Hallo,

aufgrund meines doch schon recht fortgeschrittenes Alter beschäftige ich mich immer öfters in ruhigen besinnlichen Stunden mit dem Tod. Ich bin mir nicht sicher, ob ich vor dem Tod Angst habe oder nicht. Möglicherweise kommt es auf die näheren Umstände an, wie der Tod eintreten wird.
"Angenehm" ist jedenfalls die Vorstellung, sanft zu entschlafen. Denn ist der Tod nicht möglicherweise mit einem erholsamen Schlaf zu vergleichen? Allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass man dann nicht mehr träumt und auch nie mehr aufwachen wird. Aber wer weiss das schon.

Da viele hier in meinem Alter bzw. noch älter sind, interessiert es mich, wie ihr über diese Frage denkt (soweit ihr euch damit bereits wie ich befasst habt). Habt ihr Angst vor dem Tod? Ja oder nein? Und was sind jeweils eure Gründe für das "Ja" oder "Nein"?

Gern würde ich mich über kurze Antworten freuen, um dann ggf. für mich eine Auswertung vornehmen zu können. Vielleicht können mir eure Antworten ja neue Überlegungen vermitteln und das Endergebnis meine Gedanken beeinflussen (hoffentlich zum Positiven).

Über eure Antworten, soweit sie denn ehrlich gemeint sind, würde ich mich sehr freuen. Denn wer weiss, wer vor der Tür steht, wenn es das nächste Mal klopft.

Hauke57
Als Ehrenamtliche in einem Pflegeheim war ich schon bei mehreren Sterbenden bis zuletzt dabei.
Die Angst bezieht sich meist nicht vor dem Sterbeakt, sondern vor Krankheit und Schmerzen davor. Zum eigentlichen Ende gibt es medizinische Möglichkeiten, dass man ruhig "hinüber schläft" und so habe ich es als Beobachter auch erlebt.
Angst macht alles oft noch schlimmer. Viel besser ist es, jeden Tag zu genießen, da wir doch den Spruch kennen "der Mensch denkt und Gott lenkt"... wie schön ist es doch, dass wir von unserem letzten Tag keine Kenntnis haben.

Ich habe schon viele Bücher von der Autorin Kübler-Ross gelesen, die ihr ganzes Leben zu diesem Thema recherchiert hat und auch Sterbende begleitete. Mir wurde dadurch die Angst vor diesem Thema genommen, zumal ich auch an irgendeine Form des Weiterlebens glaube.

Nur aus diesem Glauben heraus konnte ich auch mehrere mir nahestehende Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten und sie irgendwann loslassen.

Soeben fand ich zu diesem Thema im Status meiner Nichte einen Film, der mich sehr berührte... ein ganzes Dorf ließ Luftballons steigen zum Abschied für einen kleinen Siebenjährigen, der hinter dem Trecker seines Vater herlief, auf dem bereits seine Geschwister saßen... er wollte auch mitfahren, doch der Vater setzte zurück und übersah ihn... traurig... nicht nur alte Menschen sterben.
Fuchs50 hat geschrieben: Angst macht alles oft noch schlimmer. Viel besser ist es, jeden Tag zu genießen, da wir doch den Spruch kennen "der Mensch denkt und Gott lenkt"... wie schön ist es doch, dass wir von unserem letzten Tag keine Kenntnis haben.

Ich habe schon viele Bücher von der Autorin Kübler-Ross gelesen, die ihr ganzes Leben zu diesem Thema recherchiert hat und auch Sterbende begleitete. Mir wurde dadurch die Angst vor diesem Thema genommen, zumal ich auch an irgendeine Form des Weiterlebens glaube.

Nur aus diesem Glauben heraus konnte ich auch mehrere mir nahestehende Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten und sie irgendwann loslassen.

Soeben fand ich zu diesem Thema im Status meiner Nichte einen Film, der mich sehr berührte... ein ganzes Dorf ließ Luftballons steigen zum Abschied für einen kleinen Siebenjährigen, der hinter dem Trecker seines Vater herlief, auf dem bereits seine Geschwister saßen... er wollte auch mitfahren, doch der Vater setzte zurück und übersah ihn... traurig... nicht nur alte Menschen sterben.


fuchs50,
das mag ja alles richtig sein, was du schreibst, aber auf mein Anliegen geht es in keiner Weise ein. Mein Wunsch ist es, dass Fragen beantwortet werden, die sich lediglich auf das eigene Gefühl und die eigenen Gedanken in Bezug auf den eigenen Tod beziehen, und die relativ einfach und prägnant beantwortet werden können . Es geht mir nicht darum, lang und breit Ausführungen zum Tod etwaiger Angehöriger oder Freunde zu erhalten. Wenn Kinder sterben, ist es wesentlich bedauerlich, als wenn wir Alten - wie Sie und ich - sterben. Aber das ist ein anderes Thema . Mich interessiert, mit welchen Gefühlen die anderen Forennutzer den unausweichlichen Tod erwarten.

Warum fällt es vielen Nutzern, wie dir, hier in den Foren so schwer, sich an das vorgegebene Thema zu halten? Kann man sich nicht einfach mal zurückhalten, wenn man konkret nichts zum Thema beizutragen hat? Oder kann man nicht, wenn man - wie du - den Drang verspürt, sich auch irgendwie auslassen zu müssen, dafür einen eigenen Themenbereich eröffnen? Aber vielleicht macht es ja auch viel mehr Spass, konkrete Anliegen, wie das von mir ausgeführte, mit eigenen Ausführungen zu verwässern.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn andere Nutzer/-innen meinen Wunsch, wie ich ihn am Anfang dieses Themas formuliert habe, möglichst kurzen Antworten entsprechen würden.

Hauke57
Lieber Hauker57, ich bin viel älter, als Du, so kann ich dir nur eins sagen, oder raten, freue dich jeden Morgen, wenn du erwachst, das Frühstück geniessen kannst und versuch es, nicht auf das Morgen denken, sondern für das Heute. Ich grüsse dich, werweiss13
Hauke,
man kann doch nur von dem was man erlebt hat, oder dem was man empfindet schreiben.
Was willst denn hören, wie sich Sterben anfühlt? Hat doch noch keiner von uns erlebt.... es gibt Nahtoderfahrungen von denen Fuchs schreibt, zum Beispiel war Kübler- Ross jemand, die mit vielen solcher Menschen gesprochen hat. Von der gibt es Bücher, wenn Dich das interessiert.
Kann Dir nur von meinem Ehrennamt berichten dass die meisten Sterbenden kurz vor ihrem Tod ganz ruhig werden, auch wenn sie vorher ganz viel Angst hatten und sehr unruhig waren.
Das habe ich, siehe oben, auch so erlebt und die Antwort von Hauke finde ich ziemlich unfreundlich und regt nicht zu weiteren Antworten an. :?
werweiss13 hat geschrieben: Lieber Hauker57, ich bin viel älter, als Du, so kann ich dir nur eins sagen, oder raten, freue dich jeden Morgen, wenn du erwachst, das Frühstück geniessen kannst und versuch es, nicht auf das Morgen denken, sondern für das Heute. Ich grüsse dich, werweiss13


Liebe werweiss13 genau so sollte man das Leben genießen.
Das hat so Garnichts mit dem alter zutun der Tot kann uns jeder zeit begegnen.
Durch meine 3 Herzinfarkte weiß ich wo von ich spreche.
Der letzte war ein sehr schönes Gefühl wurde aber nicht angenommen.
Hallo Hauker,
Angst ist vielleicht ein zu großes Wort. Ich habe Wünsche an den Sterbeakt Mein Wunsch, das gilt wahrscheinlich auch für die meisten Menschen, ist es, schmerzfrei zu sterben. Aber es ist nur ein Wunsch. Wir haben keinen Einfluss darauf, sondern müssen das annehmen, was uns passiert.

Glücklicherweise wissen wir in der Regel nicht, wann und wie es passiert, sonst würden wir uns damit belasten. Manchmal, an besonders schönen Tagen, denke ich, wie schön das Leben doch ist und wie schade es ist, dass der größte Teil meines Lebens vorbei ist.

Es gibt ein schönes Zitat aus Fontanes Effi Briest. Ich kann es nicht mehr genau formulieren, aber inhaltlich ist es etwa so: Effi wird gefragt, ob sie denn keine Angst vor dem Tod hätte. In ihrer Antwort bezieht sie sich auf einen Gast, einen Arzt, der von einem schönen Fest zu einem Patienten weggerufen wird. Am nächsten Tag trifft der Arzt einen anderen Gast des Festes. Er fragt ihn, ob es denn noch viel Interessantes gegeben hätte. Der andere Gast antwortete, dass es noch viel gab, aber versäumt, versäumt hätte er nichts..
ich habe keine Angst vor dem Tod......
nur vor zu großen Schmerzen.....
wenn ich mich nicht mehr artikulieren kann, dann kann ich nicht sagen, dass ich große Schmerzen habe und mehr Schmerzmittel benötige....
mein Vater hätte größere Dosen gebraucht - genauso wie ich sie wahrscheinlich brauchen werde !
Ich bin ja der Meinung, dass diese ganze Sterberei verboten werden müsste, auch Vulkanausbrüche, Erdbeben, Tropenstürme, Starkregen, Lawinen, Eis und Schnee!
Und auch das Heiraten!

Sicherlich haut es mich irgendwann vom Stangerl, aber das beschäftigt mich nicht, wenn´s passiert passiert´s halt.
Guten Abend.
Was das Heiraten angeht, stimme ich zu. Zum Sterben, bei mir gibt es einen Körperspenden-Ausweis. Also, was nun?
Ich will den Tod als etwas Normales,
als zugehörig zum Leben akzeptieren,
will einen würdigen Tod,
zufrieden und müde:
wie nach einer langen Reise
möchte ich
diese Erde verlassen.
Karla Eckert (dt. Mode-Journalistin)
Vor dem Tod an sich habe ich keine Angst.

Eher davor, mir am Ende den Vorwurf zu machen, mein Leben und meine Anlagen nicht genug ausgeschöpft zu haben.
Bis auf noch unbestimmte Zeit ist das Leben im Außen ja nur sehr eingeschränkt möglich.
Also geht es nun darum, sich die Inspiration im eigenen Inneren zu suchen, was gar nicht so einfach ist.

Wird man krank und schwach, so kann der Tod willkommen sein
und möglichst schmerzfrei.....