Auf dem Weg zu mir
ging ich durch die Dunkelheit
durch die Hölle der Einsamkeit
Auf dem Weg zu mir
stolperte ich
über Steine der Angst
Auf dem Weg zu mir
verlief ich mich
war oft auf dem falschen Pfad
Auf dem Weg zu mir
blies mir der kalte Wind ins Gesicht
Auf dem Weg zu mir
brannten sich Narben in mein Herz

Ich suche ihn noch den Weg
Träume begleiten mich
Tränen benetzten den Weg
und das weiter gehen fällt schwer
schleppend gebückt
Schritt für Schritt
ein Stück nach vorn
nur keinen Schritt zurück
die Augen nach vorn
niemals nach hinten sehen
weiter gehen

Auf den Weg zu mir
niemals den Halt verlieren
Auf den Weg zu mir
niemals das Ziel verlieren
Auf den Weg zu mir
niemals den Glauben verlieren
Auf den Weg zu mir
niemals in Fesseln leben

Und ich gehe weiter diesen Weg
denn ich weiß es tief in mir
auf den Weg zu mir
finde ich etwas das zählt
ich finde mich
am Ende des Weges zu mir
finde ich mein Herz
das dann endlich weiß
wohin es gehört
..... und so kreisen wir doch viel zu sehr um uns selbst, ein Herz das nur für sich alleine schlägt, notwendig doch traurig, wo bleiben da die Anderen?
Das steh jeden Tag immer auf dem Weg zu sich neu an: die ....

Entscheidung

Wenn du machst,
was die anderen
von dir verlangen,
erntest du
– meistens –
Zustimmung und Beifall.

Die Frage ist nur:
Was ist dir wichtiger?
Zustimmung und Beifall –
oder doch
ein eigenes Leben
in Würde und Freiheit?

© Ernst Ferstl
(*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker
... und das ist mein täglicher Weg zu mir:

Mein Tag erwacht

Mein Tag ist erwacht
Ich fahre
In meinem Auto
Auf der Autobahn des Lebens
Meinem neuen Tag entgegen.

Am Horizont
Zeigt die Sonne sich mit Strahlen.
Musik begleitet mich.
Autos begleiten mich -
Vor mir,
Hinter mir,
Sie kommen mir entgegen.
In allen
Sind Menschen.
Sie fahren
Ihrem neuen Tag entgegen –
Mit Freude,
Mit Müdigkeit
Mit Angst
Voller Spannung
Und
Energie.
Wir alle
Sind
Teil
Des Ganzen.
Das
Vermittelt mir
Geborgenheit.
Ich bin
Teil des Ganzen.
Ich bin
In meiner Begrenztheit
Wichtig.
Ich bin
Teil des Ganzen.
Sei gut zu dir.
Die Welt ist schlecht.
Das Unrecht blüht,
nimm dir das Recht
und tu den Schritt
zum Ich vom Wir:
Die Welt ist schlecht.
Sei gut zu dir.
@crisol,
ein wunderbares Gedicht. Hautnah, ergreifend, es nimmt einen mit auf Deine "Reise". Es ist ein Kunstwerk. Da ist Form und Inhalt in einem Rhythmus, unglaublich. Für mich gibt es nicht das Geringste zu kritisieren, denn es ist die Beschreibung einer hochdramatischen, individuellen Fahrt. Wer von uns kennt schon die beschwerliche "Landschaft", die Du querst. Die Mühe und die Stolpersteine spürt man selbst an jedem Zeh

Thales von Milet 550 v. Chr.: "Was ist das Schwierigste, sich selbst zu erkennen. Was ist das Leichteste, Ratschläge zu geben."


Jeder sollte wissen, Ratschläge sind auch Schläge!

Danke für diesen Beitrag

Felix
@41acul

Jeder sollte wissen, Ratschläge sind auch Schläge!

Lieber Felix (der glückliche)

Danke für Deine sehr nette und positive Rückmeldung

Auf der Suche nach meinem Selbst
richte ich meinen Blick nach vorn
sehe das Meer und den endlosen Horizont
die sich in meinen Augen spiegeln
und mir zeigen
dass die Weite in mir selber ist
nicht in der Bestätigung durch Andere
nicht im Wohlgefälligsein
nicht in der Anpassung
sondern im Erkennen meines Ichs
und in seiner Annahme...


Hans
cron