Arcibiskupske Gymnasium. Umgangssprachlich géčko, ist ein katholisches Gymnasium. Die Gründung der Schule geht auf das Jahr 1854 zurück. Die Gründung der Charta von Fürstenberk basiert auf den Schlussfolgerungen des Trident-Rates, in dem die Bischöfe zur Gründung von Jungenseminaren verpflichtet wurden. Das so genannte "kleine Seminar" in Kroměříž diente der Ausbildung von begabten und talentierten Jungen aus armen Familien. Ihre Erziehung wurde angewiesen, die theologischen Studien fortzusetzen.Die Schule war ursprünglich zweisprachig (mit überwiegend tschechischen Schülern),
1919 wurde sie vom Bildungsministerium in die tschechische Sprache umgewandelt (deutsche Lehrer und Schüler gingen nach Bruntal).
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Das Schloss. Als Dorf wurde Kremsier erstmals 1110 erwähnt, als der Olmützer Bischof Johannes II. es erwarb. Viele Handelswege kreuzten sich hier an einer Furt durch die Marsch. Bischof Bruno von Schauenburg ließ hier um 1266 eine gotische Burg errichten. Diese ließ Bischof Stanislaus von Thurzo Anfang des 16. Jh. in ein Renaissanceschloss umbauen welches fortan den Olmützer Bischöfen als Sommerresidenz diente. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss ab 1696 durch Bischof Karl II. von Liechtenstein – Kastelkorn nach Entwürfen des Wiener Architekten Luchese und nach dessen Tod, von seinem Schüler Tencalla im Stil des Spätbarock neu errichtet.
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Besitztumsverhältnisse des Schlosses. Bis 1949 gehörte es dem Bistum Olmütz. Danach wurde es Staatseigentum, was es auch heute noch ist, aber das Inventar gehört dem Bistum Olomouc. Die sehenswerte Inneneinrichtung kann besichtigt werden.
Sehenswert sind die Repräsentations- und Wohnräume mit der wertvollen Inneneinrichtung, zu denen der Jagd-, der Rats- und der Thronsaal sowie der Rosen- und der Zarensalon gehören. Außerordentlich wertvoll ausgestattet sind der Vasallensaal mit Deckenfresken von Franz Anton Maulbertsch, die Schlossbibliothek mit einem Deckengemälde des Brünner Malers Josef Stern und der Reichstagssaal mit drei Deckengemälden von F. Adolf von Freenthal. Die Saala terena ist reich geschmückt mit Stuckaturen von Baldassare Fontana.
Da im Schloss fotografieren verboten war, zeige ich statt dessen Aufnahmen von dem Innenhof des Schlosses.
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Im Schloss gibt es noch viel Wertvolles zu besichtigen.
Die Gemäldegalerie ist nach der Prager Nationalgalerie die zweitbedeutenste in Tschechien. In zehn Sälen werden hervorragende Werke der italienischen, niederländischen und deutschen Malerei des 15. bis 19. Jh. gezeigt. Dazu gehören Gemälde von Tizian, Paolo Veronese, Jan Breughel dem Älteren, Johann Heinrich Schönfeld, van Dyck, Lukas Cranach dem Älteren, Hans von Aachen und Jakob Bassano.
Besonders wertvoll sind die Bestände im Musikarchiv. Es sind Autographien von Heinrich Ignaz Franz Bieber von Biebern, ( getauft 12. August 1644 in Wartenberg Böhmen, gestorben 3. Mai 1704 in Salzburg). Er war ein böhmischer Komponist und berühmter Geiger der Barockzeit. In einer Umschrift eines Porträts ist zu lesen: Vize-Kapellmeister des höchst erhabenen und höchst verehrungswürdigen Fürsten und Erzbischofs zu Salzburg.
Auch die Autographie von Pavel Josef Veyvanovsky ist sehr aufschlussreich. Er wurde um 1633 in Hukvaldy (Hochwald) in Mähren geboren. Er starb am 24. Juni 1693 in Kremsir. Er war ein mährischer Komponist, Barocktrompeter und Chorleiter (Cori prarfectus) an der Mauritius Kirche. Er studierte zwischen 1656 und 1660 am Jesuitenkolleg in Troppau und machte dort mit Heinrich Ignaz Franz Bieber und Philipp Jakob Ritter Bekanntschaft. 1664 wurde er Mitglied der Kapelle des Olmützer Fürstbischofs Karl Liechstenstein – Kastelkorn (1624-1695) in dessen Sommerresidenz in Kremsir. Bis 1670 wirkte Bieber als Leiter dieses Ensembles der aber unverhofft nach Salzburg abreiste.
Veyvanovsky übernahm die Leitung bis zu seinem Tod im Jahre 1693. Als Feldtrompeter (tubicen campestris) erhielt er offiziell nie den Titel des Hofkapellmeisters. Vejvanovský beherrschte mehrere Sprachen und besaß eine bedeutsame Bibliothek.
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Der Schlosspark. Der älteste Teil des Schlossgartens entstand bereits im 15. Jh. also noch im Mittelalter und in der Frührenaissance. Er befand sich unterhalb des Schlosses und reichte bis zum Fluss March. Seit seiner Gründung änderte sich seine Nutzung und Gestaltung. Erst diente er als Gemüse und Obstgarten. Während der Amtszeit der Bischöfe Stanislaus Thurzo, Wilhelm Prusinovsky und Stanislaus Paylovsky, wurde ein Teil der Fläche Wildpark mit Hochwild. Es entstand auch ein Ziergarten mit Wasserflächen und Zierbeeten.
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In der 2. Hälfte des 17. Jh., während der Amtszeit von Karl Liechtenstein- Castelkorn, erlebte der Schlossgarten seine Blütenzeit.
Der Bischof kam nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg nach Kremsir und begann mit den Aufbauarbeiten. Mit dem Aufbau des Schlosses wurde der Gemüse- und Obstgarten zum Barockgarten umgewandelt. 1777 wurde Olmütz zur Erzdiözese erhoben. Erster Erzbischof Anton Theodor Coloredo- Waldsee ließ den Schlossgarten im englischen Stil umgestalten und Dank ihm wurde der Schlosspark original verändert. Die kuriosen Bauwerke im griechischen, chinesischen, türkischen und pazifischen Stil entstanden. Die Arbeiten dauerten etwa 10 Jahre. Es sind mehr als 200 Baumarten aus Europa, Amerika und Asien vorhanden.
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