrag deine fragen stellen

wünsche dir, dass du den richtigen findest
Hallo Tru :wink:

Wegen der Fehlberatung Deiner Anwältin könntest Du Dich an die Anwaltskammer wenden und dort Rat suchen.

Solltest Du mit Deinem Mann eine sogenannte Scheidungsfolgenvereinbarung geschlossen haben (Du schreibst Ehevertrag), dann hättet Ihr bereits gütlich im Vorfeld geregelt, wie im Falle einer Scheidung verfahren werden soll. Haltet Ihr Euch beide daran, benötigt Ihr keine zwei Anwälte, sondern nur einen gemeinsamen - zur Rechtskrafterwirkung im Termin wird dann in der Regel pro forma ein Kollege vom Gang herein geholt. Ihr hättet bereits im Termin ein rechtskräftiges Urteil und nur wenig mehr als die Hälfte der bisher errechneten Kosten.

Was die Kosten betrifft, so kann ich Dir empfehlen, beim zuständigen Amtsgericht klären zu lassen, ob Du prozeßkostenbeihilfeberechtigt bist.

So weit mein "Senf" zu Deiner Frage. :wink:
Gesetzliche Basis für das Honorar von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten ist in Deutschland das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).


Guckst du hier:



http://www.brak.de/fuer-verbraucher/kosten/anwaltsverguetung/#page_body_main_content_bu_0 




Ich verstehe bald nicht, wozu manche ein Internet Anschluss haben! Also wirklich...   
Tru,

man muss NICHT drei Monatsgehälter zahlen, sondern die Gebühren werden aus dem Streitwert berechnet; der Streitwert wird vom Gericht festgesetzt und besteht aus dem dreifachen Monatsnettoeinkommen (plus eventueller Zuschläge bei Vermögen, Unterhaltseinbeziehung etc.)beider Eheleute;

verdienen also beispielsweise beide zusammen 3.500 Euro netto, dann werden die Gebühren aus dem dreifachen Wert von 10.500 Euro berechnet.
@bergfex

hat sich da eventüll ein Fehler eingeschlichen?

Die 10.500 sind doch schon das Dreifache,
da errechnen sich die Gebühren nicht aus dem Dreifachen von 10.500,
sondern aus dem Dreifachen von 3.500.

Oder hab ich was nicht kapiert?
danke fagus, so ist es, der dreifache Wert sind die 10.500 Euro;

ich füge der Ordnung halber noch in den Satz ein: "....aus dem dreifachen Wert IN HÖHE von 10.500 Euro berechnet."
:roll:
ich lasse mich nicht mehr scheiden....ist zu teuer :wink:

Gruss an die 2 netten Herren über mir aus der kalten Fränkischen Schweiz, lasst es Euch
gutgehen !
ja danke geli, Gruß zurück


(Treffen sich zwei Freunde; wie war Deine Scheidung?; na ja, ich hab das Auto bekommen und sie den Fernseher; und das Haus fragt der Freund, das Haus? Das Haus hat der Anwalt :mrgreen: :mrgreen: )
Ich habe auch mal gehört, dass ein Fachanwalt haftet, wenn durch ihn erheblicher Schaden für den Klienten entstanden ist.

Wenn der Anwalt kein "Fachanwalt" ist, muß er sich vorher überlegen, ob er das Mandat überhaupt annehmen sollte.
schnell und günstig:

scheidung-online.de


Besser wäre es, gar nicht erst zu heiraten... :-/ 
Ich habe gerade 6.880 Euro gezahlt. Mein Magen krampft sich immer noch zusammen.

Und der Witz :
"was haben Frauen und Wirbelstürme gemeinsam ?
Wenn sie gehen nehmen sie Häuser und Autos mit !"
Ist wirklich nur ein Witz !!
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