Dankeschön @ hilfreiche Zauberin.
Das Fest kann also morgen starten, wobei ich mir vorstellen könnte, daß einige zögern. Sollte jemand Süppchen verschmähen, bestünde die Möglichkeit, eigene Gerichte & Nachspeisen wie Tiramisu mitzubringen. Sollte die "Angst vor Beziehungen" überhand nehmen, ließe sich ~ gerade an Halloween ~ die süße italienische Köstlichkeit im Gesicht des Gefürchteten platzieren.
Jedoch werden die Umstände so schlimm nicht werden.
Denn Majestät (Diadem) sprachen ja im Parallel~Thread der Liebe von Marie-Antoinette, die trotz ihrer österreichischen Herkunft später durch die Vermählung mit dem französischen (Thronfolger) König Louis XVI als seine Gemahlin zur Königin Frankreichs avancierte. Die beiden dürfen also berechtigterweise als Paar angesehen werden.
Shekinah hat geschrieben: Ach da könnte dir die Hexe doch hilfreich unter die Arme greifen, dreimal mit den Fingern schnippen und der Festplatz samt kochendem Süppchen über dem lodernden Feuer ist bereit. Allerdings wird das Süppchen wieder nicht allen schmecken, aber für allfällige Haare oder Haifischflossen darin ist die Hexe nicht verantwortlich, ehrlich.


Also, Sheki,
so lange Du nicht heimlich Heiligenscheinpolitur mit in die Suppe mischt,
kannst Du mir morgen einen Teller voll rüber beamen, aber bitte im Rosenteller! Danke!

Noch'n Gedicht, gar nicht tief, aber lieb:
N (singend) Mau mau mau, miau, schau schau!
Das ist die Wüstenhexe Wackelzahn!
Die Hexe mit dem Wackelzahn!
Kaum wackelt die Hexe mit dem Zahn,
Fängt die Wüste wild zu wackeln an!
Ja, sie zaubert den lieben langen Tag,
Sie zaubert Milch und Brei und Quark,
Aus Wüstensand backt sie Mäusekuchen,
Und sie kann auch richtig fiese fluchen!
Denn sie ist die Hexe Wackelzahn,
Die Hexe mit dem Wackelzahn,
Wackel, wackel Wackelzahn
Mia miau, mau, wau-wau!

Wieso, weshalb, warum –
frag nicht so dumm!
Weil ich eine
miese fiese Hexe bin – darum!
Und jetzt muß ich kurz fortreiten
– ich bringe Goldsand zur Sandbank
– da grinsen die Zinsen!
Und Muck! Hör mir gut zu! Du darfst alles anfassen:
die
Sanduhr, die Sandkiste, den Sandkorb, den Sandsack, aber:
Die Schuhe, die ich in die Truhe tue, läßt du in Ruhe!
Die Schuh’ in der Truh’ sind tabu. Hörst du mir zu?
Die Schuhe in der Truhe läßt du in Ruhe!
Die Schuh’ in der Truh’ sind tabu!
Hast du das verstanden? Kleiner Muck?

Nicht von mir. Bin keine Poetin. Macht aber nixxx!
Nur aus Hauffs Märchen
Flattermaus, du verwexelst da was, ich bin keine fiese Hexe, ich bin eine gute, aber ohne Heiligenschein, aber die Schuhe vom Muck, die könnte ich gebrauchen.
Hallo IriSu,

Du wolltest doch wissen, ob andere ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht haben. In den letzten Jahren hatte ich zwei solche Beziehungen. Aus diesen Erfahrungen glaube ich sagen zu können, dass es bei dem, was Du schilderst, vermutlich um zwei verschiedene Dinge geht:

- Angst vor Beziehung
- Angst vor Nähe

Ich hatte eine "Beziehung", die funktionierte so: je mehr ich die Bindung zu ihr suchte im Sinne von sich regelmäßig zu treffen, umso mehr wich sie zurück, meldete sich nicht mehr, hatte keine Zeit ...Wenn ich mich dann zurückzog, rar machte, dann kam sie nach einer Weile wieder auf mich zu. "Ich lieb' Dich nicht, wenn Du mich liebst", heißt ein Buch zu diesem Thema - und genau so war es. Sie ist sich ihrer Beziehungsunfähigkeit durchaus bewußt, kann aber selbst nicht aus ihrer Haut heraus. Ihre psychotherapeutische Behandlung machte keinen Fortschritt in dieser Hinsicht. Ich denke, der Grund dafür ist eine Art unüberwindliches Trauma, verursacht durch die Trennung aus einer fast 40-jährigen Beziehung/Ehe. Trotz dieser Beziehungsangst hatte sie aber keine Angst vor Nähe - im Gegenteil. Für uns war das der Punkt der größten Gemeinsamkeit, sich zu berühren. zu umarmen und ... Es war eine sehr liebevolle und auch leidenschaftliche "Beziehung", wenn man das als eine Beziehung bezeichnen kann, denn das wollte sie nie, dass es eine "richtige Beziehung" ist oder auch nur so genannt wird. Ich habe mich von ihr getrennt. Es war für uns sehr schmerzlich.

Die andere Beziehung, die ich hatte, war gerade umgekehrt. Es war mit Fug und Recht eine feste Beziehung, wir waren regelmäßig an den Wochenenden und auch unter Woche einmal zusammen. Das war nie ein Problem sondern fast selbstverständlich - wir nahmen uns dafür gerne die Zeit. Nie hatte ich den Eindruck, mich aufzudrängen - und nie hatte ich das Gefühl, dass sie sich aufdrängt. Also alles zum Besten? Leider nein. Nach einiger Zeiten fiel mir auf, dass immer ich derjenige war, der ihre Nähe suchte, sie berührte, umarmte, so das Kuschlige eben ... sie wehrte nach einer Weile ab oder ließ es irgendwie geschehen. Ich suchte nach den Gründen ... und aus den Gesprächen mit ihr wurde klar, das es aus ihrer Kindheit kam, ihrem Elternhaus. Ihre Eltern hatten sie niemals in den Arm genommen, seit sie sich erinnern konnte. Ihre Eltern liebten sie, aber es gab keinerlei körperliche Nähe. Sie hatte es nicht gelernt. Ich bat sie sich zu überlegen, ob sie versuchen wolle, dieses Verhaltensdefizit zu ändern, etwa mithilfe einer psychologischen Therapie. Sie wollte aber lieber so bleiben, wie sie war. Kein Mensch hat das Recht, dies von ihr zu verlangen; ich kann nur sagen, dann möchte ich aber auch nicht darunter leiden müssen. Deshalb habe ich mich von ihr getrennt. Es hat beiden sehr weh getan.

Tja ... IriSu, wenn ich deine Geschichte so lese, dann habe ich das Gefühl, dass es bei Deinen Partnern wahrscheinlich beides war. Und ich glaube, es ist wohl immer besser, sich zu trennen als in einer Beziehung unglücklich zu sein.
Tanzbein
Danke @ Tanzbein

Gute Analyse, ohne Schuldzuweisungen und verkappte Rachegelüste.
Das tut gut und versöhnt dich mit deinen Enttäuschungen.

Tja , die Therapierfähigkeit im Alter ist schwindend, weshalb die Seelenforschung selten zum Ergebnis führt, und dauerhafte Verhaltensänderung nicht zu erwarten ist.
Also "let it be" und versuche eine positive Beziehungsbilanz
zu erzeugen, denn jeder Mensch trägt negative UND positive Bindungskräfte
in sich, und DU hast die Wahl, auf was deine Aufmerksamkeit gerichtet ist.

@Iris:
Mach Frieden mit der Vergangenheit:
Du änderst niemanden, nur dich selbst :wink:
Mach Frieden mit der Vergangenheit:
Du änderst niemanden, nur dich selbst

es ist ein Satz der soooooooooo zutrifft
Mit dieser Reaktion der Gemeinde hier hat @irisu wohl nicht gerechnet und ist auf und davon.
Es läuft bei den Beziehungsängstlern scheinbar immer nach dem gleichen Muster ab.

- Erst sehr stürmische Verliebtheit mit starken Gefühlen,
- dann ambivalentes Verhalten, Push and Pull,
- schließlich Rückzug und die Trennung.

Kurz meine negativen Erfahrungen, die ich leider machen mußte.
Als Betroffener war es für mich schwer zu durchschauen, was in meiner Partnerin vor sich ging. Ich hatte mit ihr eine Fernbeziehung. Durch die Beziehungsangst wurden ihre Gefühle für mich scheinbar immer weniger. Das habe ich leider nicht bemerkt - die Fassade war einfach zu perfekt. Als ich die örtliche Distanz aufheben und in ihre Nähe ziehen wollte - ich plante gerade meinen Umzug - bekam sie kalte Füße und trennte sich von mir innerhalb weniger Stunden via WhatsApp. Es fehlte ihr sogar der Mut, mir das persönlich zu sagen.

Auffällig war in der Trennungsnachricht auch die Schuldumkehr, mit der die Trennung begründet wurde. Sie versuchte sich damit zu entlasten. So etwas nennt man glaube ich Gaslighting. Die Trennung erfolgte nach drei Monaten.

Die Ursachen für diese Angst können in der Kindheit oder in früheren kaputten Beziehungen liegen. Es ist für den Partner unmöglich dieses Problem zu lösen - das kann nur der Beziehungsängstler selbst. Trotz der zugefügten Verletzungen sollte man diese Menschen für ihr Verhalten nicht verachten, sondern versuchen sie zu verstehen.
Hallo Achim,

tatsächlich gibt es ein "Schockverlieben" - das ist mir auch schon passiert. Eine tolle Sache :D Wenn allerdings mein Schatz, den ich erst seit drei Monaten kenne, nach so einer kurzen Zeit erwägt, in meine Nähe zu ziehen, bleibt nur der Schock. Das hat mit Beziehungsangst nichts zu tun. In drei Monaten auf große Distanz kennt man sich noch lange nicht richtig.

Du befindest Dich bereits in Aufbruchstimmung und möchtest wieder nach Deutschland zurückkehren. Da überschlagen sich die Gedanken - es scheint die perfekte Lösung zu sein. Nur gehören zwei Personen dazu. Vielleicht solltest Du Deinen Umzug zuerst einmal alleine in Angriff nehmen.

Schlecht finde ich es, eine 'Beziehung' per WhatsApp zu beenden. Bei Boris Becker war es eine SMS - auch kein Stil.
Gegen sich Verlieben ist man nun mal nicht gefeit. Das kann auch mal ganz schnell passieren. Kann auch sein, daß man mit jemanden schon ne Weile Kontakt hat, und dann passierts. Kann alles sein :-)

Ja, und wenns schnell passiert ist ? Und man sich noch gar nicht kennt ?
Dann kommt das Kennenlernen halt erst so nach und nach.
Und wenn es sich um eine Fernbeziehung handelt (wobei mir das Wort Beziehung nach ein paar Wochen oder 2 Monaten noch lange nicht über die Lippen käme), dann findet das Kennenlernen halt unter erschwerten Umständen statt.
Persönliche Treffen sind rar, beim Schreiben gibts leicht Missverständnisse - es müssen sich beide schon sehr gut ausdrücken können, wenn das klappen soll -
und beim Telefonieren ist man sich total nahe, weil nichts und niemand das Telefonat stört, man sich schon den ganzen Tag darauf gefreut hat und man möchte, daß es schön abläuft.

Ich halte es für ganz normal, daß sich da im Verlauf von ein paar Monaten sowohl die Gefühls- als auch die Verstandeslage verändert. Mal mehr zum anderen hin, mal auch wieder weg. Man erfährt etwas von ihm, das einem gefällt,
ein paar Tage später erfährt man etwas, das einem nicht gefällt. Man macht wieder einen Schritt zurück.

So sieht für mich Kennenlernen aus.
Egal ob nah oder fern.

Es kann oft Wochen oder sogar Monate gehen, bis bei mir der Groschen fällt, ob ich mich weiter darauf einlassen möchte und die nächsten Schritte machen, oder nicht. Dazwischen kann auch mal Stagnation liegen.

Leider sehen das die meisten Männer nicht so detailliert. Da wird geschrieben und telefoniert was das Zeug hält und sie meinen, man ist schon beieinander.
Und ich bin noch lange in der "Sortierungsphase".
Aber die Männer wollen den Sack schon zumachen.

Und manchmal bleibt dann halt nur noch ne WhatsApp oder andere schriftliche Mitteilung.

Beziehungsangst würde ich das nicht nennen. Nach zwei langjährigen Ehen und auch ein sich Einlassen auf eine andere Art von Beziehung kann ich echt sagen, daß ich die nicht habe.
Aber ein Bedürfnis nach wirklichem Kennenlernen, bevor Entscheidungen fallen.

Es ist mir schon passiert, daß Männer, die ich noch gar nicht persönlich kannte,
am Telefon sagten: Ja, dann vermietest du deine Wohnung, bekommst 1200 Euro dafür zusätzlich zu deinem Einkommen, ziehst zu mir in mein Haus am .....see, kannst dein ganzes Geld für dich behalten usw. Was suchen die ? Was wollen die ?

Oder umgekehrt: Sie haben "übergangsweise" nach der Scheidung eine kleine Wohnung und wollen sofort zu mir ziehen. Wieso ? Was soll das ?????

Ich finde, als Frau kann man gar nicht genug fragen ....
Na ja, er schrieb ja von "in die Nähe ziehen", nicht vom Zusammenziehen. Da muss man keine kalten Füße kriegen. Vorausgesetzt, er wollte sowieso in diese Gegend ziehen. Nach drei Monaten sollte man schon damit rechnen, dass die "Liebelei" nichts Festes werden könnte. Und dann wohnt man unter Umständen irgendwo, wo man sonst nicht hingezogen wäre.

Sagen wir mal, die Entfernung würde sich von 150 km auf 20 reduzieren, wäre es doch erstmal ne feine Sache. Was aber (für mich) nicht bedeuten würde, dass man sich von nun an dauernd auf der Pelle sitzt.
Achim1954 hat geschrieben: Es läuft bei den Beziehungsängstlern scheinbar immer nach dem gleichen Muster ab.

- Erst sehr stürmische Verliebtheit mit starken Gefühlen,
- dann ambivalentes Verhalten, Push and Pull,
- schließlich Rückzug und die Trennung.

Kurz meine negativen Erfahrungen, die ich leider machen mußte.
Als Betroffener war es für mich schwer zu durchschauen, was in meiner Partnerin vor sich ging. Ich hatte mit ihr eine Fernbeziehung. Durch die Beziehungsangst wurden ihre Gefühle für mich scheinbar immer weniger. Das habe ich leider nicht bemerkt - die Fassade war einfach zu perfekt. Als ich die örtliche Distanz aufheben und in ihre Nähe ziehen wollte - ich plante gerade meinen Umzug - bekam sie kalte Füße und trennte sich von mir innerhalb weniger Stunden via WhatsApp. Es fehlte ihr sogar der Mut, mir das persönlich zu sagen.

Auffällig war in der Trennungsnachricht auch die Schuldumkehr, mit der die Trennung begründet wurde. Sie versuchte sich damit zu entlasten. So etwas nennt man glaube ich Gaslighting. Die Trennung erfolgte nach drei Monaten.

Die Ursachen für diese Angst können in der Kindheit oder in früheren kaputten Beziehungen liegen. Es ist für den Partner unmöglich dieses Problem zu lösen - das kann nur der Beziehungsängstler selbst. Trotz der zugefügten Verletzungen sollte man diese Menschen für ihr Verhalten nicht verachten, sondern versuchen sie zu verstehen.


Fernbeziehung, drei Monate!, örtliche Distanz aufheben durch Umzug in die Nähe.....

Würde bei mir ebenfalls einen Fluchtreflex auslösen. Und ich habe definitiv keinerlei Beziehungsängste. Melissa hat es ja auch schon super beschrieben. Sehe ich ebenso.

Wenn es dann nicht funktioniert, hat jemand nach der kurzen Zeit (in der man sich ja kaum wirklich kennen lernen kann) einen großen Schritt getan und sitzt dann unglücklich und einsam irgendwo in meiner Nachbarschaft. ....nö, danke.

Man(n) könnte auch, bevor man seinem Gegenüber Beziehungsängste unterstellt, auch mal darüber nachdenken, ob man vielleicht mit einem völlig unterschiedlichen Tempo unterwegs ist. Und ob man den Anderen mit seinem eigenen Enthusiasmus und Tempo vielleicht gerade total überfordert.
Ich unterstelle keine Bindungsangst, sondern habe sie in allen Facetten erleben dürfen - bei eindeutiger, auch körperlicher Symptomatik.

Die große Distanz, bei uns sind es über 3000 km, wurde gerade auch von meiner damaligen Freundin als hinderlich angesehen. Wir wollten diese gemeinsam überwinden. Das nur als kleiner Hinweis.

Man sollte als Aussenstehender nicht irgendwelchen Spekulationen anheim fallen, wie wir unsere Beziehung bzw. unser Verhältnis geführt haben. Das gehört nicht in die Öffentlichkeit und ich werde mich dazu auch nicht äussern.

Das Problem der Bindungsangst, seine Mechanismen und Auswirkungen ist hier das Thema. Für Betroffene oder auch nur Interessierte verweise ich auf die mittlerweile verfügbare Fachlitereratur.
@sonnenkind schreibt......

Man(n) könnte auch, bevor man seinem Gegenüber Beziehungsängste unterstellt, auch mal darüber nachdenken, ob man vielleicht mit einem völlig unterschiedlichen Tempo unterwegs ist. Und ob man den Anderen mit seinem eigenen Enthusiasmus und Tempo vielleicht gerade total überfordert.

Ich kann bestätigen, dass solch ein Verhalten nachzuvollziehen ist :wink: und ich habe ebenso keinerlei Bindungsängste.
Ich habe geschrieben :
"Ich unterstelle keine Bindungsangst, sondern habe sie in allen Facetten erleben dürfen - bei eindeutiger, auch körperlicher Symptomatik."

Damit keine Missverständnisse entstehen - die körperliche Symptomatik bezieht sich auf den Co-Abhängigen, also auf meine Person.